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Kleiner Meisterdieb

GeschichteHumor, Freundschaft / P12 / Gen
Kaito Kid / Kaito Kuroba Saguru Hakuba Shiho Miyano / Ai Haibara Shinichi Kudo
23.04.2016
15.07.2021
59
98.866
33
Alle Kapitel
236 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
16.09.2016 1.514
 
Guten Morgen,

das Kapitel von Montag war ja das von letzter Woche. Heute kriegt ihr das für diese Woche.

Ich wünsche euch viel Spaß dabei. Und ich bin gespannt was ihr vom heutigen haltet und wer dieser Schatten ist, den wir heute begleiten ^^

Leider etwas kurz, aber ich verspreche, dass die Kapitel nach meinen Prüfungen wieder länger werden!

und vielen Dank an alle Review-Schreiber! Selbst wenn ich mal ne Pause machen, kullern Reviews ein. Ihr seid Spitze! Das motiviert mich jedes Mal aufs Neue!

Auch die Empfehlungen und Favos! (auch hier vielen, vielen Dank!!!!)
Hab mir persönliche Ziele gesetzt *zwinker*
alle ffs sollen so gut werden, dass jede Empfehlungen bekommt.


LG Eure Mo!


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Titel: Schatten...


Die Nacht war über die Stadt herein gebrochen. Während die Sonne langsam am Horizont verschwand und sich auch ihre letzten Strahlen dunkel verfärbten begannen die Sterne und der Mond nach und nach zu leuchten. Die Lichter in den Häusern gingen an und die Menschen streunten durch die Straßen, auf dem Weg nach Hause, zur Arbeit oder zu Freunden.

Nach und nach gingen aber schließlich die Lichter aus und die Bewohner der Stadt gingen schlafen…

Eine Person allerdings war hellwach. Er trug schwarze Kleidung und bewegte sich langsam durch die Stadt. Seine Füße trugen ihn Stück für Stück. Ohne ein Ziel zu haben ging er spazieren und gönnte seinen Gedanken eine kleine Pause.

Der Mann hob den Blick als kühler Wind aufkam, der durch seine Haare strich und sie etwas verwuschelte, doch das war ihm herzlich egal. Um diese Uhrzeit sah ihn sowieso niemand mehr und selbst wenn, interessierte es ihn nicht. Er hatte ganz andere Prioritäten als sein Aussehen.

Langsam lief er weiter und kam schließlich an dem kleinen Hafen der Stadt an. Sein Blick glitt über die Boote die am Steg lagen und dort die Nacht verbrachten. Einen Moment dachte er an die Fischer, die in wenigen Stunden wieder aufstehen und aufs Meer fahren würden um neue Beute zu fangen. Die Leute hier lebten schließlich vom Fischen. Leicht schüttelte er den Kopf. Dieses Leben war nichts für ihn. Natürlich waren solche Menschen wichtig, aber für ihn war diese Arbeit stumpfsinnig. Tag und aus, immer dasselbe Spiel.

„Menschen legen sich selbst in Ketten. Sie sperren sich in einen Käfig ein und halten ihn für die Freiheit, doch in Wirklichkeit haben sie gar nichts…“, meinte er leise zu sich selbst und drehte sich nach links.

Schritt um Schritt ging er den Weg am Hafen entlang und beobachtete einige Gestalten, die sich an eine der Lagerhallen zu schaffen machten. Einen Moment überlegte der Schwarzgekleidete, ob er eingreifen sollte. Es war ja nicht sein Job und mit solchen Leuten gab er sich für gewöhnlich nur ab, wenn es nicht anders ging. Er wollte diese Leute aber nicht einfach entkommen lassen und zückte sein Handy, dessen Nummer nicht zurück verfolgbar war.


„Guten Abend, Herr Polizist. Ich möchte einen Einbruch melden, der aktuell geschieht. Am Hafen, Halle 7 wenn ich das richtig sehe. Ungefähr 3 Einbrecher. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.“


Mit einer ebenso einfachen Bewegung steckte er das Handy wieder ein und setzte seine kleinen Spaziergang fort. Die Polizei würde dieses lächerlich kleine Problem schon zu bewältigen wissen. Wofür waren sie denn sonst da? Das war immerhin ihre Existenzberechtigung.

Er ließ den Hafen schließlich hinter sich und folgte dem Fluss ins Stadt innere. Er liebte den Anblick des dunklen Wasser, dass immer wieder ein Licht auffing und zurück spiegelte. Es wirkte zeitgleich unheimlich wie anziehend. Wie ein finsterer Spiegel, den man Nachts hervor holte und doch nichts sehen konnte, weil  das Licht fehlte.

Leicht runzelte er die Stirn und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht.

Licht und Finsternis sind zwei Seiten einer Medaille. Ohne Licht sah man die Finsternis nicht und umgekehrt. Alles gehörte zusammen, fügte sich in einander wie ein Spiel. Und doch war alles nur eine Frage der Betrachtung, eine Frage des Standpunktes des Beobachters. Ein guter Mensch, konnte böses tun, obwohl er ein gutes Ziel hatte. Und ein böser Mensch konnte gutes schaffen, wie auch umgekehrt. In einem Krieg sah man den Gegner auch als Feind, aber dass diese Leute auch ihre Ziele hatten, Leute hatten, die sie lieben und die beschützen wollen, die für ihre Rechte kämpfen, das sieht man oft nicht. Man denkt nur zwischen Freund und Feind. Zwischen schwarz und weiß, dabei gab es in der Welt so viele Grautöne und bunte Farben. Doch auch hier zogen die Menschen ihre Linien, sperrten sich in ihre Vorstellungen ein. Der Mann konnte zu geben, dass er in gewissen Dingen auch noch in diesen Bahnen dachte. Auch wenn es seltsam klang, hatte er sich vor einiger Zeit entschieden. Er lebte nach seinem Motto und zog das auch durch. Natürlich informierte er sich vorher gründlich, und doch war seine Entscheidung stets egoistisch, war aus seiner Perspektive und ob andere das verstanden? Das wusste er nicht und es machte für ihn auch keinen Sinn, es anderen zu erläutern. Sein Ziel, sein Motto und sein Leben.

Das Klingeln des Handys riss ihn aus den Gedanken. Er empfand das laute Geräusch gerade als störend. In dieser ruhigen und schönen Situation wirkte es verzerrend. Mit einem missmutigen Gefühl zog er es aus der Tasche, lächelte aber, als er die Nummer erkannte und verzieh dem Anrufer beinahe sofort, dass er gestört wurde.


„Ja?“

Der Anrufer gab ein leises Lachen von sich.

>> Mehr gibt es nicht zur Begrüßung? <<

„Muss denn mehr sein?“

>>Nein. Immerhin kenne ich dich Muffel ja. Aber ich rufe aus einem bestimmten Grund an. Du wolltest Informationen. <<

„Ich will viele Dinge wissen. Da musst du schon genauer werden.“

„Es geht um den Jungen.“


Beinahe sofort spannte sich der Mann an und griff fester um sein Telefon. Die Augen verengten sich, während er auf das Wasser starrte. Einen Moment verweilte er schweigend, bevor er etwas den Kopf drehte.


„Ich nehme an, dass er gefunden wurde?“

„Ja.“

„Er ist also in Sicherheit, oder? Nicht mehr erreichbar?“

„Er ist beim Baron und der Baroness.“

Auch wenn man das Telefon nicht zurückverfolgen konnte, so konnte man doch gewisse  Wellen abfangen und entschlüsseln. Daher behielt sich der Mann vor mit seinen Kontakten stets in Codes zu reden.

Der Junge für den er sich interessierte, war Kaito Kuroba, verschwunden vor einiger Zeit, beziehungsweise entführt, als der Bengel als Kaitou KID unterwegs war. Natürlich wusste er Bescheid, behielt er den Oberschüler doch schon einige Zeit im Auge. Seine nächtlichen Aktivitäten waren nun einmal sehr interessant. Man durfte diese Person nicht aus den Augen verlieren, wusste man doch nie, wann er sein Ziel endlich fand. Denn wenn KID Pandora fand, musste er wohl eingreifen.


„Warum?“


Der Mann verstand die Situation nicht und das gefiel ihm gerade überhaupt nicht. Der Baron und die Baroness waren niemand geringer als Yusaku und Yukiko Kudo. Menschen, die um die Identität von Kaitou KID wussten.  Hatten sie den Jungen daher aufgenommen? Aber warum war er zu diesen Leuten gegangen? Die Lage war seltsam und verwirrte ihn. Schließlich waren sie doch Feinde, nicht zuletzt, da Shinichi Kudo zurück und Detektiv war.


„Er hat sein Gedächtnis verloren.“

„Wie bitte?“

„Dazu kommt, dass er… nun… es klingt seltsam, gleich vorweg. Aber er ist 7 Jahre alt.“


Jetzt musste der schwarzgekleidete zugeben, dass die Lage noch verworrener und prekärer war als er gedacht hatte. 7 Jahre alt? Der Oberschüler war 18 Jahre alt und keine 17! Was sollte das? Und dann der Umstand, dass er sein Gedächtnis verloren hatte?


„Ist das mit dem Gedächtnis wahr?“

„Ja. Mein Spion hat es mir bestätigt. Der Junge erinnert sich scheinbar an nichts mehr. Seine Vergangenheit ist ausgelöscht und er lebt nun als einer von ihnen. Als Bruder des Holmes…“

„Interessant. Nun gut. Fürs erste akzeptiere ich das. Er darf dort verweilen. Behalte die Lage aber im Auge und halte mich auf dem Laufenden. Das Spiel wird interessant…. Wer hätte das gedacht?“


Noch immer verstand der Mann die Situation um das Alter des magischen Diebes nicht, als er sich an etwas erinnerte, dass er vor einiger Zeit schon gehört hatte und nun kam es mit dem Namen Shinichi´s wieder hoch. Conan Edogawa! Das alter Ego des Schülerdetektiven. Hatte der Dieb das gleiche Gift zu spüren bekommen? Einen Moment war er versucht nach Japan zu reisen um selbst ein Auge auf den jetzigen Grundschüler zu werfen. Doch das konnte warten, das musste vor erst warten. Der Mann hatte andere, wichtigere Ziele. Und diese gingen aktuell vor. Ausserdem waren gewisse Leute vor Ort, die ihn auf dem neusten Stand hielten.


„Wie weit bist du?“

„Ich hab so gut wie alle Informationen, die ich brauche.“

„Wird auch Zeit. Das waren viele Jahre und viel Arbeit, die wir in diesen Fall investiert haben.“

„Das weiß ich. Aber bald…  bald ist es soweit...“

„Hoffen wir, dass es gut ausgeht.“

„Gut ist für jeden etwas anderes.“

„Du und deine Glückskeksweißheiten…“


Es gab eine kurze Verabschiedung, bevor der Mann auflegte und auf sein Handydisplay starrte. Sein Gesicht war ernst und in den Augen stand eine Traurigkeit, die tiefer ging als alles andere.



„Hoffen wir, dass ich diese Sache  auchüberlebe...“
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