Bodyguard

GeschichteDrama, Romanze / P18
Kagome Sesshoumaru
15.04.2016
11.01.2019
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~ Kagome ~

Noch immer hatte sie auf der Couch platz genommen. Die Decke ruhte auf ihren Schultern. Sie hatte ihre Knie dicht an ihren Körper herangezogen und und blickte gedankenverloren in den nun brennenden Kamin. Nur das Knistern vom Feuerholz war zu hören. Kaede hatte ebenfalls bei Ihnen, auf der gegenüberliegenden Couch von Kagome, platz genommen. Inuyasha hatte sich ebenfalls nicht bewegt und sah weiterhin in die Dunkelheit. Wie spät es wohl war? Die Schwarzhaarige traute sich gar nicht zur Standuhr zu sehen. Sie wollte eigentlich nicht wissen, wie lange sie nun schon tatenlos hier rumsaß. Seufzend ließ sie ihr Kinn auf ihren Knie sinken. Ob es ihm gut ging? Weshalb war er nicht bereits hier bei Ihnen? Und sagte ihr, dass alles gut war? Dass es ihm gut ging? Diese Sorgen brachten sie um. „Inuyasha, hast du-“, wollte sie anfangen, doch kurz darauf zuckten seine Ohren und er streckte den Rücken. Gab ihr mit einem Handzeichen zu verstehen, dass sie still sein sollte. Auch Kaede sah aufmerksam zum Fenster.

Eben hatte der Hanyou noch ernst drein geblickt, doch nun schlich sich ein Lächeln auf seine Züge. „He, alte Schreckschraube, geh mal zur Tür.“, forderte er Kaede auf. Diese grummelte, als sie sich erhob, ignorierte Inuyasha‘s loses Mundwerk jedoch gekonnt. Schlurfend machte sie sich auf den Weg zur Tür. Kagome hatte sich auch erhoben. Wollte wissen, was nun los war. Im nächsten Moment hatte die alte Frau die Tür geöffnet und Kagome erblickte das weiche Fell von ihrem Haustier. Fröhlich bellend lief er in das Wohnzimmer und Kagome lächelte. „Sessy!“, keuchte sie erfreut. Er war ihnen also gefolgt? Freudig liebkoste sie ihren Hund und küsste ihn auf seinen Kopf, während dieser aufgeregt hechelte. „Hast du unsere Spur aufgenommen? Du bist so ein braves Kerlchen.“, lobte sie ihn. Sie war sich zwar sicher, dass ihrem Hund in dem Anwesen nichts passiert wäre, aber es war doch schön zu wissen, dass er nun in Sicherheit war.

*

… „Du ungehobelter Köter.. Was bildest du dir ein?“, spuckte sie ihm fragend entgegen. Wut verzerrte ihr eigentlich nicht gerade unansehnliches Gesicht. Der Daiyoukai schmunzelte daraufhin nur mit etwas gesenktem Kopf. „Also nochmal, was willst du hier? Todessehnsucht?“, fragte er weiter, ihre Beleidigung außer Acht lassend. Sie würde es sowieso noch bereuen, je einen Fuß in das Anwesen gesetzt zu haben. Kagura machte einen verächtlichen Laut. „Sicher nicht.“, schnappte sie kurzatmig. „Ich denke, dass du selbst schon drauf kommen wirst.“, fügte sie hinzu und kniff ihre Augen eine Spur enger zusammen. Sesshoumaru brauchte nicht lange überlegen. „Naraku.“, knurrte er leise und die Brünette lächelte bitter. „Sieh an, dann hat dieser Widerling dich tatsächlich doch im den Finger wickeln können? Bitte korrigiere mich, aber ich war vor langer Zeit der Meinung, dass es ebenfalls begrüßen würdest, wenn dieses Insekt endlich zerquetscht werden würde?“, er war überrascht, das musste er zugeben. Wer hätte schon damit gerechnet, dass Kagura sich letzten Endes doch auf seine Seite schlagen würde? Vor hunderten von Jahren war es doch gerade sie, die ihm den Vorschlag machte, um Naraku zu erledigen. Was ging in dem kranken Hirn dieser Youkai nur vor?

Kagura schnaubte erneut. „Ja..“, fing sie resignierend an. „Ich erinnere mich gut an diese Zeit zurück. An Naraku, dich und deinem elenden Bruder von Hanyou.“, sprach sie weiter. „Es war eine harte Zeit für mich, glaub mir. Ich konnte an nichts anderes mehr denken, als Naraku zu töten. Aber da gab es dann doch ein Problem.“, erzählte sie weiter. „Wenn sein verkommenes Herz aufhören sollte zu schlagen, dann tat es auch meines. Und wie du dir denken kannst, lag es sicher nicht in meinem Interesse, auch mein Leben zu beenden.“, sie machte eine theatralische Handbewegung. „Also blieb ich bei ihm, all die Zeit. Nach wie vor als seine rechte Hand. Und irgendwann kam dann der Tag, den ich mir so sehr ersehnt hatte. Naraku gab mich frei, schenkte mir ein eigenständiges Leben, ohne der Angst, dass er es mir wieder nehmen konnte, da er mein Herz besaß.“, ihr Blick wurde fast weich bei dieser Erzählung, doch erreichte nichts davon ihre Augen. „Und weißt du was ich tat?“, fragte sie beinahe süßlich und blickte ihm in die Augen. „Ich blieb bei ihm. Wir bauten uns eine Gemeinschaft auf, eine Gemeinschaft, die in alle Städte, alle Länder hinreichte. So verzweigt und voller Macht, von der ich es mir niemals erträumt hätte. Es fehlte nur noch ein Stück… wir waren so kurz davor, Tokio endlich in unseren Fängen zu haben. Immerhin haben wir derweil so gut wie alles kontrolliert. Es war ein leichtes, Kenji Higurashi das Leben schwer zu machen. Und wir waren uns sicher, dass irgendwann die Gelegenheit kam, um ihn zu erledigen.“, meinte sie spitz und ihr Blick wurde immer härter. „Doch dann kamst du aus irgendeinem Loch gekrochen und hast alle unsere Pläne kaputt gemacht. Und lachtest dir auch noch seine Tochter an.“, ein böses Lächeln zierte ihre Lippen und Sesshoumaru knurrte bedrohlich auf. „Aber das ist nicht mehr wichtig, verstehst du? Noch immer hat unsere Organisation ihre Finger in allem, was wichtig ist. Es ist mir nicht mehr wichtig, an der Spitze zu sein, nein..“, sie senkte den Kopf und schüttelte ihn leicht. „Das Einzige, was ich will ist, dass du vor mir kriechst und um dein Leben bettelst!“, brüllte sie außer sich. Angespannt blickte der Daiyoukai sie an, jederzeit bereit, gegen sie anzutreten. „Du hast ihn mir genommen! Auf bestialische Art und Weise!“, fuhr sie ihn wütend an, ging bereits in Kampfstellung. „Ich habe ihn geliebt!“, Tränen bildeten sich in ihren Augen. Sicher nicht vor Schmerz, da war sich der Silberhaarige sicher. Es war die Wut, die ihre Augen feucht werden ließ. Ihr Körper bebte förmlich. „Nach unendlichen Jahren kamen wir uns näher, wurden eins und verliebten uns… und Du! Du hast das alles zunichte gemacht! Und dafür wirst du ewig büßen!“, schrie sie und rannte in unmenschlicher Geschwindigkeit auf ihn zu.

*

Nachdenklich blickte der Hanyou noch immer aus dem Fenster in die Dunkelheit. Irgendetwas stimmte da nicht. Weshalb dauerte das so lange? Selbst wenn es noch einige Mitglieder der Yakuza waren, Inuyasha war sich sicher, dass Sesshoumaru sie in der Luft zerreißen könnte und seinen Job schnell erledigte. Auch Kagome, die noch immer auf der Couch saß wurde immer unruhiger. Auch sie wusste, dass da etwas nicht in Ordnung war. Sollte er nachsehen? Vielleicht brauchte Sesshoumaru seine Hilfe, auch wenn er das niemals, nicht einmal unter Folter, zugeben würde. Der kleine Sessy lag vor der Couch und döste vor sich hin. Auch die alte Hexe schnarchte schon seit einiger Zeit und erfüllte damit den Raum. Entnervt knurrte der Halbdämon auf, wandte sich vom Fenster ab und erhob sich lautlos. Kagome blickte zu ihm auf. „Was hast du vor?“, wollte sie sofort wissen und war in Alarmbereitschaft. Inuyasha streckte sich kurz. Seine Glieder waren vom angespannten sitzen ganz steif. „Nach was sieht es denn aus?“, stellte er ihr die Gegenfrage. Auch Kagome erhob sich. „Du willst zurück?“, fragte sie ungläubig und er nickte. „Das dauert mir einfach zu lange.“, antwortete er knapp und Kagome nickte wissend. „Ich bin auch beunruhigt. Meinst du, wir sollten nachsehen?“, fragte sie sogleich. „Nein. Du wirst natürlich hier bleiben.“, meinte er ernst. Die Schwarzhaarige blickte ihn ungläubig an. „Was? Nein! Ich werde mitkommen! Vielleicht braucht er wirklich Hilfe!“, fuhr sie ihn an. „Und was willst du dann dort?“, hakte er nach. Kagome wollte etwas sagen, allerdings fiel ihr darauf nichts ein. Ja, was sollte sie schon tun? Sie war keine Youkai. Und kämpfen konnte sie auch nicht besonders. Lediglich die leichtesten Übungen im Nahkampf. Und mit einer Waffe umgehen konnte sie auch nicht. Aber sie wollte wissen, ob es ihm gut ging! War das denn zu viel verlangt? „Na also. Du bleibst hier bei Kaede und ich werde zurückgehen. Und wehe du folgst uns! Hier wissen wir dich in Sicherheit! Und wenn Sesshoumaru wirklich in Ordnung sein sollte, dann will ich sicher nicht erleben wie er reagiert, wenn du am Anwesen auftauchst!“, sprach er hitzig. Kagome schluckte den Kloß in ihrem Hals herunter, senkte den Kopf und nickte ergebend. Es brachte ja doch nichts, sich mit Inuyasha zu streiten. Und eigentlich hatte er ja Recht. „Gut, wir sehen uns.“, sagte er schnell und sprang zur Tür, die er lautlos öffnete und hinter sich wieder schloss. Kagome lief zum Fenster, um ihm nachzusehen, doch er war bereits in der Dunkelheit verschwunden.

*

Erneut flog Sesshoumaru‘s Giftpeitsche durch den dunklen Raum und Kagura wich gekonnt aus. „Was das schon alles?!“, schrie sie, zog ihren schwarzen Fächer aus dem Ärmel und schickte ihm damit einen starken Wind mit scharfen Sicheln entgegen. Auch Sesshoumaru wich ohne Probleme aus. Einige ihrer Männer schrien auf und dann wurde es still. Dieser Frau war sogar egal, dass sie ihre eigenen Männer auf dem Gewissen hatte. Erneut setzte Kagura zum Kampf an, ging dann in den Nahkampf über und versuchte ihn zu treffen, doch auch das misslang. „Du verdammter Hund!“, brüllte sie aufgebracht. „Gib es auf, Kagura! Du kannst nicht gegen mich gewinnen!“, nun war es Sesshoumaru, der das Wort erhob, während er ihren Bewegungen auswich. „Das werden wir ja sehen!“, antwortete sie schreiend und sprang wieder auf Abstand, schickte eine erneute Welle ihrer Sicheln. Sesshoumaru setzte seine Giftpeitsche ein und vereitelte damit ihren Angriff. „Hör auf, oder ich töte dich!“, knurrte Sesshoumaru, dessen Geduld bereits am seidenen Faden hing. „Ich werde ihn rächen! Und das kann ich nur, wenn du in der Hölle schmorst!“, rief sie. „Versuch es noch einmal, und du wirst neben Naraku in der Hölle schmoren!“, grollte er ihr entgegen. Dieser Kampf ging nun schon eine ganze Weile und Kagura hatte es bisher nicht einmal geschafft, ihm ein Haar zu krümmen. Glaubt sie wirklich, dass sie ihm ernsthaft gefährlich werden konnte? Das war doch Irrsinn. Und so langsam hatte er keine Lust mehr, ihren unkoordinierten Angriffen auszuweichen. Er wollte gerade zum Sprung ansetzen, um ihr endgültig das Handwerk zu legen, als er einen bekannten Geruch wahrnahm und inne hielt. Nicht doch. Was wollte er hier?

„Sesshoumaru!“, rief Inuyasha, der im nächsten Moment durch die geöffnete Flügeltür in den Salon sprang und sich umsah. Überall lagen tote Männer und mitten drin erblickte er seinen Halbbruder und ein Gesicht, das er nicht sofort zuordnen konnte. „Sieh an, eine Familienzusammenführung.“, brachte Kagura belustigt heraus und Inuyasha erkannte daraufhin, wer da vor ihm stand. Seine Augenbrauen zogen sich zusammen. „Kagura?“, fragte er überrascht. „Was willst du hier?!“, fügte er ohne Pause hinzu. „Willst du dich bei Sesshoumaru bedenken, nachdem er dir Naraku vom Hals geschafft hat?“, fragte er mit einem kecken Lächeln. Ihr Blick verfinsterte sich. „Du Bastard!“, schrie sie, fegte erneuten scharfen Wind in die Richtung der Brüder. Inuyasha konnte gerade so ausweichen. „Scheiße!“, fluchte er, als er wieder festen Boden unter den Füßen hatte und blickte zu Sesshoumaru, der es ihm gleichtat. „Bist du verrückt?“, rief er der Brünetten zu. „Inuyasha, nicht.“, knurrte der Daiyoukai nur, den Blick nicht von Kagura nehmend. „Was ist denn hier los?“, fragte er trotzdem. „Sie ist hier, um den Tod von Naraku zu rächen.“, erklärte er knapp. Auf dem Gesicht von Inuyasha bildete sich ein Fragezeichen. „Wie..? Warum?“, fragte er verwirrt, doch Sesshoumaru antwortete ihm nicht mehr. „Ihr werdet beide sterben!“, schrie die Youkai und schickte einen weiteren Angriff in ihre Richtung. Nachdem beide ausgewichen waren, ergriff Sesshoumaru das Wort. „Wo ist Kagome?“, wollte er wissen. „Keine Sorge, sie ist bei Kaede in deinem Haus, ich habe ihr gesagt, dass sie dort bleiben soll.“, antwortete Inuyasha laut, zu laut. Denn er wurde von jemandem gehört, der diese Information nicht haben sollte. Kagura kniff bösartig die Augen zusammen, ehe sie den Arm hob und eine Welle Sicheln und Nebel zu ihren Widersachern schickte.

„Inuyasha!“, rief Sesshoumaru außer sich. Denn er wusste, was nun kommen würde. „Du elender Schwachkopf!“, brüllte er, nachdem sie wieder auswichen. „Hey! Was ist denn?!“, kam es vom Hanyou. Kurz darauf hatte sich der Nebel gelichtet und die Youkai stand nicht mehr an ihrem Platz. Etwas, was er schon erwartet hatte, nachdem Inuyasha den Mund geöffnet hatte. Seine Augenbrauen zogen sich zusammen.

„Verdammt! Wo ist sie hin?“, fragte sein Halbbruder verärgert und sah sich um. „Weg.“, beantwortete Sesshoumaru ihm diese Frage. Und dann wusste Inuyasha, wo sie hin wollte und hätte sich am Liebsten selbst eine reingehauen. „Oh, scheiße.“

*

Kagome versuchte derweil mit großer Anstrengung gegen die Müdigkeit anzukämpfen, die sie seit geraumer Zeit heimsuchte. Und ihre Umgebung machte das nicht wirklich einfach. Das Licht vom Feuer aus dem Kamin brannte nur noch spärlich, sonst war alles dunkel. Sessy schlief bereits und auch Kaede war nicht mehr ansprechbar. Gänsehaut überzog sie. Sie fror aufgrund ihrer Müdigkeit, aber jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt, um sich hinzulegen. Noch immer wusste sie nicht, wie es Sesshoumaru ging. Und auch Inuyasha war jetzt nicht mehr da und um ihn sorgte sie sich ebenso. Gähnend lehnte sie sich auf der Couch zurück und schloss für einen Sekundenbruchteil ihre Augen. Doch sie öffnete sie sofort, als ein kalter Wind durch das Haus fegte und erhob sich abrupt. Die Haustür stand sperrangelweit offen. Die Decke, die bis eben noch auf ihrem Schoß ruhte, legte sie behutsam auf das Sofa. „Hallo?“, fragte sie in die Dunkelheit. Der Wind hatte das Feuer im Kamin gelöscht. Kein Licht brannte mehr im Haus und Kagome fühlte sich unsicher. „Sesshoumaru? Inuyasha?“, rief sie leise in die Dunkelheit. Sie bemerkte nicht, dass die alte Frau aus ihrem Schlaf erwacht war und die Augen einen Spalt weit öffnete. Vorbereitet auf alles, was kam. Gerade wollte Kagome einen Schritt zur Tür machen, als ein lautes, weibliches Lachen ertönte und sie hielt inne. Drehte sich in alle Richtungen. „Wer ist da?“, rief sie in die Dunkelheit und versuchte so selbstsicher wie möglich zu klingen. „Soso, du bist also die kleine Kagome Higurashi.“, sprach die Stimme und Kagome konnte nicht orten, woher die Stimme kam. „Der Augenstern vom Lord der westlichen Länder.“, fügte die Frauenstimme hinzu. „Wer bist du und was willst du hier?“, rief sie laut. Stille. Nichts war zu hören. Kagome strengte ihren Ohren an, doch da war nichts.

„Ich bin Kagura, Herrin des Windes.“, sprach sie mit fester Stimme. „Und ich bin hier, um dem Daiyoukai das zu nehmen, was er liebt.“

*

Und damit halli hallo!
Ich hoffe, ihr hattet schöne Weihnachten und seid gut ins neue Jahr gekommen? Ich auf jeden Fall. Wobei es doch immer wirklich anstrengend ist, wenn die Familie um einen herum wirbelt. Letzten Endes war ich irgendwie froh, als der ganze Trubel vorbei war. Wobei, an Weihnachten war ich auch noch dazu verdonnert worden zu arbeiten. War auch nicht besonders schön.. aber irgendjemand muss das sinkende Schiff ja wieder hochholen, bevor alle ersaufen. :‘D

Ich versuche sobald wie möglich das nächste Kapitel hochzuladen.

Und damit bis zum nächsten Mal!
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