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Alles begann mit einem Fahrstuhl...

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Gally Minho Newt OC (Own Character) Sonya Thomas
16.04.2016
09.12.2017
100
149.313
53
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Dieses Kapitel
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08.10.2016 2.084
 
„Naja, wir haben keine Patienten und alles was wir machen könnten wäre die Medikamente neu zu sortieren.“ - „Das haben wir allerdings erst gestern gemacht.“ - „Kennt einer von euch beiden die chinesische Version von Schere, Stein, Papier?“ ~ Jamie, Clint & Jeff

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Aufgeregt hüpfte ich die Treppenstufen nach unten ins Erdgeschoss unseres kleinen Hauses. Ein süßlicher Duft hing in der Luft und dank meiner Nase war ich fähig ihn bis in die Küche zurück zu verfolgen.

So leise wie möglich drückte ich die Türklinke herunter und schob meinen Kopf durch den entstandenen Spalt.

Mein Blick wanderte über den Tisch, bis er an einer großen Schokoladentorte hängen blieb, die mitten auf dem hellen Holz Platz gefunden hatte.

Dann wurde mir auch schon die Sicht versperrt, die Tür wurde aufgerissen und ich fand mich in der Umklammerung von zwei Armen wieder. „Happy Birthday, du altes Huhn!“, kreischte mir Beckys altbekannte Stimme ins Ohr, was mich vor Schreck zusammenzucken ließ. „Alles Gute, Mäuschen“, hörte ich auch Mama sagen und erst da sickerten die Worte bis zu meinem immer noch halb schlafenden Gehirn durch, das bisher nur den Kuchen registriert hatte.

Ich hatte Geburstag.

Noch bevor ich irgendwas sagen konnte, schrillte der metallende Ton der Klinge durch das gesammte Haus. „Wer ist das denn?“, murmelte ich verschlafen, meine ersten Worte an diesem Tag, „Es ist doch noch mitten in der Nacht.“ Ich vernahm leises Gekicher von Becky und Mama, während ich mich langsam, fast schon schleichen auf den Weg in Richtung Haustür machte, alledings nicht, ohne vorher noch einen Blick auf die Uhr an der Wand zu werfen. Halb elf, wie gesagt, mitten in der Nacht.

„Wer stört?“, grummelte ich nicht sonderlich begeister, während ich die Tür aufzog, nur um von einem Meer aus blonden Locken begrüßt zu werden, das samt Besitzer vor meiner Tür herumhüpfte.

Das Etwas, was ich nach ein paar Sekunden überraschender Weise als meine Schwester identifizierte, öffnete den Mund, um etwas zu sagen, aber alles, was heraus kam war ein „Austehen, Frischling!“ in der tiefen Stimme eines Jungen.


Müde blinzelte ich gegen das Licht an, bis ich etwas erkennen konnte.
Dann zuckte ich erschrocken zurück und starrte den Kopf an, der gute zwanzig Zentimeter über meinem schwebte. „Uha!“, kreischte ich, riss die Hände in die Höhe und drückte Newt von mir weg, nur um aus dem Gleichgewicht zu geraten und mit der Nase nach unten aus der Hängematte zu purzeln.
Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich kein Morgenmensch war? Nein? Ich hoffe, das war jedem spätenstes jetzt klar.
„Was zur Hölle noch mal sollte das, du Arsch?!“, brüllte ich Newt – oder eher den Boden – an, wobei meine Stimme mehr als nur dumpf klang, da mein Mund immer noch mit dem Boden knutschte.
„Es gibt Frühstück, hop, hop. Außerdem musst du noch deinen Probetag machen“, hörte ich Newts Erklärung, während ich mich mit einem wütenden Grummeln in die Höhe stemmte und ihm einen bösen Blick zu warf. „Zu was für einer Scheiße werde ich denn heute abkommandiert?“, fragte ich genervt, stand nun endgültig vom Boden auf und klopfte mir den Dreck von den Klamotten, während ich Newt weiterhin böse anstarrte. „Den Job wirst du mögen“, versicherte mir der Blonde und fing an in Richtung Küche zu laufen, ich hinter ihm her. „Was macht dich da so sicher?“, fragte ich, kaum das ich ihn eingeholt hatte und sah ihn prüfend von der seite an. „Du kennst sie vermutlich noch nicht, Clint und Jeff-„ „Ach man, sag doch gleich, dass ich zu den Sanis gehe!“, mauelte ich, verdrehte die Augen und schlug ihm mit der Faust gegen den Oberarm, worauf er nur einen verblüften Blick übrig hatte. „Du kennst sie schon?“ „No shit, Sherlock“, erwiderte ich trocken, verdrehte wieder einmal die Augen und verschränkte während dem Laufen die Arme. „Woher?“ „Soweit ich weiß, hat Jeff dir beim Tragen geholfen, Alby erklärt, das ich ein Mädchen bin und mit mir Frühstück gegessen. Clint kenne ich nur vom Hören“, erklärte ich ihm gelangweilt und schlängelte mich durch die Tischreihen zur Essensausgabe. Newt folgte mir schweigend und fing erst wieder an, die Stille zu unterbrechen, nachdem wir beide unser Essen hatten.
„Was hast du eigentlich geträumt? Du hast die ganze Zeit so glücklich gelächelt“, fragte er, während wir uns zu Gally, Nile, Winston und Minho an einen Tisch setzten. Ich antwortete nicht, stocherte nur etwas in meinem Brei herum, bevor ich wieder auf sah, nur um zu sehen, dass mich alle fünf neugierig anstarrten.
„Auf wie alt würdet ihr mich schätzen?“, fragte ich, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, worauf sie fast komplett syncron die Augenbrauen zusammenzogen. „Ähm“, meinte Nile und tauschte einen verwirrten Blick mit den anderen, bevor er anfing mein Gesicht zu mustern und sich mit zwei fingern die Wange zu kratzen, „Ich würde sagen... fünfzehn?“ Die anderen Jungen wiegten die Köpfe hin und her, nickten aber alle samt nach einiger Zeit. „Gut“ murmelte ich leise zu mir selbst und stopfte mir Brei in den Mund. „Was hat das mit dem Traum zutun?“, fragte nun Minho, sein Essen anscheinend völlig vergessend. „Auf dem Kuchen war eine elf, ich wollte wissen, wie viele Jahre es her ist“, erklärte ich, obwohl ich es schon vor meiner Frage wusste. „Hä?“, machte Gally, sehr intelligent und tauschte einen verwirrten Blick mit den anderen am Tisch sitzenden. „Ich hatte einen Traum, eine Erinnerung“, führte ich weiter aus, stopfte Brei nach und rutschte unruhig hin und her, während plötzlich alle Blicke an mir zu kleben schienen. „Schon wieder?“, fragte Newt nach einer kurzen Pause, woraufhin alle Blicke zu ihm zuckten. „Das passiert öfters?“, fragte Winston überrascht und legte seinen Löffel zurück auf den Tisch. „Manchmal. Das war meine zweite richtige Erinnerung. Die Erste war... unangenehm.“ „Matt“, stellte Gally fest und ich nickte überrascht, hatte ich Gally um ehrlich zu sein doch nicht so viel Verstand zugetraut. „Und worum gings in dieser?“, fragte Nile neugierig und lehnte sich leicht über den Tisch, warum auch immer. „Um den Tag vor ganz genau fünf Jahren“, lächelte ich, als mein Traum mir wieder in Erinnung kam und lachte leise. „Muss ich das jetzt verstehen?“, fragte Minho verwirrt und tauschte wieder einmal mit den anderen Blicke aus.
„Gott, ihr Deppen, es ging um meinen elften Geburstag“, erklärte ich augenrollend und stopfte mir den letzten Rest meines Breis in den Mund.
„Achso“, murmelte Minho und auch die Anderen gaben Laute von sich, die anscheinend zeigen sollte, dass sie es endlich kapiert hatten.
Kopfschüttelnd stand ich vom Tisch auf, nahm meinen Teller und machte mich auf den Weg zu Bratpfanne. Idioten.
„Hey Jamie!“, hörte ich Nile Stimme hinter mir rufen und drehte mich wieder zu ihnen um, nur um zu sehen, wie der Mini-Legolas mir entgegen grinste, „Alles Gute zum Sechzehnten!“
Wie von selbst breitete sich ein Lächeln auf meinen Lippen aus, bevor ich ein ‚Danke’ zurück rief und weiter zu Bratpfanne lief.



„Was muss ich tun?“, fragte ich Jeff hoch motiviert und klatschte einmal in die Hände, um meine Bereitschaft noch zu unterstreichen. „Eigentlich nichts“, erklärte mein Gegenüber und zuckte mit den Schulter. „Huh?“ „Naja, wir haben keine Patienten und alles was wir machen könnten wäre die Medikamente neu zu sortieren.“ „Das haben wir allerdings erst gestern gemacht“, steuerte Clint bei, seine Beine hingen über der Stuhllehne und er starrte mich kopfüber an, immer wechselnd zwischen schielen und nicht schielen. „Oh“, murmelte ich leicht enttäuscht, zuckte mit den Schultern und ließ mich an Ort und Stelle auf den Boden fallen.
„Na dann. Kennt einer von euch beiden die chinesische Version von Schere, Stein, Papier?“


Mit einem lauten Rumsen schlug die Tür der Hütte auf, ließ mich vor Schreck zusammenzucken und führte so dazu, dass ich meine Balance verlor und heftigst mit den Armen rudernd zu Boden ging. „Hah, gewonnen!“, rief Clint begeistert, reckte die Faust triumphierend in die Höheund gab mit seiner freien Hand Jeff ein High-Five. „Das zählt nicht!“, empörte ich mich, stemmte mich so schnell ich konnte vom Boden hoch und zeigte anklagend mit dem Finger auf den schon angegrauten Jungen, „Ich hab mich erschrocken, ich fordere eine Revange!“ „Vergiss es, ich hab dieses Spiel gewonnen und du alle anderen davor!“ „Du bist nun mal einfach ein Pechvogel!“, verteidigte ich mich und verschränkte bockig die Arme vor der Brust. „Dann kannst du mir doch wenigstens diesen Sieg lassen!“ „Ihr seid wie Kleinkinder!“, warf Jeff ein, der unser gesamtes Streitgespräch über zwischen uns hin und her gesehen hatte, als würden wir ein spannendes Ping-Pong-Match führen und keinen Kleinkrieg. „Aber selbst!“, grummelte Clint beleidigt, während ich damit beschäftigt war den zweiten Sani zu ignorieren und gleichzeitig den anderen mit Blicken zu töten.
„Ähm... störe ich?“, fragte die bekannte Stimme hinter uns, brachte mich erneut zum Zucken und diesmal sogar zum Fluchen. „Verdammte Scheiße nochmal, Newt, kannst du dich daran erinnern, was ich dir gesagt habe?! Sag mir bescheid, wenn du mich erschrecken willst, du Vollidiot!“, kreischte ich panisch, auf Deutsch und registrierte erst nach ein paar Sekunden das ich aus Schreck Clint gepackt und momentan als Schutzschild gebrauchte. „Ich hab zwar keine Ahnung, was das heißen sollte, aber ich nehme an, es war nichts all zu positives“, erklärte Newt trocken und ich konnte nicht anders als mit den Augen zu rollen. „Es war so klar, dass er sich ausgerechnet heute verletzen würde“, murmelte Clint Jeff zu, der mit einem seltsamen lächeln auf den Lippen nickte und von Newt zu mir und wieder zurück sah.
„Ich habe mich nicht verletzt! Zumindest nicht neu“, protestierte Newt – mehr oder weniger zumindest – und sofort schwang die Stimmung von uns drei Sanis (ja, ich zähle mich da jetzt einfach mal frech dazu – ich hab Geburtstag, ich darf das) von angeheiter auf ernst und besorgt um. „Dein Bein?“, fragte Clint, wartete aber gar nicht erst auf eine Antwort sonder fing sofort an ein paar Sachen von einem der Krankenliegen zu nehmen, während Jeff zur Tür lief um Newt zu stützen. Ich unterdessen lief zu dem Schrank mit Salben, nahm eine der Dosen heraus und besorgte vorsichtshalber noch etwas Verband.
„Hast du irgendwas gemacht, irgendwas zu anstrengendes?“, fragte Clint, während er Jeff half Newt auf der Liege unterzubringen. „Ich bin gerannt“, murmelte Newt unsicher, warf mir einen kurzen Blick zu und sah dann auf sein Bein. Augenblicklich krochen Schuldgefühle in meiner Brust hoch und ich musste hart schlucken.
Er war wegen mir gerannt.
Ich war Schuld daran, dass er jetzt Schmerzen hatte.
Ich war ganz alleine Schuld.
Ich spürte, wie mir jemand kurz die Hand auf die Schulter legte, bevor mir Jeff das Verbandszeug aus den Armen nahm und innerhalb weniger Minuten eine Stütze für unseren Patienten angelegt hatte, mit Salbe und allem drum und dran.
Das nenn ich mal Arzt.
„Den Rest des Tages bleibst du hier“, wieß Clint den blonden Ex-Läufer zurecht, bevor er aufstand und die Reste des Verbandsmaterials wieder verstaute.
Und so kam es, dass ich den restlichen Tag damit beschäftigt war Newt ein weiteres chinesisches Spiel bei zu bringen, um die Zeit zu vertreiben und Newt daran zu hindern vor Langeweile zu sterben.
Und wisst ihr was?
Am Ende des Tages, nachdem ich Newt sein Abendessen vorbei gebracht hatte und mich in meine Hängematte gelegt hatte, kam ich zu zwei Schlüssen.
Erstens – ich hätte nicht erwartet, dass ich meinen Geburtstag komplett ohne Heimweh überstehen würde (und trotzdem war es einer der besten meines Lebens geworden).
Und zweitens – auf irgendeine verquere Art und Weise durch die ich selbst nicht so ganz durchblickte... mochte ich Newt wirklich gerne...

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Hallo meine geliebten Mitmenschen!

Es ist mitten in der Nacht, ich bin zu faul auf die Uhr zu schauen in ich bin so gut gelaunt, dass es verboten gehören sollte.

Zu viele Skittles – laut meiner Freundin.

Zu viele Krimiserien – laut meinen Eltern.

Zu viel gezockt – laut meiner Schwester.

Zu viel K-Pop – meiner Meinung nach.

Ich bin jedenfalls total hyper, laber mal wieder nur Scheiße und hoffe, das euch das Kapitel gefallen hat.

Abstimmung und der Ganze andere Kram läuft noch...

Danke an alle Reviewschreiber...

Hab ich was vergessen?

Auch egal, bis denne dann, Leute, ich versuch jetzt einfach mal zu schlafen

*Kekse und Kuchen hinstell*

Maria
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