Ein alter Held

GeschichteAllgemein / P16
Drachentöterin Kommandantin Rhoda OC (Own Character)
21.04.2016
26.04.2016
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21.04.2016 592
 
Vereinzelt brachen einzelne Lichtsprenkel durch das Blätterwerk der Bäume auf den Boden. Tief holte sie Luft und genoß die Ruhe und den Frieden, wo sie sich mal nicht Raufbolden und Trinkern auseinandersetzen musste. Ein rascheln aus einem der Näheren Busche erregte ihre Aufmerksamkeit. Leise zog sie ihr Schwert, gab es wirklich Räuber die noch so töricht waren sich mit ihr anzulegen? Vorsichtig schob sie ein paar Äste zur Seite und fand ein kleines in einfaches Leinen gewickeltes Kind. Erstaunt und sprachlos sah sie sich um bevor sie es hochhob. Seine scheinenden Augen erwärmten etwas in ihr und instinktiv wollte sie das Kind behalten. Als Drachentöterin gab es kaum Männer die sich ihr anschließen wollten und so war sie immer allein gewesen, obwohl sie sich sehnlichst Kinder wünschte.
Trotz ihrer Pflichten als Kommandantin hatte sie immer genug Zeit für den kleinen. Inzwischen war er schon etwas  älter als damals als sie ihn fand, doch er wusste nicht woher er kam. Sie beschloss es ihm zu sagen wenn er älter war.
Die Jahre vergingen und inzwischen war er ein junger Bursche, aber sie merkte schnell das er kaum das Interesse für Alkohol und Frauen zeigte wie andere in seinem Alter...

>>Ich glaube die Stunden reichen für heute, soviel wie du trainierst solltest du dich auch mal ausruhen.<< lächelte sie als er innehielt und sie ansah. Er schüttelte lediglich den Kopf und sah hinab.
>>Wenn ich nicht genug trainiere werde ich nicht in der Lage zu sein die zu beschützen die mir am Herzen liegen.<< Innerlich strahlte sie, sie war stolz auf ihn und wie er geworden ist. Edel, verlässlich und loyal.
>>Ich bin ja auch noch da<< lachte sie, als er nach dem Leinentuch griff um sich den Schweiß abzuwischen. Sie reichte ihm einen Krug Wasser.
>>Zumal... ich glaube du hast ein paar heimliche Verehrerinnen.<< kicherte sie und brach in Gelächter aus, als er sich umdrehte wo ihm ein paar Mädchen zusahen. Er verstaute sein Langschwert in der Scheide und seufzte.
>>Wie oft noch... ich bin nicht so sehr daran interessiert. Du weißt ich bin gern allein.<<
>>Auch ohne mich?<< Sie umarmte ihn und er wurde rot.
>>Dafür bin ich etwas zu alt...<<
>>Ach was! Du bist und bleibst mein Sohn, also wirst du das über dich ergehen lassen müssen.<< Wieder lachte sie, sie war glücklich. Sie hatte endlich ein Kind, er war für sie wie ihr leiblicher Sohn, auch wenn er manchmal etwas seltsam war und oft lieber allein wäre. Doch sie vermutete es ist nur eine Phase, also tat sie es als Lapalie ab.
Er schnappte sich ein größeres Tuch und löste sich von ihr.
>>Wenn ich mich schon "ausruhen" soll, dann wasche ich und suche die Quellen auf. Ich werde gegen frühen Abend zurücksein, ich möchte noch etwas alleine sein und nachdenken.<< "Er wirkt so als ob er sich mehr und mehr zurückzieht... ich sollte ihn im Auge behalten." dachte sie sich nachdem sie nickte und er somit ging. Langsam ging er durch das Gras, ab und an mal einen Baum passierend. Nach einer entspannenten Ewigkeit erreichte er die Quellen die er für sich entdeckt hat. Warmes Quellwasser und dazu eine wunderschöne aussicht über das gesamte Trümmertal. Naja, zumindest einen Großteil davon. Er zog sich aus und ließ sich sachte ins warme Wasser fallen. Rasch versank er in Gedanken...