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Ritter der Nacht

von Ashakida
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bronx Brooklyn David Xanatos Goliath Hudson OC (Own Character)
09.04.2016
24.07.2016
6
9.050
1
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
24.07.2016 2.549
 
Moin moin
Habe wieder ein neues Kapitel für euch... vielen Dank auch noch für die lieben reviews  :)
Ich freue mich immer sehr darüber, wenn ich eure Kommis und Meinungen zu der FF lese und ich bin immer sehr stolz, wenn ich lese, dass es euch gefällt♡ das motiviert echt zum Weiterschreiben♥
Ok. . .
... es geht weiter,  aber nicht mehr aus der Perspektive von Lilly,  sondern wieder von Akira.
Ich weiß es noch nicht genau, aber ich denke ich werde das jetzt in Zukunft ein wenig so machen,  dass die Perspektiven zwischendurch auch einmal im Kapitel wechseln,  mal gucken wie es mir gerade so in den Sinn kommt.
Aber na gut genug gelabert von mir
Viel Spaß beim Lesen☆



Vor uns tauchte die Burgruine im Dunkeln auf. Lilly genoss unseren gemeinsamen Flug und schaute sich immer wieder um, um auch ja nichts zu verpassen. Ich muss ein bisschen schmunzeln, sie hatte wirklich eine verblüffende Ähnlichkeit mit Aria und das nicht nur äußerlich, sondern auch ein bisschen vom Wesen.
Es fiel mir schon bei unserer ersten Begegnung auf, dass Lilly meiner ehemaligen besten Freundin sehr ähnlich sah. Würde man die beiden nebeneinander stellen,  könnte man glatt meinen,  sie wären Schwestern oder sogar Zwillinge. Ich musste lächelnd Kopf schütteln, das war doch bestimmt nur ein Zufall,  oder etwa doch nicht?

"Akira? Wo warst du eigentlich heute?  Ich habe dich überall gesucht, aber nicht gefunden." ertönte plötzlich die Stimme von Lilly hinter mir. Ich schaute über meine Schulter und blickte in ihr neugierig dreinblickendes Gesicht. "Ich war die ganze Zeit über in der Burg."  "Mh..." machte Lilly nachdenklich:" ... aber ich war in der Burg und du warst nicht da." Nun klang sie schon ein wenig vorwurfsvoll:" Hast du dich etwa vor mir versteckt?" Ein wenig perplex schaute ich wieder über meine Schulter, die kommt sie denn auf so eine Idee? "Nein, wieso sollte ich mich vor dir verstecken? Wie kommst du denn darauf? Ich habe geschlafen." "Den ganzen Tag?" fragt die Lilly nun ehrlich verblüfft. Ich nickte und steuerte in Richtung Wachtturm. "Natürlich den ganzen Tag." sagte ich und setzte zur Landung an. "Wie geht es eigentlich deinem Fuß?" "Ganz gut."meinte Lilly. "Er tut gar nicht mehr weh." Wir landeten sanft auf dem Wachturm. Vorsichtig ließ ich Lilly von meinem Rücken gleiten und faltete meine Flügel. "Hey, alles in Ordnung?" frage ich sie mit gerunzelter Stirn und schiefgelegtem Kopf,  als ich sah, wie sie sich suchend umschaute.  Was war nur mit einem Mal mit Lilly los? Sie sah plötzlich ziemlich verstört aus. "Du? Akira?  Spukt es hier auf der Burg?" verwirrt schaue ich sie an, ich weiß ja,  dass manche Menschen äußerst phantasievoll sind, aber wie zum Henker kommt sie darauf,  dass es auf der Burg spukt. "Nein..." sagte ich vorsichtig mit belegter Stimme "... wie kommst du darauf?  Du verwirrst mich gerade wirklich." Wieder schaute sich Lilly suchend um und sagte dann mit leiser Stimme, so dass ich sie kaum verstehen konnte:"... aber ... hier war doch ... " sie brach ab und lief zum Rand des Turmes und schaute hinunter. " Was suchst du denn?" wollte ich nun neugierig wissen. Lilly drehte sich zu mir um und schaute mich ernst an:" Als ich heute Mittag hier war,  bin ich durch die ganze Burg gelaufen und habe nach dir gesucht. Ich war sogar hier oben, aber ich konnte Dich nicht finden und genau dort wo du jetzt stehst,  stand eine Statue, die so aussah wie du und nun steht sie hier nicht mehr, also sag du mir nicht, dass es hier nicht spukt. Hier spukt es hundertprozentig!" Während ich Lilly zuhörte wechselte mein Gesichtsausdruck von neugierig-verwirrt zu amüsiert und belustigt. Als Lilly mit ihrer Aussage geendet hatte, sah ich sie einfach nur an und merkte wie ein breites Grinsen sich auf mein Gesicht schlich, krampfhaft versuchte ich mein Lachen zurück zu halten, doch schließlich brach es aus mir heraus.  Lilly schaute mich verwirrt an. "Warum lachst du? " fragte sie schließlich und ich wischte die Lachtränen, welche sich meine Augen gebildet hatten mit dem Handrücken weg. "Du bist echt goldig, weißt du das?" Lillys Gesichtsausdruck war Antwort genug, sie verstand kein Wort und in ihrem Gesicht schien nur Fragezeichen zu stehen.
Um sie nicht noch mehr in Verlegenheit zu bringen, versuchte ich mich wieder zu beruhigen und als ich schließlich Erfolg damit hatte,  schaute ich sie nur belustigt an und sagte:" Diese Steinfigur steht direkt vor dir." Lilly schaute mich noch immer verwirrt an, doch dann schien der Groschen gefallen zu sein.

" Warte mal... du willst mir doch nicht etwas weismachen dass ... d... das... was... du... aber- wie ... aber..." stammelte sie hilflos.  Ich nickte mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. "Ja diese Steinfigur war ich... das ist aber normal bei Gargoyles." Langsam lief ich auf die Treppe zu, welche hinunter in die Burg führte. "Komm mit. Ich werde dir alles erklären." sagte ich mit einem Lächeln und Lilly folgte mir.  Wie schon am Abend zuvor gingen wir in das ehemalige Musikzimmer und ich entfachte ein Feuer im Kamin. Erwartungsvoll setzte sich Lilly dicht an den Kamin auf dem Boden und klopfte mit der Hand neben sich. Ich ließ mich neben ihr nieder und schaute sie forschend an:" Gut, was willst Du wissen?" fragte ich. "Alles!" Kam es wie aus der Pistole geschossen zurück. Ich musste über soviel Neugierde schmunzeln, das erinnerte mich wirklich sehr an Aria, sie war auch unheimlich neugierig gewesen oder an meine Geschwister... wieder einmal spürte ich wie die Trauer in mir hochkam, mein Herz fühlte sich mit einem Mal so unheimlich schwer an, mein Hals war wie zugeschnürt, meine Augen begannen verräterisch zu glänzen, wie eine gigantische Welle brach die Trauer, die Wut, die Angst und Verzweiflung über mich herein,  ein Gefühlschaos welches ich schon länger mit mir herum trage. Lilly musste bemerkt haben, dass sich etwas veränderte, sie schaute mich besorgt an. "Alles in Ordnung? Akira? Was ist denn los?" fragte sie besorgt. "Nix, alles klar." sagte ich und merkte dass meine Stimme leicht brüchig klang, hoffentlich hatte Lilly das nicht bemerkt, ich räusperte mich und versuchte den Gedanken an jene Nacht wegzuwischen, doch das erwies sich als schwer. Ich atmete einmal tief durch und zwang mich zu einem Lächeln, ich schaute kurz zu Lilly hinüber, welche mich skeptisch anschaute. "Dafür dass alles klar ist, siehst du mir aber nicht danach aus." sagte sie misstrauisch:" Was ist los?" Heftig schüttelte ich den Kopf, ich wollte es Lilly nicht erzählen, noch nicht, irgendwann mal vielleicht. "Nichts, es ist alles in Ordnung,  ich habe nur kurz über etwas nachgedacht." Lilly sah noch immer nicht überzeugt aus, aber wir wechselten das Thema.
"Wie meintest du das mit der Steinfigur?" fragte Lilly nun und erleichtert stieg ich in das Thema ein. "Hat das was mit dem Fluch zu tun, von dem du erzählt hattest?" ich schüttelte den Kopf:" Nein, ich hatte dir doch gesagt dass es bei der Gargoyles ganz normal ist. Weißt Du, bei uns ist das nämlich so, dass wir, sobald die Sonne aufgeht, zu Stein werden, den ganzen Tag solche Steinfiguren sind,  das heißt, dass wir schlafen und abends wenn die Sonne untergegangen ist, bricht diese Steinhülle auf und wir sind wach." Lilly hatte fasziniert zugehört und überlegte nun:" Was passiert, wenn euch etwas während eure Schlafes passiert?"  Automatisch musst ich an die beiden Gargoyles denken, welche damals auf unsere Burg gekommen waren, sie waren die beiden letzten aus ihrem Clan gewesen, welche entkommen konnten. " Weißt du Lilly ... wenn ein Gargoyle sich im steinernen Schlaf befindet, ist er vollkommen hilflos und der Außenwelt schutzlos ausgeliefert." Ich schaute sie ernst an und Lilly musste schlucken:" Was ist, wenn..." sie sprach nicht weiter, aber ich wusste genau, was sie meinte und beendete Ihren Satz:" ... wenn man einen steinernen Gargoyle zerschlägt? " Lilly nickte zögerlich. "Nun ... " sagte ich:" ... dann wird der Gargoyle nie wieder erwachen. Das wäre dann sein Tod." Lilly sah mich mit großen Augen an und hauchte leise:" Das ist ja grauenvoll." Ich nickte und zog ein grimmiges Gesicht:" Damals kamen zwei Fremde Gargoyles aus einem anderen Clan zu uns auf die Burg, sie waren die letzten Überlebenden,  sie erzählten uns was passiert war... " ich machte eine kleine Pause, um mich zu sammeln und starrte gedankenverloren ins Feuer.
" Sie erzählten uns, dass ein Wikingerstamm ihr Dorf überfallen hatten, sie haben auch die Burg angegriffen und jedem Gargoyle, den sie finden konnten zerschlagen. Es war Tag und die Gargoyles konnten sich nicht wehren. Die die sie nicht erwischen konnten, erwischten sie dann, als sie aus ihren steinernen Hüllen erwarten und das Massaker entdeckten. Die Wikinger töteten sie dann, als sie versuchten nach Überlebenden zu suchen und ihre Burg weiter zu schützen wollten. " Ich zuckte zusammen, als plötzlich eine kühle schmale Hand auf meine Arm lag, als ich aufschaute sah ich direkt in Lillys Gesicht, welches mich besorgt und mitleidig anschaute. "Das ist alles so grausam und schrecklich, ist deine Familie auch?" Ich schüttelte mit dem Kopf "Nein." Promt tauchten wieder diese Bilder voller Tot, Angst, Wut und Verzweiflung vor meinen inneren Augen auf, doch dieses Mal wischte ich sie ärgerlich weg. Da erinnerte ich mich mit einem Mal daran, dass mir Lilly etwas erzählen wollte. Ich schaute sie neugierig an. " Du wolltest mir doch etwas erzählen, oder nicht?" meinte ich beiläufig, Lilly runzelte die Stirn und dann hellte ihr Gesicht auf:" Ach so,  ja hätte ich beinahe vergessen. Ich habe im Internet diese Burgruine gegoogelt und das alte Dorf, aber ich habe nichts darüber finden können, also habe ich-" " Was hast du? Warte mal..."fiel  ich ihr ins Wort. "Na, ich habe im Internet nachgeguckt, ob ich Informationen, über die Burg,  finde, über Google." Mein Gesichtsausdruck musste wohl Bände gesprochen haben, denn nun schlug sie sich mit der flachen Hand vor die Stirn und murmelte vor sich hin:" Oh,  tut mir leid, stimmt ja, du kennst das Internet ja noch gar nicht. Also. . . Oh man,  wie erkläre ich das jetzt? Das Internet ist so etwas wie eine riesige Bibliothek, wo alles drin steht ... verstehst du?" Langsam nickte ich:" Warum sagst du nicht gleich, dass du eine Bibliothek meinst?" Lilly raufte sich die Haare:" Na,  weil es eigentlich keine Bibliothek ist." " Das verstehe ich nicht,  du hast doch gerade von einer Bibliothek geredet... und jetzt ist es wiederum keine?"
Lilly überlegte kurz:" Das Internet ist so etwas wie... es ein Netzwerk, worin man sehr viele Informationen abspeichern, sammeln und raussuchen kann. Das kann man über einen Computer machen."  " Ich verstehe immer noch kein Wort." Murmelte ich leise ratlos. "Weißt du was?  Das muss ich dir einfach zeigen, aber das geht nicht jetzt,  das können wir ein anderes Mal machen... also ich habe nach Informationen von dieser Burg gesucht, aber nichts finden können, es schien als würde sie niemals existiert haben, also bin ich in einen Buchladen gegangen, wo sie ziemlich viele alte Bücher haben und Eva Blume, ihr gehört der Laden, zusammen mit ihrem Mann, hat mich in einem hinteren Raum  im Laden geführt. An der Wand hing ein riesiges Bild von der Burgruine,  nur auf dem Bild war sie keine Ruine, sondern noch voll intakt. Als ich sie gefragt hatte,  wo sie das Bild her hatte,  meinte sie nur,  dass es nicht wichtig wäre,  aber ich habe das Gefühl,  dass sie mehr weiß,  als sie zugeben möchte. Sie wollte von mir wissen, woher ich von der Burg weiß- keine Sorge ich habe ihr nicht die Wahrheit gesagt, ich habe behauptet, dass ich sie durch Zufall gefunden habe, als ich mich verlaufen habe. Eva hat mir auch ein uraltes Buch gezeigt. Es war in einer echt schönen Schrift geschrieben, allerdings konnte ich es nicht lesen ... und Bilder waren darin,  ich habe noch nie so schöne Bilder gesehen. Das gesamte Buch war mit der Hand geschrieben und auch die Bilder waren selbst gemalt."

Das erinnerte mich an etwas... "Beschreib mir das Buch." Lilly überlegte kurz und antwortete:"Es war etwas dicker und der Einband hatte einem rotbraunen Farbton und war mit wunderschönen Ornamenten und Lederriemen verziert. Auf dem Buchdeckel waren einige leuchtende Steine eingefasst. Es war wunderschön."
Lilly schaute mich kritisch an:" Du sag mal, Wie sah Aria damals eigentlich aus?" Ich musste nicht lange überlegen, sondern einfach nur Lily vor mir anschauen und schon hatte ich das Bild meiner besten Freundin wieder vor Augen. "Sie hatte sehr starke Ähnlichkeiten mit dir, sie hatte auch langes schwarzes Haar, blasse Haut, sogar dieselbe Figur wie du...  sogar die Größe stimmt." Ich musterte Lilly sehr genau, während ich ihr die Gemeinsamkeiten aufzählte und ich bemerkte, dass sie sich nicht besonders darüber wunderte,  sie hat es also ungeahnt, woher? Innerlich schlug ich mir mit der Hand vor die Stirn natürlich das Buch! War es tatsächlich dieses Buch? "Gab es auch einen Unterschied?" fragte Lilly und riss mich somit aus meinen Gedanken. Auch bei dieser Antwort musste ich nicht lange überlegen:" Die Augenfarbe... Arias Augen waren braun und deine sind blau-grün-grau gemischt. Wieso fragst du?" " In dem Buch... " sagte Lilly:" ... waren Bilder. Bilder von dir und von einem Mädchen, welches mir verdammt ähnlich sieht."

Habe ich es doch gewusst.
Es war das Buch eindeutig, aber wie konnte das sein? Es ist doch in den Flammen zerstört worden, es war verloren gewesen? Wie kann es sein, dass das Buch noch existiert? Ich kann es gar nicht glauben.
Ich brauche einen letzten Beweis, nur dann kann ich ganz sicher sein ...

" Lilly, ich muss dir etwas zeigen!" schnell sprang ich auf die Füße und hielt ihr meine Hand hin. Schnell zog ich sie auf die Füße, nachdem sie meine Hand ergriffen hatte.  " Was ist denn los?" Ich antwortete nicht,  sondern zog sie hinter mir her die Treppe hinunter, wir liefen durch einige leere Gänge bis wir schließlich im Burghof standen. Ich steuerte auf einen hohen Turm zu und drückte die morsche Tür auf, sie quietschte laut und mit einer schlafwandlerischen Sicherheit lief ich die dunkle Treppe hinauf. Lilly beeilte sich hinter mir her zu kommen und hielt meine Hand fest umklammert. Ich schätze mal, dass sie nicht besonders begeistert war, im Stockdunkeln irgendeine uralte Treppe nach oben zu steigen.
" Akira möchtest du mir nicht sagen, was du nun vor hast?  ich- Autsch!"  schon wieder war sie gestolpert, also bemühte ich mich meine schritte ihren anzupassen. "Ich muss dir etwas zeigen, etwas sehr Wichtiges ..."

...



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Jepp , ich bin fies und fabriziere wieder einmal einem Cliffhanger :)
Na hat schon irgendwer eine Idee,  was es wohl sein könnte? Schreib mir eure Ideen mal in das Review... mal gucken, wer von euch es herausfindet ;)
ich hoffe es hat euch gefallen.
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