Raven King Countdown

von Vermis
GeschichteAllgemein / P12 Slash
Adam Parrish Blue Sargent Joseph Kavinsky Noah Czerny Richard Campbell Gansey III Ronan Lynch
12.04.2016
25.04.2016
15
27665
3
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The Raven King Countdown


Ich nehme ganz spontan und unkonventionell (und einen Tag zu spät!) an diesem wunderbaren Projekt teil: http://theshardsofmyheart.tumblr.com/post/142371245819/15-day-trk-countdown

(Ich tu das übrigens alles nur wegen Isy. Die hat gesagt, ich soll.)

Nur die Fragen zu beantworten, wäre langweilig, also werde ich wohl im Vorwort was zu der Frage sagen und dann irgendwas noch schreiben. Vielleicht ein Drabble oder einen OS, je nachdem was mir eben noch so einfällt.

Ansonsten warten wir einfach auf den 26.04., wenn wir endlich The Raven King lesen können. :3

Day 1favourite magical moment


(Ich habe sehr viel darüber nachgedacht. Meine liebsten Momente sind nur für mich magisch und auf eine andere Art und Weise, als Magie magisch ist. Aber ein magical moment muss magisch sein. Also vielleicht ist es, wie Ronan den Camaroschlüssel erträumt.)

Magie


Es war Magie. Andere Magie, als Gansey es sich immer vorgestellt hatte.

Cabeswater. Das war Magie. Latein sprechende Bäume. Dinge, die da waren und manchmal nicht. Ley-Linien voller Energie. Ronan, der Monster aus dem Nichts erschuf und Autos und Rätselboxen und Raben. Maura, Persephone und Calla, die die Zukunft sahen und so unterschiedlich und doch eins waren. Noah, der tot war und doch so lebendig, mit nichts als einer leicht eingedrückten Wange und kalter Haut. Adam, der einen Pakt mit einem Wesen geschlossen hatte, das größer und mächtiger und komplexer war, als Gansey je erfassen könnte.

Aber Blue. Blues Magie war anders.

Gansey hatte nie über diese Art von Magie nachgedacht, die da war und nur einen Unterschied machte, wenn sie fehlte oder entzogen wurde. (Und es war ein großer Unterschied, ob es Fehlen oder Enzogen-Werden war.)

Es war wie Sauerstoff – man dachte nicht groß darüber nach, dass er da war, bis man kurz vorm Ersticken war, wenn er fehlte. (Das war der Unterschied. Wenn er fehlte, war er zufällig nicht da. Wenn er entzogen wollte, wollte jemand dich umbringen. Mit Blue war es genauso.)

Blue machte Dinge lauter, sagten ihre Verwandten, aber da Gansey taub war, machte sie für ihn auch nichts lauter. Diese Art von Blues Magie konnte er nicht wahrnehmen, aber irgendwie spürte er sie doch, wenn sie ihren Joghurt löffelte oder in einem neuen furchtbaren Kleidungsstück auftauchte.

In Blues Gegenwart war Gansey viel weniger tot, dachte er manchmal. In ihrer Gegenwart vergaß er manchmal, dass er er selbst war und gleichzeitig war er viel mehr er selbst als sonst.

Sie verwirrte ihn und wühlte ihn auf und destabilisierte und stabilisierte und sie bestärkte ihn. Ihr prüfender Blick war schon so oft Ausschlag für eine Entscheidung gewesen und manchmal hatte er auch nur neue Fragen aufgeworfen, die nirgendwohin führten oder ihn dazu brachten, etwas neu zu betrachten.

Blue war ein Schlüssel zu irgendetwas. Irgendwo passte sie genau rein und änderte etwas. Irgendwie war sie genau richtig. Sie war eine Lösung für ein Rätsel, von dem Gansey nicht gewusst hatte, dass es ihm jemand gestellt hatte.

Dabei war sie selbst ein Rätsel und er verstand sie oft genug nicht.

Aber auch das war ein Teil ihrer Magie, weil etwas zu verstehen oft auch hieß, es hinter sich zu lassen und sich etwas Neuem zuzuwenden. Er wollte sich sein Leben lang Fragen über Blue stellen.

Sie gab sich so viel Mühe, unordentlich zu sein und exzentrisch und wild; frei und unabhängig und ein bisschen abgerissen und durcheinander. Manchmal fragte sich Gansey, ob sie damit verbergen wollte, dass sie im Inneren ganz und gar geordnet war und daraus ihre Kraft schöpfte.

Vielleicht war es auch das, was ihn so an ihr anzog. Er selbst war genau anders herum.

Nach außen hatte in Ganseys Leben alles einen Platz und er hatte die Dinge gern genau da, wo er sie gelassen hatte. Aber sein Kopf war so ungeordnet und seine Ängste wirbelten umher und seine Sorgen fraßen ihn auf und er wusste gar nicht immer, was er wollte.

Er brauchte Blues Ordnung und ihre Unordnung. Er wollte sie verstehen und nicht. Er liebte, dass sie eine Lösung eines Rätsels und ein Rätsel selbst war.

Und vielleicht war genau das die Magie daran. Dass Blue ihn komplett machte – und ihm zeigte, wie ganz und gar unvollständig er war.
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