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Ritter der Nacht

von Ashakida
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bronx Brooklyn David Xanatos Goliath Hudson OC (Own Character)
09.04.2016
24.07.2016
6
9.050
1
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19.06.2016 1.444
 
Ich flog durch die dunkle Nacht und glitt über die dunklen Baumwipfel hinweg. die Luft war recht kühl, aber ich fror nicht, im Gegenteil, ich fühlte mich pudelwohl. Während meines entspannten Fluges träumte ich ein wenig vor mich hin. Plötzlich jedoch hörte ich ein Geräusch. Was war das? Ich sank ein wenig tiefer und hörte es erneut, ganz schwach. " "Hilfe! Hilfe! Kann mich irgendjemand hören? Bitte, helft mir doch!" neugierig geworden sank ich noch ein wenig tiefer, konnte aber nichts entdecken.

Ich flog einen großen Kreis da hörte ich es wieder:" Hallo?" rief die Stimme nun verzweifelter. Ich landete, faltete meine Flügel zusammen und ging nun zu Fuß weiter. Ich kam der Stimme immer näher, mittlerweile konnte ich auch schon ein Schluchzen vernehmen. Es war sehr dunkel und ich war froh, dass ich im Dunkeln sehr gut sehen konnte.

Direkt vor mir schien eine Grube zu sein, ich bewegte mich vorsichtig auf diese zu und linste kurz über den Rand. Da saß ein junges Mädchen und weinte "Hallo?" fragte ich vorsichtig, das Mädchen zuckte erschrocken zusammen und schaute nach oben. "Ist da wer? " fragte sie hoffnungsvoll. "ähm... ja!" antwortete ich," warte ich komme runter zu dir!" "Warte!" rief das Mädchen: " Hast du ein Seil, die Grube ist ziemlich tief!" "Nein, ich habe keinen Seil und brauche auch keins!"rief ich zurück "ich komme jetzt runter!" mit einem Satz sprang ich in die dunkle, tiefe Grube und landete mit einem dumpfen Geräusch direkt vor dem Mädchen.

Sie schaute mich irgendwie komisch an, dann fiel ihr Blick auf meine Flügel, welche ich beim Sprung entfaltet hatte. Sie schaute mir wieder ins Gesicht und schrie dann erschrocken auf. Sie taumelte zurück und stürzte, ein knacken ertönte, sie heulte auf. " Was machst du denn?" fragt ich sie erschrocken. Sie schaute mich noch immer ganz schockiert an. "Wa-...wa-...was b-b-bist du?" Fragte sie mit zittriger Stimme, ihre Augen hatte sie weit aufgerissen. Ich lege erstaunt den Kopf schief und schaute sie neugierig an. Was meinte sie? Hatte sie etwa noch nie einen Gargoyle gesehen? Okay, ich gebe zu, es gibt nicht mehr besonders viele von uns, aber wir sind doch überall bekannt, vielen Raubrittern haben wir schon das Fürchten gelehrt.

Ich machte vorsichtig einen Schritt auf sie zu, aber sie kroch ein Stück zurück und wimmerte leise auf. " Was ist denn los?" fragte ich sie, aber sie schüttelte nur die ganze Zeit mit dem Kopf und sagte immer wieder:" Das ist alles nur ein Traum, alles nur ein böser Traum, ich halluziniere!" Kopfschüttelnd sagte ich leise:" Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Soll ich dir nun helfen oder möchtest Du lieber hier unten bleiben?" Das Mädchen schaute mich mit erschrockenen Blick an. Dann schaute sie nach oben zum Rand der Grube und schaute mir wieder ins Gesicht und hauchte leise:" Wirst du mir denn auch nichts tun?" "Wieso sollte ich dir etwas tun wollen?" fragte ich sie ganz perplex, sie schaute mich verlegen an. "Na ja..." sagte sie:" ... ich weiß nicht. Was bist du? " sie wusste wirklich nicht was ein Gargoyle war. Ich lachte leise. "Oh, habe ich dir wirklich Angst gemacht? Das tut mir leid." ich kicherte leise:" Ich gehe doch recht in der Annahme, dass du noch nie etwas von Gargoyles gehört hast, oder?" Sie schaute mich nur verwirrt an. "Was sind Gargoyles?" fragte sie. " Ich bin einer." sagte ich und lächelte sie freundlich an, wieder machte sie ein erschrockenes Gesicht. "Was ist denn jetzt schon wieder? Ich tue dir doch nichts." frage ich sie noch immer lächelnd. Sie schaute mich verunsichert an. "Wirklich nicht?" fragte sie noch einmal nach, ich musste grinsen:" Wenn ich dir etwas hätte tun wollen, dann hätte ich das doch wohl schon längst getan oder etwa nicht?" Sie nickte zögerlich. " Vermutlich. " flüsterte sie.

"Was ist nun mit Dir?" fragte ich:" Willst du jetzt hier raus oder möchtest du hier unten bleiben?" Das Mädchen schaute mich erst zögernd an, aber dann sagte sie hastig:" ich möchte hier raus." "Gut" sagte ich mit einem Lächeln"...dann komm." Das Mädchen wollte gerade aufstehen, oder es jedenfalls versuchen, als sie sich mit einem Aufschrei zurückfallen ließ und mit schmerzverzerrtem Gesicht ihren Fuß umklammert hielt. "Au! " jammerte sie leise. "Alles okay?" fragte ich sie besorgt. Sie schaute mir in die Augen und ich konnte sehen, dass ihre blau-grünen Augen mit Tränen gefüllt waren. "Mein Fuß tut so weh." wimmerte sie leise, "Lass mich mal sehen." sagte ich besorgt zu ihr, zuerst wich sie kurz zurück, aber dann ließ sie mich ihren Fuß begutachten. "Es ist zum Glück nur eine leichte Prellung, tut zwar höllisch weh, aber wird dich nicht umbringen, aber schonen solltest du deinen Fuß. "Na toll" jammerte sie leise "... und was jetzt?"

"Keine Sorge mir fällt schon was ein." Sagte ich beruhigen zu ihr. "Ich könnte dich tragen." "Bin ich denn nicht viel zu schwer?" fragte das Mädchen vorsichtig, " Außerdem wie willst du denn hier raus kommen. Du hast ja nicht bei einem Seil oder so etwas." Sie macht eine kurze Pause zum Luft holen und zeigten auf meine Flügel:" Vielleicht könntest Du hier raus fliegen!" Ich lachte leise und schüttelte den Kopf "Gargoyles fliegen nicht." „...und wozu dann die Flügel?" fragte mich das Mädchen erstaunt. "Wir Gargoyles gleiten." "Oh" sagte das Mädchen "ich bezweifle, dass es hier was nützen wird." "Wie ich schon sagte: Ich werde dich hier raus tragen, du musst dich nur gut festhalten und aufpassen, dass du mit deinem Fuß nirgends gegen prallst. "Okay" sagte das Mädchen leise. Ich streckte vorsichtig meine Hand nach ihr aus und kniete mich vor ihr auf dem Boden. "Halt dich an meinem Hals fest." das Mädchen schlang vorsichtig ihre dünnen Arme meinen Hals, dann schob ich sie mit einem Ruck auf meinen Rücken, meine Flügel hatte ich zuvor zusammengefaltet, so dass, sie nicht im Weg waren. "Gut festhalten!" sagte ich zu dem Mädchen auf meinem Rücken und lief zu der Grubenwand. Sie war aus glatten Stein "Ich glaube das hier war mal ein Brunnen." sagte das Mädchen leise. "Ja." sagte ich "Das war ein Dorfbrunnen und früher war der wirklich voll mit Wasser." ich holte mit meinem Klauen aus und schlug sie in die Wand der Grube und so arbeitete ich mich, Stück für Stück nach oben, ich bemerkte das Staunen des Mädchens, als wir oben am Rand der Grube angekommen waren. Mit einem letzten riesigen Satz bin ich über den Rand gesprungen und setzte das Mädchen vorsichtig auf dem Boden ab. Sie war ziemlich blass und hielt sich den Fuß. "Alles okay?" fragte ich, sie nickte stumm. Ich streckte wieder vorsichtig meine Hand nach ihr aus, dieses Mal zuckte sie nicht zurück und ich legte ihr sie vorsichtig auf die Schulter, sie war eiskalt. "Ich glaube wir sollten mal zusehen, dass du ins Warme kommst." das Mädchen schaute mich überrascht an:" Wir sind hier mitten im Wald, wo soll man denn hier bitteschön ein warmes Plätzchen finden?" ich musste grinsen " Du kennst dich hier wohl nicht so besonders gut aus?" "Doch" sagte das Mädchen "... sogar eigentlich ziemlich gut, aber in diesem Waldabschnitt bin ich noch nie gewesen."

Vorsichtig hob ich sie wieder hoch, darauf bedacht ihr nicht weiter am Fuß weh zu tun, dann lief ich mit ihr zu einem Hang und klettert diesen hinauf, oben angekommen bereite ich meine großen Flügel aus und sprang. Das Mädchen quiekte einmal erschrocken auf und kniff ganz fest die Augen zu, doch dann riskierte sie doch einen kurzen Blick und riss sogleich die Augen weit auf. Sie schaute sich staunend um. "Wow" flüsterte sie beeindruckt, " Das ist wunderschön!" sagte sie, ich lächelte wissend:" Ich weiß ... und du hast Glück, da heute Vollmond ist, kann man besonders viel sehen." "Wie klein da unten alles ist!" lachte das Mädchen " Was ist das?" fragte sie und zeigte auf meine Burg " ...das...? "sagte ich ganz stolz " ... das ist mein Zuhause!"
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