Ookami to Noragami

von Mirisu
GeschichteAllgemein / P16
15.04.2016
02.02.2019
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Der weißhaarige Händler Lawrence und seine ehemalige Weggefährtin, die „Wolfsdämonin“ Horo, gestanden sich nach ihrer langen, gemeinsamen Reise ihre Gefühle. Dadurch entschieden sich die Beiden, dass sie im Norden sesshaft werden möchten und eventuell eine Familie gründen wollten. Gemeinsam zogen die Beiden in den Norden, wo die Beiden sich ein eigenes Haus kauften. Es dauerte auch nicht lange, bis das junge Paar ihr erstes Kind erwarteten. Dieses Kind nannten sie Shiroi. Wenige Jahre später kam ihre Tochter Shizumi zur Welt. Als dann die zweite Tochter – Misaki- zur Welt kam, verschwand auf einmal ihr ältestes Kind. Sofort begannen Lawrence und Horo die Suche nach ihrem Sohn. Allerdings war dies erfolglos. In dieser Zeit kam die dritte Tochter - Myuri - überraschend zur Welt, da Horo nicht bemerkte, dass sie kurz  nach Misaki nochmals schwanger wurde. Dies geschah, als sich das Elternpaar gegenseitig auf andere Ideen bringen wollten. Doch trotz all den Ablenkungen fanden die Beiden ihren ältesten Sohn nicht, weshalb sie sich entschlossen, ihren Kindern nichts von ihrem einzigen Bruder zu erzählen, bis sie alt genug wären.

16 Jahre später
Ein stiller Tag begleitete die goldene Zeit des Jahres, so konnte man es meinen. Denn die Wälder waren nicht von Menschen besucht, da diese bei den Vorbereitungen für das Erntedankfest waren. Einzig und allein zwei junge Wölfe durchstreiften den farbenfrohen Herbstwald.
„Shizumi! Komm schon“, schrie der braune Wolf von den Beiden.
„Wieso willst du unbedingt in die Stadt?“, fragte der weiße Wolf.
„Was wohl? Ich will unbedingt zum Fest“, jubelte die Jüngere.
„Misaki! Du bist unmöglich!“, meinte Shizumi gelangweilt. Die weiße Wölfin verstand nicht, warum ihre jüngere Schwester so gerne zu den Menschen ging. Sie selber konnte mit den Menschen nichts anfangen. Leicht genervt lief sie ihrer kleinen Schwester hinterher. Doch kurz vor der Stadt blieb Shizumi stehen und ließ Misaki allein in die Stadt gehen. Als sie außer Sichtweite war, lief die weiße Wölfin wieder zu der Höhle zurück, in dem die Beiden hausten. Misaki bemerkte etwas später, dass ihre Schwester sie nicht in die Stadt begleitete und sank ihren Kopf. Es war nicht das erste Mal, dass Shizumi ihre kleine Schwester allein ließ. Immer wieder ließ die ältere der Beiden die Jüngere allein zurück. Zudem sprach sie kaum mit ihr, genauso wenig unternahmen sie etwas gemeinsam. Während Misaki die Neugierige und zudem aufgeweckt war, war Shizumi eher die Lustlose. Die Braune verschwand in einer Gasse der Stadt und nahm ihre menschliche Form an. In dieser Form hatte sie braune Haare und rote Augen. Zudem standen ihre Wolfsohren am Kopf ab und sie behielt ihren Schweif. Sofort zog sie sich einen weiten Kimono an, unter dem sie ihren Schweif verbergen konnte und legte ihre Ohren an, die in ihrem Haar verschwanden. Barfüßig lief sie durch die Stadt und sah sich um. Ihr gefielen die aufgestellten Stände, die die Menschen aufgebaut hatten. Vor allem bei der Kleidung und Schmuck, sowie Taschen und Schuhen blieb sie am längsten stehen. Sie beobachtete ein Mädchen in ihrem Alter, die vor einem Spiegel mit einer Tasche stand und posierte. Das Mädchen war in Gelb gekleidet und wollte offenbar eine gemusterte Tasche zu ihrer Kleidung kaufen. Misaki schüttelte da nur den Kopf und lief weiter, da sie dies nicht weiter ansehen konnte. Unterwegs fand sie einen Stand, der Kimonos verkaufte und schaute sich dort welche an. Sie entschied sich für ein grünes, welches weit genug war, ihren Schweif zu verstecken. Dieses zahlte sie auch, ehe sie die Stadt verließ. Die Braunhaarige war froh, dass sich in den letzten Jahren einiges verändert hatte. Denn es wurde nun nicht mehr nur Ware gegen Ware getauscht, sondern man zahlte nun einen bestimmten Betrag, welches die Staaten vorgaben. Dennoch ließ es sich miteinander verhandeln. Dies war der Grund, warum Horo und Lawrence von Handelsleuten zu Geschäftsleuten umstiegen. Die Halbwölfin kam irgendwann an der Höhle an, in dem sie mit Shizumi hauste. Als sie bemerkte, dass ihre ältere Schwester weg war, entschied sie, zu einem See in der Nähe zu gehen.

Shizumi war zu der Zeit im Wald jagen. Sie hatte die Witterung von einem Hasen aufgenommen und ist dieser gefolgt. Gespannt wartete sie im Gebüsch darauf, dass das Waldtier aus seinem Bau kam. Als dieser erst seinen Kopf aus dem Erdloch erhob und sich umschaute, ging Shizumi in Angriffsposition. Erst als der Feldhase komplett aus der Höhle kam und einen Abstand zu seinem Bau hatte, sprang die weiße Wölfin aus ihrem Versteck und konnte es rechtzeitig am Hals packen, bevor der Hase sich wieder verstecken konnte. Die Beute von der Halbdämonin zappelte in ihrer Schnauze und versuchte sich zu befreien. Allerdings ließ Shizumi dies nicht zu und brach dem Tier mit ihren Zähnen das Genick, sodass dieser regungslos wurde. Noch an Ort und Stelle des Waldes fraß sie das leblose Tier. Für ihre kleine Schwester jagte sie allerdings kein Waldtier, da sie vermutete, dass sie bereits bei den Menschen gegessen hatte. Langsam lief sie in Richtung ihrer Höhle und kam da an dem See vorbei, wo sich ihre kleine Schwester befand. Als Shizumi sie sah, lief sie zu ihr rüber und legte sich an den Rand hin. Misaki war bereits im Wasser und hatte dabei ihre menschliche Gestalt genommen, in dieser sie unbekleidet war. Gemütlich wusch sich das Mädchen und dachte nach. Sie fragte sich, warum ihre Schwester sehr wenig mit ihr unternahm. Manchmal ignorierte Shizumi sie auch einfach eiskalt oder ließ sie meist links liegen. Wenn ihre Mutter die Geschwister gemeinsam rausschickten, dann murrte die Ältere immer herum. Shizumi war der Meinung, dass sie nicht die Babysitterin von Misaki war. Zudem wusste Shizumi zu gerne, warum die braunhaarige Wölfin so gerne unter Menschen war. Misaki bemerkte ihre Schwester am Rand und ging zu ihr hin.
„Kommst du auch ins Wasser?“, fragte die Jüngere.
„Kein Interesse“, meinte sie lustlos und legte ihren Kopf auf ihre Pfoten.
„Du bist langweilig“, jammerte Misaki und sah sie hoffnungsvoll an.
„Dennoch komme ich nicht ins Wasser“, knurrte Shizumi.
„Blöde Kuh“, meinte Misaki und spritze ihre Schwester in ihrer Halbdämonenform mit Wasser voll und sah sie mit großen Augen an.
„Ich komme nicht ins Wasser!“, bellte sie Misaki an.
„Dann halt nicht“, meinte die Braunhaarige aufgebend und ging tiefer in das Wasser, bevor sie anfing, eine Weile zu schwimmen. Dabei zog sie eine Runde nach der Anderen. Dabei merkte sie, dass ihre Schwester eingeschlafen war.
„So eine faule Kuh“, brummte Misaki und dachte nach.
Sie holte sich vom Rand Rosenwasser und schmierte sich damit ein. Dabei war sie mit dem Oberkörper bis hin zum Bauchnabel aus dem Wasser und schrubbte sich mit einem Waschlappen den Rest ihres Körpers ab. Plötzlich stand sie still und bewegte ihre Ohren in alle Richtungen, in denen sie drehen konnte und sah sich um. Unruhig bewegte sie ihren Schweif hin und her und bemerkte in einer Baumkrone ein leises Schnaufen. Die Braunhaarige zog sich ins Wasser zurück und fing laut zu knurren an.
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