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Alles begann mit einem Fahrstuhl...

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Gally Minho Newt OC (Own Character) Sonya Thomas
16.04.2016
09.12.2017
100
149.313
53
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Dieses Kapitel
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09.12.2017 3.303
 
Wir waren aus dem Labyrinth entkommen
~ Jamie
***

Ich war keine Millisekunde in dem komischen Rutschen-Rohr, da versuchte ich auch schon wieder mich gegen die Wände zu stemmen, zu bremsen und zurück an die Oberflache zu klettern.
Zurück zu dem regungslosen Körper dort oben.
Meine Finger schrammten über den rauen Stein, suchten verzweifelt nach irgendeiner Art von Halt und stoppten nicht einmal, als ich warmes Blut die Kuppen runter fließen spürte.
Das war nicht wichtig.
Der Schmerz war egal.
Da war jemand tot.
Mit aller Kraft stemmte ich meine Füße gegen die Wand des Rohres - runzschte weiter und weiter und wurde langsamer. Meine Finger krallten sich in die Wände, suchten hastig und viel zu schnell nach Kanten zum Festhalten und brannten dabei fürchterlich, durch den ganzen Glibber, der in die Wunden kam.
Und dann trafen mich ein Paar Füße in den Bauch.
Die Luft wurde aus meiner Lunge gepresst und ich riss die Augen auf. Meine Beine lösten sich von der Wand, mein Kopf schlug an den Stein und ich wurde wieder weiter in die Tiefe gerissen.
Ich spürte einen anderen Körper, der immer wieder an meinen eigenen Schlug und dann war plötzlich das Rohr zu Ende.
Wie ein nasser Sack purzelte ich daraus hervor, schlug mit einem dumpfen Platschen auf dem schleimigen Boden auf und bekam gleich noch einen Körper auf mich drauf geschmissen.
Angestrengt schnappte ich nach Luft und der Typ über mir rappelte sich mit leichten Schwierigkeiten auf. Aber ich blieb liegen.
Ich musste das jetzt verarbeiten.
Da war einer tot.
Und ich konnte nicht zurück.
Jetzt, wo ich Zeit hatte das Ganze richtig zu verarbeiten setzte mein Herz fast aus.
Er war tot.
Wer auch immer.
Ich kannte den Jungen nicht, hatte ihn nie gesehen, zumindest nicht bewusst und jetzt lag er dort oben.
Tot.
Weil ich nicht schnell genug war. Und gerade deswegen würde sich auch nie etwas ändern. Die Jungs würden, selbst wenn sie es überleben würden, auf ewig in dieser heruntergekommenen Welt gefangen sein.
Weil ich nicht schnell genug war.
Wieso musste Realität immer so grausam sein?
Irgendwer packte meine Arme und zog mich in die Höhe - ich ließ es einfach geschehen. Ich war geistig nicht mehr anwesend, meine Gedanken waren schon lange fort.
Sollte ich mich überhaupt weiter bemühen? Wenn es doch am Ende eh nicht mehr brachte als Enttäuschung?
»Jamie?«, kam eine Stimme zu mir durch und ich blinzelte.
Newt?
Nein.
Aber ich wünschte es wäre Newt. Wo war er? Ging es ihm so weit gut? Vermutlich, er schien nicht verletzt zu sein. Nur entsetzt. Von mir.
Was ich verstehen konnte.
Ich hätte auch Panik vor mir.
Aber anders konnte ich die Leute nicht wirklich schützen.
Retten.
Newt…
Würde ich aufgeben? Sie einfach sterben lassen? Newt den Cranks überlassen, ohne es wenigstens versucht zu haben?
Nein.
Ganz sicher nicht.
»Jamie?«, wieder blinzelte ich und schenkte Becky nun endlich die Aufmerksamkeit, die sie brauchte und suchte. »Na endlich«, seufzte sie erleichtert und nahm mich in den Arm, »Was für eine Scheiße.«
Ohne Kommentar schlang ich meine Arme um sie und genoss die Tatsache, dass wenigstens wir noch am Leben waren.
Immerhin war das was.
»Wo ist Toby?«, rief dann allerdings eine Stimme und Schweigen kehrte zwischen den wild schnatternden Lichtern ein. Alle sahen sich an, keiner sprach ein Wort.
Und alle wussten was los war.
Köpfe senkten sich überall, der Boden und die Schuhe wurden betrachte und irgendjemand murmelte ein leises Gebet für den mir unbekannten Jungen.
Bedrucktes Schweigen, das war das, was daraufhin folgte.
Und ich wusste nicht, was ich dagegen tun sollte.
Wäre das taktlos, was zu sagen? Ich kannte diesen Toby nicht, aber gerade dieser eine Verlust machte seinen Tod so traurig. Allerdings war ich auch weit und breit für meine Taktlosigkeit bekannt…
»Wisst ihr was?«, nahm mir Minho die Entscheidung ab und alle Blicke richteten sich auf den Läufer, »Einer ist tot. Ja. Toby hätte nicht sterben müssen. Aber wisst ihr was? Der ganze Rest von uns, fünfzig Leute, hat das hier überlebt. Und ich bin mir sicher, Toby wäre stolz auf uns!"«
Es herrschte weiter Schweigen, doch bedrücktes Nicken war auch eine Antwort. Ich konnte sehen, wie Schultern sich straften und zuversichtliche Lächeln auf den Gesichtern der Leute auftauchte, doch ich selbst konnte mich einfach nicht entspannen.
Es war nich nicht vorbei.
Jetzt kam der scheiß Teil.
Paige.
»Kommt jetzt«, hörte ich Newt sagen und fühlte einen schmerzhaften Stich da, wo mein Herz saß, »raus hier. Sofort.«
»Wo gehen wir hin?«, fragte Alby Minhos Text und ich konnte zumindest einen Hauch an Erleichterung spüren, als ich ihn da so lebendig neben Nick und Tommy stehen sah.
Sie hatten es alle geschafft.
Es gibt ihnen gut.
»Ich hab gehört, dass da eine Tür aufgegangen ist«, erreichte Thomas Stimme meine Gedanken und als ich zu ihm sah, zeigte sein ausgestreckter Arm an mir und Becky vorbei in den Tunnel.
»Dann los«, klaute diesmal ich Minho seinen Text, drückte mich von Becky weg und lief mit ihrer Hand in meiner in den dunklen Tunnel hinein - stark versucht einfach mein Handy zu ziehen und die Taschenlampe anzuschalten.
Ich hörte die Schritte der anderen Lichter hinter mir, das leise Wispern ihrer Gespräche und das platschende Geräusch ihrer Füße im stinkenden Griewerschleim. Lichtstrahlen einiger schwachen Taschenlampen krochen hinter uns durch die undurchdringliche Dunkelheit, reichten aber nicht aus um die Welt weiter als einen Meter weiter vorraus zu erleuchten.
Sie waren zu schwach.
Fast wie ich.
Ein humorloses Grinsen schlich sich auf meine Züge und hielt sich weiter dort, bis ich mit meinen Füßen die nächste Kante erreichte, die Rutsche, von der ich gestern noch gelesen hatte.
Wer hätte gedacht, dass ich jemals hier stehe? Ich nicht, sicher nicht. Am Anfang. Doch jetzt… jetzt wünschte ich mir das kleine leuchtende Exit-Schild über der Ausgangstür, wünschte mir etwas um meine Stimmung wieder aus dem Erdkern empor kriechen lassen zu können.
Doch nichts kam.
Außer einem Stoß.
»Guck mal wie tief das runter geht«, hörte ich Becky sagen und spürte ihre Hände auf meinem Rücken, bevor ich mit einem spitzen Schrei in die Tiefe stürzte, auf der Rutsche aufschlug und in den Abgrund schlitterte. »Bitch!«, kreischte ich, während ich mich um mich selbst drehte und zucjte bei dem lauten Echo zusammen, das meinem Ausruf folgte.
Leises Lachen war von Oben zu hören und irgendwie war ich froh trotz der miesen Situation zur allgemeinen Erheuterung beitragen zu können.
Und die Situation wurde mieser, als wie erwartet der Geruch umschlug und die Kurven einsetzten.
»Könnt kommen!«, brüllte ich in einer Drehung die Röhre hinauf und hielt mir mit einer Hand die Nase zu - versuchen mich abzubremsen tat ich nicht.
Dafür erinnerte mich das hier einfach viel zu sehr an einen Freizeitpark. Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß, ich liebte Rutschen.
»Bist du unten?«, kam eine Frage zurück und ich hörte ein Bong, als würde sich noch jemand auf die Rutsche schmeißen.
»Nö«, brüllte ich wieder, »Aber das dauert noch etwas. Wir haben nicht ewig Zeit.«
Wieder das dumpfe Geräusch eines Aufpralls und ein Schrei, der in der Röhre nach hallte.
»Haltet etwas mehr Abstand, hier unten wird's langsamer!«, rief ich noch und es dauerte wirklich einwenig, bis das nächste Bong zu hören war.
Langsam schlugen mir die ganzen Kurven etwas aufs Hirn und ich merkte den Drehwurm jetzt schon deutlich - es war sicher bald vorbei. Hoffentlich.
Erneute Schreie von oben und ein ausgelassenes Jubeln später sah ich ein Licht vor mir und dann war plötzlich die Röhre zu Ende und ich hatte wieder Boden unter den Füßen.
Schwankend richtete ich mich auf, brauchte dafür länger als gewöhnlich und taumelte dann zur Wand, an der ich mich mit zusammen gekniffenen Augen festhielt.
Bis die Welt aufhörte sich zu drehen.
Ich versuchte mich auf etwas anderes zu konzentrieren, horchte auf die verschiedensten Schreie aus dem Tunnel und dann kam plötzlich das Geräusch eines Aufschlages und ein Stöhnen.
Vorsichtig öffnete ich die Augen.
Das Licht war hell, blendete und die verschiedenen Maschienen hier waren wirklich eindrucksvoll.
Aber ich ignorierte das.
Ich drehte mich um, ließ meinen Blick nur kurz zu den Schöpfern hinter ihren Scheiben gleiten um ihnen einen bösen Blick zu schenken und schwankte dann zu Becky. Stöhnen lag diese vor der Öffnung der Röhre und schien nichts mehr mitzubekommen. Nicht einmal, als ich sie unter den Achseln packte und von der Öffnubg weg schliff, damit nicht alle auf ihr landeten.
Gerade rechtzeitig.
Der erste Junge - Nile - kam mit einer Ladung Schleim herausgeschlittert und auch ihn packte ich, um ihn davon zu schleifen.
Er dankte mit einem erschöpften Stöhnen und einem Schwall Erbrochenem. Danke. Lecker.
Das nächste Licht schlitterte aus dem Tunnel heraus und wieder zog ich ihn weg, hinterließ eine Schleifspur auf dem pingelig sauberen Boden, was mich insgeheim ins Fäustchen lachen ließ.
Immer mehr Lichter kamen aus der Röhre, immer mehr schlossen sich meiner Schleif-Aktion an sobald sie wieder stehen konnten und irgendwann (als ich fast von Thomas angekotz wurde) realisierte ich dann, dass wir durch waren.
Alle Lichter waren jetzt in dieser Halle.
Wie von selbst wanderte mein Blick hinüber zu den Menschen hinter dem Glas, die zu uns rüber starrten, als wären wir ein paar Zirkustiere.
Ich spürte den Zorn in mir hoch kochen und sah, wie eine Frau - klein, hager, mit eingefallenen Wangen - ihre Brille hoch schob und etwas auf einen Block schrieb, ihren Blick abwechselnd auf mich und ihr Blatt richtend.
Und dann, als sie fertig war, starrte sie weiter. Probeweise streckte ich ihr die Zunge raus - sah wie ihre Augenbrauen sich zusammen zogen. Ich grinste amüsiert, dah wie sich ihr Gesicht für den Bruchteil einer Sekunde verzig und dann wanderte ihr Stift wieder über das Papier - hastig, schnell. Immer wieder schien sie etwas durch zu streichen und je langer sie sich dort beschäftigte, desto größer wurde das Verlangen meine Neugierde zu stillen und dirt hinüber zu gehen. Zu lesen, was sie schrieb.
Wieder sah sie auf, ich sah, wie ihre Augen aich leicht weiteten und erst da merkte ich, wie alle anderen hinter mir zurück gewichen waren, während ich selbst tatsächlich ein paar Schritte nach vorne gemacht hatte.
»Wer sind diese Leute?«, hörte ich Chuck hinter mir flüsternd fragen und legte den Kopf leicht schief den Blick weiter auf die Frau gehalten.
Irgendwas stimmte da doch nicht.
»Die Schöpfer«, antwortete Minho und ich flüsterte die Worte mit, sicher dass niemand sie hören würde.
Der Rest des Gespräches ging in meinen Gedanken unter, die gefüllt von der Frau hinter dem Glas war.
Sie gehörte da nicht hin.
Ich wusste nicht, was mir diese Gewissheit verschaffte, aber sie war da. Diese Frau gehörte hier nicht hin.
Nein.
Sie passte nicht.
Egal wie verunstaltet die anderen Wissenschaftler hinterm Glas waren, diese Frau passte einfach nicht. Ihre Haut war blasser, ihre Wangen eingefallener, die Augenringe tiefer.
Sie passte nicht.
Ein lauter Piepton erfüllte mit einem Mal den Raum, doch er erschien mir nebensächlich, nicht einmal zucken tat ich. Ich sah nur die Frau.
Die Frau, die jetzt grinste, mir anerkennend zu nickte und sich erhob. Sie lächelte mich an, nickte mir zu und verschwand dann einfach, ließ ihren Platz zurück als wäre nie jemand dort gewesen.
»Was jetzt?«, kamen Chucks Worte wie durch Watte zu mir hindurch und schienen die Trance zu brechen, in der ich mich befand. Hastig drehte ich mich um - und fand mich mit Blicken konfrontiert, die sich ausnahmslos alle auf mich richteten.
»Was?«, fragte ich eher aus Reflex und sah verwirrt zurück, »Ich weiß auch nicht, was hier los ist, glotzt nicht so blöd.«
Wie befohlen nahmen sie die Blicke von mir - sahen an mir vorbei und noch bevor ich mich drehte wusste ich, dass dort gerade die Türen aufschwangen.
Und dann stoppte der Ton.
Ich stolperte in Richtung der Lichter, zu Becky und drehte mich dort angekommen zu den Türen - sah Paige (wie ich mal vermutete) und einen Jungen in Kapuzenpulli auf uns zukommen.
Matt.
Ganz sicher.
Er lebte also wirklich noch.
Immer weiter schritten sie auf unsere Truppe zu, blieben stehen, musterten uns.
»Willkommen zurück«, sagte sie dann in einer helleren Stimme, als ich erwartet hatte und blieb für den Moment an mir hängen, »Mehr als zwei Jahre und so wenig Tote. Hervorragend.«
Im Gegensatz zum Buch kam von den Lichtern nicht mehr als wütendes Schnauben und leises Gemurmel - die paar Toten wären schon schlimm genug.
Aber ich konnte mich nur Paige anschließen, wenn auch auf eine andere Art und Weise.
Ich hatte mehr Tite erwartet, genau wie sie es uns gerade mitteielte.
Und dann zog sie Matt die Kapuze von Kopf. Wie erwartet sah er nach oben, ungläubiges Murmeln ging durch die Masse an Lichtern - doch im Gegensatz zu Gally hatte dieser Junge keien Tränen in den Augen.
Nein.
Er hatte Hass in den Augen.
»Ihr seid jetzt in Sicherheit. Bitte beruhigt euch«, erklärte Paige wie auswenig gelernt, obwohl nicht mal wirklich Unruhe herrschte.
Wieso war alles so anders und doch so gleich?
Ich hörte Minho neben mir schreien, doch ignorierte es - ich kannte die Worte ja. Und wusste, dass wir sicher nicht mit dem Präsidenten würden reden können.
Gab es überhaupt noch einen?
Vermutlich nicht.
Nur nich WCKD.
Mit Paige.
»Matt«, sprach Newt den Baumeister an und zum ersten Mal nahm dieser seinen Blick von mir, der Hass verchwand fast sofort, »Was ist hier los?«
Er schüttelte den Kopf, Paige hielt ihre Rede und ich beobachtete Matt.
Irgendwas bei ihm war anders als bei Gally beschrieben.
»Es gibt natürlich noch eine weitere Variable.«
Mein Kopf rückte zu Paige herum und ich starrte sie wütend an - ignorierte für den Moment einfach ganz stumpf das Messer, das Matt schon viel zu früh aus seiner Tasche zog.
Er schien nicht gegen die Schöpfer an zu kämpfen. Warum?
Und dann holte er aus.
Mein Körper spannte sich ohne mein Zutun an - bereit sich vor Chuck zu werfen und ihm vor dem Messer zu retten, das Thomas treffen sollte.
Aber es kam anders.
Statt auf Thomas, kam der Dolch auf mich zu.
Erschrocken erstarrte ich in der Bewegung, konnte Paige aufgebracht schreien hören, sah den triumphierenden Blick in Matts Schweingenaugeh und starrte auf den Dolch, der sich schnell um sich selbst drehend immer näher auf much zu bewegte.
Und dann - wieder völlig ohne mein Zutun - wurde alles um mich langsamer. Doch nicht von mir aus. Die Zeit schien sich meiner Kontrolle entzogen zu haben, wie früher ihr eigenes Ding durch zu ziehen und bevor ich überhaupt wahr nahm was hier gerade passierte… passierte es halt.
Meine Hand zuckte nach oben, meine Finger umschlossen den schwitzigen Griff und dann prallte ein Gewicht von der Seite gegen mich, drückte mich weg.
Die Zeit sprang zurück in ihre Ursprungsform, ich schlug auf den Boden auf und ein zweiter Körper auf mir.
Was passierte hier bitte?!
Ich spürte schweres Gewicht auf meinen Beinen, meine Knie wurden schmerzhaft in den Boden gedrückt und ein Brennen durchzog meine Handfläche - der Dolch war beim Aufschlag auf den Boden durch die Faust gerutscht, hatte die Haut aufgeschnitten.
Im Hintergrund konnte ich Schreie hören und erst als das Gewicht - Chuck, wie ich später erfuhr - von meinen Beinen verschwand und ich in die Höhe gehieft wurde sah ich, dass es Paige war, die Matt schrill ankreischte.
Schreie füllten den Raum, ich torkelte durch die Gegend wie eine Blinde und stützte mich auf irgendwen.
Die Schöpfer hinter den Fenstern waren aufgesprungen und fiefen Dinge, die keiner verstehen konnte. Die Lichter brüllten auf Matt ein und seine Demonstranten standen entsetzt am Rand, während der Baumeister selbst mich einfach nur wütend anstarrte.
Was zum Teufel war hier nur los?!
Alles um mich herum schien im Chaos zu versinken, mein Schädel pochte und meine Knie drohten einfach unter mir nachzugeben, doch ich zwang sie zum Stehen.
Ich durfte nicht aufgeben.
Der Lärmpegel stieg noch einmal an und ich sah nach oben - beobachtete, wie ein Trupp von schlampig gekleideten Leuten in den Raum gestürmt kam und Paige - bei deren Identität ich mir plötzlich nicht mehr so sicher war - erschossen.
Ebenso wie die Leute hinter den Scheiben.
Es ging so schnell, mein Hirn schien einen Aussetzer zu haben und die ganzen Dinge, die ich sah schienen einfach nicht verarbeitet werden zu können.
Was geschah hier bitte?!
Irgendwer schrie irgendwas zu mir und den Lichtern rüber und plötzlich setzte sich alles um mich herum in Bewegung, ich wurde durchgeschüttelte und erst im Nachhinein erfuhr ich, dass das nicht an mir lag, sondern an Tommy, der mich nach draußen trug.
Ich registrierte einfach nicht mehr.
Tropfen trafen irgendwann auf meine Haut, aber darauf, dass das Regen war kam ich nicht. Ich bemerkte die Tropfen nicht einmal.
Mein Kopf war aus.
Ich war wach, ich lebte - aber mein Kopf war aus. Mein Gehirn war wie weg.
Icht einmal mehr denken tat ich und wenn konnte ich mich nicht dran erinnern.
Ich starrte einfach nur irgendwo ins Nirgendwo.
Irgendwas gelbes kam in mein Sichtfeld und die Tropfen hörten auf mein Gesicht zu benetzen. Etwas weiches war unter mir und ich blinzelte ein wenig, immer noch nicht fähig aufzunehmen was gerade um mich herum vor sich ging.
Schreie erklangen von draußen und schienen mein Hirn an seine Existenz zu erinnern.
Wie in einer Schleife schienen alle Ereignisse noch einmal vor meinem inneren Auge abzulaufen und sich zu ordnen. Mein Kopf wurde immer klarer, geordneter und so langsam kam ich in der Wirklichkeit an - der Schock wich aus meinen Knochen.
»Geht's dir gut?«, fragte Beckys Stimme neben mir, aber ich reagierte gar nicht richtig, starrte nur auf den zerfledderten Sitz vor meiner Nase.
Matt hätte mich fast getötet.
Nicht Thomas.
Nicht Chuck.
Mich.
O wie gern würde ich diesem Arsch jetzt eine rein hauen.
»Irgendwann leg ich ihn um«, murmelte ich leise und nickte, sie um mir meine Worte zu bestätigen und hörte erleichtertes Aufatmen überall um mich herum. »Du bist wieder normal«, stellte Tommy fest und mein Blick wanderte zu ihm, nickte.
Allmählich kamen die Eindrücke meiner Umgebung zu mir zurück und ich bemerkte, wie niemand außer Becky, Tommy, Nile und mir noch wach war.
Abgesehen von den W.C.K.D Typen.
»Wie lange fahren wir schon?«, wollte ich leicht überrascht wissen, als ich auch sah, dass Thomas nur so halb wach war und immer wieder weg nickte.
»Fünf Stunden.«
»Woah, so lange? Hätte ich jetzt nicht gedacht«, staunte ich und sah aus dem Fenster, wo der Regen langsam stoppte und mehr Umgebung zu sehen war.
Keine Wüste.
Das war gut.
»Du warst nicht wirklich anwesend«, erklärte Nile und wollte anscheinend weiter reden, kam aber durch das Stoppen des Busses nicht dazu.
Die Erwachsenen schrien los, scheuchten die Lichter auf und bevor irgendeiner von usn was sagen konnten wurden wir auch schon aus dem Bus in ein Gebäude gejagt.
Ich schwankte immer wieder, torkelte und wurde von Tommy gestützt.
Und dann war es durch.
Es schien so unwirklich, aber ich wusste trotzdem dass es real war.
Die Pizza auf den Tischen.
Die Betten.
Jeder der Lichter stopfte sich voll und das nächste was ich wieder richtig bewusst wahr nahm war die Matratze unter meinem Rücken, als ich nach einer Dusche ins Bett fiel.
Wir hatten es tatsächlich geschafft, dem ersten Teil zu entkommen.
Wir waren aus dem Labyrinth entkommen.
Die Frage war nur, ob Die Stimme als einen genauso großen Erfolg ansah wie wir es taten.








* * * * *




Ich möchte heulen.
Ich kann echt nicht glauben, dass dieser Teil wirklich durch ist…
Das fühlt sich so unwirklich an, ich sitze jetzt so lange hier dran…
Wow.
Danke an euch alle, dass ihr das hier lest und… ich weiß gar nicht, was ich mehr sagen soll.
Der nächste Teil?
Der kommt Anfang nächsten Jahres, ihr werdet ja sicher sehen wann.
Bis dahin…
Ich wünsche euch schon jetzt mal schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Bis denne dann, Leute.
*Büffet eröffne*
LG Maria

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