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Kleiner Meisterdieb

GeschichteHumor, Freundschaft / P12 / Gen
Kaito Kid / Kaito Kuroba Saguru Hakuba Shiho Miyano / Ai Haibara Shinichi Kudo
23.04.2016
15.07.2021
59
98.866
33
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Dieses Kapitel
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21.03.2018 2.216
 


Titel:   Erinnerungen an den letzten Abend


Aoko saß an ihrem Schreibtisch und hielt ein Bild in den Händen. Sanft lächelte sie und strich über das Glas. Das Bild, dass sie sich besah war bei ihrem Abschlussball aufgenommen worden. Eine Woche nachdem sie ihre Zeugnisse bekommen hatten. Es waren die härtesten Prüfungen gewesen, die sie je erlebt hatte. Und sie war nun wirklich nicht dumm. Im Gegenteil! Aoko hatte wie Kaito, Hakuba und Akako zu den besten der Klasse gezählt während des Schuljahres und doch hatten sie alle geschwitzt wie noch nie. Sogar Hakuba, der sonst die Ruhe in Person war, war nervös gewesen und hatte alle paar Minuten auf die Uhr gesehen um seine Hände zu beschäftigen. Akako war wie immer gewesen, fand Aoko. Kaito dagegen war so ruhig wie noch nie. Das hatte ihr schon ziemlich sorgen gemacht. Er war nie ruhig bei Prüfungen. Sie wusste, dass ihr bester Freund keine Prüfungsangst hatte, nein! Es war eine Prüfungspanik! Der junge Magier wusste was er konnte und doch lernte er bei so etwas wie ein verrückter… machte sich so selbst umso fertiger. Das Mädchen fragte sich woher diese Angst kam, die ihr Freund empfand. Er war doch gut. Warum also diese Angst? Jemand anderes hätte es dem Oberschüler niemals angesehen, aber sie kannte Kaito. Und ihr gegenüber gab er seine Angst auch zu. Etwas, dass Aoko unheimlich gut tat. Auch wenn er sich ab und zu seltsam verhielt und Geheimnisse zu haben schien, war er doch noch immer ihr bester Freund aus der Kindheit. Sie kannten einander besser als jeder andere.

„Komm zurück Bakaito...“, murmelte Aoko und kämpfte mit den Tränen. Sie machte sich sorgen um ihren Freund. „Hoffentlich findet Hakuba eine Spur...“

Mit einem traurigen Blick sah sie auf das Bild, bevor sie wieder lächeln musste. Sie alle strahlten auf dem Bild. Lächelten glücklich und frei in die Kamera, während sie ihre schicken Abendballkleider trugen….



>>>>>>>>>>>>>

Kaito trug einen weißen Anzug, dazu ein blaues Hemd. Die weiße Jacke ließ er offen. An seiner Brusttasche trug er eine kleine rote Rose. Seine Mitschüler wunderten sich nicht bei dem Anblick. Kannten sie den Magier doch schon vom Ausflug als KID wo er mit Aoko Skigelaufen ist. Für sie war es kein besonderer Anblick und ausserdem waren sie alle einfach nur glücklich und aufgeregt. Sie vibrierten vor Spannung was die Zukunft nun bringen würde, wo sie die Schule erfolgreich abgeschlossen hatten! So nannten seine Klassenkameraden ihn heute einfach nur neckend „KID“. Etwas, dass den Dieb den ganzen Abend über schon Grinsen ließ.

„Na? Glücklich mal wieder als KID herum zu laufen? Auch wenn deine Kleidung so weder dem Mondscheindieb noch dieser Feier angemessen ist...“

Überrascht sah der Angesprochene auf und erkannte Hakuba neben sich. Der junge Detektiv trug einen schwarzen, eleganten und vermutlich sehr teuren Anzug. Das ein weißes Hemd. Er hatte wert auf das klassische gelegt.

„Du hast den Dieb fast ein halbes Jahr ruhen lassen. Seitdem du für die Prüfungen gelernt hast….“

Kaito schwieg noch immer bei den Worten, sah seinen Klassenkameraden ruhig an. Ja. Es war eine schwere Entscheidung gewesen. Er liebte es KID zu sein und er wollte die Mörder seines Vaters finden. Aber er durfte nicht vergessen, dass er ein Leben hatte. Kaito wollte, dass sein Vater stolz auf ihn und seinen Weg war. Dass Toichi stolz auf Kaito´s gewähltes Leben war! Also musste er die Prüfungen gut bestehen und sich überlegen in welche Richtung er gehen wollte. Auch wenn sein Herz nach der Magie schrie, bedrängten ihn doch andere zumindest einen Beruf zu erlernen, während er nebenbei weiter die Magie übte. Der Dieb war sich selbst nicht sicher was er wollte. Er liebte die Magie eindeutig. Er genoss es den Menschen Freude zu bringen. Er liebt es, wenn sie lächelten. Und doch… wollte er sein geliebtes Hobby zum Beruf machen und sich so vielleicht die Freude daran verderben? Er könnte aber auch einen Beruf lernen, der ihm später als Magier hilfreich wäre. Zum Beispiel etwas technisches. Auch wenn Jii-chan immer da war um ihm ihm zu helfen, so wollte und konnte er sich doch nicht immer auf den älteren Mann verlassen. Nicht zuletzt, weil er auch diesem Mal eine magische Überraschung bieten wollte.

Tja… jedenfalls hatte er seinen geliebten Meisterdieb gut ein halbes Jahr ruhen lassen. Es war eine schwere Entscheidung gewesen und doch musste es sein. Er wollte sich eine Zukunft erschaffen, in der er KID irgendwann nicht mehr war. In der er den Meisterdieb nicht mehr brauchen würde. Auch wenn er erst mal weiterhin die Kerle jagte, die seinen Vater getötet hatten. Das würde nicht ruhen!

„He… hallo?“

Eine Hand wedelte vor seinem Gesicht herum, so dass Kaito etwas erschrocken blinzelte und wieder zu Hakuba sah, der ihn etwas genervt ansah.

„Also als KID bist du nicht so gedankenversunken und abgelenkt. Was ist los?“

„Ich habe nur über meine Entscheidung nachgedacht...“

„Interessant. Bereust du es, dem Dieb eine Pause gegönnt zu haben?“

„Nein. Es war richtig und das weißt du. Schließlich haben wir an diesem Abend darüber geredet… und wir haben einen Deal geschlossen.“

„Ja. Zum Glück war Mako da. So kannst du dich später nicht raus reden, Herr Meisterdieb...“

„Halt die Klappe du Detektivstümper“, brummte Kaito und schüttelte den Kopf. Seine indigofarbenen Augen trafen auf die karamellfarbenen Augen des Detektiven. Sie sahen sich einen Moment frech an, bevor sie beide kurz grinsten.

„Was sagst du dazu Haku? Wir haben unseren Abschluss. Nach Jahren der Lernerei und der Mühe haben wir es endlich geschafft…. Wir gehen einen wichtigen Schritt in unsere Zukunft.“

„Ja. Auch wenn ich immer noch nicht weiß, wann du genau gelernt hast in den letzten Jahren. Ausser das letzte halbe Jahr. Du hast immer Blödsinn gemacht und dann kam KID dazu…“

„Ich habe eben meine Methoden“ - Ein breites Lächeln huschte über die Lippen des Magiers - „Und wenn ich will kann ich viele Dinge schaffen.“

„Das weiß ich...“

„Was wirst du nun eigentlich tun Haku?“

„Ich werde in den Vorbereitungskurs gehen, der vor der Polizei-Akademie statt findet. Aoko geht auch mit rein. Sie überlegt eine Karriere bei der Polizei. Irgendwie sieht ihr das Ähnlich oder?“

„Ja. Sie war schon immer ein liebes Mädchen, dass stets anderen helfen will. Und brutal genug dafür ist sie auf jedenfall...“

Eine harte Kopfnuss traf Kaito auf den Hinterkopf, während sich eine furchtbare Aura um sie herum bildete.

„Wer ist hier Brutal, du Bakaito?!“

„Na du, du Aokuh!“

Und ehe man sich versah waren die beiden in einen wilden Streit verzettelt. Hakuba schüttelte seufzend den Kopf und besah sich die beiden. Seid Kinderzeiten befreundet und in einander verliebt, aber keiner von beiden schaffte es den ersten Schritt zu gehen. Vermutlich würde er irgendwann einmal Amor spielen müssen.

Die beiden beschimpften sich noch eine Weile, bevor Akako dazu kam und ein unwilliges Schnauben von sich gab. Sie fixierte Aoko und Kaito beinahe abfällig. Während Aoko ein blaues, langes und beinahe einfaches Kleid trug, war Akako in ein hautenges, weinrotes Kleid geschlüpft, dass ihre Figur genau richtig betonte. Dazu glitzerte es im Licht, so wie auch ihre Haare. Das junge Mädchen hatte sich wirklich mühe gegeben und jeder Junge im Saal hatte mindestens ein Auge immer wieder auf die junge Hexe geworfen. Selbst Hakuba wurde immer wieder etwas rot, wenn er in Akakos Nähe war. Dieses Mädchen löste in ihm irgendetwas aus, dass er nicht verstand. Er fand sie wunderschön und fasziniert und doch war er wie Kaito und wurde nicht zum Hirnlosen Hündchen wie die anderen Jungs, die Akako sonst immer nach liefen.

„Jetzt benehmt euch doch mal! Das hier ist unsere Abschlussfeier! Es wird sich für uns alle einiges verändern!“, fauchte sie wütend und hob ihre Hand. Sie deutete auf den gefüllten Saal mit ihren Klassenkameraden. Der Raum war bunt und schön dekoriert, während eine Band den ganzen Abend über spielte. „Das soll doch ein schöner Abend werden, also seid brav oder ich verhexe euch!“

„Ist ja gut, Akako… ich werde brav sein...“, murrte der Dieb und auch Aoko nickte leicht. Sie schaute etwas traurig aus bei den Worten.

„Was ist los?“, erkundigte sich Hakuba und besah sich seine Freundin genau. Diese kämpfte plötzlich mit den Tränen und blinzelte heftig.

„Ich werde dich und Kaito noch weiterhin sehen. Und auch einige meiner Freundinnen. Aber der Rest? Wir sehen uns heute quasi alle zum letzten Mal...“

Die drei anderen schwiegen bei den Worten, nicht wissen, was sie darauf antworten sollten. Es war der Lauf aller Dinge. Vermutlich würden die meisten noch eine Weile Kontakt halten, aber spätestens wenn der Arbeitsalltag sie eingeholt hatte, würde die Kontakte nach und nach zerbrechen. Auch Kaito, Hakuba und Akako wurde die Tragweite klar, die sie bisher einfach ignoriert oder nicht dran gedacht hatten.

„Du wirst es nicht zu lassen Aoko.“

„Was?“

Das Mädchen sah ihren besten Freund verwirrt an, der sie breit angrinste wie sonst auch. Er zog eine Rose hervor, ein sanftes gelb und machte sie an Hakubas Brusttasche fest. Er zwinkerte seiner Freundin zu.

„Aoko. Die Leute, die du magst wirst du nicht aus den Augen verlieren. Du bist stur und eine Kampfnatur. Wenn du nicht willst, das der Kontakt abbricht, dann lass es nicht zu. Halte an deinen Freunden fest und sie werden dasselbe tun. Wir haben doch alle Handys, wir wissen wo der andere wohnt. Warum also sollte der Kontakt vergehen? Wir können uns jederzeit treffen. Wir wäre es damit? Einmal im Monat gibt es ein Treffen. Und wenn wir nur zusammen ein Eis essen gehen oder ins Kino. Oder wenn wir von unseren langweiligen Jobs erzählen. Wir werden weiterhin Spaß haben, egal wie das Leben weitergeht und was es bringen wird. Wir bleiben Freunde!“

Während Aoko strahlte und Kaito freudig umarmte, konnte Hakuba nur genervt mit den Augen rollen, doch ein kleines Lächeln vermochte er nicht zu verbergen. Selbst Akako die davon nicht begeistert wirkte, grinste ihn kurz an. Und er fragte sich einen Moment, ob es vielleicht doch ein Fehler war den einen oder anderen weiterhin zu treffen…

„DA! Der Fotograph hat endlich Zeit! Lasst uns ein Foto zusammen machen!“

Aoko zog Kaito und Hakuba mit, während Akako den dreien brav folgte. Keiner wirkte so recht begeistert von Aokos Idee. Doch sie ließ keinen entkommen und brachte die vier in Position. Sie veränderte noch die eine oder andere Haltung, bevor der Fotograph das Foto machen durfte. Hakuba links aussen, dann Akako, Aoko und schließlich Kaito. Alle vier lächelten aufgeregt und strahlend in die Kamera. Ein schönes Bild, dass die vier ewig als Freunde festhalten würde…

>>>>>>



Aoko seufzte leise und stellte das Bild zurück. Alles in allem war es ein schöner Abend gewesen. Danach hatte Kaito noch etwas für Chaos gesorgt und sie war ihm nach gejagt, so dass der halbe Ballsaal zerstört war. Das Mädchen dachte daran, dass sie den Tränen nahe gewesen war. Der Abend hätte doch perfekt sein sollen…

Doch Kaito hatte wie üblich alles gerettet, was er zerstört hatte. Das Feuerwerk an jenem Abend würde sie nie mehr vergessen. Genauso wenig wie die Rose, die Kaito ihr gegeben hatte und die Worte, die heute noch leise in ihrem Ohr klangen.

>>Noch kann ich dir etwas wichtiges nicht sagen. Aber eines Tages möchte ich dir etwas ganz wichtiges Sagen, Aoko...

Der Magier war dabei leicht rot gewesen, so wie auch seine Freundin, als sie begriff worum es geht. Ihr Herz hatte wild geklopft und sie konnte nur nicken.

„Ich liebe dich auch Kaito… und ich hoffe, dass du es mir eines Tages sagen kannst...“, murmelte sie und wischte sich eine Träne von der Wange. Ihr Freund war so lange verschwunden… und doch schien Hakuba zu wissen wo Kaito war. Er wirkte auf einmal anders im Unterricht. Nicht mehr so besorgt und aufgebracht, sondern beruhigt. Der Detektiv hatte aber nichts verraten und sie akzeptierte es erst mal. Sie wusste schließlich, dass sie ihren beiden Jungs vertrauen konnte.

Sie griff nach dem Album, dass sie angefertigt hatte und schlug es vorsichtig auf. Das ganze letzte Schuljahr hatte sie fest gehalten. Als Hakuba kurz nach Anfang des Jahres in ihre Klasse gekommen war. Ihr Lieblingsbild aber war ein ganz bestimmtes. Sie hatte es durch Zufall aufgenommen.

Es zeigte ein Schulfenster, dass weit geöffnet war. Die Sonne versank am Horizont und warf ihr rötliches Licht auf die Erde und in die Schule. Und direkt in dem offenen Fenster lehnten zwei Personen. Rechts Kaito und links Hakuba. Sie waren sich ganz nahe, ohne einander daran zu stören. Sie hatten den Kopf zu einander gedreht und grinsten sich breit an, während sie auf Brusthöhe ihre Fäuste zusammenschlugen. So als würden sie sich in jenem Moment ein wichtiges Versprechen geben.

„Jungs sind so doof… vor anderen immer Streiten aber in Wirklichkeit beste Freunde sein...“





**************

Hallo Leute!
ICH BIN ZURÜCK!!!!!

Die lange Pause tut mir furchtbar leid.
Aber wenn ihr das Kapitel lest wisst ihr vielleicht wieso ich nun wieder schreibe
*zwinker*

Ich hoffe ab nun kann ich wieder voll einsteigen. Leider hab ich irgendwie noch ein kleines Tief und das Schreiben fällt mir schwer. Aber für euch gebe ich mir Mühe
*verbeug*
Vielen Dank, dass ihr mir so lange die Treue gehalten habt!

Ich hoffe das Kapitel gefällt euch einigermaßen und ist nicht so schrecklich wie ich es selbst finde....

LG Eure Mo
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