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Kiss the Boss

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Andreas Schweiger OC (Own Character)
10.04.2016
14.12.2016
25
88.830
 
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
11.09.2016 5.070
 
Meine Lieben,

nach einer langen Pause melde ich mich wieder zurück mit einem neuen Kapitel. Ich weiß das ihr sehnsüchtig darauf gewartete habt. Ich bedanke mich für die vielen, lieben Review und vielen Favorite Einträge. DANKE! Das alles hat mich inspiriert und mich aus meinen tief herausgeholt. Ausserdem danke ich meiner lieben Korrekturleserin Zirpendegrille. Ohne sie wäre ich niemals so weit gekommen und ich danke meinen Fans, die mich mit zahlreichen Review und Favorite Einträge unterstützt haben.
Aber genug geredet. Weiter geht es mit dem 11 Kapitel. Habt einfach Spaß.

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Hamburg

„Andi, danke dass du mich bei diesem schweren Schritt begleitest“, sagte ich, legte meine Hand auf die Hand meines Bosses, und blickte ihn dabei dankbar an.
„Keine Ursache, ich bin auch froh, dass die Kündigung deiner Wohnung so einfach war. Soll ich dich zur Kripo begleiten?“, fragte mich mein Boss und ich je näher wir der Hamburger Hafenstadt kamen, umso nervöser wurde ich. Ich drehte mich zu meinem Boss um und sagte: „Ja, dort wartet auch die Dame vom Jugendamt auf uns.“ Ich unterdrückte die aufsteigende Übelkeit und atmete tief durch, je näher wir dem Kommissariat an der Elb Allee kamen.
„Wir schaffen das gemeinsam“, sagte Andi und lenkte den AUDI A9 auf den Besucherparkplatz des Kommissariats und stellte wenige Minuten später den Motor ab.
„Muss ich da jetzt wirklich rein?“, fragte ich meinen Boss und innerlich kannte ich die Antwort.
„Ja, und danach fahren wir zu deinem Elternhaus“, sagte mein Gegenüber und ich wusste, das ich ihm noch was sagen musste. Ich hielt ihn kurz zurück und sagte: „Ich glaub ich muss dir noch was sagen.“
„Was denn?“, fragte mich mein Boss, blickte mich mit seinen blauen Augen fragend an.
Ruhig atmen Madeleine, dachte ich mir innerlich und sagte: „Ich heiße in Wirklichkeit van Thyssen. Ich hab den Geburtsnamen meiner Mutter angenommen, da ich es alleine schaffen wollte. Ich wollte nicht immer auf die Hilfe von meinen Eltern angewiesen sein und nicht nur wegen meinem Nachnamen eingestellt werden. Ich wollte wegen meines guten Abiturzeugnis und wegen meines können eingestellt werden. Nicht weil ich van Thyssen heiße. Ich wollte die Stelle nicht nur weil ich eine van Thyssen war und meine Eltern die Besitzer der größten Hotelkette sind. Deswegen hab ich den Namen Hertlein angenommen um meinen Stiefeltern zu beweisen, dass ich es auch alleine schaffen kann. Es tut mir leid dass ich dich angelogen habe, aber hättest du mich damals auch eingestellt wen ich van Thyssen heiße?“ Ich versuchte in den Augen meines Bosses zu erkennen was er dachte und sagte weiter: „Mir tut es wirklich leid, ich kann es verstehen wenn du jetzt die ganze Aktion abbrechen willst. Ich kann es nachvollziehen.“
Sie hatte mich belogen 2 Jahre lang belogen, doch konnte ich sie verstehen, dachte sich der Münchner Koch und ich blickte ihn überrascht an, als er mein Gesicht in seine Hände legte und sagte: „Ich bin dir deswegen nicht böse und breche die Aktion nicht ab. Ich unterstütze dich weiter. Und jetzt komm. Drin warten deine Geschwister auf dich.“
Ich blickte ihn überrascht an und sagte: „Danke, die Frau die dich bekommen wird sich glücklich schätzen können.“ Ich war diese Frau niemals, denn Andi fühlte niemals so wie ich für ihn fühlte, dachte ich mir innerlich stieg aus und ich lächelte, als der Münchner Koch meine Hand nahm und sagte: „Danke, du bist auch bemerkenswert. Es ist trotzdem kalt hier.“
„Es ist Hamburg, wir sind im hohen Norden bei den Fischköpfen“, sagte ich weiter und folgte dabei Andi zum Eingang des Kommissariats und atmete tief durch und sagte: „Hallo, ich möchte zu den van Thyssen Kindern? Wir sind angemeldet, Madeleine Hertlein, oh entschuldigen sie van Thyssen mein Name.“ Ich musste mich wirklich noch dran gewöhnen von nun an meinen richtigen Namen zu benutzen und ehrlich gesagt ich war wirklich froh, dass endlich meine Lüge hinsichtlich meines Namen raus war, dachte ich innerlich weiter und blickte  zur jungen Empfangsdame.
„Hallo, ja hier mein Beileid. Gehen sie rein Kommissar Beck wird sie dann holen“, sagte die Empfangsdame, öffnete uns die Tür die zum Kommissariat führte. Ich blickte ihn den Gang und mein Herz blieb stehen als ich meine Geschwister Arm in Arm auf dem Stuhl sitzen sah.
„Tom, sei stark. Mama hätte gewollt dass du nicht weinst“, sagte die14 jährige Marlene van Thyssen und drückte ihren kleinen Bruder an sich.
„Ja, aber glaubst du Madeleine nimmt uns zu sich?“, fragte Tom, blickte seine Schwester an.
„Ja, ich glaub sie kommt gleich. Ich lasse nicht zu das man uns trennt, das hätten Mama und Papa nicht gewollt“, sagte meine kleine Schwester und ich merkte den stolz in ihrer Stimme.
Ich drehte mich zu Andi um, der noch immer meine Hand hielt und sagte leise: „Das da vorne sind meine Geschwister.“ Mit der anderen Hand zeigte ich auf das junge Geschwister Paar und lächelte leicht. Beide hatten die blonden Haare unserer Mutter geerbt. Ich unterdrückte die Tränen die in mir aufstiegen und versuchte stark zu sein. Für meine Familie und für Andi.
„Gehe zu ihnen hin, ich gehe sogar mit“, sagte der Münchner Koch und blickte dabei auf ein14 jähriges Mädchen mit langen blonden Haaren und einen 10 jährigen Jungen mit blonden Haaren.
„Marlene guck mal Madeleine ist da“, sagte Tom und der 10 jährige löste sich von seiner Schwester und automatisch beugte ich mich nach unten und er lief in meine Arm. Ich drückte meinen Bruder fest an mich, streichelte ihn beruhigend über den Rücken und sagte: „Alles wird gut.“
„Schön dass du da bist. Marlene hat gesagt du kommst gar nicht mehr und willst uns nicht haben“, sagte Tom und ich musste leicht lächeln und sagte: „Ich will euch immer haben. Wir sind eine Familie.“
„Ja, wer ist dieser Mann hier?“, fragte Tom und zeigte dabei auf Andi, der immer noch neben mir stand. Ich wollte schon ansetzten und etwas sagen da wurde ich von meinem Chef unterbrochen. Dieser sagte: „Ich bin Andi, der Lebensgefährte von eurer Schwester.“
Ich blickte hoch in die Augen meiner kleinen Schwester die langsam auf mich zugelaufen und ich zog sie in eine Umarmung und ich sagte: „Ich bin jetzt da. Ich lass euch nie mehr los. Ihr seid meine Familie.“
„Entschuldigen Sie, sind sie Frau Hertlein?“, fragte eine junge Frau und ich blickte nach oben in die Augen einer jungen Kommissarin. Automatisch nahm ich die Hand meiner Schwester und sagte: „Ja, die bin ich. Das ist mein Lebensgefährte Andreas Schweiger.“
„Freut mich, kommen Sie bitte mit rein“, sagte die junge Kommissarin und ich merkte das Zittern meines Bruders und Tom sagte: „Ich will nicht das du gehst.“ Ich beugte mich zu meinem Bruder runter und sagte: „Die Tante will mit mir nur was besprechen. Marlene bleibt bei dir. Wir sind gleich wieder da.“ Ich blickte dabei zu meiner 14 jährigen Schwester, diese sagte: „Komm Tommy wir gehen hinter in die Spielecke.“ Ich blickte ihr dankbar nach und folgte dabei meinen Boss in Richtung Büro der Kommissarin. Die junge Frau sagte: „Erstmal unser Beileid, wir können ihnen sagen das die Unfallursache klar ist. Das Auto ihres Vater, ist von der Straße abgekommen und die Böschung hinunter gestürzt und hat sich dabei 7 mal überschlagen. Zweitens sind die Kinder im Moment in der Obhut des Jugendamtes und Frau Zeittler, wird gleich kommen und Ihnen alles erklären.“
„Danke, wann können wir die Leichname haben? Ich muss die Beerdigung vorbereiten und mich um das ganze Prozedere kümmern“, sagte ich und ich war dankbar dass mein Chef in dieser schweren Stunde bei mir war.
„Die Leichname von Herrn und Frau van Thyssen wird morgen von der Obduktion freigeben“, sagte die junge Kommissarin und blickte dabei zur Tür wo gerade ein Kollege den Kopf reinsteckte und sagte: „Frau Zeittler vom Jugendamt ist jetzt da.“
Ich blickte dabei zu meinem Chef und war froh als er meine Hand drückte und ich atmete noch einmal tief durch.
„Schick Sie rein“, sagte die junge Kommissarin stand auf und begrüßte eine Frau um die 40 freundlich und sagte: „Das ist Frau Hertlein und ihr Lebensgefährte Herr Schweiger, das ist Frau Zeittler die Betreuerin der Kinder. Sie kommt vom Jugendamt.“
„Freut mich“, sagte ich freundlich reichte der etwas älteren Frau die Hand. Diese sagte: „Erstmal mein Beileid, die Geschwister waren bis jetzt bei Pflegeeltern aber da sie laut dem Testament ihrer verstorben Eltern die Vormundschaft haben, sind sie jetzt für die Kinder verantwortlich. Aber vorher einige Frage, wie ich lese sind sie Duale Studentin im Schweiger2?“, und sie blickte mich dabei an und ich sagte: „Ja, ich bin im 5 Semester jetzt.“
„Sie wissen schon dass sie die Verantwortung für ihre Geschwister nun haben? Schaffen sie es zeitlich überhaupt?“, fragte die Dame weiter und ich wollte schon ansetzten und doch wurde ich von Andi unterbrochen  und dieser sagte: „Ich unterstütze meine Freundin selbstverständlich bei der Erziehung ihrer Geschwister.“ Dankbar blickte ich meinen Chef an und wusste dass ich mich immer auf ihn verlassen konnte.
„Mhm aber sind sie nicht ziemlich viel mit den Kochprofis unterwegs und Frau Hertlein arbeitet doch neben bei. Haben sie da beide genug Zeit für eine Erziehung?“, fragte die Frau und notierte sich wieder etwas auf ihren Zettel.
„Ich glaube Herr Schweiger und ich schaffen das wirklich. Wie geht es denn nun weiter?“, fragte ich und blickte dabei kurz meinen Boss an, der noch immer meine Hand hielt und sie leicht drückte.
„Ich übertrage Ihnen vorläufig die Vormundschaft. Das Jugendamt in München wird sie  kontaktieren und sich sie Wohnsituation angucken wo das Geschwisterpaar aufwachsen wird. Mehr Fragen habe ich im Moment nicht“, sagte die Dame, stand auf und ich reichte ihr freundlich die Hand.
„Es war mir eine Ehre. Schönen Tag noch“, sagte Andi und innerlich merkte ich, wie ein Stein runter fiel und ich sagte: „Können wir dann gehen oder brauchen sie uns noch?“
„Nein, wenn wir Fragen haben kommen wir auf Sie zurück“, sagte die Kommissarin reichte uns dabei freundlich die Hand und ich trat mit meinen Boss nach draußen und ich fragte meine Geschweister: „Habt ihr alles?“
„Ja, Madeleine, ich hab Hunger“, sagte mein 10 jähriger Bruder und blickte mich dabei mit seinen braunen Augen an.
„Und ich will heim“, sagte meine Schwester und man merkte den bissigen Unterton in Ihrer Stimme.
„Was haltet ihr davon wenn wir ins Jellyfish oder ins Olsen gehen? Zwei meiner Freunde gehört der Laden“, sagte Andi und ich blickte ihn dankbar an.
„Juhuu gibt es da auch Pommes und Schnitzel?“,fragte Tom und sprang meinen Boss um den Hals. Der Münchner Koch hob meinen Bruder hoch und sagte: „Klar mit extra viel Ketchup.“
„Dann würd ich sagen auf ins Jellyfish. Marlene sind das eure Rucksäcke?“, fragte ich meine Schwester, die unschlüssig neben mir stand. Als Antwort bekam ich nur ein nicken und ich fragte: „Wohin willst du denn essen?“
„Mir egal“, sagte meine kleine Schwester als Antwort und ich wusste dass eine schwierige Zeit auf uns  zukommen würde. Mit einem Teenager Mädchen und einen Jungen der ins Teenie Alter kam, dachte ich mir und ich nahm dankbar die Hand von Andi und lächelte über das Bild das sich mir bot. Andi hatte Tom an der Hand und mein Bruder blickte ihn mit großen Augen an.
„So einsteigen, anschnallen“, sagte ich, scheuchte meine Geschwister auf die Rücksitz Bank und ließ mich etwas erschöpft auf den Beifahrer Sitz fallen.
„Seid ihr alle angeschnallt?“, fragte Andi, blickte dabei durch den Rückspielgel auf meine Geschwister und legte den Rückwärtsgang ein.
„Ja, Andi wohnen wir bei dir?“, fragte Tom meinen Boss und ich blickte dabei lächelnd nach hinten.
„Ja, jeder von euch hat ein eigenes Zimmer“, sagte der Münchner Koch und lenkte den AUDI in Richtung Innenstadt.
„Ich will aber nicht aus Hamburg weg. Ich hab hier meine Freunde und ich kenne in diesen scheiß München niemanden“, sagte Marlene etwas bissig und ich verdrehte kurz die Augen und sagte: „Mach das Beste draus. Ihr wohnt bei mir und Andi, und du wirst ganz schnell Anschluss finden.“
Es hatte sich wirklich nicht viel verändert hier in Hamburg. Die Elbe und die Nordsee waren noch immer hier und es war wunderschön, dachte ich mir und ich genoss für einen Moment den Ausblick von der Brücke auf die Elbe.  
Mein Blick wanderte nach hinten zu Marlene die sich ihre Kopfhörer aufgesetzt hatte und stur nach draußen Blickte.
Marlene war so anders als ihr Bruder, Tom war offener was war aus meiner Schwester geworden?, fragte ich mich und ich wusste das für sie eine schwere Zeit anbrechen würde.
„Madeleine aussteigen nicht in Gedanken versunken bleiben“, sagte Tom und schüttelte kurz mit den Kopf und sagte: „Ich bin ja schon da. Vorsichtig beim Aussteigen, Andi.“ Weiter kam nicht den mein Boss hielt schon automatisch die hintere Tür auf und lief mit Tom um den Wagen herum.
„Ich war hier schon mal“, sagte Marlene und ich merkte dass sich Unsicherheit in ihr Breit machte. Ich legte einen Arm um ihre Schulter und sagte: „Wann warst du denn mal hier?“
„Naja, Mum wollte das ich hier ein Praktikum mache hab ich gemacht aber irgendwie lag mir das nicht und naja“, sagte sie und ich merkte das mehr dahinter steckte als ein Praktikum.
„Kommt ihr Enten endlich mal? Ich verhungere sonst noch“, sagte Tom und ich blickte dabei auf meinen Boss, der die Haare durchwuschelte und sagte: „Immer mit der Ruhe. Du bekommst schon was zu Essen.“
„Wir kommen“, sagte ich und ich trat hinter Andi und mit Marlene das Jellyfish.
„Andi, schön dich zu sehen. Nils hat mir alles erzählt“, sagte eine schwarzhaarige, umarmte meine Boss und mich. Dieser sagte: „Was hat er den erzählt? Ich hab ihn doch gar nichts erzählt.“
„Ach Papperlapp, du bist dann bestimmt Madeleine? Freut mich, ich bin Ella“, sagte die schwarz haarige und ich wurde sofort in eine Umarmung gezogen und ich sagte: „Die berühmte Ella also, habt ihr einen Tisch für 4 Personen?“
„Ich sehe nur 3“, sagte Ella und blickte dabei auf mich, Andi und Tom. Automatisch zog ich meine kleine Schwestern hinter meinen Rücken vor und sagte: „Die 4 Person.“
„Ach jetzt, klar. Kommt mit aber Andi, ich wusste gar nicht dass du Kinder hast“, sagte Ella und führte uns zu einem 4er Tisch.
„Das sind nicht seine Kinder, das sind meine Geschwister“, sagte ich, setzte mich neben Marlene da Tom den Platz neben Andi beansprucht hatte.
„Jetzt verstehe ich, hier sind die Karten. Ich hol schnell Nils“, sagte Ella, wurde aber schon unterbrochen und der Hamburger Koch kam aus der Küche und sagte: „Ich dachte ihr kommt morgen? Und wer sind die beiden da? Sind das nicht die van Thyssen Kinder?“ Er zeigte dabei auf Marlene und Tom.
„Nils, schön dich zusehen und ja das sind meine Geschwister“, sagte ich, umarmte kurz den Hamburger Koch der für mich ein ziemlich guter Freund geworden war und ich merkte seinen sprachlosen Blick. Selbst seine schwarzhaarige Freundin musste schlucken und fragte: „die van Thyssen Kinder sind deine Geschwister aber du heißt doch Hertlein?“
„Ja, ich bin eine van Thyssen hab damals den Namen meiner Mutter angenommen sagen wir so viel ich wollte etwas alleine schaffen und nicht nur wegen meinem Nachnamen eingestellt werden“, sagte ich und ich wusste das die damalige Idee von mir blöd war.
„Meine Fresse dann spreche ich euch mein Beileid aus“, sagte Nils und ich nickte dankend.
„Fische, darf ich zu den Fischen? Wo bleibt mein Schnitzel?“, fragte Tom und ich merkte das mein Bruder langsam hungrig wurde.
„Nils, Paella für mich und Madeleine und wenn es geht einmal Schnitzel Wiener Art mit Pommes und was willst du Marlene?“, fragte Andi und blickte dabei die 14 jährige an die nur auf ihr Smartphone starrte und sagte: „Mir egal.“
„Dann lass dich überraschen“, sagte Nils und ich bemerkte den verständnisvollen Blick von dem Hamburger Koch auf uns Ruhen. Ich lehnte mich auf den Stuhl zurück und sagte: „Wann ist morgen die Verkostung und die Ausstellung?“
„Morgen Abend, aber ich würde mich freuen wenn du mitgehen würdest. Aber kann es auch verstehen wenn du dich um Private Sachen kümmern würdest“, sagte der Münchner Koch und trank ein Schluck seines Wasser.
„Ich würde gerne mit gehen“, sagte ich und ich blickte dabei lächelnd auf Tom und Marlene die sich wie aus dem Gesicht geschnitten waren. Ich bemerkte auch dass mein Bruder unruhig wurde und fragte „Alles ok?“
„Ja, ich muss nur aufs Klo. Andi, gehst du mit?“, fragte Tom und blickte dabei den Münchner Koch an. Dieser sagte: „Geht klar, Großer. Und wenn du willst können wir dann auch kurz zu den Fischen gehen.“
„Oh ja“, sagte Tom und ich merkte das Andi versuchte die Traurigkeit meines Bruders weg zu bekommen. Ich lehnte mich zurück und blickte dabei auf meine Schwester und sagte: „Ich vermisse Mama und Papa genauso wie du.“
„Mhm, bist du eigentlich mit Andi zusammen?“, fragte mich meine Schwester und ich wusste das ich einer 14 jährigen nichts erzählen konnte und sagte: „Wir mögen uns sehr und er hilft mir. Aber zusammen sind wir nicht so richtig, aber wie geht es Sam, deiner Stute?“ Ich wusste das meine Schwester das reiten liebte.
„Naja schon gut, muss ich morgen in die Schule wieder? Da gucken mich alle so an. Ich würde mich freuen wenn ihr zusammen kommen würdet“, sagte Marlene und blickte mich dabei an. Ich strich meiner Schwester liebevoll über den Kopf und sagte: „Das entscheiden wir morgen. Guck mal da vorne kommen unsere Jungs wieder.“
„So wieder da und genau Pünktlich zum Essen. Schnitzel“, sagte Tom etwas lauter und rannte sofort zum Tisch und blickte dabei Nils an, der das Schnitzel meinen Bruder servierte und sagte:“ Hier für dich das du groß und stark wirst und deine Schwester weiter ärgern kannst.“
Ich streckte den Koch frech die Zunge raus und drehte mich dabei zu Ella um, die gerade die große Pfanne mit Paella brachte und sagte: „Du hast deinen Freund auch nicht unter Kontrolle oder?“
„Nicht immer, lasst es euch schmecken“, sagte die schwarzhaarige und folgte dabei ihren Freund in Richtung Küche und sagte leise: „Die geben die perfekte Bilderbuch Familie ab. Andi schneidet sogar das Fleisch.“
„Ich weiß, haben wir heute noch Reservierungen“?, fragte Nils weiter und er wusste das der Münchner Koch alles für mich tun würde.
„Das Essen schmeckt gut, gehen wir dann in den Zoo?“, fragte Tom und ich blickte meinen aufgedrehten Bruder an und sagte: „Danach gehen wir erst mal heim. Ihr packt eure Rucksäcke aus.“
„Oh manno“, sagte der 10 jährige und steckte sich das Schnitzel Stück in den Mund.
„Da gebe ich deiner Schwester Recht, Schlumpf. Übrigens Madeleine, Franzi hat mir geschrieben und gefragt ob sie schon mal anfangen soll die Sachen aus deiner Wohnung in meine zu räumen?“, fragte mich der Münchner  Koch und blickte mich dabei mit einen verliebten Blick an und ich sagte: „Ja, das wäre super. Die Paella schmeckt super.“ Ich blickte dabei zufrieden auf meine Geschwister und mein Blick wanderte zu Marlene die nur mit Müh und Not die Paella aß.


„Nils, kannst du uns bitte die Rechnung bringen?“, fragte ich und blickte dabei auf Tom der sich an Andi gekuschelt hatte und schon langsam die Augen zu vielen.
„Da ist aber einer Müde, was Schlumpf“, sagte Andi, drückte einen kurzen Kuss auf die Stirn meines Bruders und dieser murmelte: „Ich bin nicht müde. Meine Augen sind noch offen.“
„Ist klar, Tom“, sagte Marlene und ich merkte ihren desinteressierten Blick.
„Das macht dann 50,00 Euro bitte“, sagte Nils und ich reichte ihn meinen 50 Euro Schein und sagte „Das Essen hat super gut geschmeckt. Sehen wir uns morgen Abend?“
„Auf alle Fälle, lass dich drücken“, sagte der Hamburger Koch, umarmte mich und ich drehte mich zu Tom um und sagte: „Jacke anziehen, wir gehen jetzt heim.“
„Mhm“, sagte mein 10 jähriger Bruder und ich schaffte es mit Müh und Not in seinen Anorak anzuziehen ohne das er einschlief.
„Andi, machs gut, Tom man sieht sich. Du kannst gerne immer wieder zum Fische füttern vorbei kommen“, sagte der Hamburger Koch und blickte dabei auf den schlafenden Tom, den Andi auf den Arm hatte und ich sagte: „Das hat er nicht mehr gehört. Richte den anderen schöne Grüße aus. Marlene kommst du?“ Ich blickte dabei meine Schwester an die mir folgte und sagte: „Gib mir die Autoschlüssel ich werde fahren.“ Ich blickte meinen Boss an und Andi gab mir widerspenstig die Autoschlüssel und sagte: „Fahr aber vorsichtig.“ Ich grinste ihn an und setzte mich auf den Fahrersitz und blickte dabei in den Rückspiegel zu Andi, der Tom hinsetzte und anschnallte.
„Können wir endlich fahren? Ich will  Claire anrufen“, sagte Marlene von hinten und ich blickte dabei auf den knapp 1,90 großen Mann. Dieser sagte: „Wir können starten. Jetzt sehe ich endlich wo du aufgewachsen bist.“
„Ja, du wirst Augen machen“, sagte ich und ich lenkte den AUDI in Richtung Blankenese.
„Wir fahren ja ziemlich raus aus Hamburg“, sagte Andi und mein Boss blickte mich fragend an. Ich zuckte einfach nur mit den Schulter und wir erreichten 10 Minuten später das Nobelviertel von Hamburg mit Villen und blieb vor einer schicken Jugendstil Villa stehen, ließ das Fenster runter und drückte auf die Sprechanlage.
„Ja, sie wünschen?“, hörte ich die Stimme des Familien Butlers und ich sagte: „Madeleine hier, machen sie bitte auf.“ Ich hörte nur noch ein rauschen und fuhr vorsichtig die geteerte  Einfahrt nach oben zu dem Haus meiner Eltern.
„Alter Falter, hier bist du aufgewachsen?“, fragte mich mein Boss und ich bemerkte seinen sprachlosen Blick. Ich stellte den Audi neben dem Mercedes meiner Mutter du sagte: „Weißt du jetzt warum ich den Namen meiner Mutter genommen habe?“
„Wo bist du denn aufgewachsen?“, fragte Marlene etwas schnippisch, schnappte sich ihren Rucksack und rannte die Treppe nach oben.
„Sie wird unser Problemfall werden, definitiv“, sagte ich und ich schnappte mir meine Handtasche, die 2 Koffer und blickte dabei zu Andi, der Tom auf den Arm hatte.
„Frau van Thyssen, schön sie hier zu sehen. Willkommen zu Hause, warte ich helfe Ihnen mit dem Gepäck“, sagte unsere Hausdame Dorothea und ich sagte: „Ich wäre so oder so wieder gekommen. Das ist Herr Schweiger, bitte bringen Sie seine Sachen in mein altes Schlafzimmer.“
„Selbstverständlich“, sagte die Hausdame, knickste und lief in Richtung Schlafzimmer.
„Ich glaub die Jungs werden mir niemals glauben dass ich in der van Thyssen Villa gerade bin. Hier gibt es sogar Hausdamen. Aber einen Buttler habt ihr auch noch? Kleines, kannst du mir bitte sagen wo das Zimmer von Tom ist?“, fragte mich Andi und erst jetzt bemerkte ich das er noch meinen Bruder auf dem  Arm hatte.
„Ja, wir haben auch einen Buttler, er ist der Ehemann von Dorothea und wir haben auch eine Sauna und einen Pool, draußen im Garten. Das alles haben meine Eltern in den letzten Jahren gebaut. Soviel ich weiß hat es unserer Vater von seinem Vater geerbt und dieser wieder von meinem Urgroßvater. Also ist es ein Erbstück von der Familie van Thyssen. Und wie du zum Zimmer vom Tom kommst. Du gehst die Treppe hoch und dann nach links. Das erste Zimmer, müsstest du erkennen.“
„Geht klar, komm Schlumpf ich bring dich jetzt ins Bett“, sagte Andi, drückte mir noch einen kurzen Kuss auf den Mund und ich blicke ihn nachdenklich nach.
Er machte sich wirklich gut als Vater, dachte ich mir und lief automatisch in den Salon an den ein Wintergarten angrenzte. Ich ließ mich auf die Couch fallen, zog meine hohen Schuhe aus und holte meinen Block raus und schrieb auf was ich alles erledigen musste.
Ich wusste nicht mal was für eine Beerdigung sie überhaupt wollten?, dachte ich mir stand langsam auf und lief in Richtung Haus Bibliothek, die auch das Arbeitszimmer meines Vaters war.
Lang war ich nicht mehr hier gewesen, dachte ich betrat die ehrwürdigen Hallen und zog den Duft der Bücher ein und lief automatisch auf den Schreibtisch meines Vaters zu.
Was sollte mit diesen großen Haus hier passieren? Ich konnte niemals alleine die Grundsteuer für das Grundstück bezahlen, dachte ich mir und ließ mich auf den Arbeitssessel meines Vaters fallen und flüsterte leise : „Was habt ihr mir da nur für eine Bürde auferlegt?“ Ich öffnete leise die Schublade vom massiven Holzschreibtisch und holte verschiedene Briefe vor. Alle waren an mich gerichtete. Ich öffnete den ersten Brief mit folgenden Inhalt:

Liebe Madeleine, Marlene, Tom  

Im Falle eines Todes von mir oder meiner Frau, möchte ich dass du dich um das kümmerst. Wir haben uns dazu entschieden dich als allein Erben für die van Thyssen Group einzutragen. Nach unserem Tod wirst du Geschäftsführerin der van Thyssen Group.  Weiterhin möchten deine Mutter und ich dass du und deine Geschwister gemeinsam Entscheidet was mit dem Haus passiert. Deine Mutter war so fürsorglich und hat ein Schreiben aufgesetzt das nicht verkauft werden soll sondern an das SOS Kinderdorf gehen soll. Den ich weiß das weder du, oder Marlene oder Tom jemals alleine in so einen großen Haus leben wollen. Wiederum habe ich meinen Notar des Vertrauens damit beauftragt, mein Testament aufzusetzen.
Marlene und Tom ich hoffe ihr könnt uns verzeihen das wir eure geliebte Schwester als Geschäftsführerin für die van Thyssen Group eingesetzt haben.

Dein Geliebter Vater, deine geliebte Mutter

„Shut up“, sagte ich leise und überflog den kurzen Brief. Ich war Geschäftsführerin der weltweit größten Hotelgruppe der Welt? Ich hatte noch nicht einmal einen Abschluss, dachte ich mir und ich lehnte mich zurück. Mein Blick fiel auf das Bild meiner Eltern und musste schlucken.
Was wohl in den nächsten Brief steht?, fragte ich mich und ich öffnete den nächsten Brief der an den Oberbürgermeister der Stadt Hamburg ging.

„Entschuldigen Sie, können Sie mir sagen wo Madeleine ist?“, fragte Andi Schweiger nach dem er endlich die Küche gefunden hatte und blickte dabei auf die Hausdame, die gerade die Küche sauber machte.
„Ja, sie müsste in dem Arbeitszimmer ihres Vaters sein. Das ist in der Bibliothek“, sagte die Dorothea und der Münchner Koch antworte mit einen lächeln: „Danke, aber wo finde ich die Bibliothek? Es ist so verwirrend in diesem Haus.“ Und viel zu groß, aber Madeleine war eine van Thyssen, dachte sich der Münchner Koch und blickte dabei durch das Küchen Fenster nach draußen auf den großen Garten mit dem großen Pool und die Sonnenstühle, die am Beckenrand  standen.
„Sie gehen raus, gerade Raus und dann die nächste Tür links. Sie müsste dann die Bibliothek finden, Herr Schweiger“, sagte die Hausdame und der Münchner nickte und folgte der Beschreibung von Dorothea.
Das Haus war wirklich verdammt groß, dachte sich der Münchner und trat wenige Minuten später in die Bibliothek, trat leise hinter mich und ich spürte wie eine Hand auf meine Schulter gelegt wurde und ich sagte: „Hey, schläft Tom? Hast du nach Marlene geguckt?“
„Tom ist eingeschlafen und bei Marlene war zu und es kam laute Musik aus dem Zimmer. Was machst du, Kleines?“ , fragte mich mein Boss und blickte dabei über meine Schulter auf meine Block wo ich alles wichtige aufgeschrieben hatte. Ich sagte seufzend: „Ich kümmere mich um die Beerdigung. Ich hab das Bestattung Unternehmen beauftragt, den Pfarrer angerufen, dann hab ich mich um die Abmeldung der Kinder gekümmert. Dann muss der Hausrat noch aufgelöst werden. Aber meine Eltern haben ihre Beerdigung geplant“, ich reichte dabei Andi den Beerdigungsplan meiner Eltern und seufzte leise.
„Es gibt Menschen die Planen ihre Beerdigung, aber komm ich glaub du solltest dich schlafen legen. Die Kinder brauchen deine ganze Kraft und ich brauch dich auch“, sagte mein Boss und ich wusste dase er innerlich recht hatte. Seufzend schob ich den Schreibtisch Stuhl ran, verstaute die Briefe in der Schublade, löschte das Licht und folgte dabei Andi in Richtung meines Zimmers und sagte: Weiß Franzi und die anderen schon Bescheid?“ Bevor ich es vergesse, hier ist der  Brief meiner Eltern. Ließ in dir durch und du siehst was mir meine Eltern vermacht haben.“ Ich reichte ihn den Brief und blickte ihn dabei an und versuchte  aus seinen Augen seine Reaktion zu erkennen.
„Ja, ich hab es Ihnen gesagt mit deinen Nachnamen und sie sind dir nicht böse um Gottes Willen und herzlichen Glückwunsch, du bist die zukünftige Geschäftsführerin und Inhaberin der größten Hotelkette der Welt. “, sagte Andi und gemeinsam liefen wir in Richtung meines alten Jugendzimmers. Ich öffnete wenige Minuten später  die Tür meines Jugendzimmers und musste lächeln. Es hatte sich nichts verändert. Das große Himmelbett mit den weißen Vorhängen und den vielen Kissen stand noch immer da wo es vor gut 5 Jahren gestanden hatte. Ich drehte mich zu meinen Boss um und sagte: „Ja, aber ich muss das selbst erstmal alles verdauen. Wirklich, aber warte ich guck noch schnell nach Marlene.“  
„Mach das“, sagte Andi, ich drückte noch einmal kurz seine Hand und lief nach draußen zu den Zimmer von Marlene wo laute Musik von ACDC kam. Ich klopfte an die Tür
„Wer ist da?“, fragte meine 14 jährige Schwester von drinnen und drehte die Musik etwas leiser.
„Ich bin es, darf ich rein kommen?“, fragte ich und ich wusste das es für Marlene schwer war und ich blickte wenige Minuten später in die verweinten Augen meiner Schwester. Automatisch zog ich sie in meine Arme und sagte: „Alles wird gut.“
„Nichts wird gut, ich will nicht die Schule wechseln. Können wir nicht hier bleiben?“, fragte mich meine Schwester und ich merkte wie ihre Tränen liefen und sagte: „Das geht leider nicht. Ich denke auch das es besser ist aus der Villa raus zugehen. Hier erinnert uns zu vieles an unsere Eltern.“
Ich merkte wie sich meine Schwester versteifte und mit einen bösen Unterton sagte: „Du willst das Haus unserer Eltern verkaufen?“
„Marlene, unsere Mutter hat das Haus dem SOS Kinderdorf vererbt und außerdem ich arbeite in München und ich glaube du wirst dort schnell neue Freunde finden. Außerdem darfst du dein Pferd auch mitnehmen“, sagte ich und ich wusste wie sehr meine Schwester an ihrer geliebten Stute hing.
„Wenn du meinst, ich will jetzt schlafen, gehst du bitte?“, fragte sie mich und ich nickte einfach nur. Ich wusste das meine Schwester ein Sturkopf war, ich damals genauso in dem Alter?, fragte ich mich, wünschte ihr noch eine gute Nacht und trat in mein altes Schlafzimmer und musste leicht lächeln als ich sah das Andi schon schlief. Leise schälte ich mich aus meinen Klamotten, zog meine kurze Short und mein Top an und kuschelte mich unter die Bettdecke und flüsterte: „Schläfst du schon?“
„Mhm, ja so halb. Komm her Kleines und gemeinsam schaffen wir das.“, sagte der Münchner Koch und ich kuschelte mich automatisch eng an ihn und sagte leise: "Ich hoffe du wirst recht behalten."
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