Color Change -ima kono kimiyouna gensou sekaiju ho- ROUTE 1: Eintritt in die Fantasiewelt

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
21.04.2016
23.04.2016
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KAPITEL 3: Kampf mit Yano (am nächsten Tag um 23 uhr nachts nach Costardischer Zeit)

Talia und Naoharu liefen vorsichtig durch die dunklen Katakomben. Talia hatte mit Magie eine Fackel erschaffen die sie schützend vor sich hielt.
Die Katakomben von Costardia dienten nicht nur als Grabstädte sondern auch als Abwasserkanal. Ein ätzender Gestank zog sich durch die Höhlen. Naoharu hatte davor auf dem Markt ein weißes Hemd, eine braune Hose sowie ein paar Schuhe bekommen. Schließlich konnte er nicht die ganze Zeit im Schlafanzug herumlaufen. Er zog sich den Hemdkragen über die Nase, doch der Gestank war zu scharf. „Meinst du wirklich, dass ist der einzige Weg?“, fragte er. „Ja. Yano bewegt sich immer nachts hierentlang.“, sagte Talia.

Nach etwa 100 Metern waren sie an einen Schacht gekommen den sie hochkletterten.
Der Schacht führte auf das Dach eines riesigen Hauses.
Naoharu atmete die frische Luft ein.
„Das war der einzige Weg auf dieses Dach zu kommen!“, sagte Talia.
„Und jetzt?“, fragte Naoharu.
„Anscheinend ist er nicht da. Wir kehren morgen wieder zurück“, sagte Talia.
Naoharu fühlte, dass sie versuchte gelassen zu klingen aber er merkte ihre Enttäuschung.
„Oh nein!“, rief er und rannte zur Mitte des Dachs.
„Yano du Dreckskerl! Ich bin durch diese stinkenden Katakomben geklettert um dich zu finden und mit dir ein Hühnchen zu rupfen! Wie es scheint bist du wohl zu feige um gegen einen 16-jährigen zu kämpfen!“, rief er laut.
Plötzlich traf ihn ein Schlag mit einer ringbesetzten Faust im Gesicht.
Naoharu stolperte und fühlte das Blut, was ihm aus der Nase lief.
Talia schrie auf.
„Naho pass auf er benutzt Unsichtbarkeitsrelikte!“
„Ich…sag doch er ist zu feige!“, lallte Naoharu und rappelte sich wieder auf.
Talia sagte einige Worte die Naoharu nicht verstand.

„Proh catenam iMac.
Gratias ad hoc carmine!“
Dabei hielt sie ein kleines Amulett vor sich das blaue glühte.
Ein Lichtblitz flackerte und vor Naoharu war ein groß gewachsener, bärtiger Mann zu sehen.
„Die Göre hat meinen Zauber aufgehoben!“, rief er und rannte auf Talia zu.
Bevor er sie erreichen konnte traf ihn ein Stein am Kopf.
Blut quoll aus der Wunde und lief über den Hinterkopf.
Naoharu stand mit erhobenen Fäusten da.
„Rühr sie nicht an du Arschloch!“, rief er und wischte sich das Blut von der Nase.
Wütend zog Yano sein Schwert. Ein breites und glänzendes Schwert.
Brüllend lief er auf Naoharu zu.
Dieser konnte nur mit Mühe den Hieben ausweichen.

Mit aller Kraft trat er Yano gegen das Schienenbein.
Yano heulte auf und schlug Zornerfüllt noch mal zu.
Diesmal traf er Naoharu und versetzte ihm einen tiefen Schnitt im Rücken.
Naoharu stöhnte auf und stürzte zu Boden.
Talia hatte unter Tränen etwas auf ihren Zettel gezeichnet.
„Naho!“, rief sie und warf den Zettel Naoharu zu.
„Befestige das an ihm!“
Naoharu brauchte etwas um zu verstehen.
Der Schmerz in seinem Rücken brannte sich tief ein. Doch er stand auf und fing das Stück Papier.
Mit letzter Kraft wich er einen weiteren Hieb von Yanos Schwert aus und drückte den Zettel an ihn.
Talia schnipste.
Die Linien auf dem Zettel begannen orange aufzuglühen.
„Naoharu weg da!“, rief sie.
Doch Naoharu konnte nicht mehr.
Er brach zusammen und streckte seine Hand nach Talia aus.
„Ich…(Blut hustend)…krieg das schon hin Talia!“, sagte er krächzend.
„Ich…habe versprochen für dich zu kämpfen!“
Eine laute und feurige Explosion verbrannte zwei Hautschichten seines Oberarms und schleuderte ihn zurück.
Kraftlos hing er am Rand des Daches.
Talia brach weinend zusammen.
Wie konnte sie sich darauf einlassen?
Jetzt hatte sie einen 16-jährigen Jungen erst entführt und dann für sie sterben lassen.

Yano erhob sich.
Sein Gesicht war entstellt und mehrere Wunden zogen sich über seinen Körper.
„Erst stirbt der Bengel…dann die Göre!“, sagte er und stampfte zu Naoharu hin.
Ein leichter Tritt würde genügen und Naoharu Tsubaki würde mit gebrochenen Liedern tot auf dem Boden liegen.
Der Gedanken daran brachte Yano zum lächeln.
Gerade wollte er zum Tritt ansetzten, da traf Naoharus Faust in sein entstelltes Gesicht. Yano brüllte vor Schmerzen auf. Und wollte es nun beenden.
Naoharu erblickte einen Dolch am Gürtel seines Gegners.
Mit einer Rolle wich er dem Tritt aus, zog den Dolch heraus, und stieß ihn mit aller Kraft in Yanos Brust.

Yanos Gesicht erbleichte.
Er fühlte wie sich die bleiche Klinge durch sein Herz schob.
Keine Magie der Welt konnte ihn nun noch retten.
Naoharu schaute ließ den Griff los und wurde bewusstlos.
Yano ging ein paar Schritte nach vorne. Dann stürzte er leblos vom Geländer und traf am Erdboden auf.
Er war tot.
Naoharu, der 16-jährige Junge aus einer anderen Welt, hatte den größten Dieb und Mörder im östlichen Costardia getötet.

Talia lief zu ihm hin und versuchte ihn hoch zu heben.
Doch es gelang ihr nicht.
Sie hörte wie Menschen aus ihren Häusern liefen und jubelnd den Tod von Yano feierten.
Dann wurde auch Talia bewusstlos.

Naoharu Tsubaki und Talia erwachten in einem weißen, warmen Bett. Ihre Wunden schmerzten nur noch wenig und waren behandelt.
Talia erwachte als erstes und gab dem schlafenden Naoharu einen Kuss auf die Wange…

Ende des ersten Arcs.
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