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Kleiner Meisterdieb

GeschichteHumor, Freundschaft / P12 / Gen
Kaito Kid / Kaito Kuroba Saguru Hakuba Shiho Miyano / Ai Haibara Shinichi Kudo
23.04.2016
15.07.2021
59
98.866
33
Alle Kapitel
236 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 
23.04.2016 965
 
Hallo Leute,
hier kommt wieder eine neue FF von mir ^^ Ich wünsche euch hierbei viel Spaß. Wieder mal viel Kaito und Shinichi

Viel Spaß


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Titel: Das Findelkind


Professor Agasa verließ mit Ai das Krankenhaus. Die beiden hatten sich überprüfen lassen müssen, da wieder einmal eine Erfindung des Älteren schief gegangen war. Er hatte es beinahe geschafft, das ganze Haus in die Luft zu jagen. Sie hatten eine leichte Rauchvergiftung, aber sonst ging es ihnen gut. Glück im Unglück.

Die Grundschülerin seufzte leise und schüttelte den Kopf.

„Wann lernen Sie es nur endlich und werden vorsichtiger? Stellen sie sich ein mal vor, dass die Kinder da gewesen wären. Das hätte schlimm enden können.“ wie sie den Älteren zurecht und warf ihm einen vernichtenden Blick zu. Es war immer wieder dasselbe…

Die beiden liefen langsam zurück nach Hause. Es war spät und die Straßen waren leer. Nun, das war auch kein Wunder. Soweit Ai wusste, war heute wieder Konzert von irgendwelchen Popstars mit denen sie ohnehin nichts anfangen konnte. Die junge Wissenschaftlerin dachte an ihren Detektivfreund. Er hatte das Gegengift seit knapp einer Woche intus und es schien zu funktionieren. Conan Edogawa war scheinbar Geschichte. Shinichi hatte Ran alles erzählt und diese? Nun… Ai hatte es aus sicherer Entfernung beobachtet und dann schließlich gehört. Die Oberschülerin hatte getobt, geschrien und geweint…. Sehr unschön. Und seit diesem Gespräch vor zwei Tagen ging sie ihrem ehemals besten Freund aus dem Weg.

Sie murrte leise. Kudo musste es ja unbedingt erzählen, dabei wäre es ihr lieber gewesen, wenn er geschwiegen hätte. Auch wenn die Organisation zerschlagen war und alle somit sicher. Sie hatte sich entschieden ein Kind zu bleiben, zumindest fürs erste. Gin und die anderen waren im Gefängnis. Das konnte sie noch immer einfach nicht fassen. Die Grundschülerin musste immer wieder an seine Worte und die kalten Augen denken, als er abgeführt wurde. Gin hatte Shinichi angesehen und nur gesagt:

>>Es ist nie vorbei.<<

Die eiskalten Augen auf den Oberschüler gerichtet, diese fürchterliche Stimme war vollkommen ruhig gewesen. Ohne Emotionen, kein böser Unterton. Es war eine einfache Feststellung! Und genau das machte ihr umso mehr Angst.

Doch dann nahm Ai eine Bewegung in einer Seitenstraße wahr, an der sie gerade vorbei kamen. Ein Mann lehnte sich an die Wand und schien in sich zusammen zu sinken.

„Professor!“

Ai lief sofort los, dicht gefolgt von dem schnaufenden älteren Mann. Die Grundschülerin blieb vor dem Unbekannten stehen, der auf die Knie sank. Wirre dunkle Haare und Indigofarbene Augen. Er trug eine schwarze Hose und ein blaues Hemd. Die Füße waren nackt. Unsicher sah sie den anderen an. Schweiß lief über dessen Stirn, während er sich in seine Brust krallte. Der junge Mann schien #ußerst schwer Luft zu bekommen. Die Kleidung war dreckig und schien an einigen Stellen eingerissen.

„Shinichi? Wir müssen ihn sofort in eine Klinik bringen!“, fluchte Professor Agasa und half dem Jugendlichen auf die Beine.

Ai schüttelte den Kopf „Das ist nicht Shinichi… er sieht ihm nur sehr ähnlich“, meinte sie leise.

Der Angesprochene schüttelte vehement den Kopf.

„Kein Krankenhaus…. Ich hasse…. Krankenhäuser… bitte...“ Die Stimme war schwach und zittrig. Die Augen glasig, während er erneut schmerzlich keuchte. „Ich muss zu…. Muss zu….. es ist…..da war…….“

Ohne Professor Agasa wäre der Mann zusammen gebrochen, aber der Ältere hielt den jüngeren auf den Beinen. Ai nahm den Unbekannten nun genauer in Augenschein, musterte ihn äußerst genau.  Er schien eigentlich unverletzt, aber irgendwas stimmte nicht. Drogen? Nein. Nachdenklich runzelte die Stirn.

„Junge… du musst in eine Klinik. Mit dir stimmt was nicht...“

Professor Agasa ließ in dieser Hinsicht einfach nicht locker. Die Augen des Angesprochenen glitten zu Ai, die sich unter dem Blick anspannte. In ihrem inneren ahnte sie bereits, dass der junge Mann sie kannte und etwas wichtiges zu sagen, was bestätigt wurde, als dieser den Mund öffnete.

„Kudo…. Ich muss…. Zu ihm… bitte…..“

Ein schmerzlicher Laut kam erneut über die blassen Lippen, während er sich fest in Agasa´s Arm krallte. „Verdammt… so heiß...“  Die Stimme rau und kratzig, brach nun vollends in sich zusammen.

Und das war der Moment in dem Ai begriff, was vor sich ging. Ihre Augen weiteten sich.

„Das darf nicht wahr sein! Professor!“

„Was ist denn Ai?“

„Wir müssen ihn sofort weg schaffen! Er wird nicht mehr lange er selbst sein!“

„Von was redest du?“

Da begann sich der Junge bereits in Agasa´s Armen zu winden. Schmerzliche Laute über seine Lippen, während er nach und nach seine Gestalt wandelte.

Wenige Minuten später kniete der Professor am Boden. Ai Haibara stand neben ihm und beide sahen auf den bewusstlosen Jungen hinab, der in den erwachsenen Klamotten unheimlich süß und kindlich war. Wer auch immer der junge Mann ist… man hatte ihm das Gift verabreicht und er war  zum Kind geschrumpft, wie einst Shinichi und sie selbst.

„Bringen wir ihn nach Hause Professor..“ meinte die Wissenschaftlerin und seufzte erneut leise auf. Das Ganze gefiel ihr überhaupt nicht! Das hier gab zu viele offene Fragen.

Wer war er? Wie hatte er das Gift abbekommen? Vor allem wer war daran schuld? Sie hatte bei dem Mann ein komisches Gefühl gehabt, daher war er ihr auch irgendwie aufgefallen. Ein Mitglied der Organisation, dass entkommen war? Viele kleine Lichter hatten das geschafft. Unwichtige Persönlichkeiten….

Erst einmal würden sie sich um ihn kümmern. Vielleicht kam sie ja so an Informationen heran. Dabei bemerkte Ai, dass die Kleidung seltsam war. Die Hose innen war blütenweiß. Sie wickelten das Kind in die zu große Kleidung, bevor der Professor den Jungen auf die Arme nahm und ihn sanft musterte.

„Er sieht Shinichi beziehungsweise Conan sehr ähnlich...“

„Beeilen sie sich Professor...“


Der alte Mann sah auf den schlafenden Jungen in seinen Armen hinab. Leicht lächelte er und trug die kostbare Fracht weiter.

„Wer bist du nur Kleiner?“
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