Ein geschlossener Packt

von Ceasar
GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
Conrad Weller Murata Ken OC (Own Character) Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
26.04.2016
03.06.2016
8
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Seufzend ließ sich Yuri in seinen Stuhl am Frühstückstisch fallen. Er war doch nur einen Tag weg gewesen. Gut, Einen Tag auf der Erden. Dort verging die Zeit anders als hier im Dämonenreich, was zur Folge hatte, dass hier bereits eine Woche vergangen war. Und kaum war Yuri hier angekommen, da hatte sich Gunther schon um seinen Hals geworfen und schluchzend immer wieder  "Majestät" gerufen. Aber bevor dieser Yuri ersticken konnte, wurde er von Graf Wolfram von Bielefeld, seinem Verlobte , gerettet. Doch auch das war keineswegs besser. Nun durfte er sich eine Standpauke anhören, warum er erst jetzt zurück kehrte. Yuri konnte allerdings noch zuvor trockene Kleider anziehen. Aber jetzt gab es kein entkommen mehr vor dem Blonden.
"Also wo warst du und was hast du getrieben, du Waschlappen!" Wolfram  stand mit verschränkten Armen vor Yuri, der sich auf seinen Stuhl gesetzt hatte.
"Nenn mich nicht Waschlappen! Und ich war Zuhause, wo sonst?" entgegnete dieser mit ruhiger Stimme. Dabei musterte er kurz sein gegenüber.
"Und warum hat das dann so lange gedauert?" Mürrisch und stur wie eh und je ließ sich Wolfram nicht so leicht abwimmeln.
Schmunzelnd sah Yuri zu Wolfram hoch. Wie hatte er auch denken können, dass er ihn mit einer solchen Antwort zufrieden  stellen konnte.
"Was gibt's da zu grinsen?!" fragte nun Wolfram, dem das Schmunzeln von Yuri nicht entgangen war.
"So darfst du doch nicht mit seiner Majestät reden. Auch wenn du mit ihm verlobt bist." ergriff nun Gunther das Wort, um seiner über alles geliebten Majestät zu helfen.
Bevor Wolfram noch etwas sagen konnte, wurden alle durch einen erfreuten Ausruf unterbrochen.
Greta, die Adoptivtochter von  Yuri und Wolfram, hatten genau diesen in jener Sekunde gesehen und sprang ihm um den Hals.
Beinah hätte das Gewicht den Überraschten König vom Stuhl geworfen, doch bevor das geschah wurde er von Graf Conrad Weller, der wie aus dem nichts auftauchte, festgehalten.
"Passt auf euch auf, Majestät," sagte dieser mit seinem freundlichen Lächeln zu Yuri.
"Du weißt doch das du mich Yuri nennen sollst. Immerhin hab ich dir den Namen zu verdanken." Mit einem schiefen Grinsen schaute er Conrad in die Augen. Dieser nickte nur zustimmend.
"Was treibst du da schon wieder du Schwerenöter?"
Yuri zuckte zusammen und blickte langsam  Richtung Wolfram. Dieser blickte ihn eifersüchtig Schnaufend an. Abwehrend hob Yuri die Hände um sich vor etwaigen Angriffen von Wolfram zu schützen.
"Da du jetzt wieder da bist, gehst du mit mir draußen spielen?"
Bei diesen Worten hielt Yuri kurz inne bevor er zu Greta sah, die auf seinem Schoß saß.
Erleichtert atmete Yuri aus. Seine Tochter hatte ihm gerade das Leben gerettet. Denn Wolfram konnte ziemlich... naja kompliziert werden wenn er eifersüchtig wurde.
Schnell stimmte er seiner Tochter mit einem Nicken zu und wollte  schon Anstalten machen aufzustehen, da wurde er dich ein Räuspern aufgehalten. Er drehte den Kopf und sah Gwendal an. Und tatsächlich stammte das Geräusch von ihm.
"Ihr werdet in zwei Stunden in eurem Arbeitszimmer erwartet. Es haben sich wieder einige Dokumente angesammelt die euer Einverständnis verlangen."
Ohne eine Antwort abzuwarten, aß Gwendal schweigend weiter.
Mit einem Seufzen nickte auch Yuri. Was hatte er schon für eine Wahl?
Doch War das noch lange nicht alles.
"Ach dann könnten wir danach auch noch den Unterricht fortsetzen," schaltete sich nun Gunther auch lächelnd ein.
Yuri ließ den Kopf hängen. Oh mann. Nun ja, er war schließlich König und musste ein Land regieren.
Wenigstens konnte er jetzt mit Greta etwas Zeit genießen. Diese Tatsache ließ ihn zumindest kurz lächeln.
Doch auch dieses Lächeln verschwand als er bemerkte, dass Wolfram ihm nach draußen folgte.
"Was gibt's noch, Wolfram?" fragte er also.
"Greta ist auch meine Tochter und deswegen werde ich mit spielen." verkündete er gelassen. Dabei warf er Yuri ein schelmisches Grinsen zu.
"Was..du...? Du bist doch sonst zu stolz für alles... und letztens sagtest du ich sei ein Waschlappen weil ich mit den Kindern spielte..." erwiderte Yuri der gespielt beleidigt klang. Aber vielmehr war er besorgt um sein Wohlergehen, denn Wolfram hatte nicht vergessen das er Yuri eben noch eine Standpauke halten wollte.
"Jaaa! Wolfram spielt auch mit," freute sich Greta und bekam von Wolfram ein warmes lächeln geschenkt.
Yuri, dem nun klar wurde, in welcher aussichtslosen Lage er sich befand, ergab sich schließlich seinem Schicksal und ging mit leicht gesenktem Kopf seiner Tochter hinterher.


Wie hatte er das vermisst. Obwohl er anfangs Zweifel hatte weil Wolfram sie begleitete, wurde es eine lustige Zeit, die zu schnell vorüber ging.
Jetzt lagen sie an einen Baum gelehnt auf der Wiese im Schlossgarten. Greta war eingeschlafen und lehnte an Yuri Beinen. Selbst Wolfram war langsam eingenickt und lehnte an seiner Schulter. Ab und zu murmelte er im Schlaf Sachen wie 'Weichei' oder 'du Schwerenöter'. Diese verhalten war typisch für Wolfram und entlockte dem König ein leichtes Grinsen. Aus irgendeinem Grund lehnte er sich seinerseits etwas an Wolfram und legte seinen Kopf auf dessen. Er musste daran denken wie er dem blonden Dämon das erste mal begegnet war. Schon damals fand er ihn sehr attraktiv. Und diese Meinung hatte sich nicht verändert. Er fand ihn sogar recht anziehend auch wenn er das noch nicht ganz war nahm. Doch das zählte gerade nicht. Er schloss langsam die Augen und wollte die Ruhe genießen.
Doch urplötzlich hörte er jemanden nach ihm rufen. Und die Stimme die da rief kannte er nur zugut.

Gunther, der auf der suche nach seiner Majestät durch das Schloss eilte um diesen für die Arbeit abzuholen , rief immer wieder den Namen seiner Majestät. Doch nirgends reagierte jemand auf seine Rufe.
Schließlich lief er richtig Garten  weil er dort noch nicht gesucht hatte. Und tatsächlich sah er schon von weitem das seine Majestät an den Stamm einer Eiche gelehnt dort saß. Weiter nicht ungewöhnlich, doch Gunther wurde von einem neuen Traueranfall überrannt, als er sah das Wolfram den Kopf auf der Schulter des Maou gelehnt hatte. Und zu deinem Entsetzen hatte der Maou sich sogar ein bisschen  zu Wolfram gelehnt und seinen Kopf an den von Wolfram gelehnt!
Wieso tat seine Majestät ihm so etwas an?
Er riß sich zusammen und ging zu seiner Majestät. Diese hatte ihn schon von weitem erkannt und lächelte ihn warm an. Erst jetzt bemerkte Gunther, dass auch Greta an den Beinen von Yuri lehnte. Bei diesem Anblick und dem lächeln das Yuri ihm entgegenbrachte, vergaß Gunther seine Trauer und strahlte Yuri zurück.
"Ach Majestät ich habe überall nach euch gesucht. Es liegen noch Schreibarbeiten für euch bereit." meinte Gunther und schaute Yuri erwartungsvoll an.
Dieser lächelte nur und seufzte.
"Gib mir noch einen Augenblick, ich komme sofort." gab Yuri zur Auskunft.
Eigentlich wollte er nur nicht Greta und Wolfram aufwecken. Und wenn er erlischt war genoss er diesen Moment. Auch wenn alle an ihn lehnten und schliefen.
Gunther rang mit sich selbst und gab nach.
"Gut ich warte im Büro auf euch eure Majestät," antwortete er dann und verschwand wieder.

Yuri saß noch einige Minuten nur da und entspannte sich.
Aber er musste auch zurück und die Arbeit erledigen, das wusste er. Also hob er weinen Kopf und versuchte sich aufzurappeln ohne die Anderen aufzuwecken. Er studste Wolfram leicht an die Schulter. Dieser öffnete leicht die Augen und brauchte einen Moment um zu merken wo er war. Erst jetzt merkte er das er an der Schulter seines Verlobte lag und anscheinend eingenickt war.
"Was gibt's denn?" fragte er deswegen noch ein wenig müde.
"Ich muss noch ins Büro und die Dokumente absegnen," sagte Yuri kurz.
"Ach so und warum bist du dann noch hier?" fragte Wolfram, und schob noch ein "du Waschlappen," hinterher.
"Naja ich wollte aber du hast ja an meiner Schulter geschlafen," antwortete Yuri.
"Und ich wollte dich nicht wecken, du sahst so friedlich aus," kam es noch leiser von Yuri hinterher.
Wolfram war überrascht über diese Aussage, ließ sich aber nichts anmerken.
"Ah" war sein einziger Kommentar dazu.
Yuri schmunzelte nur. Seltsam, Wolfram war einfach seltsam.
Ohne weitere Worte erhob er sich, wobei er darauf achtete Greta  ich zu wecken und begab sich Richtung Büro.
Dort angekommen wurde er von Gunther überschwenglich begrüßt,  wobei er von Gwendal nur einen nichtssagenden Blick bekam.

Es dauerte bis in die Dämmerung hinein, bis er alle Dokumente unterschrieben hatte. Das meiste waren bloß Auskünfte über Steuereinnahmen  und Handelsbriefe.
Dazu kamen noch Armee Auskünfte und ein paar bitten von Bewohnern, die um einen finanziellen bestand baten.
Doch endlich, Endlich hatte es Yuri geschafft alles abzuarbeiten.
Ausgelaugt und sich strecken erhob er sich von seinem Stuhl.
"Danke für eure Hilfe Gwendal und Gunther," sagte der Maou und bekam von Gwendal ein  Nicken und von Gunther ein fröhliches Lächeln.
Yuri machte sich also auf den weg zu seinem Gemach. Dabei traf er auch Wolfram der wohl vor seiner Tür gewartet hatte.
"Endlich bist du fertig ich dachte schon das du Waschlapp-..." weiter kam er nicht.
Ein beben erfasste den Hügel auf dem das Schloss stand und brachte es zum erzittern. Erschrocken klammerte sich Yuri an Wolfram um Halt zu bekommen.
"Was... ist das...?" fragten sich die beiden.
Niemand ahnte etwas.


In einem Tal im östlichen Teil des Groß-Dämonen-Reiches wütete ein gewaltiger Sturm. Der Wind fegte durch das Tal und die Bäume Bogen sich unter dem Druck.
Das Wasser in dem nebenliegenden Fluss begann zu steigen und über die Ufer zu tretenund wilder zu fließen.
Ein Sturm aus Feuer mischte sich ein. Jedoch brannte er nichts nieder.
Dazu kam noch ein bedrohliches Beben das man im ganzen Königreich spüren konnte.
Es war, als würden die Elemente verrückt spielen und ein heilloses Chaos entfachen. Und genau das war auch so, jedoch ohne etwas zu zerstören. Die Elemente drehten nur am Rad.
Plötzlich schlug ein Blitz in das Zentrum des elementaren Chaos und ein ohrenbetäubender, wiederhallender Ton erklang.
Dort wo der Blitz eingeschlagen war, stand nun eine Gestalt, die auf ein Knie gesunken war. Rauch stieg von ihr auf.
Doch War es kein verbrannter Körper sondern eine lebende menschliche Gestalt!
Das elementare Chaos hatte urplötzlich gestoppt und es war wieder ruhig. Nur die Person kniete da auf dem Boden.
Langsam hob sie die Augen. Sie waren Schwarz, mit goldenen Sprenckeln. Ein Lächeln umspielte die Lippen der Person.
Tief atmete dir Person ein und aus, ehe sie sich erhob und in den Himmel sah.
"Es wird langsam Zeit," sagte eine tiefe Männerstimme.





Is meine allererste Fan Fiction und bin gespannt zu erfahren ob sie euch gefällt. :D