Auf der Suche nach Erinnerungen

GeschichteDrama, Romanze / P16
Benjamin Asmus Hermann Gruber Marten Feddersen OC (Own Character) Saskia Berg Thure Sander
16.04.2016
14.09.2016
11
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28.04.2016 1.872
 
Am Strand angekommen zog sie ihre Schuhe aus und lief am Wasser entlang. Immer wieder wurden ihre Füße von dem kaltem Ostseewasser umspült. Sie hielt kurz inne und schaute aufs Meer hinaus, atmete tief ein und aus, ihre Hände umfassten ihren Bauch. Sie dachte an ihren kleinen Bauchbewohner.

Da hörte sie plötzlich aus der Ferne jemanden rufen, sie nahm die Hände über die Stirn und schaute sich um. Sie sah niemanden. Dann wieder, ein Rufen! Noch einmal schaute sie, dann sah sie im Wasser war eine Person und die schrie um Hilfe. Instinktiv warf sie ihre Schuhe weg und sprang in die kühle See. Die Wellen peitschte ihr ins Gesicht, Saskia schwamm und schwamm. Als sie immer näher kam sah sie dass es ein kleines Mädchen war, das in den Fluten um sein Leben kämpfte. Saskia hatte sie fast erreicht, da ging das Mädchen unter. Sie holte tief Luft und tauchte nach dem Mädchen, immer wieder musste sie auftauchen um Luft zu holen.

Derweilen kam Thure zum Strand, er hatte beschlossen nach Saskia zu schauen. Aber am Strand war keine Saskia, er ging ein Stück, dann sah er ihre Schuhe am Wasser stehen. „Nein, nicht doch“, dachte er. „Saskia, Saskia“, schrie er lauthals. Ein anderer Mann kam von den Dünen her hinzu und rief Thure panisch zu „haben Sie meine Tochter gesehen, ich suche meine Kleine, helfen Sie mir doch bitte“. Thure runzelte die Stirn und blickte aufs Meer, dann sah er Saskia in den Fluten. „Da“, sagte er noch, bevor er in die Ostsee stürzte. Er schwamm so schnell er konnte, „Saskia“, schrie er dabei. Saskia hatte das Mädchen noch nicht gefunden „Thure schnell“, rief sie ihm zu. Thure hatte die Stelle erreicht und tauchte unter. Saskia tauchte indes wieder auf, der Vater der Kleinen war hinter Thure hinterher geschwommen. Er holte gerade Luft um nach seiner Tochter zu tauchen „warten Sie, er weiss was er tut, wenn einer sie rettet dann Thure. Er war bei der Marine und kennt sich aus mit Langstrecken tauchen“. Saskia war total außer Atem gewesen. Auf einmal blubberte es und Thure tauchte auf, im Schlepptau hatte er das kleine Kind. „Ich hab sie, schnell zum Strand, sie atmete nicht“. Alle drei schwammen so schnell es ging an Land. Der Vater stürzte sich auf sein Kind „ich bin Arzt, ich muss sie reanimieren“. Er machte im Wechsel Herzdruckmassage und gab ihr Luft durch Mund zu Mund Beatmung. Nach einer gefühlten Ewigkeit, spuckte die kleine Wasser aus ihrem Mund. Saskia kniete sich neben sie und hielt ihren Kopf seitlich damit das Wasser aus dem Mund fließen konnte. Der Vater hockte daneben und war sichtlich erleichtert, Thure hing am Handy und forderte einen Krankenwagen an. „Der Krankenwagen ist auf dem Weg“, sagte er. Der Vater „danke, ich danke Ihnen vielmals, Sie haben meine Tochter gerettet und sind dabei selbst in Gefahr geraten“, er umfasste Saskias Hände. Saskia lächelte „das haben wir gerne gemacht“. Der Vater mahnte seine Tochter „was hast du nur da draußen gemacht?“ Die Kleine antwortete nicht, sie war noch ganz benommen. Thure sagte „ich glaube ihre Tochter ist noch etwas neben sich, klären Sie das später mit ihr“. Dann hörte man den Krankenwagen kommen. Die Sanitäter nahmen das kleine Mädchen mit um es im Krankenhaus weiter zu untersuchen. Thure ging zu Saskia und legte ihr seine Hand auf die Schulter „geht’s dir gut?“ Saskia „ich denke schon“. Dann nahm er sie in den Arm und sie ließ es zu. Die ganze Anspannung viel von den beiden ab. Der Vater kam hinzu und sagte „wie kann ich Ihnen jemals danken?“ Saskia und Thure lösten die Umarmung dann  antwortete sie „gar nicht, melden Sie sich bei uns wie es der Kleinen geht“, sie gab ihm ihre Nummer. Der Vater nickte dankbar und verabschiedete sich. Saskia und Thure winkten noch einmal dem kleinen Mädchen zu, dass dies alles nur halbwegs mit bekam. Thure wandte sich wieder zu Saskia „ist mir dem Baby alles gut?“. Saskia sah ihn verwundert an „ich denke, lass uns zurück gehen“. Gesagt, getan. Sie nahmen ihre Schuhe und gingen in Richtung Haus.

Endlich im Haus angekommen holte Thure für Saskia und sich erst einmal Handtücher. Saskia sagte „danke, für mich nicht, ich geh gleich duschen“. Und ehe sich Thure versah sprang sie auch schon an ihm vorbei in Richtung Badezimmer. Einige Minuten vergingen, Saskia kam aus dem Badezimmer. Sie hatte ein Handtuch um Kopf und eins um ihren Körper gewickelt, die intimsten Stellen damit gut bedeckt. Thure, der gerade den Kamin angefeuert hatte schaute zu ihr und sagte „leg dich vor den Kamin, hier wird’s schon schön warm“. Saskia schaute kurz an sich runter, zögerte und ging schließlich in Richtung Kamin. Sie versuchte sich so galant es ging, auf den Boden fallen zu lassen. Thure reichte ihr seine Hand „darf ich helfen?“. Saskia schmunzelte, nahm seine Hand dankend an und setzte sich. „Wollen wir Pizza bestellen?“, fragte sie Thure. Saskia „ohja unbedingt, ich hab einen Bärenhunger“. Dann bestellten sie Pizza, Thure stand auf und sagte „ich geh kurz duschen“, er ging ins Badezimmer. Saskia schaute auf das flackernde Feuer im Kamin. Dann klingelte ihr Handy „Berg“. „Guten Abend, hier ist Ole Holgers, der Vater von Tess dem kleinen Mädchen heute am Strand“. Saskia nickte verstanden „ah, guten Abend, wie geht es ihrer Tochter?“ Ole antwortete „es geht ihr den Umständen entsprechend gut, sie muss noch zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, aber wenn es keine weiteren Auffälligkeiten gibt, darf sie morgen gehen“. Saskia war erleichtert „das hört man gerne, da bin ich aber beruhigt“. Ole sagte „Frau Berg, wie kann ich Ihnen und ihren Kollegen nur danken?“ Saskia „alles gut, Sie stehen nicht in unserer Schuld, dass ist außerdem unser Job und die Pflicht“. Der Vater „wir würden sie gerne morgen zum Essen einladen, bitte sagen Sie ja?“ Saskia sagte spontan zu und beendete das Gespräch. Kurze Zeit später kam Thure aus dem Badezimmer „mit wem hast du gesprochen?“ Saskia starrte Thure an, er hatte wieder nur ein Handtuch um seine Hüfte „ähm, mit dem Vater“, stammelte sie. Dann klingelte es an der Türe, Saskia sprang auf und eilte zur Tür. Der Pizzamann staunte nicht schlecht, als ihm Saskia so halbnackt die Türe öffnete. „Halloooo“, sagte er angetan. Saskia bemerkte erst jetzt, vor lautet Bodycheck von Thure, dass sie tatsächlich nur mit dem Handtuch bekleidet die Türe öffnete. Der Pizzabote weiter „schaffen Sie denn die beiden Pizzen, ich könnte mich als Hilfe anbieten“, er grinste. Die Türe ging etwas weiter auf und Thure baute sich hinter Saskia auf, noch eh sie antworten konnte räusperte sich Thure und drückte dem Pizzaboten das Geld für das Essen in die Hand. Im gleichen Atemzug schloss er auch die Türe „lass und Essen“, sagte er zu Saskia. Sie gingen wieder zum Kamin und aßen zu Abend. Lange Gespräche folgten, bis es schließlich wieder gegen Mitternacht war, beschlossen sie schlafen zu gehen. Saskia zog sich ein schwarzes Negligee an, denn irgendwie hatte sie nur solche, Thure ließ das Handtuch um seine Hüfte. Er machte es sich wieder auf dem Sofa bequem, er hasste es, wollte sich aber nichts anmerken lassen. Er wagte noch einmal einen Blick auf seine schöne Freundin, die an ihm vorbei ging, ein „sexy“, konnte er sich nicht verkneifen. Dann versuchten sie ein zu schlafen, eine schier endlos lange Nacht lag vor Thure. Er wälzte sich wieder hin und her. Auch Saskia entging das nicht, er tat ihr Leid, sie stand auf und sagte „nun quäl dich nicht und leg dich mit ins Bett“. Thure wusste nicht recht „meinst du wirklich?“. Saskia nickte, beide gingen ins Schlafzimmer und legten sich in das Bett. Von Thure war ein „Ahhh“, zu hören, er kuschelte sich unter seine Bettdecke und die beiden schliefen ein.

Am nächsten Morgen schien die Sonne in das Schlafzimmer, Saskia war schon wach und musterte Thure. In der Nacht hatte sie geträumt, geträumt von ihm. Wie er da lag, so friedlich und ruhig, er war ein hübscher Mann, dachte Saskia. Sie nahm ganz langsam ihre Hand und wollte gerade sein Gesicht anfassen, da wachte er auf, sie wich sofort zurück. „Ah guten Morgen Schatz“, entwich es Thure. Sein Kopf ging in ihre Richtung, dann stoppte er „Entschuldigung, macht der Gewohnheit“, korrigierte er gleich. Saskia sagte „schon ok, ich hab geträumt, von dir“. Thure fragte „oje, was denn?“ und ließ sich zurück auf sein Kissen fallen. Saskia erzählte „es war wie im Actionfilm. Erst haben wir eine Frau gefunden auf einem Boot, sie war bewusstlos, drei Männer lagen da, getötet. Wir standen vor der Munition, du hast mich umarmt von hinten. Dann sind wir durch das Schiff geeilt, mit Waffen. Diese Frau hatte eine Bombe umgeschnallt, sie stand in der Türe auf der Albertros II,  sie verlangte ein Boot. Sie packte mich, du standest uns gegenüber und wolltest mir helfen, ich sagte, schon ok und ging mit der Frau raus. Da war dann eine wilde Rauferei an Deck, ich habe die Frau überwältigen können“. Thure lächelte. „Es schien so echt zu sein“, sagte Saskia. Thure lächelte und sagte „es war auch echt, allerdings ist das ganze bestimmt schon so vier Jahre her“. Saskia war erstaunt „dann hatte ich eine Erinnerung und das war alles so gewesen wie ich es geträumt habe?“. Thure nickte „genau so war es, ich hatte damals fürchterliche Angst um dich, aber du hast sie überwältigt und wir konnten sie überführen“. Er nahm seine Hand und legte sie auf ihre. Saskia lächelte zurück, ein Moment der Nähe spürten beide gerade. Thure unterbrach diesen „spürst du denn schon was vom Baby?“. Saskia sagte „nein, alles noch ganz ruhig“. Sie zog ihre Hand wieder an sich ran und beschloss aufzustehen. Thure sprang aus dem Bett, dabei hatte er völlig vergessen, dass er nackt war. Saskia grinste „lass mich raten, Gewohnheit?“, sie lächelte ausgiebig. Thure ging zum Bett hob das Handtuch auf „ja, wir schlafen meist nackt oder dezent bekleidet“ und ging ins Badezimmer. Saskia lächelte noch immer verträumt „er ist ja schon ganz toll“, dachte sie und ließ sich auf ihr Kissen fallen. Sie streckte sich und sprang dann aus dem Bett. Thure kam frisch geduscht und angezogen aus dem Badezimmer „ich geh Brötchen holen“, sagte er da war er auch schon weg. Saskia ging ins Badezimmer und machte sich ebenfalls salonfähig, dann deckte sie den Frühstückstisch.

Einige Zeit später klingelte ihr Handy „Berg“, sagte sie. „Gruber hier, Frau Berg, wie geht es Ihnen denn? Machen Sie Fortschritte? Können Sie sich wieder erinnern? Wann denken Sie dass Sie wiederkommen und einsatzbereit sind? Ich kann Kapitän Sander nicht erreichen, wo steckt der denn?“, überfiel Hermann Gruber sie förmlich. Saskia verdreht die Augen und hielt das Handy weiter vom Ohr weg. Die Haustüre ging auf, Thure trat ein. Saskia stand auf und drückte ihm ihr Handy an die Brust „für dich“, sagte sie und ging mit den Brötchen zum Tisch.

So, hier nun Kapitel 2.
Sry, dass ich so wenig Zeit habe im Moment (wegen meinem Umzug). Leider wird es in Zukunft auch nicht besser werden, da ich beruflich mehr eingespannt bin. Aber ich verspreche, ich bleibe dran, auch wenn es länger dauert bis ich mal wieder ein Kapitel hoch laden kann.

Wie findet ihr das Zweite? Würde mich wieder riesig über Reviews freuen. gglg.
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