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Knight Phall(us) Vol II.

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Batgirl Batman Huntress Superman
06.04.2016
06.04.2016
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Superman schwebte nachdenklich über Wayne-Manor. Würde Bruce ihn heute erkennen? Oder zumindest endlich auf ihn reagieren? Seit fast sechs Monaten besuchte Clark jeden Abend seinen Geliebten, der noch immer zu Niemandem sprach, seit er vor beinah einem halben Jahr von Bane besiegt und gedemütigt worden war. Bane hatte Bruce erneut gebrochen. Diesmal allerdings sehr viel entwürdigender und entmännlichender als jemals zuvor.
Clark schlug mit dem Türklopfer gegen die schwere Holzpforte des Herrenhauses.
Alfred öffnete.
„Mr. Kent, kommen sie doch herein!“, sagte Alfred in stoischem Ton, als sei Clark nicht jeden einzelnen Tag der letzten sechs Monate hier vorbei gekommen. „Ich befürchte allerdings, dass Master Bruce auch heute keine Fortschritte machen wird, Sir.“
Clark seufzte und betrat die Villa. Er schritt die große Treppe im Empfang hinauf und betrachtete im Vorbeigehen die Gemälde in der Galerie, bis er schließlich das Schlafzimmer Bruce Waynes erreichte. Ohne anzuklopfen öffnete er eine der beiden Flügeltürhälften und betrat den Raum.
An Bruce's Bett saßen Damian, Barbara und der Hund Ace, wie fast jeden Abend.
„Hey!“, entfuhr es dem Reporter zaghaft. „Auch heute keine Veränderung?“
Barbara schüttelte den Kopf, während Damian schwieg. Auch das hatte dieser Abend mit all den vorherigen Abenden gemein.
Clark nahm sich einen Stuhl und stellte ihn neben Bruce's Bett. Dann nahm er Platz und betrachtete seinen Traummann.
Bruce war wach. Er starrte an die Decke. Seine Augen waren weit aufgerissen, doch sein Geist war gefangen. Gefangen in Gedanken, Tagträumen oder schrecklichen Erinnerungen. Bruce reagierte auf nichts. Mit aschfahlem Gesicht starrte er geradeaus. Ernährt wurde er per Infusion. Gewaschen wurde er von Alfred und Barbara. Sein Gesicht war von tiefem Schrecken und einem zerschmetterten Willen gezeichnet. Der Mann war gebrochen.
Clark sah Barbara Gordon und Damian an. Die Beiden hatten das ganze Schauspiel stundenlang mitansehen müssen. Auch ihnen sah man ihre Traumata an.
„Verdammt!“, rief Clark. „Ich hätte da sein müssen! Warum habt ihr mich denn nicht einfach gerufen? Bane wäre kein Gegner für mich gewesen.“
Schweigen. Clarks Hände, zu Fäusten geballt, zitterten auf seinen Knien.
Tränen rannen unter seiner Brille hervor.
Die Tür öffnete sich.
Clark hob den Kopf als er das Hallen von Gehstützen auf dem Parkett vernahm.
Jason Todd stand in der Tür. Er war komplett bandagiert, was ihm das klischeehafte Aussehen einer Mumie verlieh. Nur seine Augen schauten unter all den Verbänden hervor.
Wie auch bei Bruce, hatte man noch in der selben Nacht des schrecklichen Vorfalls Jasons kompletten Darm genäht. Auch Red Hood war viele Wochen lang bewusstlos gewesen. Allerdings hatte Bane sich an ihm nicht so lang und intensiv vergangen, wie an Bruce.
Vor fast einem Monat begann Jason dann wieder zu sprechen und zu gehen. Dick Grayson, der ehemalige Robin und derzeitige Nightwing beschäftigte sich einmal am Tag mit Jason. Sie führten lange intensive Gespräche und Grayson versuchte Todd durch Zärtlichkeit und Liebe wieder an das Leben zu gewöhnen. Todd war sogar schon einmal nach seinem Tod ins Leben zurückgekehrt, doch diese seelische Genesung nun schien eine größere Herausforderung für ihn zu sein.
„Wie geht es dir, Jason?“, fragte Clark und stand auf. Er ging zu dem jungen Mann hin und begrüßte ihn mit Küssen auf seine bandagierten Wangen.
„Gut!“, antwortete Todd knapp. Seine Stimme war nur schwer zu verstehen. Dies lag sowohl an den Mullbinden als auch an der Tatsache, dass ihm der halbe Kiefer herausgerissen worden war, als er den riesigen stahlharten Schwanz von Bane lutschen musste. Bane hatte Todd zuvor die Zähne ausgeschlagen, damit dieser sich gegen das Eindringen nicht wehren konnte. Durch die enorme Größe und Härte wurde Jason der gesamte Kiefer ausgerenkt. Alle Anwesenden wussten, dass Jason noch immer Albträume hatte, wenn er daran dachte. Bane hatte ihm währenddessen lächelnd den Kopf gestreichelt.
Es hatte Wochen gedauert bis Unterkiefer und Gebiss wieder einigermaßen hergestellt waren.
Clark ging zum Fenster hinüber und sah auf das weitläufige Anwesen von Wayne Manor.
Bane war noch immer da draußen. Huntress und Poison Ivy aber auch Batwoman und Spoiler suchten jede Nacht nach Gerüchten über seinen Verbleib.
„Habt ihr es in der Zeitung gelesen?“, fragte Barbara plötzlich in ruhigem Ton ohne ihren Blick von Bruce' starren Augen zu nehmen.
„Was?“, fragte Clark neugierig und drehte sich zu der jungen Frau um.
Barbara nahm die Zeitung vom Nachttisch und reichte sie dem Kryptonier, der mit fragendem Gesichtsausdruck auf die Titelseite schaute.
„Schon hunderte schwere Körperverletzungen durch ungeschulten Gebrauch mit chinesischen Riesendildos.“, las er vor.
„Das sind die Dildos vom Schwarzmarkt. Deren Import wir nicht verhindern konnten.“, sagte Barbara und sah Clark direkt in die Augen. „Das ist es, was Bruce verhindern wollte.“
„Ahnungslose Homosexuelle benutzen also diese Dildos und überdehnen sich damit ihre Polöcher?“, fragte Clark geschockt.
„Ja, die Teile sind einfach viel zu groß für den offenen Handel. Aber es scheint vielen Menschen einen Kick zu geben. Bruce wollte verhindern, dass die Unterwelt diese Monsterdildos auf den Markt wirft. Er sorgte sich um die Unversehrtheit der Gothamer Ärsche.“
„Und ihr habt keine Ahnung, woher die Opfer die Dildos genau beziehen?“
„Dick recherchiert. Er besucht sogar die Notaufnahmen der Krankenhäuser und stellt Fragen. Aber so wie es aussieht kaufen die Opfer die Dinger bei zwielichtigen Verkäufern mit Bauchläden. Die kriegt man kaum aufgespürt. Sie sprechen Homosexuelle gezielt an und bewerben ihre Monsterdildos. Die Augen sind meist größer als das Arschloch, weswegen die Leute sich die Dinger voller Vorfreude kaufen und sich dann damit selbst verletzen, da sie gar nicht wissen, wie sie mit solchen Größen umgehen sollen. Besonders perfide ist wohl auch, dass Gleitmittel bei diesen Dildos nahezu wirkungslos bleiben.“
„Hm...“, gab Clark von sich. „Das ist wirklich ein Problem.“

Plötzlich richtete Bruce sich auf. Das erste Mal seit fast einem halben Jahr saß er kerzengerade im Bett.
„I-Ich bi-bin sei-seine Bitch!“, rief er laut und mit panischer Stimme. Sein Blick wanderte leer durch den Raum ohne einen der Anwesenden zu fixieren.
Clark eilte zu ihm, nahm seine Hand und legte sie in seine.
„Schatz.“, sagte er ruhig aber hörbar aufgebracht. „Wir sind hier. Wir sind für dich da. Beruhige dich!“
„I-Ich bi-bin ei-ein Wei-Weib... Ich bin sein Loch. Einfach seine Schlampe.“
Clark sah Bruce tief in die leeren traumatisierten Augen.
„Cla-Clark... i-ich...bi-bin nicht mehr Bruce...“
Der Milliardär sah seinem Traummann nun endlich in die Augen. Sein Blick schien sich zu beruhigen. Seine Mimik entspannte sich. Seine Lippen verzogen sich zu einem mädchenhaften Lächeln.
„Clark. Ich... ich kann nicht mehr Batman sein. Ich bin kein Mann mehr. Er hat mich verändert.“
Clark runzelte die Stirn. Sein Blick verriet pure Verwunderung.
„Was meinst du, Bruce?“
„Ich... ich bin nicht mehr Bruce. Ich bin nun anders.“
Bruce Wayne zog seine Hand aus Clarks Hand heraus. Der übermächtige Kryptonier ließ es geschehen. Bruce sah an sich herunter und dann jedem Einzelnen nacheinander in die Augen.
„Bane... er zeigte mir, dass ich kein Mann bin. Er holte den Mann aus mir raus und zeigte mir, was es heißt... eine Frau zu sein.“
Bruce hielt kurz inne. Dann sah er Clark erneut in die geschockten Augen.
„Ich bin eine Frau, Clark. Nenn mich von nun an... Brucella!“
 
 
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