Back Home

von Ukizilla
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Kuramochi Youichi Miyuki Kazuya Narumiya mei
13.04.2016
25.12.2016
24
40616
1
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Es heißt, dass jede Geschichte irgendwo ihren Anfang hat, doch wo genau ist dieser? Wo genau fängt eine Geschichte an und hörte eine Andere auf? Ich denke, dass dies immer wieder individuell zu betrachten ist oder einfach gesagt: Der Anfang ist da wo man mit einer Erzählung beginnt.

Es war Herbst und ziemlich mild in Tokyo für diese Jahreszeit, aber selbst das schlimmste Unwetter hätte die Laune einiger Schüler nicht mindern können. Die Jungs der Seido hatten grade die Meisterschaft gewonnen und waren überglücklich. Natürlich hatte es auch einige Blessuren gegeben und nun hieß es nicht nur vorbereiten auf die kommenden Spiele, die sicherlich noch härter werden würde, sondern es hieß zu aller erst ausruhen. Auch der Coach Kataoka, welcher sich nun entschieden hatte doch an der Seido zu bleiben, wusste dieses genau und da nun Weihnachten vor der Tür stand, welches hier zwar kein Feiertag war aber eine gute Gelegenheit, hatte er das Training auf Eis gelegt. Da auch die Schule geschlossen hatte wollte er, dass seine Jungs die Möglichkeit nutzen nach Hause zu fahren und Neujahr dort zu feiern.

Heute war es so weit und Youichi stand vor seiner gepackten Tasche, die auf dem Bett lag. Nur noch zumachen musste er und schüttelte den Kopf. Wie war es eigentlich dazu gekommen, dass ausgerechnet er Miyuki mit zu sich in die Heimat nahm?

Natürlich erinnerte er sich noch zu gut daran wie er nach dieser frohen Botschaft von einigen freien Tagen Zuhause angerufen hatte um mit seiner Mutter darüber zu reden. Diese hatte sich logischerweise über die guten Neuigkeiten gefreut, besonders da sie ihm eh so oft vorhielt, dass sie ihn kaum noch zu Gesicht bekam, auch wenn sie sich natürlich für ihn freute, dass er diese Chance an der Seido damals bekommen hatte. Leider ließ sich Youichi dazu verleiten dieses Mal, auch durch den Sieg immer noch zu glücklich, seiner Mutter viel zu lang zuzuhören und gleichzeitig auch viel zu viel zu erzählen. Als er nun erwähnte wie Miyuki wohl die Feiertage alleine sein würde, da sein Vater quasi immer arbeitete, schlug seine Mutter gleich vor, dass Youichi den Kapitän doch mitbringen sollte. Sofort war seine Laune umgeschlagen und er wank ab, doch nachdem seine Mutter ihn tagelang damit nicht in Ruhe ließ und Miyuki sogar eines der Gespräche mitbekam blieb ihm keine Wahl. Zu Youichis Leidwesen stimmte Miyuki zu und verstand sich leider schon bei dem Telefongespräch viel zu gut mit seiner Mutter, nachdem er dem Shortstop das Handy aus der Hand genommen hatte.

Nun grummelnd nahm er seine Tasche und ihm war doch schon ziemlich die Lust darauf vergangen wieder Heim zu fahren, doch für seine Mutter und seinen Großvater würde er auch noch diese Zeit mit Miyuki ertragen, der ihm doch immer ziemlich auf die Nerven ging. Wirklich an etwas festmachen konnte der Shortstop nicht woran es lag, doch höchstwahrscheinlich hing es mit dem Charakter des Catchers zusammen. Kurze Zeit nachdem er nun das Zimmer verlassen hatte fand er sich auch schon am Eingang zum Wohnheim wieder, wo Miyuki auch schon auf ihn wartete. Die Beiden waren quasi die Letzten gewesen und die Meisten der Spieler waren schon gestern abgereist.

„Ich sag es dir noch ein letztes Mal: Ich nehme dich nur mit, weil du meiner Mutter leidtust und es sie glücklich macht. Nicht weil ich es will und wenn du irgendwelchen Mist machst oder etwas von den Dingen, die meine Familie dir sagt hier rum erzählst, dann bring ich dich um.“, fauchte er und ballte die Hände zu Fäusten. „Du meinst also, dass ich die Bilder von klein Youichi nicht hier rumzeigen darf?“, meinte der Catcher mit seinem üblichen frechen Grinsen. Genervt rollte Youichi die Augen und ging einfach kommentarlos in Richtung der Straße. Das Taxi würde bald kommen und sie zum Bahnhof bringen. Der Shortstop hatte schon jetzt keine Lust mehr und hoffte nur, dass diese Zeit schnell umgehen würde, auch wenn er sich eigentlich sehr darauf gefreut hatte.