Wo die Liebe hinfällt.

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Alison DiLaurentis Emily Fields
10.04.2016
12.10.2016
10
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2
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Dieses Kapitel
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Hey Leute!

Dies ist meine zweite Fanfiktion über Emily und Alison. Es gibt erneut kein -A-Drama und diesmal sind die Kapitel nicht ganz so lang wie bei Unvergesslicher Sommer (*hust* meine andere Fanfiktion über Emison *hust*). Diese Geschichte spielt ungefähr fünf Jahre nach dem Ende der High School und ich habe auch bereits die ersten Kapitel fertig. Ich war in etwa die letzten 24 Stunden wach und habe an dieser Story gearbeitet.

Wenn die Geschichte euch gefällt, lasst es mich unbedingt wissen! <3

Schöne Grüße! ^^

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Kapitel 1

Emily hätte nie gedacht, dass sie zurück nach Rosewood ziehen würde. Sie konnte sich ehrlich gesagt kaum an die Stadt erinnern. Mit ihren dreiundzwanzig Jahren waren es immerhin fünf Jahre gewesen, seitdem sie das letzte Mal hier gewesen war. Sie hatte ihr Bestes getan, um all die Erinnerungen von dort zu blockieren.

Sie hatte nicht wirklich viele Freunde, als sie in Rosewood gelebt hat. Sie war das schüchterne Mädchen, die als Topschwimmerin für das Schwimmteam schwamm, was auch ganz richtig war. Sie war mit Abstand die Schnellste im Team, weshalb sie auch an einer teuren Schwimmschule in Philadelphia angenommen wurde. Während der fünf Jahre dort, war ihr Leben nicht bemerkbar besser geworden, aber immerhin hatte sie eine Beziehung gehabt. Sie hatte dieses Mädchen Maya getroffen, bevor sie Rosewood verlassen hatte und dann in Philadelphia hat sie ein Mädchen namens Paige getroffen.

Emily war lesbisch, aber es war schwer lesbische Mädchen zu finden, die sie wirklich mochte. Sie hat noch ein paar Andere in Philadelphia getroffen, aber keine von ihnen sprach sie wirklich an. Und nachdem sie und Paige Schluss gemacht haben, war sie sich nicht sicher, ob sie jemals jemanden finden würde, den sie für immer lieben würde.

Aber jetzt war sie zurück in Rosewood, der Ort, an dem sie aufgewachsen war. Sie hatte keine Ahnung, was sie erwarten sollte. Ihre Mum lebte noch in dem gleichen Haus, in dem sie immer gelebt hatten und ihr Dad war weit weg, quer über Ozeane, um für das Militär zu kämpfen. Glücklicherweise zog Emily in ihre eigene Wohnung. Sie hatte eine Menge während der Universität gearbeitet und dafür gespart, wenn sie aus dem Studentenwohnheim ausziehen würde. Jetzt, weil sie zurück in Rosewood war, musste sie einen guten Job finden. Sie zog das Grill in Erwägung, was vorher einer der wenigen interessanten Orte in der kleiner Stadt war.

Es war früher Montagmorgen und sie trug Boxen von ihrem Auto rauf in ihr Apartment in dem großen Apartment-Gebäude. Es war nervig, es alleine zu machen, aber sie wollte nicht wirklich, dass ihre Mum ihr half. Sie musste ihrer Mum oft genug versichern, dass sie alleine klar kommen würde, aber sie glaubte immer noch, dass sie Emily durch jede Kurve und jedes Stoppschild navigieren müsste.

Was bedeutete, dass sie hier war und alleine Kisten schleppte. Glücklicherweise gab es im Gebäude einen Fahrstuhl. Sie war bei ihrer dritten Box, als sie letztendlich auf jemanden in dem Gebäude traf. Sie hatte schon angefangen zu denken, dass viele alte Leute darin lebten, die niemals das Haus verließen, da das Gebäude die ganze Zeit keine Geräusche von sich gab.

Emily stellte die Box stöhnend ab, als der Fahrstuhl anfing nach oben zu fahren. Als er stoppte, trug sie den Karton schnell rüber zu ihrer Wohnung, ließ ihn dort und steuerte erneut den Aufzug an. Als die Türen sich öffneten, stand bereits jemand in ihm.

Sie war klein mit dunklem Haar und schien einen tollen Style zu haben. Emily sagte nichts, denn sie war schon immer ein wenig schüchtern gewesen, als sie sich im Aufzug neben sie stellte.

„Bist du neu?“, fragte das andere Mädchen.

„Ähm, ja.“, antwortete und schaute zu dem dunkelhaarigen Mädchen.

„Ich bin Aria.“, stellte Aria sich vor.

„Emily.“, antwortete Emily.

„Bist du gerade erst eingezogen?“

„Ich ziehe genaugenommen gerade noch ein. Meine letzten beiden Kartons sind in meinem Auto.“, sagte Emily mit einem Schultern zucken.

„Oh, brauchst du Hilfe?“, fragte Aria.

Emily schüttelte den Kopf, „Nein, es geht schon. Und außerdem siehst du so aus, als würdest du irgendwohin gehen und es wäre mir lieber, wenn ich deine Zeit nicht verschwenden würde.“

„Nein, das geht schon. Ich geh nur ins Grill mit ein paar Freunden. Sie werden mich nicht vermissen, wenn ich ein paar Minuten zu spät komme.“, beharrte Aria lächelnd. Emily lächelte zurück, als der Fahrstuhl stoppte und leitete das kleinere Mädchen zu ihrem Auto.

„Also, Emily, woher kommst du?“

„Ich bin aus Philadelphia hergezogen, aber ich hab hier eigentlich mal gelebt.“, gab Emily zu.

Aria schaute sie neugierig an, „Ja? Bist du auf die Rosewood High gegangen?“

Die Beiden griffen jeweils einen Karton und Emily machte den Kofferraum ihres Wagens zu und schloss ab.

„Jap, ungefähr vor fünf Jahren.“, sagte Emily.

„Wir wären dann also im selben Jahrgang gewesen. Lustig, ich erinnere mich nicht dich jemals gesehen zu haben.“, gab Aria zu, als sie zurück zum Fahrstuhl gingen.

„Ja, die Meisten erinnern sich wahrscheinlich nicht.“, murmelte Emily. „Ich bin hauptsächlich im Hintergrund geblieben. Ich war noch nie eine wirklich kontaktfreudige Person.“

Aria nickte ihr zu, „Ich wäre wahrscheinlich auch in der High School ziemlich im Hintergrund gewesen, aber meine Freundin Alison hat das nicht wirklich zugelassen.“

„Was meinst du?“

„Sie liebt Aufmerksamkeit und ich bin eine ihrer besten Freundinnen. Wir alle haben eine Menge Aufmerksamkeit in der High School bekommen, glaub ich.“, erklärte Aria. „Ich muss allerdings zugeben, dass es schon großartige Jahre waren.“

Emily nickte einfach. Sie beobachtete, wie die Zahl auf der Anzeige sich änderte bis es die Sechs erreichte, ihre Etage. Die Türen glitten nach außen und die beiden Mädchen schritten heraus. Sie gingen den Flur herunter bis zu Emilys Wohnung.

„Du kannst die Kiste einfach auf diese da stellen.“, sagte Emily Aria und nickte in Richtung einer weiteren Box.

„Alles klar.“, antwortete Aria und stellte die Kiste ab. „Deine Wohnung ist ziemlich groß für eine Person. Oder lebt hier mehr als eine Person?“

Aria schmunzelte leicht zu Emily rüber, so als würde sie versuchen, herauszufinden, ob Emily single war oder nicht. Emily lächelte sie leicht traurig an. „Nein, nur ich. Wenn irgendjemand anders auch einziehen würde, würde er mir mit den ganzen Kisten helfen, darauf kannst du wetten.“

Aria lachte und lächelte sie sympathisch an. „Naja, wenn du irgendwas brauchst, mein Apartment ist ein Stockwerk drüber, 708.“

„Danke.“, lächelte Emily. „Danke für die Hilfe und tut mir leid, dass ich dich aufgehalten hab.“

„Oh, mach dir deswegen keine Sorgen.“, beharrte Aria erneut. „Wir sehen uns bestimmt. Es war nett dich kennenzulernen, Emily.“

„Ja, dich auch.“, antwortete Emily. Aria wank ihr zu und lächelte nochmal, bevor sie sich umdrehte und sich zurück zum Fahrstuhl begab. Emily schloss ihre Wohnungstür und lächelte. Es war nett, schon jemanden aus dem Gebäude zu kennen. Aria schien wirklich freundlich zu sein.

Sie drehte sich und entdeckte all die Kisten, die sie gestapelt hatte. „Sieht so aus, als müsste ich mich dann mal an die Arbeit machen.“

***

„Alison?“, fragte Aria und schnippte mit den Fingern vor dem Gesicht der Blondine. Alison blinzelte und sah rüber zu ihr.

„Was?“, zischte sie.

„Du warst schon wieder am Tagträumen.“, antwortete Spencer und sah sie komisch an. Alison schüttelte den Kopf.

„In meinem Kopf geht eine Menge umher.“, log sie. Oder vielleicht war es auch gar keine richtige Lüge. Sie fühlte sich in letzter Zeit sehr gestresst. Ihre letzte Beziehung war nicht langsam zu Ende gegangen wie die davor, stattdessen ist sie plötzlich zusammengebrochen und gestorben. Sie hatte es nicht den Mädchen erklärt, sie würden sie vielleicht verurteilen und sie würden es definitiv nicht verstehen. Da war einfach etwas sehr Unansprechendes über Jungs für Alison in letzter Zeit.

„Naja, wir haben versucht dich zu fragen, ob du später noch mit ins Einkaufszentrum willst?“, fragte Aria. „Ich weiß ja nicht, was Hanna und Spencer angeht, aber nach dem ich letzte Woche so viel gearbeitet habe, würde ich meinen freien Tag gerne damit verbringen, einiges des Geldes, das ich mir so hart verdient habe, auszugeben.“

„Ja, geht mir genauso.“, stimmte Hanna zu. „Meine Kreditkarte weint schon das gesamte Wochenende. Ugh, Arbeiten an den Wochenenden. Nur einer der Vorteile, wenn man ein Kleidungsgeschäft managt, huh?“

„Versuch mal, Jura zu studieren und die ganze Woche zu arbeiten.“, murmelte Spencer und ließ ihren Kopf in ihre Hände fallen.

„Ja, ich kann später in die Mall mitkommen.“, antwortete Alison letztendlich. „Ich muss nur erst kurz zu meiner Wohnung. Ich hab den ganzen Morgen gearbeitet und ich brauch ganz dringend eine Dusche.“

Alison arbeitete im Grill, also war Arbeiten kein wirklicher Stress für sie. Sie nahm nur die Bestellungen von Leuten auf und brachte sie raus, wenn sie fertig waren. Es war nicht das hoch klassifizierte Leben, von dem sie einst für sich geträumt hatte, aber es war besser als in einem Müllcontainer zu leben. Und zumindest waren all ihre besten Freundinnen immer noch in der gleichen Stadt wie sie, richtig?

Sie fühlte sich so gestresst und alleine, sogar wenn ihre Freunde immer bei ihr waren. Nicht zu vergessen, dass Aria sogar im gleichen Apartment-Gebäude wie sie wohnte.  Zu ihrem Glück lebte Aria nicht komplett alleine, wie Alison es tut. Sie hat einen Freund, mit dem sie schon über ein Jahr zusammen ist, Jake. Er war ein paar Jahre älter als sie, aber Alison hatte ihn ehrlich gesagt sofort, als sie ihn das erste Mal getroffen hat, akzeptiert. Er war sehr beschützerisch, was Aria anging und das war ihr wichtig. Obwohl Alison manchmal als ein Miststück rüberkommen konnte, sie machte sich wirklich Sorgen um ihre Freunde und ihr Wohlergehen. Jede anständige Person sollte das.

„Ali? Bist du okay? Bist du sicher, dass du mit ins Einkaufszentrum willst? Du bist andauernd geistesabwesend.“, sagte Hanna verdächtig und holte Alison aus ihrem Gedankengang zurück.

„Nein, es geht mir gut. Ich denke, ich geh einfach schnell zurück nach Hause. Ich treffe euch später alle an der Mall“, versprach sie und stand von ihrem Stuhl auf. „Habt nicht zu viel Spaß ohne mich!“

„Als ob“, antwortete Spencer sarkastisch und lachte. Alison warf ihnen ihr bestes Lächeln zu, drehte sich um und verließ das Grill. Sie war sich ziemlich sicher, dass ihre besten Freundinnen ihr falsches Lächeln durchschauen konnten, aber sie hielten sie nicht auf als sie aus dem Grill lief. Vielleicht verstanden sie einfach, dass sie durch eine harte Phase durch musste. Zumindest war Alisons letztes Beziehungsende noch relativ frisch und sie konnte ihr komisches Verhalten darauf beziehen, ohne dass es dann komisch sei.

Ihr Autopilot brachte sie in ihr Auto und runter zu ihrem Wohnungsgebäude. Als sie in Richtung ihrer gewöhnlichen Parklücke fuhr, bemerkte sie, dass sie schon gefüllt war. Sie stöhnte. Dieses Apartment-Gebäude arbeitete wie ein Uhrwerk. Neben ihr und Aria kam jeder und ging jeder zu regulären Zeiten. Wenn Alison vor dem Gebäude campen würde, könnte sie genau sagen, wer zu welcher Uhrzeit reinkommen würde. Und darüber hinaus, jeder hatte seine eigene Parklücke. Sie waren einem nicht zugeschrieben oder sowas, aber es war einfach eine unausgesprochene Regel. Dieses Auto war nicht nur in ihrer Parklücke, es war auch eins, dass sie vorher noch nie hier gesehen hatte.

Ein wenig genervt, parkte sie ihren Wagen in der leeren Lücke daneben und kletterte aus ihrem Auto. Sie zog minimal in Erwägung, am Auto, das ihren Platz geklaut hatte, Vandalismus zu betreiben, aber sie entschied, dass das eher eine Idee von ihrem High School Ich gewesen wäre. Sie versuchte, aus ihrer alten teuflischen Art herauszuwachsen.

Sie trottete in das Apartment-Gebäude und ging schnurstracks zum Fahrstuhl. Einmal drinnen drückte sie den Knopf mit der Nummer sechs darauf, ihre Etage.

Der Aufzug dingte und die Türen glitten auf. Die Blondine ging hinaus und lief in jemanden hinein. Sie hörte wie etwas auf den Boden fiel und blinzelte. „Ugh.“, grummelte sie. „Kannst du nicht sehen, wohin du läufst?“

Nochmal blinzelnd bemerkte sie, dass das Mädchen sich hingehockt hatte und die Sachen aufhob, die ihr dank Alison heruntergefallen sind. „Tut mir leid.“, stotterte die Brünette und stand wieder auf, als sie die Zettel aufgehoben hatte.

Alison blinzelte als sie das Gesicht von dem Mädchen sah. Sie war wunderschön und das war nicht genug, um zu beschreiben wie großartig dieses Mädchen aussah.

„Wirklich, es tut mir so leid. Ich hab hier nur eine andere Person den ganzen Tag rumlaufen sehen, also hab ich nicht wirklich erwartet, dass jemand dort drin wäre und-“, schweifte das Mädchen ab.

Alison schüttelte ihren Kopf schnell, „Nein, es tut mir leid, das war hundert Prozent mein Fehler. Ich war irgendwie geistesabwesend, auf Autopilot. Du hast Recht, niemand ist hier oben und läuft hier um diese Uhrzeit rum. Ich hab auch dich hier nicht erwartet. Sorry.“

„Es ist schon in Ordnung.“, antwortete das Mädchen und schüttelte leicht den Kopf.

Die Beiden standen einen Moment still dort, bevor Alison sich wieder einfing und zur Seite ging. „Naja, nochmal sorry.“, sagte sie, ihre Stimme war plötzlich zittrig. Die Brünette nickte und sie gingen ihre getrennten Wege. Alison versuchte ihr Bestes, nicht zurück zu dem Mädchen zu starren, aber sie konnte einfach nicht anders. Sie entdeckte einen Blick von schokobraunen Augen zurück zu ihr, bevor die Türen sich schlossen.

Seufzend bahnte Alison sich ihren Weg zu ihrem Apartment. Drinnen stellte sie ihre Tasche ab und fing sofort an, aus ihren Klamotten raus zu schlüpfen. Einer der Vorteile alleine zu leben. Sie drehte das heiße Wasser ihrer Dusche auf und stieg rein.

Sie konnte nicht aufhören, sich diese Brünette vorzustellen. War sie neu? War das ihr Auto in der Parklücke, in Alisons Platz? War ihr Apartment auf dieser Etage? Hat sie das Apartment gekauft, das gleich gegenüber von Alisons lag? Wie lautete ihr Name? Würde Alison sie irgendwann wieder sehen?

Stopp. Stopp. Stopp. Sie ist nur ein zufälliges Mädchen, in das du beim Aufzug reingelaufen bist. Nach allem, was du weißt, könnte sie auch eine von diesen nervigen Kundenbetreuern oder sowas sein, die versuchen einem irgendwelche Scheiße zu verkaufen.

Alison seufzte. Da war einfach etwas wegen diesem schönen Mädchen. Leute erlangten eher selten Alisons Aufmerksamkeit, aber dieses Mädchen hatte sie. Wieso? Alison wüsste gerne, sie wüsste es.

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Ich freue mich immer wieder über Reviews und vielleicht sind sie ja sogar eine Inspiration, ein neues Kapitel schneller hochzuladen! ;)
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