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Kleiner Meisterdieb

GeschichteHumor, Freundschaft / P12 / Gen
Kaito Kid / Kaito Kuroba Saguru Hakuba Shiho Miyano / Ai Haibara Shinichi Kudo
23.04.2016
15.07.2021
59
98.866
33
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
26.09.2016 2.098
 
Hallöchen,

sorry für die Verspätung.  Aber hier kommt das Kapitel von letzter Woche ^^

Ich wünsche euch viel Spaß und lasst euch vom Anfang nicht zu sehr verwirren.

LG Mo

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Titel: Realität?


Kaitou KID flog, wieder einmal nach einem gelungenen Raubzug, durch die Nacht. Der Wind zerrte an seinen Haaren, während der Dieb breit lächelte.

„Das war mal wieder ein voller Erfolg.“, Er lobte sich selbst und begutachtete den Juwel in seiner Hand. - „Auch wenn es nicht das ist was ich suche...“

Mit einer fließenden Bewegung steckte der Magier das kostbare Gut ein und konzentrierte sich wieder auf die Umgebung und seinen Gleiter, den er lenken musste.

„Haku hatte heute wieder Verspätung. Diese Pfeife… da wartet man und er trödelt. Unglaublich.“, meinte er missgelaunt und ein klein wenig quengelig. Haku war sein Spitzname für Hakuba. Kaito hatte schnell gemerkt, dass der Blonde seinen Vornamen nicht sonderlich gut leiden konnte und damit auch wenn die Menschen um ihn herum ihn so ansprachen. Und der Nachname war nun mal ein Zeichen von Distanz. Obwohl er den Anderen nur so nannte, wenn sie alleine waren. Zu beginn hatte sich der Andere davon noch nerven lassen. Mittlerweile hatte er den Spitznamen akzeptiert und aufgeben. Wobei der Dieb den Verdacht hegte, dass es Hakuba so ganz gut gefiel, nur sprach der Idiot das natürlich niemals aus.

Kaito hatte sich darauf den Detektiv wieder auf die Palme zu bringen in dem er ihm wieder einmal bei einem Raubzug eines auswischte. Allerdings hatte es nicht geklappt, sehr zu seinem Leidwesen.

„Aber da er wieder in Japan ist wird er sicherlich beim nächsten Raubzug dabei sein. Zur Sicherheit sollte ich den am Besten gleich Ankündigen...Ich glaube im Beika-Museum wird wieder etwas ausgestellt...“

Auf einmal schoss etwa Haarscharf an ihm vorbei, was Kaito zusammenzucken ließ. Das Ding hatte seine Wange hauchzart gestreift und ihm einen Kratzer verpasst. Sofort lenkte er den Gleiter etwas um als noch mehr Pfiffe erklangen und der Meisterdieb erkannte, dass ihm wortwörtlich Kugeln um seine Ohren flogen. Fest krallte er sich um die Haltegriffe und versuchte dem Angriff zu entgehen, als wieder ruhe einkehrte.

Eilig glitt sein Blick über die Dächer. Woher kamen die Schüsse? Er konnte es nicht zu ordnen, nicht sehen wo Snake und sein Gegner waren. Missmutig verengte er die Augen und griff in seine Hosen Mantel um das Nachtsichtgerät zu holen, als erneut eine Salve Kugeln auf ihn nieder prasselte.

„Lasst das!“, zischte Kaito wütend, beinahe verzweifelt. Wenn er abstürzte, würde er sich einiges brechen, wenn es dann nur dabei bleiben würde. Hilflos sah er sich um, als ein metallisches Geräusch erklang, von mehreren Pfiffen gefolgt. Eine Kugel hatte seine Haltestange getroffen und durch bohrt, so dass sich der ganze Gleiter beinahe sofort krümmte. Wie der Dieb diesen dennoch halbwegs halten konnte war ihm selbst ein Rätsel. Die anderen Kugeln, waren eher das Problem. Sie durchlöcherten den Stoff und nahmen ihm so immer mehr seiner Höhe.

„Ich hab keine andere Wahl...“, fluchte er leise und sah nach unten. Einige Meter entfernt war der Park. „Vielleicht kann ich da im See oder in den Bäumen eine Bruchlandung machen… wird hart, aber besser als nichts...“

Seine Entscheidung getroffen, segelte er nun direkt auf den Park zu, ohne zu ahnen, dass dort seine Gegner bereits auf ihn warteten.

Über dem See wollte sich der Dieb fallen lassen, als er bemerkte, dass er noch in seinem Geschirr hing. Das Sicherungskabel hatte sich irgendwie verhangen und hielt ihn noch immer fest, so dass kein Absprung möglich war.

„Es beginnt alles schief zu gehen…. Einfach super...“

Mittlerweile war ihm das Grinsen vergangen. Kaito lenkte seinen Gleiter ein Stück weiter, als die Stange brach und er direkt in die Bäume fiel. Der Dieb konnte gerade noch einen Schrei unterdrücken, als er den Halt verlor, da der Gleiter mit einem Ruck hängen blieb. Er wurde aus den Griffen geschleudert und das Seil riss, als er nach unten fiel. Hart kam der Dieb auf dem matschigen Erdboden an und blieb einige Minuten erst mal liegen. Sein Zylinder war bei der Bruchlandung davon geschleudert worden und rollte ein Stück entfernt über den Boden. Müde blinzelte Kaito und überlegte für einen kurzen Augenblick was passiert war, bevor es ihm wieder in den Sinn kam.

Angriff! Bruchlandung im Park!

Fluchend stemmte sich Kaito nach oben und kam schwankend auf die Beine, als er einen stechenden Schmerz in der Seite spürte und sich an die Rippen griff. Das Atmen brannte in seinem Brustkorb und er ahnte, dass er gut einige geprellte Rippen hatte.

//Einfach Prima… hab ich ein Glück..//

Schlecht gelaunt sah der Meisterdieb einen Moment an sich hinab, seine weiße Kleidung war rundherum nun eher braun vom Matsch, als noch weiß. Aber das konnte ihm gerade nur recht sein.

Fahr wischte er sich mit einer Hand eine Strähne aus dem Gesicht und ignorierte, dass er sich den Dreck auch ins Gesicht schmierte.

„Da hinten ist er abgestürzt! Ich bin mir sicher, dass ich ihn getroffen hab, Gin!“

Augenblicklich erstarrte der Magier und sah in die schwach von Lampen erhellte Dunkelheit um zu erkennen woher die Stimmen kamen. Seine Angreifen waren nicht auf den Dächern gewesen, sondern hier im Park! Er hatte den größten Fehler begangen als er hier Notgelandet war.

//Ich muss sofort hier weg!//

Mit einem Ruck drehte sich Kaito um, als er mehrere Personen kannten, die sofort auf ihn aufmerksam wurden und ebenfalls los rannten. Allerdings kam der Oberschüler nicht weit. Sein Brustkorb stach und schmerzte fürchterlich, so dass er nur wenige Meter kam. Seine Verfolger erwischte ihn rücklings und drückte ihn zu Boden.

Kaito nutzte den Schwung aus, rollte sich herum und stieß den Kerl über ihn von sich. Keuchend kam er sofort wieder auf die Beine, musste sich aber mit seiner Schlamm verschmierten Hand einen Moment am Baum abstützen. Die Welt verschwamm vor seinen Augen für wenige Augenblicke und er rang beinahe panisch einen Moment nach Luft. Das Monokel hatte er beim Sturz verloren, doch das war ihm gerade vollkommen egal.

„Haben wir dich, endlich, Kaitou KID!“

Eine befehlende Stimme riss Kaito aus der kurzen, erzwungenen Verschnaufpause und schon wurde er hart gegen einen Baum gedrückt. Keuchend öffnete er die Augen und sah in ein paar Eiskalte Augen, umrahmt von langen blonden Haaren. Ein Schauer lief Kaito über den Rücken, der ahnte, dass er hier sterben würde. Die Hand des Mannes drückte seine Kehle allmählich zu.

//Dieser Mann hat bereits getötet… und das stört ihn überhaupt nicht…//

Einen letzten Moment, ein letztes Mal bäumte sich Kaito auf und versuchte aus dem Griff zu entkommen. Gin, der keine Lust auf Theater hatte, zog mit der freien Hand seine Waffe, hob sie an und schoss. Seine Pistole hatte er direkt neben Kaito´s Kopf an den Baum gedrückt und abgefeuert. Der Dieb schrie dabei schmerzlich auf. Sein ganzer Kopf schien vor Schmerz zu explodieren. Die Geräusche verschwammen in seinem rechten Ohr und jedes Winden hörte auf. Der Knall einer Waffe direkt am Ohr war einfach viel zu laut.

„Sei brav KID, sonst werde ich dich wirklich noch töten müssen… dabei will ich so viel von dir wissen...“

Die Hand um seine Kehle wurde lockerer und ermöglichte es dem Magier wieder besser Luft zu bekommen.

Während etwas Blut aus seinem Ohr lief, funkelte er den Blonden wütend an. Kaito gab niemals auf und er würde auch jetzt nicht damit aufgeben.

„Von mir wirst du überhaupt nichts erfahren.“

Ein arrogantes Lächeln schlich sich auf seine Lippen, während er instinktiv versuchte, selbst in so einem Griff stolz zu wirken.

„Du kannst alles versuchen.. aber ich werde schweigen.“

„Du weißt ja noch gar nicht worum es geht.“

„Mir egal. Sobald du etwas wissen willst, blockiere ich automatisch. Kaitou KID gibt keine Geheimnisse preis.“

„Das werden wir noch sehen, mein Lieber KID. Das werden wir noch sehen. Bedeutet dir Sherry so viel?“

//Sherry? Wer soll das denn sein?//

„Gin! Wir müssen gehen.. die Polizei wird sicherlich bald da sein.“

„Ganz ruhig Wodka...“

//Sherry? Gin? Wodka? Das sind doch alles die Namen von Alkohol…//

Und dann begriff Kaito seine Lage in einem Augenblick. Ein weiterer Alkohol kam ihm in den Sinn. Nämlich Bourbon und damit auch der Zug damals, als er sich für eine Frau ausgab, weil Conan ihn dazu gezwungen hatte.

//Wegen dir stecke ich also nun in der Klemme, Herr Meisterdetektiv… Sie gehören zu dieser Organisation von denen der Kerl geredet hatte… Als ob meine eigenen Feinde nicht genug wären~ //

Doch der Dieb hatte jetzt noch weniger Lust auf zu geben. Er hatte durch seine Ermittlungen heraus gefunden, dass Conan Edogawa eigentlich Shinichi Kudo war, das war nicht gerade schwer. Und er hatte auch ziemlich schnell durchblickt, dass diese Ai Haibara genauso war. Den Namen kannte er nicht, aber er hatte begriffen, dass er sich für ihre Wahre Gestalte ausgegeben hatte um sie zu beschützen. Eigentlich hatte sich der Dieb nur aus diesem Grund von Conan überreden lassen mit zu machen. Jemanden beschützen stand für den Magier stets an erster Stelle.

Langsam um den Anderen nicht aufmerksam zu machen, wanderte seine Hand langsam in eine Tasche. Vielleicht würde ihn das Schlafgas mit ausschalten, aber er war bereit sich der Polizei zu stellen, solange diese Leute mit verhaftet wurden.

//Das wäre nur ein kleines Opfer…//

Auf einmal ließ Gin seine Kehle los, so dass der Oberschüler verwirrt inne hielt in seinen Bewegungen. Obwohl er versuchte ruhig zu bleiben, seine Angst zu unterdrücken, spürte er dennoch den Marathon, den Herz sein betrieb. Ein leichtes Schlucken, während sein Körper sonst gespannt war wie eine Feder. Viel Zeit zu reagieren würde er nicht mehr haben… dann war es vorbei.

„Du kommst mit uns Kaitou KID.“

Und schon schlug ihm der blonde Mann mit Kraft gegen seine Kehle. Er spürte einen stechenden Schmerz und ihm blieb die Luft weg. Noch bevor er die Lage richtig realisierte, gaben seine Beine unter ihm nach und er wurde von starken Armen aufgefangen.

„Jetzt…. Gehörst du mir...“
Das waren die letzten Worte, die er vernahm, bevor die Welt in Schwärze unterging.




Mit einem Mal öffnete Kaito blinzelnd die Augen und setzte sich auf. Mit seiner kleinen Hand fuhr er sich über die Augen und ließ den Blick schweifen. Neben ihm lag Shinichi im Bett, der noch selig schlief.

Das Herz des Kindes schlug aber schnell und heftig in seiner Brust.

„Was war das für ein Traum?“, murmelte er mit kindlicher Stimme und versuchte an den Mannes zu erinnern, der ihm da gegenüber gestanden hatte. Aber das Aussehen verschwamm vor seinen Augen, er konnte es einfach nicht greifen. Nur die dunkle Kleidung blieb in seinem Kopf hängen.

„Kaito?“

Shinichi´s Stimme riss ihn aus den Gedanken, als sich der Detektiv gähnen zu ihm drehte.

„Alles ok?“

„Ja, Oni-chan….“

Das Kind ließ sich wieder ins Bett sinken, kuschelte sich aber instinktiv an den Größeren. Er war verwirrt von diesem seltsamen Traum. Hatte er von Kaitou KID geträumt, weil er mit dem etwas erlebt hatte? Weil sein großer Bruder in jagte? Oder steckte da mehr dahinter?

„Schlaf noch etwas… es ist gerade mal 5 Uhr morgens...“

Ein großer Arm legte sich um das Kind und beinahe sofort fühlte er sich sicher und wohl.

//Das war bestimmt nur irgendein Traum wie sonst auch…//


Und doch hatte er für einen Moment das Gefühl, dass dieser Traum und der andere, den er neulich hatte, zusammen gehörten. Im letzten Traum war vor Männern geflohen. Männer, die ihn jetzt gefangen hatten? Ein seltsames Gefühl fraß sich durch seinen kleinen Körper. Es machte ihm Angst und sagte ihm zeitgleich,dass er ein wichtiges Detail übersah, dass er etwas nicht wusste….

„Duuhuu? Shinichi?“

Er bemerkte, dass sich sein Bruder anspannte, da er nicht wie sonst die Koseform verwendete. Aber gerade kam ihm das falsch vor. Kaito bemerkte ebenfalls, dass Shinichi die Augen öffnete und ihn musterte.

„Ja?“

„Kennst du eine…. Sherry?“

Der Blick, den er jetzt von seinem Bruder bekam, verpasste ihm ein noch schlechteres Gefühl als ohne hin schon. Er wurde einen Moment äußerst misstrauisch, bevor er lächelte und den Kopf schüttelte.

„Nein. Das ist Alkohol mein kleiner. Keine Person...“

„Hmm… ok...“

Kaito spürte, dass sein Bruder log. Er wusste nicht woher er das wusste, aber er war sich sicher. Shinichi belog ihn gerade. Nicht zuletzt, dieser seltsame Blick.

„Warum fragst du?“

„Ich hab davon geträumt...“

„Was denn?“

„ich weiß es nicht mehr. Nur Name ist hängen geblieben als ich wach war...“

„Schlaf weiter, Kaito. Träume sind Schäume nicht wahr?“

Die Hand des Detektiven streichelte durch die Haare des Kindes und doch spürte der kleine junge, dass die Lage gerade nicht mehr so angenehm war wie noch vor wenigen Augenblicken. Shinichi war angespannt und unruhig.


//Warum nur?//
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