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Alles begann mit einem Fahrstuhl...

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Gally Minho Newt OC (Own Character) Sonya Thomas
16.04.2016
09.12.2017
100
149.313
53
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
29.04.2017 1.330
 
„Hast du nun über Newt nachgedacht?“ - „Wie zur Hölle kommst du dadrauf?!“- „Du hast auf den Salat eingestochen.“ ~ Jamie & Pfanne

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 Stumm hackte ich mit einem Messer auf den Salat vor mir auf dem Brett ein, meine Gedanken mal wieder ganz weit entfernt und schon in ferner Zukunft – beschäftigt damit, sich mögliche Zenarien aus zu malen, aus denen ich diese Deppen hier retten musste.
Und irgendwie schien das in meinen Gedanken so einfach, als wäre ich eine große Heldin, die das Ganze einfach mal aus dem Ärmel schüttelte und nebenbei einen Smoothie schlürfte. Und in Wahrheit war ich ein Mädchen mit einer Angst vor Jungs, Nadeln und einer vier im Sozialverhalten.
Geile Vorraussetzungen.
Ich meine, egal wie gut ich sein könnte – W.C.K.D. hatte Nadeln.
Ich hasste Nadeln!
„Denkst du an Newt?“, unterbrach Pfanne meine Gedanken und brachte mich dazu erschrocken zusammen zu zucken und mich – wie sollte es bei meinem Talent auch anders sein – einmal richtig schön mit dem Messer zu schneiden.
Zischend riss ich meine Hand in die Höhe, schmiss das Messer hin und beobachte mit verzerrtem Gesicht, wie das Blut aus dem wirklich übertrieben langem Schnitt an meinem Zeigefinger quoll. Ehrlich mal, musste das sein?
Ohne was zu sagen hielt mir Pfanne einen Lappen vor die Nase, den ich mir gleich daraf auf den Schitt presste.
„So tief warst du ja noch nie in Gedanken“, stellte er fest, beobachtete mich mit besorgtem Blick und lehnte sich an die Arbeitsfläche. „Kann sein“, murrte ich, hob den Lappen ein wenig an und wurde direkt mit einer neuen Welle Blut begrüßt. Scheiße.
Ich könnte prinzipiell mal versuchen die Zeit der Wunde zurück zu drehen und sie so zu heilen – wäre bestimmt ein gutes Training – aber nicht, wenn Pfanne dabei war. Das wäre viel zu Auffällig.
„Und?“ „Was ‚Und’?“ „Hast du nun über Newt nachgedacht?“, verwirrt und vermutlich auch ziemlich dümmlich starrte ich ihn an und ging den Satz nochmal in meinem Kopf durch.
„Wie zur Hölle kommst du dadrauf?!“ „Du hast auf den Salat eingestochen“, erklärte er, als wäre es das normalste auf der Welt und zeigte auf das Brett mit dem Grünzeug. „Ich hab über den Frischling nachgedacht!“, erklärte ich – irgendwie, weil ich es ganz zu Anfang auch getan hatte und irgendwie auch, um Newt zu verteidigen.
Newt zu verteidigen...
Ich war verwirrt. Wieso wollte ich ihn jetzt verteidigen, wenn er gar nichts gemacht hatte? Ich war von meinen eigenen Gedanken verwirrt, was sollte die Scheiße?
„Wow, so schlimm?“, unterbrach Pfanne erneut meine Gedankengänge und ich schüttelte den Kopf. „Nein, er ist ganz nett und erinnert mich ein wenig an meine Schwester“, erklärte ich leicht bedrückt und starrte auf das Schneidbrett.
Adam hatte wirklich Ähnlichkeiten mit Amy – zu meinem Leidwesen. Ehrlich, als hätte ich nicht schon genug Heimweh! Machte die Stimme das mit Absicht oder was?
„Aber das ist doch gar nicht so schlecht, oder nicht?“, fragte Pfanne vorsichtig, sah ebenfalls auf den Salat und dann wieder zu mir. „Naja“, antwortete ich zögernd und hob noch einmal vorsichtig den Lappen an – das Blut floss immer noch, „Ich hab keine Ahnung, was mit meiner Familie ist, ihr ja auch nicht, aber ich mache mir einfach Sorgen. Ich kann mich immer ablenken, aber wenn jemand da ist, der wie meine Schwester ist, ist das deutlich schwieriger.“
Langsam und verstehend nickte Bratpfanne und sah kurz einmal zum bisher fertigen Essen. „Gut, dass du gerade vom Ablenken gesprochen hast.“ „Stimmt wir müssen uns ums Essen kümmern“, murmelte ich und sah auf meine Hand. Ich könnte den Lappen als vorläufig als Verband missbrauchen und einen Knoten reinmachen, dass das hielt... „Nein, nicht wir“, irritiert sah ich von meiner Hand auf und zu Pfanne, der mit dem Finger auf mich weiß und einen ernsten Gesichtsausdruck zur Schau trug, „Du, meine Liebe, wirst jetzt gefälligst zu Jeff und Clint gehen und deine Hand verartzten lassen und ich mach das Essen!“
Entschieden schütelte ich den Kopf: „Ich werde dich das hier nicht alleine machen lassen!“ „Mit verletzter Hand kannst du’s aber nicht!“ „Gut, dann lass ich mich verartzten und mach danach weiter!“, entschied ich mich, was Pfanne nach kurzer Denkpause auch mit einem Nicken akzeptierte.
„Wehe du kreuzt vorher wieder hier auf!“, meinte er noch, dann schob er mich aus der Küche und schlug die Tür hinter mir zu.
Er war wirklich die Freundlichkeit in Peron.
Nicht.

Mit einem leisen Seufzen betrat ich ein paar Minuten später das Krankenzimmer und fand Clint und Jeff wie fast immer total gelanweilt die Regale umräumend vor.
„Ihr habt Arbeit“, begrüßte ich sie nicht sehr motiviert und ließ mich auf die freie Liege fallen, auf der ich von den Jungs abgelegt wurde, nachdem sie mich aus der Box gezogen hatten.
Was mittlerweile auch schon wieder einen Monat her war...
„Du hast dich verletzt? Wow, das ist ja noch nie passiert, normalerweise verletzt du doch nur alle anderen“, kommentierte Clint verblüfft, kam aber brav zu mir rüber und nahm mir den Lappen ab. „Autsch“, kommentierte Jeff von drei Meter weiter, drehte sich zum Schrank und fing an zu kramen.
„Ich verletzt nicht immer alle anderen!“, murrte ich – Jeff einfach ignorierend – und blickte Clint genervt an, der nur amüsiert grinste. „Natürlich tust du das. Minho, Gally – dem armen Newt hast du sogar das Herz gebrochen!“, meinte er theatralisch, schüttelte gespielt enttäuscht den Kopf und tätschelte mir die Wange. „Ich habe bitte was?“, gab ich nur völlig irritiert zurück und schlug seine Hand weg.
Wieso sollte ich bitte Newt das Herz gebrochen haben?
Und wie?
Und vor allem wann?
Wenn, dann hatte ja wohl eher er mir das Herz gebrochen!
Wartet, nein. Mein Herz war eigentlich ziemlich ganz.
Mal wieder von meinen eigenen Gedanken irritiert runzelte ich die Stirn und starrte weiter Clint an, als wäre er ein Alien.
„Na, so wie er dich immer anstarrt. Und ihr redet nicht mehr“, meinte Jeff als wäre das ganz offensichtlich und nahm vorsichtig meine Hand in seine.
Augenblicklich zuckte ich zusammen, wollte meine Hand zurück ziehen und aufspringen, hielt mich aber selbst zurück. Es war nur Jeff, Adams Hand hatte ich auch kurz gehalten. Es würde nichts passieren.
Tief atmete ich durch, spürte die besorgten Blicke der Jungs auf mir und versuchte mir ein Lächeln auf die Lippen zu zwingen – vergeblich. Es sah eher aus, als würde man mich foltern, also ließ ich es lieber bleiben. „Mach bitte schneller“, murmelte ich vor mich hin, starrte auf meine Hand in seiner und blickte dann mit großen Auge zu dem nickenden Jungen hinauf.
„Kein Problem, Prinzessin!“, grinste dieser und machte sich ein wenig Creme auf die Finger, „Das könnte jetzt etwas brennen.“
Mit zusammengebissenen Zähnen nickte ich und zog zischend die Luft ein, als er anfing die Paste auf dem Schnitt zu verteilen. „Geht’s?“, fragte Clint besorgte und öffnete den Verband, um ihn – kaum das Jeff die Finger von der Wunde genommen hatte – um meine Hand zu wickeln. „Ja“, presste ich hervor, biss mir auf die Lippe und unterdrückte einen neuen Schmerzenslaut.
Ich würde sowas von versuchen diese Wunde zu heilen, dieses beschissene Brennen war ja vurchtbar!
„Dann hätten wir’s auch schon!“, erklärte Jeff, ließ meine Hand los und lächelte mich an, als sowohl er als auch ich aufstand. „Danke“, murmelte ich, bewegte die Hand leicht und verzog das Gesicht, als der Verband gegen den Schnitt drückte.
Verletzungen waren doch scheiße!
„Kein Problem, wie schon gesagt!“, meinte Clint und legte die Verbandsreste mit einem Grinsen zur Seite.

Und so verließ ich nachdenklich, völlig verwirrt und mit einem Verband um die Finger das Krankenzimmer und machte mich auf den Weg einen Platz zu finden, an dem ich in aller Ruhe versuchen konnte meine kleine Wunde zu heilen.

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Da ich jetzt ja festgestellt habe, dass ihr bestechbar seid – zumindest manche von euch – hier Amerikaner (das Gebäck)

*Teller mit Amerikaner hinstell*

Nur für Reviewschreiber!

Danke übrigens für die drei Reviews, die ich bekommen habe ;)

Macht echt glücklich

Naja, das war’s dann auch schon wieder von mir

Bis denne dann

Maria
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