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Kleiner Meisterdieb

GeschichteHumor, Freundschaft / P12 / Gen
Kaito Kid / Kaito Kuroba Saguru Hakuba Shiho Miyano / Ai Haibara Shinichi Kudo
23.04.2016
15.07.2021
59
98.866
33
Alle Kapitel
236 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
30.09.2016 1.415
 
Gute Nacht, meine lieben Leser,

knapp aber immerhin! Das Versprochene Kapitel für diese Woche.
Ich wünsche euch viel Spaß bei diesem kurzen.. ja.. Zwischenkapitel. Es ist nicht sonderlich toll wie ich finde. Verzeiht mir *verbeug*
Dazu kommt leider auch der Zeitdruck, da ich am Wochenende keine Zeit haben werde...
Daher heute einfach kurz und schmerzlos ^.~

LG Eure Mo

PS: Ab nächten Freitag (7.10) wird Prinzessin Anja, Moderatorin der Chillout Lounge, auf  www.nsw-live.de diese FF "Kleiner Meisterdieb" Stück für Stück vorlesen.  Sie hat mich angeschrieben und wie soll man so ein wunderbares Angebot ablehnen? Ich bin sehr geehrt und freue mich schon auf die Lesungen, da man die ff nun  nicht auf einmal abhanden kann.  
Ich bin schon gespannt und wünsche euch viel Spaß dabei


******************************************************

Titel: Freunde?



Kaito seufzte leise und quälte sich aus dem Bett. Murrend strich er sich die Haare aus dem Gesicht und sah zu seinem Bruder, der scheinbar selig schlief. Noch immer bekam das Kind diesen seltsamen Alptraum nicht aus seinen Gedanken, obwohl er sich nur verschwommen daran erinnern konnte. Leicht schüttelte er den Kopf und versuchte sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Leicht gähnte das Kind auf und verließ den Raum um ins Badezimmer zu gehen…

Allerdings wurde er im Gang von Yusaku, seinem Vater abgefangen. Der Mann lächelte seinen Sohn an, den er auf die Arme hob.

„Guten Morgen mein Kleiner… gut geschlafen?“

„Ja Papa“, log das Kind und lächelte beinahe sofort ganz kindlich. Er hielt sich an seinem Vater fest und lehnte sich an ihn.

„Dein Großvater kommt heute wieder. Wir wollen zusammen Mittagessen...“

Das falsche Lächeln wurde zu einem richtigen, aufdrehten Grinsen. Die Augen begannen zu leuchten, während er den Älteren ansah.

„Wirklich? JUUUHUUUUU!“

Amüsiert sah Yusaku seinen Ziehsohn an und stellte ihn auf den Beinen ab. Er wuschelte sanft durch die Haare, beugte sich zu ihm und zwinkerte.

„Mach dich fertig. Wir frühstücken zusammen. Danach mal sehen… Wir lassen uns schon was einfallen nicht wahr?“

„Klar Papa!“

Das Kind flitzte los und verschwand im Bad, während der Mann lächelnd zurück blieb. Er ahnte, dass der gute Jii seinem neuen Sohn gut tat. Nur machte er sich sorgen, ob sich der geschrumpfte dadurch nicht eher erinnern würde. Auf der einen Seite empfand der Mann das als gut, auf der anderen Seite wollte er dem Kind diese Chance auf eine heile, intakte Familie geben. Und wenn es nur von kurzer Dauer war…

„Kaito scheint sich ja sehr über unseren… Großvater zu freuen“, murmelte Shinichi und stand in einem halb verschlafenen Zustand in seiner Zimmertüre. Die Haare standen wirr vom Kopf ab, der Schlafanzug zerknittert, doch die Augen blitzten hellwach.

„Bekomme ich nun langsam eine Antwort?“

„Auf welche Frage?“

„Das weißt du genau Vater.“

„Noch nicht, mein Sohn. Noch nicht… aber ich verrate dir eines: Der alte Mann ist kein Feind, Shinichi...“

Schnaubend schloss Shinichi die Türe seines Zimmers wieder.

„Wie zickig die Jungs von heute sind… ich war in seinem Alter nicht so...“


-.-.-.-.-.-.-.-.-.-


Die Kudos saßen zu viert am Tisch und verzehrten in aller Ruhe die letzten Reste des Frühstücks, dass Yukiko offiziell zubereitet, von dem Shinichi und ihr Mann aber wussten, dass sie es bestellt hatte. Doch beide schwiegen das Thema lieber aus um der Drohenden Gefahr zu entgehen.

„Da wir für ein Weile wieder in Japan sind. Was unternehmen wir mit unseren Söhnen alles?“

„Wir könnten den Tokyo Tower besuchen, Yukiko.“

„Da hatten wir eines unserer ersten Dates...“, schwärmte die Schauspielerin, während Shinichi grummelte.

„Nein Danke… sonst dürfen sich Kaito und ich nur noch romantisches Theater von euch anhören… darauf können wir verzichten.“

„Nun sei doch nicht so, Shinichi!“

Yukiko sah ihren Sohn missbilligend an.

„Es gibt gewisse Dinge, die man einfach tun muss!“

„Aber nicht das und schon gar nicht die Söhne nerven.“

„Shinichi!“

„Bis wann kommt Jii-chan?“

Die großen, blauen Augen des Kindes leuchteten vor Freude, während er unruhig auf seinem Stuhl hin und her rutschte. Ihm war die aktuelle Diskussion scheinbar vollkommen egal. Wie Kinder nun einmal sind, waren sie nur auf das Thema fixiert, dass ihnen gerade wichtig war und im Kopf herum spukte.

Yusaku konnte nur über das kindliche Verhalten schmunzeln und warf einen Blick zur Uhr. Es war gerade erst 10 Uhr, als sie jetzt mit dem Frühstück fertig waren.

„Ich kann ihn anrufen, wenn du möchtest und fragen, aber ich vermute er wird nicht mehr lange warten können seinen süßen Enkel wieder zu haben.“

Yukiko lächelte verträumt, während Shinichi und Kaito gleichzeitig das Gesicht bei dem Wort süß verzogen. Jungs hörten so etwas überhaupt nicht gerne. Genauso wie andere Dinge, nämlich niedlich und knuffig.

DING DONG!

Überrascht hoben die vier Bewohner den Kopf, bevor Kaito schon lächelnd von seinem Stuhl sprang und in den Gang rannte.

„ICH MAAAAACHE AAAAAUF!“

Shinichi, der sich Kopf schüttelnd erhob, seufzte genervt auf.

„Ich kümmere mich um ihn. Der Kleine kann doch nicht jedem die Türe aufmachen~“

So verließ auch der Größere der Söhne die Küche und folgte seinem kleinen Bruder in den Gang und zur Haustüre, die der kleine schon eilig aufriss.


„Jii-chan!“, rief das Kind freudig aus und warf sich fest gegen seinen angeblichen Großvater.

„Hallo mein Kleiner...“

„Endlich bist du da!“

„Ich bin doch gestern Abend erst da gewesen, mein Junge.“


Der Grundschüler löste sich lächelnd von seinem Opa und zuckte kindlich lächelnd die Schultern, als hinter ihm Schritte erklangen und Shinichi in die Türe trat.

„Hallo… Großvater.“

„Shinichi...“


Freundlich lächelte der Assistent des Meisterdiebes und hielt dem Oberschuldetektiv ein Buch hin.

„Ich bin mir sicher, dass dir dieser Krimi gefallen wird. Ich habe mich gestern gar nicht um dich gekümmert. Tut mir leid...“


Der Detektiv, der deutlich die Entschuldigung heraus hörte nahm das Buch zögerlich an und nickte leicht.

„Danke...“

Sein Blick glitt über den Titel, bevor er nun doch neugierig das Geschenk aufschlug und grob einige Seiten überflog. Der Krimi war gut geschrieben und Shinichi war sich sicher, dass er damit einige schöne Stunden verbringen könnte.

„Kudo!“


Eine weitere Stimme riss die drei aus ihrem Gespräch und den jeweiligen Gedanken. Beinahe synchron hoben sie die Köpfte und drehten sich zu dem Neuankömmling, der neben Jii auftauchte. Flüßige und elegante Bewegungen. Blonde Haare und caramelfarbene Augen. Ein leicht arroganter Ausdruck zierte das Gesicht des jungen Detektiven, der im Moment nur Augen für Shinichi hatte.

„Stimmt! Du wolltest ja vorbei kommen… lass uns nach oben gehen.“

„Gerne….“

„Mein Junge… was tust du hier?“ Jii musterte den Halbjapaner überrascht - „Ich hab nicht gewusst, dass du mit Shinichi befreundet bist..“

„Wir sind keine Freunde. Wir arbeiten nur an einem gemeinsamen Fall.“


Eine kindliche Stimme beendete das Gespräch allerdings sehr schnell. Der Grundschüler starrte den jungen Mann an, hatte die Stirn leicht gerunzelt, bevor er lächelte.

„Haku!“


Der Angesprochene zuckte überrascht zusammen und blickte zu dem Kind vor ihm. Erst dachte er, dass es Conan sei, aber nein. Die Haare waren etwas anders, wirrer und hatten einen etwas anderen Farbton. Selbst die Augen waren ähnlich, doch während Conan strahlend blau hatten, waren diese Indigofarben.

„Kaito?“

Hakuba hörte selbst wie ungläubig seine Stimme klang. Doch der Spitzname war eindeutig. Nur Kaito Kuroba nannte den Detektiv so. Der Blonde mochte seinen Vornamen nicht sonderlich, was Kaito schnell begriffen hatte. Und der Nachname war zu unpersönlich, drückte er doch oft ein distanziertes Verhältnis aus. So hatte sich der Magier einen Spitznamen überlegt und war schließlich bei Haku verblieben. Und dieses Kind, dass seinem Freund wie aus dem Gesicht geschnitten war, kannte ihn. Der Oberschüler überlegte, was hier los war. Hatte Kudo etwa Kaito etwas von dem Mittel gegeben? Auch wenn er nicht wusste, was das sollte. Immerhin hätte ihm der Andere Detektiv ja gleich die Wahrheit sagen können. Oder spielte Kaito eine Rolle um sich zu tarnen? Hakuba war einfach mit der Lage überfordert und wusste nicht, was er nun sagen, geschweige denn tun sollte.




„Ihr….ihr kennt euch?“ - Shinichi sah ziemlich überrascht und schockiert aus, während er zwischen den beiden hin und her sah. Der ältere Mann dagegen schwieg.


„Ja! Das ist mein Haku!“, stellte Kaito klar und nahm die Hand des Blonden, während er ihn warm anlächelte. Die blauen Augen blitzten freudig, während Shinichi das Kind an der Schulter packte und festhielt, bevor Kaito den Detektiv ins Haus ziehen konnte.

„Woher Kaito?“

„Wir sind… wir… sind...“

Ratlos runzelte das Kind die Stirn und sah seinen Bruder an.

„Keine Ahnung….“


Bei diesen Worten sah Shinichi zu Hakuba auf, denn auch wenn Kaito sich nicht mehr erinnerte, der Andere würde ihm mit Sicherheit Antworten geben können.
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