Auf der Suche nach Erinnerungen

GeschichteDrama, Romanze / P16
Benjamin Asmus Hermann Gruber Marten Feddersen OC (Own Character) Saskia Berg Thure Sander
16.04.2016
14.09.2016
11
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Saskia und Thure waren in Lango angekommen, sie parkten das Auto und stiegen aus. „Boah ist das schön hier, ein Haus genau am Meer“, sagte Saskia mit geöffnetem Mund. Thure ging zu einem großen Stein, hob ihn hoch und entnahm einen Schlüssel. Saskia fragte „ist das dein Haus?“. Thure ging an die Haustüre und schloss auf „es hatte meiner Tante gehört, wir waren schon ein paar Mal hier gewesen, auch zu Beginn unserer Beziehung, du fandest es immer schön hier“. Saskia fitzte die Augen etwas zu, sie konnte es sich einfach nicht verkneifen „das sieht aus wie eine Junggesellenbude, wo man Frauen hin bringt um sie mit einem Haus am Meer zu beeindrucken“. Thure wurde rot, stammelte und fasste sich nervös mit der Hand unter das Kinn „naja früher in der Jugend war das sicher mal so gewesen. Aber wir haben ja alle unsere Jugendsünden, nicht wahr“. Dann ging er ins Haus hinein und machte erst einmal alle Fenster zum Lüften weit auf. Saskia schlenderte Richtung Meer, sie dachte „wie toll es hier ist und so ruhig“. Einige Zeit später kam auch Thure hinzu „hier bist du, ich werde etwas einkaufen, der Kühlschrank sollte gefüllt werden“. Saskia sagte „ich bleibe hier und werde mich dann im Haus umsehen und ich koch uns dann was“. Thure lächelte sie an, er wollte sie umarmen, bremste aber ab und ging wortlos zum Wagen.

Während der Fahrt dachte er daran wie schwer es ihm fällt, Saskia nicht berühren und küssen zu dürfen. Er müsse in Zukunft noch mehr darauf achten, nicht das Saskia sich wieder zurückzieht.
Saskia genoss noch etwas die kühle Brise, beschloss dann aber rein ins Haus zu gehen, es begann zu dämmern. Sie schaute sich um, das Haus war nett eingerichtet, nicht groß aber für zwei Personen reichte es. Saskia schloss die Fenster, die Thure geöffnet hatte. Sie dachte „solange ich alleine bin, kann ich doch schon mal duschen“. Sie nahm ihren Sachen aus ihrem Koffer und begab sich ins Badezimmer. Thure fuhr gerade vor dem Haus vor, packte den Einkauf und ging in das Haus. Er legte den Einkauf auf den Tisch und sah sich fragend nach Saskia um. Da kam Saskia auf einmal splitternackt und nass aus dem Badezimmer. Sie erschrak als Thure plötzlich da stand, hielt sich ihre Hände so gut es ging über ihre intimsten Körperteile und lief knallrot an. Thure versuchte zu beruhigen „entschuldige bitte, ich hatte dich nicht gehört. Brauchst du vielleicht ein Handtuch?“ Saskia nickte nur und sprang zurück in das Badezimmer. „Im Badezimmerschrank, ganz unten liegen Handtücher“, rief er ihr noch hinterher. Dann ging er in die Küche, er dachte „süß,  wie sie sich geschämt hat vor mir“. Nach Minuten kam Saskia hinzu „sorry, war vermutlich blöd von mir, so zu reagieren“. „Mach dir keinen Kopf, Thema Wechsel, was wollen wir kochen?“, fragte Thure. Saskia lächelte „lass mich mal machen“. Sie machte eine Handbewegung, dass er sich verkrümeln sollte.  

Thure ging ins Wohnzimmer und feuerte den Kamin an, er dachte daran, wie oft lagen sie davor. Saskia zauberte etwas Leckeres zum Essen, sie stellte fest, das konnte sie. Thure ging ins Badezimmer zum Duschen. Kurze Zeit später rief Saskia „Essen ist fertig“ Da der Kurier noch nicht da war, nahm er ein Handtuch und schlang es sich um seine Hüfte. Er kam aus dem Badezimmer, Saskia die schon am Tisch saß und an ihrem Wasser nippte, verschluckte sich. Sie begann lauthals zu Husten, „alles gut?“, fragte er. Saskia nickte und versuchte den Hustenreiz unter Kontrolle zu bekommen. „Was für ein Oberkörper“, dachte sie und betrachtete ihn. Thure bekam es mit und sagte „der Kurier ist noch nicht da, ich habe nichts weiter zum Anziehen. Saskia sagte „schon ok, lass uns Essen, guten Appetit“. Dann aßen sie zu Abend, Thure lobte das Essen und die beiden hielten Smalltalk. Nach dem Essen räumten sie rasch alles auf und begaben sich ins Wohnzimmer. Saskia sagte „hier ist es aber schön warm“. Thure antwortete „du möchtest das immer, das war das erste was ich machen sollte, den Kamin an damit wir uns davor legen konnten“. Saskia sah ihn wieder an „erzähl mir was über uns“. Thure sprach „was möchtest du wissen?“. Saskia sagte „naja am besten alles, vielleicht erinnere ich mich an etwas“. Sie setzen sich vor den Kamin, Thure begann zu erzählen und Saskia hörte zu.

Es war schon Mitternacht „was schon so spät, jetzt haben wir uns verquatscht, ich bin hundemüde“, sagte Saskia, Thure tat es ihr gleich, sie gingen in Richtung Schlafzimmer, da war nur ein Doppelbett gewesen. „Schon gut, ich schlafe auf dem Sofa“, sagte Thure gleich. Er ging ins Bad und putze seine Zähne, als er wieder raus kam verschwand Saskia im Badezimmer. Saskia sagte „Gute Nacht Thure, schlaf schön“. „Du auch“, sagte Thure und winkte ihr irgendwie ungewohnt zu, dann schlief beide ein. Thure wachte ein paar Mal in der Nacht auf, er konnte einfach nicht auf dieser kleinen Couch liegen. So langsam wurde es hell, die Sonne ging auf, Thure war wach, ihm tat alles weh. Er beschloss die Sachen von gestern über zu ziehen und Brötchen zu holen, denn Saskia schien noch zu schlafen. Eine Weile war vergangen, da war er auch schon wieder zurück, deckte den Tisch und kochte Kaffee. Dann ging er zu Saskia ins Schlafzimmer, er klopfte, es war ganz leise. Thure öffnete die Türe, da lag sie, schlief seelenruhig und sah aus wie ein Engel. Er liebte diesen Anblick, er blieb einfach da stehen und schaute sie an. So allmählich wurde Saskia wach, sie schaute sich um und sah Thure in der Türe stehen. „Guten Morgen Thure“, sie lächelte. „Guten Morgen Saskia, Frühstück ist fertig“, erwiderte er und lächelte ebenfalls. „Ich komme“, antwortete sie. Dann ging er runter in die Küche und wartete. Na einer gefühlten Ewigkeit kam Saskia endlich, top gestylt war sie. Thure dachte „sie sieht so toll aus, wie immer eben“. „Wow, du hast ja schon alles fertig“, sagte Saskia und hob den Daumen. Thure sagte „kannst du mal sehen“. Saskia setzte sich, sie begannen zu frühstücken „was machen wir heute um mein Gedächtnis auf zu frischen?“, fragte sie. Thure überlegte „was hälst du von spazieren gehen, wir könnten ein Ausflug zur Küste machen!“. Eh Saskia antworten konnte klopfte es an der Eingangstüre. Thure stand auf und öffnete die Türe. Es war der Kurier der von Marten geschickt worden war, er brachte Thure ein paar Klamotten und persönliche Dinge, mit denen er ein paar Tage aus käme. Schlieslich hatte er nichts weiter mit in  Dänemark, da die Reisebegleitung eher eine Kurzschlussreaktion war. Thure verabschiedete ihn freundlich und kehrte zum Tisch zurück. Sie frühstückten in Ruhe fertig, danach machten sie sich fertig für Ihren Ausflug. Dann stiegen sie in Saskias Wagen und fuhren los, Thure war der Fahrer gewesen. Saskia fragte „wo fahren wir denn hin?“. „Lass dich doch mal überraschen, wir waren schon öfters dort und es gefiel dir immer“, antwortete Thure. Saskia presste die Lippen zusammen und schaute ungeduldig aus dem Fenster. Sie hasste es nicht zu wissen was passiert.

Auf der Fahrt schwiegen sie größtenteils. Nach gut ein ein halb Stunden waren sie angekommen, mitten im Wald stand ein großes Gebäude mit der Aufschrift Geocenter Mons Klint. Saskia staunte nicht schlecht „wow, was ist das hier?“. Sie parkten und stiegen aus „Mons Klint Steilküste, komm ich will dir was zeigen“, sagte Thure wissend. Sie liefen zu einem Gang, wo Treppen durch den Wald bis runter zur Küste führten. Auf halber Strecke fragte Saskia „Sag mal Thure, die Treppen müssen wir dann nicht zufällig wieder hoch?“ Thure grinste „oh hatte ich vergessen das zu erwähnen?“. Sie verschränkte die Arme über der Brust „toll“. Thure winkte „komm, gleich sind wir unten“. Saskia ging sie letzten paar Stufen hinunter. Dann sah sie das Meer vor sich, er zeigte nach hinten, sie drehte sich um, ihr Atem stockte. Da war eine Meter lange Kreidesteilküste und sie standen direkt davor. „Wahnsinn, ist das schön hier“, sagte sie. Das Wasser war ganz weiss von der Kreide. Thure sagte „lass uns ein Stück die Küste entlang spazieren“. „Gerne“, sagte Saskia. Beim laufen wollte sie wissen „du sagtest das hat mir immer gut gefallen hier, ich erinnere mich zwar nicht daran aber ich bin beeindruckt von soviel Natur“. An der Küste lagen kleine und große Steine, über die sie zum Teil klettern mussten. Thure reichte ihr instinktiv die Hand um Hilfestellung beim übersteigen zu leisten. Sie machten einen ausgiebigen Spaziergang an der Steilküste, dann waren sie wieder an der Treppe angekommen. „Na dann wollen wir mal“, sprach Saskia und zeigte auf ihre Waden. In der Mitte des Treppenaufganges lehnte sie sich gegen das Geländer und hielt sich den Bauch. Thure der schon weiter war bekam dies mit und kam sofort geeilt „alles ok bei dir, ist was mit dem Baby?“. Saskia fand das süß von ihm, er machte sich Sorgen „ich denke ja, ich hab nur Seitenstechen“. Thure sagte nichts mehr, packte sie und trug sie auf dem Arm die andere Hälfte der Stecke nach oben. Saskia war zuerst erschrocken, wehrte sich aber nicht. Dort angekommen ließ er sie runter „entschuldige wenn dir das jetzt zu aufdringlich war“. „Schon okay“, sagte Saskia, lächelte ihn an „danke fürs hoch tragen, war doch ganz schön anstrengend“.

Sie beschlossen noch in das Geocenter zu gehen und sich etwas schlau zu machen. Dort wurde ein 3D Film über Dinosaurier angeboten „woll‘n wir da rein?“ fragte Thure. Saskia nickte zustimmend. Der Film war interessant, doch dann plötzlich erschrak Saskia als dieser Dinosaurier förmlich aus der Leinwand ragte. Unbewusst krallte sie sich an Thures starker Schulter fest. Thure genoss diese Nähe, die er doch so vermisste. Als der Film zu Ende war, verließen die beiden die Anlage, stiegen in ihr Auto und fuhren los. „Das war ein toller Ausflug“, sagte Saskia und schaute ihn dankbar an.  Mittlerweile war es schon Nachmittag als sie den Rückweg antraten, Saskia verschlief die halbe Fahrt.

Am Haus angekommen, parkte Thure das Auto, auch Saskia wachte wieder auf „wie schon da“. „Ja wie du unschwer erkennen kannst“, sagte Thure. „Es ist so schön, ich werde noch ein Stück spazieren gehen“, sagte Saskia. Er wieder sprach ihr nicht und wollte sich auch nicht aufdrängen, er dachte „wenn sie mich nicht fragt ob ich mit gehen will, dann lass ich sie alleine“. Sagte dann nur „okay, mach das, bis nachher und verlauf dich bitte nicht“. Saskia stieg aus und antwortete „bist du immer so überfürsorglich?“ und schaute ihn schief an. Thure sagte nichts zu diesem spitzen Kommentar und ging in das Haus und Saskia marschierte los.
Am Strand angekommen zog sie ihre Schuhe aus und lief am Wasser entlang. Immer wieder wurden ihre Füße von dem kaltem Wasser umspült. Sie hielt kurz innen und schaute aufs Meer hinaus, atmete tief ein und aus, ihre Hände so umfassten ihren Bauch. Da hörte sie plötzlich aus der Ferne jemanden rufen, sie nahm die Hände über die Stirn und schaute sich um.

Hey, hier nun das erste Kapitel meiner neuen Geschichte. Wie findet ihr sie? Würde mich tierrisch über Reviews freuen. Glg
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