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Kleiner Meisterdieb

GeschichteHumor, Freundschaft / P12 / Gen
Kaito Kid / Kaito Kuroba Saguru Hakuba Shiho Miyano / Ai Haibara Shinichi Kudo
23.04.2016
15.07.2021
59
98.866
33
Alle Kapitel
236 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
15.07.2021 1.350
 
Hallo Leute,endlich auch hier mal ein Kapitel! Ich habe es geschafft mal wieder etwas zu schreiben :) Wenn auch nur ein eher kurzes.

Ich hoffe es gefällt euch trotzdem. Viel Spaß dabei.

LG Eure MO
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Titel: Freundschaft II

>>>Im letzten Kapitel:


Erst als es spät wurde, verließen Hakuba und Kaito ihren Freund und machten sich auf den Weg zu den Kudos. Dabei ließ ein Gedanke das Kind nicht los. Irgendwas stimmte nicht. Er wusste, dass er gerade ein Detail übersah. Irgendwas, dass nicht sein konnte, aber war. Verwirrt ging das Kind die Bilder durch. Was störte ihn nur so daran? Sie waren echt, da war er sich sicher. Sie hatten so viele Gefühle in ihm ausgelöst und wenn auch nur eine kleine und schwache Erinnerung. Dann plötzlich begriff der kleine Junge, was nicht zusammenpasste.Sein Blick glitt zu dem Blonden neben sich. Dieser musterte das Kind. Beinahe so als wartete er schon die ganze Zeit auf diese Frage.„Auf den Bildern bin ich so alt wie jetzt…“ – begann Kaito – „.. aber Mako ist erwachsen und ich nicht…. Was ist passiert?“



Hakuba schwieg als die Frage kam. Er hatte lange darauf gewartet und doch wusste er jetzt nicht wie er darauf antworten sollte. Sein Freund war nicht dumm. Eigentlich alles andere. Daher war es nur eine Frage der Zeit gewesen bis das Kind merken musste was falsch war. Immerhin hatte er auch schon begriffen, dass er nicht Kaito Kudo war…

„Überlegst du dir, welche Ausrede du dir einfallen lassen wirst?“

Überrascht blickte der Blonde zu dem Kind neben sich, bevor einen Moment amüsiert lächelte. Leicht schüttelte der Detektiv den Kopf.

„Nein… ich habe nicht vor dich zu belügen, Kaito.“

„Gut…“

Der Grundschüler sah ernst aus, und auch besorgt wie Hakuba fand. Das war natürlich auch kein Wunder, wie er fand. Der kleine Junge erinnerte sich nicht und war von den Leuten um ihn herum abhängig. Er musste ihnen vertrauen. Aber das war natürlich alles andere als leicht, schließlich hatten sie ihn von Anfang an belogen, als sie ihn als einen Kudo ausgaben. Auch wenn das Kind verstand, dass es wohl zu seinem Schutz war, war es nun mal etwas, das einem Gedanken machte.

„Weißt du Kaito… die Wahrheit… klingt etwas sehr weit hergeholt…“, begann der Größere langsam und lief neben dem Kind her.

Dieses warf seinem Freund einen neugierigen Blick zu.

„Ich bin ein Kind, dass eigentlich erwachsen sein sollte oder?“, fragte der Grundschüler trocken und legte den Kopf schief. „Was kann da noch abwegiger klingen?“

Kaito überlegte, ob er einfach nur kleinwüchsig war, dann würde er natürlich nie so groß sein wie andere. Aber diesen Gedanken hatte er schnell wieder verworfen. Kleinwüchsige hatten andere Proportionen vom Gesicht und vom Körper her. Und seine eigenen Züge waren eindeutig kindlich und weich. Sein Körper war eindeutig der eines Kindes, dass noch erwachsen werden würde.

Ein leises Lachen riss den Grundschüler aus seinen Gedanken und ließ ihn zu Hakuba Aufsehen.

„Es gibt jemanden, dem das auch schon passiert ist, Kaito.“

„Was? Wirklich? Wem?!“

Unruhig tippelte der kleine Junge um Hakuba herum, was diesen nur weiterhin lächeln ließ. Wenn Kaito je erfuhr, dass er ihn niedlich fand, würde dieser ihn, sobald er wieder erwachsen war, garantiert mit einem Streich bestrafen. Daher biss sich der Blonde lieber auf die Zunge, damit ja keine Dummheit über seine Lippen kam.

„Das möchte ich im Moment noch nicht sagen. Aber Fakt ist, dass jene Person auch erwachsen war, bevor sie wieder zu einem Kind wurde. Ein Grundschüler genauso wie du.“

Die karamellfarbenen Augen ruhten auf dem Jungen, der noch immer äußerst neugierig den Größeren anstarrte. Leise seufzte Hakuba. Dieses Kind machte einen fertig. Alleine dieser bettelnde Blick aus großen indigofarbenen Augen. Das mache einen beinahe schwach. Aber nur beinahe…

„Diese Person wurde durch ein Mittel geschrumpft…“

Hakuba wollte nichts von dem Gift direkt erzählen. Am Ende hätte Kaito Fragen gestellt, auf die er selbst noch keine klare Antwort geben konnte. Wie sollte er denn dem Kind erklären, warum ihn jemand vergiften wollte? Einem Grundschüler zu erzählen, dass er mal Kaitou KID war, war nun mal eine passende Option.

„Durch ein Mittel?“

„Ja. Eine Wissenschaftlerin hat es entwickelt, wenn auch zu einem anderen Zweck. Aber das war die Nebenwirkung…“

„Und warum hab ich dieses Mittel genommen?“

Man sah Kaito an wie irritiert er über diese Erklärung war. Allerdings schien er diese nicht anzuzweifeln. Hakuba wusste nicht, was besser war.

„Diese Frage klärt sich, Kaito, wenn du deine Erinnerungen wieder hast…“

„Und diese Wissenschaftlerin… kann sie kein Gegenmittel erfinden?“

„Sie ist dran, Kleiner…“

Sanft strich der Blonde durch die weichen Haare des Kindes und lächelte ihn an.

„Allerdings hast du eine neue Variante abbekommen, daher wirkt das alte Gegenmittel nicht und sie muss für dich ein neues kreieren.“

„Also kann ich bald wieder groß werden?“

Unruhig schwieg der Blonde einen Moment, unsicher was er antworten sollte, entschied sich aber für die Wahrheit. Bisher war er immer ehrlich zu seinem kleinen Freund gewesen.

„Das könnte sein. Aber wir sollten nicht hetzen. Schließlich gibt es noch einige Probleme zu beachten…“

Verwirrt blickte das Kind zu Hakuba auf und überlegte was sein Freund meinte. Es dauerte nur wenige Augenblicke, bevor es begriff.

„Selbst wenn ich groß bin… fehlen meine Erinnerungen. Und ein Erwachsener der sich wie ein Kind benimmt ist sehr auffällig…“

„Gut erkannt Kaito.“, lobte er den Jungen. Er wusste doch, dass sein Freund, egal in welchem Alter sehr klug war. „Es kann aber auch sein, dass deine Erinnerungen zurückkommen.“

„Und wenn sie alle auf einmal kommen wäre das schlecht für mein Gehirn.“, erinnerte sich Kaito an die Worte von Hakuba. Dieser hatte ihm klargemacht, dass sie langsam und vorsichtig agieren mussten, damit sie seinen Kopf nicht überanstrengten. Leise murrte der Grundschüler.

„Also wäre es eigentlich besser, wenn ich mich erinnere, bevor ich wieder groß werde…“

„Das wäre das Beste…“, stimmte Hakuba zu.

Obwohl er sich nicht sicher war, wie Kaito reagieren würde, sollte er sich wieder erinnern. Immerhin war seine Mutter gestorben und wenn er das bewusst begriff… das wollte sich der Blonde wirklich nicht vorstellen. Dazu kam, dass Kaito bei den Kudos wohnte und der Detektiv nicht wusste wie gut der geschrumpfte Dieb mit Kudo dann noch klarkam. Hakuba wusste, dass so oder so eine schwere Zeit vor ihnen war.

Leicht nickte das Kind.

„Danke, dass du es mir erzählt, Haku.“, meinte es leise und schloss die Augen.

Traurig blickte der Angesprochene auf das Kind hinab. Zu gerne wollte er seinem Freund mehr helfen, aber er wollte ihn nicht in Gefahr bringen oder ihn verletzen. Es war doch alles nur zu seinem Besten…

Seufzend blick der Detektiv stehen und musterte Kaito der schließlich ebenfalls verharrte und sich zu seinem Freund umdrehte. Der Blonde lächelte das Kind sanft an, was dieses irritiert die Augenbrauen zusammenziehen ließ. Die indigofarbenen Augen musterten den Älteren besorgt.

Hakuba aber trat die letzten Schritte auf seinen Freund zu und ging vor diesem in die Hocke. Er legte seine Arme um den Jungen und zog diesen vorsichtig in eine feste Umarmung.

„Ich werde immer da sein, Kaito. Ich bin dein Freund und werde dich beschützen…dir helfen...“, raunte er leise. Ja! Er schwor sich alles zu tun um seinem einzigen Freund zu helfen und zu beschützen. Kaito war dem Blonden wichtig, auch wenn sie das einander selten zeigten. Die Freundschaft war da. Tief und fest.

Der Grundschüler stand erst etwas steif da, bevor er sich in die Umarmung fallen ließ. Er schmiegte sich an seinen großen Freund und schloss die Augen. Tief sog er den Duft des Detektiven ein, der ihm so vertraut war.  Er glaubte den leisen Worten des Anderen.

„Danke…“, flüsterte das Kind und krallte sich leicht in das Oberteil des Größeren. „Für alles...auch dass du ehrlich bist…“

Leicht nickte Hakuba und drückte das Kind weiterhin fest an sich. Er war ehrlich auch wenn erst mal zum Schutz seines kleinen Freundes etwas wegließ. Der Detektiv war sich sicher, dass Kaito auch das begriffen hatte, aber erst mal akzeptierte. Dafür war er sehr dankbar. Irgendwann würden sie wieder vollkommen ehrlich zu einander sein. Irgendwann, wenn Kaito wieder er selbst war…
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