Color Change -ima kono kimiyouna gensou sekaiju ho- ROUTE 1: Eintritt in die Fantasiewelt

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
21.04.2016
23.04.2016
3
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KAPITEL 2: Magisches Zauberbrot

Das Mädchen betrachtete Naoharu, dessen Gesicht rot geworden war. „Bist du…“, sagte das Mädchen, „die Beschwörung?“
Naoharu blickte verdutzt das Mädchen an. „Wie nennst du mich?“, fragte Naoharu verwirrt. „Deine Kleidung…könnte es sein…“, setzte das Mädchen an. Plötzlich verfinsterte sich ihre Miene und sie zerrte Naoharu vom Marktplatz weg. „H-hey! Du bist zwar süß aber dass gibt dir nicht das Recht mich so feste anzupacken!“, sagte Naoharu, werte sich jedoch nicht. „Wie konnte ich nur so blöd sein!“, schrie das Mädchen und zerrte Naoharu in eine lange Gasse. Kaum Sonne war zu sehen. Das Mädchen zerrte ihn in ein Gebäude. „Kornillia?“, rief sie. Keine Antwort. „Sehr gut wir sind allein!“ „Hey…was ist hier los?“, Naoharu und befreite sich von dem Griff des Mädchens. „Du…wie ist dein Name und woher kommst du?“

Nach dieser Frage verlor Naoharu die Nerven.
„WIESO FRAGEN MICH DAS ALLE? ICH HAB DIE NASE VOLL!! PRÄGT EUCH EIN ICH HEISSE NAOHARU TSUBAKI! ICH BIN 16 UND ICH KOMME AUS JAPAN!“, schrie er. Plötzlich erstarrte er. Das Mädchen hielt einen Zettel vor Naoharu. Darauf waren mehrere Linien gezeichnet die einen gemusterten Kreis bildeten. Das kann nur eins bedeuten…Magie dachte Naoharu. Er konnte auf Grund der Einfrierung nicht viel sagen. Das Mädchen zerriss den Zettel und legte je eine Hälfte auf die Schultern vom eingefrorenen Naoharu. „Ich werde den Zauber aufheben wenn du mir versprichst leise zu sein!“, sagte das Mädchen. Naoharu versuchte „Okay“ zu sagen aber es kam nur ein „kayn“, raus. Das Mädchen schnipste. Die magische Schicht um Naoharu glühte auf und zerfiel zu Funken. Naoharu war befreit. „Dein Name ist Naoharu Tsubaki und du kommst aus Japan. Das gibt es auf dieser Welt nicht. Du bist also aus einer anderen Welt oder?“, fragte das Mädchen. „Ja“, sagte Naoharu. „Dann hab ich dich statt Primel beschworen!“, sagte das Mädchen und setzte sich seufzend auf einen Stuhl. „Wer ist Primel?“, fragte Naoharu und setzte sich ebenfalls. „Mein Kaninchen. Sie verschwand als wir im Palast der Magie waren in einer anderen Welt. Ich versuchte es mit dem Travel-Zauber zurück in diese Welt zu holen. Aber ich bin gescheitert und habe wohl dich geholt.“, sagte das Mädchen. „Oh…und wie heißt du?“, fragte Naoharu. Ihm fiel keine andere Frage ein. „Talia“, antwortete das Mädchen. „Schön dich kennen zu lernen Talia“, sagte Naoharu und versuchte zu lächeln. „Weißt du, du musst dir keine Vorwürfe machen. Wenn  du willst helfe ich dir ein neues Kaninchen zu bekommen“

„Deswegen mache ich mir keine Vorwürfe!“, sagte Talia und Tränen liefen ihr übers Gesicht. „Ich mache mir Vorwürfe weil ich einen Zauber versucht habe für den ich noch nicht bereit bin. Und jetzt habe ich dich auch noch hier her gebracht und dich eben eingefroren…es tut mir Leid“, sagte Talia. Ihre Stimme zitterte. „Das muss dir nicht Leid tun! Ich finde die Welt aus der ich komme ohne hin total langweilig! Da hab ich niemanden der mir besonders Aufmerksamkeit schenkt!“, rief Naoharu und versuchte sie zu trösten. „E-echt?“, schluchzte Talia und ihr Blick hob sich. „JA!“, rief er. „Und dafür, dass du mir diese Langeweile genommen hast…WERDE ICH FÜR DICH KÄMPFEN!“, rief Naoharu und schwang theatralisch die Fäuste durch die Luft. Ich glaube ich habe es übertrieben, schließlich bin ich gar kein starker Krieger, dachte Naoharu nervös. „Okay…aber kannst du mir sagen warum du Naoharu heißt? Das ist ein seltsamer und langer Name!“, sagte Talia.
Naoharu war verdutzt.
„Äh…naja als meine Eltern von mir erfuhren wollten sie nicht wissen ob ich ein Junge oder ein Mädchen bin. Aber sie wollten meinen Namen festlegen. Also wollten sie mich entweder Harunao nennen, falls ich ein Mädchen wäre, oder Naoharu, falls ich ein Junge wäre…“, sagte Naoharu. „Aber falls mir der Name zu lang ist nenn mich Naho. So nennen mich meine Freunde in der Schule…oder haben mich so genannt“, sagte Naoharu. Plötzlich bemerkte er wie hungrig er war und sein Magen knurrte. Fasziniert blickte Talia ihn an. „Du hast gegrummelt!“, rief sie. „Grummeln Menschen in deiner Welt?“,
„Äh…“, Naoharu wurde rot. „Eigentlich nennt man das in meiner Welt Magenknurren. Das geschieht wenn man hungrig ist.“
„Oh verstehe“, sagte Talia.

Dann holte sie einen kleinen, vergilbten Zettel heraus und zeichnete mit einer Feder Linien darauf. Das machte sie unfassbar schnell. Schneller als normale Menschen aus Naoharus Welt es tun würden. Die Linien bildeten Muster, verschlungen sich ineinander und waren wie ein Kreis angeordnet.
Dann ging Talia zu einem Holzschrank und holte drei Weizengersten heraus. Sie blickte nicht einmal auf als wäre sie komplett darauf konzentriert was sie machte. Naoharu schaute stumm und gespannt zu. Talia legte die Gersten auf das bemalte Stück Papier und schnipste einmal. Dabei hatte sie die Augen fest verschlossen. Die Linien auf dem Papier leuchteten grün auf und kurzdarauf auch die Gersten. Ein blendendes Licht zwang Naoharu dazu die Augen ebenfalls zu verschließen. Als es vorbei war lagen auf dem Papier drei helle Brötchen. „Wow! Ist das cool! Wie hast du das gemacht?“, rief Naoharu begeistert und zeigte auf die Brötchen. „Magie“, antwortete Talia und legte den Kopf schief. „Gibt es in deiner Welt keine Zauberer?“, fragte Talia. Naoharu schüttelte entgeistert den Kopf. Er war immer noch total hin und weg. Eine Zeit lang war es ruhig. Dann brach Talia in lautes Gelächter aus. Das war kein höhnendes oder böses Gelächter, sondern ein schönes und freudiges. „Ich bin manchmal so schwer von Begriff“, sagte sie lachend. Naoharu war erst etwas verwirrt, lachte dann aber ebenfalls.
Nach 4 Minuten Gelächter wechselte Talia das Thema.
„Naho…hast du das wirklich ernst gemeint…das du für mich kämpfen würdest?“, fragte sie.
„N-naja…irgendwie schon“, sagte Naoharu und kratzte sich am Hinterkopf. „Okay dann gibt es etwas worum ich dich bitten muss.“, sagte sie. Ihr Gesicht war nun tot ernst. „Kämpfe mit mir gegen Yano“, sagte sie.

„Yano?“, sagte Naoharu.
„Yano ist ein Dieb. Er stehlt Zauberern gerne ihre Magie. Das darf ich nicht zulassen. Ich weiß wo er heute Nacht hinwill komm mit mir“, sagte sie.
„Okay! Ich kämpfe für dich!“, rief Naoharu und machte weitere theatralische Bewegungen.
Da knurrte ihm erneut der Magen.
„Iss erst mal was Naho!“ sagte Talia und reichte ihm ein Brötchen.
Naoharu nahm es.
„Danke! Ladies und Gentleman ich werde nun als vermutlich erster Weltreisender, magische Zauberbrötchen probieren!“, rief er.
Er war natürlich drauf aus Talia fröhlich zumachen.
Das bekam er auch hin Talia lachte.

Naoharu biss ins Brötchen und sein Gesicht hellte sich ruckartig auf.
„Alles okay?“, fragte Talia. Ihr Gesichtsausruck schien als hätte sie Angst Naoharu vergiftet zu haben.
„Okay?“, rief Naoharu.
„Das ist unglaublich gut! Es hat den perfekten Flow aus Knusprig und Weich. Es ist nicht zu warm und doch nicht kalt! Das Brot zuhause schmeckt wie Mist gegen das hier!“, rief er und hob das Brötchen als wäre es etwas heiliges.
Talia kicherte.
„Naho…was ist ein Flow?“, fragte sie ihn.
„Hä? Oh sorry. Flow bedeutet so etwas wie Zusammenspiel. Also im dem Fall. Du bist wohl nicht der einzige der schwer von Begriff ist“, sagte Naoharu.
Talia lachte erneut.

Trotz dessen das sie jetzt fröhlich war, machte sie sich sorgen um Naho. Was wenn er morgen von Yano getötet werden sollte? Dann wäre es ihre Schuld…
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