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Alles begann mit einem Fahrstuhl...

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Gally Minho Newt OC (Own Character) Sonya Thomas
16.04.2016
09.12.2017
100
149.313
53
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Dieses Kapitel
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19.11.2017 1.107
 
»Wie, wo, was-« »Weiß Obi!«
~ Jamie & Becky
***

Stumm hockte ich zwischen Becky und Nick im Kartenraum, bekam skeptische Blicke von Tommy gegenüber und lauschte der Diskussion von Newt, Doppel T und Minho.
Eine Diskusion (oder eher ein mittlerweile leicht ausartender Streit) darüber, wer von den vieren jetzt daran Schuld war, dass wir mit dem Code nicht weiter kamen. Dass wir nich gar nicht dazu gekommen waren irgendetwas auszuprobieren, weil sie sich die ganze Zeit stritten - daran schien hier keiner zu denken.
Aber wir anderen vier wollten uns da auch nicht weiter einmischen. Becky und ich beschäftigten uns einfach mit uns selbst, Tommy ebenso und Nick kannte eh nicht die Antwort auf die Frage, was wir machen sollten.
Und er schlief.
Und schnarchte.
Nicht gerade leise, wohlgemerkt.
Schon wieder.
Dabei war es ein wirkliches Wunder in seiner Position schlafen zu können - ich hätte mir vermutlich mal wieder nur irgendwas im Rück ausgerenkt. Wäre nicht das erste Mal.
»Popcorn«, flüsterte Becky neben mir zum bestimmt hundertsten Mal, seit wir unser Schere, Stein, Papier - Turnier mit Tommy zu einem Ende geführt hatten und starrte dabei von einem Streitenden zum Anderen. Kurz blieben ihre Augen an Minho hängen, der gerade mit rot angelaufenden Gesicht Teresa ankeifte, die nicht weniger laut als der Läufer zurück giftete und dabei nicht die geringste Rücksicht auf das Trommelfell der Anwesenden nahm.
Autsch.
»Popcorn ist doch viel zu 08/15«, beschwerte ich mich im Gegenzug und ließ meinen Blick kurz einmal zu Tommy schweifen, der mit in den Ohren steckenden Fingern „Highway to Hell" von ACDC vor sich hin summte, »Jeder nimmt Popcorn. Immer.«
Abschätzend schnalzte Becky mit der Zunge und legte nachdenklich den Kopf schief - anscheinend gab sie endlich auf.
»Was schlägst du denn bitte stattdessen vor? Käsebrote oder was?«
Leicht rollte ich mit den Augen und wandte mich wieder dem eigentlichen Geschehen zu, in dem Newt gerade Minho am Handgelenk packte und so vom Gehen abhielt.
Hatte ich was verpasst?
Vermutlich. Naja.
Was wichtiges konnte es nicht gewesen sein.
»Käse kommt bei mir nur auf die Pizza«, erklärte ich Becky zum tausendsten Mal meine Meinung über den Fetzen vergammelte Milch und lehnte mich auf dem wirklich unbequemen Stuhl zurück, »Wie wäre es mit Tee.« »Du trinkst keinen Tee«, stellte Becky kritisch fest und ich machte eine wegwerfende Handbewegung. »Nur wenn's kein Apfel oder Erdbeer ist, weißt du doch. Aber ich meine auch eher so im Sinne von „Abwarten und Tee trinken".«
Ohne etwas zu sagen starrte sie mich an. Und ich starrte ohne etwas zu sagen zurück.
»Du-«
»Jamie!«, unterbrach uns ein Schrei in unserer wirklich sehr anspruchsvollen Unterhaltung und ich achreckte in meinem Stuhl nach oben.
»Wie, wo, was-« »Weiß Obi!«, sprang Becky sofort nicht sehr hilfreich ein. »Ich bin da, ja!«
Skeptische Blicke kamen von allen Seiten auf mich zu und Tommy auf der anderen Seite lachte mich einfach nur schamlos aus.
I can feel the love.
»Du hast nicht aufgepasst, oder?«, wollte Newt mit einem tiefen, genervten Seufzen wissen und rieb sich zum wiederholten Male die Schläfen. Mittlerweile müsste da eigentlich schon die Haut abperlen, so oft hatte er das in den letzten Minuten der Streiterei schon gemacht.
»Was? Ich? Nein, ich würde doch niemals- okay, ja, was hast du gesagt?«, gab ich nach, nachdem Becky angefangen hatte mir in den Oberschenkel zu kneifen.
Ich brauchte neue Freunde.
Definitiv.
»Ich wollte von dir wissen, ob du eventuell eine Ahnung hast, wie wir an den Code kommen könnten«, wiederholte Newt überdeutlich seine Worte und ich ließ meine Augenbraue elegant zum Haaransatz wandern.
»Ist ja schön, dass ihr euch nach einer verdammten halben Stunde auch mal an unsere Anwesenheit erinnert, aber wie zum Teufel nochmal kommt ihr bitte auf die Idee?«, wollte ich belustigt wissen und sah wie Newt enttäuscht die Schultern sacken ließ, während sich Minho mit einem Schauben erneut dem Gehen zuwandte.
»Hast du denn nicht einmal ein Ansatz?«, wollte Thomas wissen und ich versank mit gerunzelter Stirn wieder in meinen Gedanken. War das nicht gerade das erste Mal, dass Thomas mich direkt ansprach? Cool! Jetzt wäre eigentlich der Moment fürs Fangirlen, aber das würde vermutlich weniger gut kommen…
»Wie viele Buchstaben hatte das Lösungswort?«, spezifizierte der Junge schon fast verzweifelt seine Aussage und nun schienen auch Minho und Newt endlich nicht mehr so pessimistisch auf die Sache zu blicken. Zumindest wandten sie sich wieder mir zu.
Fortschritt!
»Es waren mehrere Wörter«, erklärte ich nach einigen Sekunden schnell - tat, als wäre mur das gerade eingefallen und ich müsste es ihnen unbedingt mitteilen. »Mehrere?«, wiederholte Minho und trat zurück an den Tisch, während Nick neben mir plötzlich schmatzte, sich herum drehte und sich an meinen Arm klammerte. »Sechs Wörter«, erklärte ich nach einem irritierten Blick meinen Arm hinunter auf das Klammeräffchen, »Und dann war da noch ein Knopf zum Drücken.«
Blicke wurden ausgetauscht.
Doppel T starrte nachdenklich die Wand an.
Minho murmelte vor sich hin, wie so ein Hobby-Psycho.
Newt fuhr sich verzweifelt durch seine (kurzen) Haare.
Tommy fing wieder an zu summen, diesmal aber Bon Jovi und nicht ACDC.
Und Nick schmatzte noch einmal und fing dann an meinen Pulli voll zu sabbern.
Ach ja.
Und Becky und ich starteten unter dem Tisch eine neue Runde Schere, Stein, Papier.
Was sollte ich groß sagen, wir konnten ja nicht schon alles spoilern, dass wäre doch voll scheiße. Und auffällig.
Sehr auffällig.
»Sieben Aktionen«, lenkte Thomas plötzlich mit langsamen Worten alle Aufmerksamkeit (außer der von Nick - obviously) auf sich und tauschte einen für mich nicht definierbaren Blick mit dem Mädchen neben ihm. »Sieben Wörter«, führte diese langsam nickend den Satz weiter und erwiederte den Blick.
Wüsste ich es nicht besser, würde ich jetzt sagen, die beiden zögen sich gegenseitig mit Blicken aus. Zu meinem Bedauern wusste ich es jedoch nicht besser und kassierte daher aufgrund meines nun leicht verstörten Blickes einen schrägen Blick von der Seite.
»Hättet ihr beiden Genies vielleicht die Güte uns minderen Lebewesen an eurer unendlichen Weisheit teilhaben zu lassen?«, wollte Minho sarkastisch wie eh und je wissen und bekam einen angepissten Blick von Eiergesicht Teresa ab.
»Ich glaube, ich weiß, worauf sie hinaus wollen«, erklärte dann plötzlich Newt, schlug Minho leicht gegen die Brust und wetzte dann zu den Kisten mit den Karten hinüber, um die erste zu holen.
Hektisch kramte er die Zettel hervor, sortierte sie.
»Sieben Aktionen. Sieben Wörter«, wiederholte er dabei die Wörter von Doppel T und legte die richtigen Zettel übereinander, »Sieben Wochentage. Sieben unterschiedliche Labyrinthkonstellationen.«
Und dann hielt er die Zettel vor die Nase und im nächsten Moment Minho unter die Nase.
»Da«, verkündete er erleichtert und lachte leicht auf, »Wir haben die Lösung!«
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