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You're in my heart

OneshotDrama, Schmerz/Trost / P12
Hogan Happy James "Rhodey" Rhodes Jarvis Tony Stark / Iron Man Virginia "Pepper" Potts
02.04.2016
02.04.2016
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Nie hätte ich gedacht, dass er einmal sein Leben verlieren würde. Natürlich, waren seine Aufgaben, als Iron Man immer ziemlich riskant und nicht die einfachsten, aber Tony Stark, war ein starker Mann, der sich nicht so leicht unterkriegen ließ. Das erkannte ich, als er von Afghanistan zurück kam und ich lächelte vor Glück, dass er wieder zu mir zurückgekehrt ist. Vieles hatte ich schon mit ihm durchstanden und seine Lebenskrise, war eine der schwierigen Situationen. Diese und die ganzen Frauen, die ich für meinen damaligen Boss wegschicken sollte. Und doch, hatte ich all‘ das geschafft. Das sogar einige Jahre über. Und heute, änderte sich auf einmal alles.
Nachdem Coulson bei uns im Stark Tower war und Tony einige Unterlagen gebracht hatte, wegen den Avengers. Das war das letzte Mal, dass ich ihn gesehen hatte. Aber ich musste etwas außerhalb von Manhattan erledigen, vor allem, da ich nun Geschäftsführerin war. Ich hätte wenigstens eine Nacht noch bleiben sollen, aber ich konnte ja nicht wissen, dass ich ihn später nie wieder anfassen und küssen werde. Es war für mich ein grausames Gefühl, im Flugzeug zu sitzen und die Nachrichten anzusehen. Aber ich hatte immer noch Hoffnung, dass mein Freund wieder zu mir zurückkehrt. Wie so oft. Allerdings verlief es ganz anders. Die Kamera, die alles für die Nachrichten filmte, zeigte, wie Iron Man mit einer Rakete in ein Loch flog und dann war Stille. Alle im Flugzeug waren still und man hörte nur noch den Fernseher. Durch mein Körper floss Adrenalin und ich begann zu zittern. Immer wieder versuchte ich mir einzureden, dass Tony gleich aus diesem Loch wieder herausfliegen wird und es wird ihm gut gehen. Ihm wird an nichts fehlen und doch passierte es nicht. Minuten vergingen, bis man sehen konnte, dass das Tor zum Weltall geschlossen wird. Aber als man dann sah, wie jemand noch vom Himmel fiel, durchfloss mich eine große Erleichterung und mit Freudentränen fing ich an zu lächeln, wie damals. Meinen Kollegen im Flugzeug, fiel ich um den Hals und drückte sie an mich. Doch dann der Schock: Die Medien berichteten, er würde nicht mehr atmen und Tony Stark sei tot. Dass jede Hilfe zu spät käme und er einen Herzstillstand erlitt. Von der Ferne im Fernseher konnte man erkennen, wie sie versuchten ihn wiederzubeleben. „Nein…“, flüsterte ich leise vor mich hin und sah auf mein Handy. Es war Rhodey und ich ging sofort ran. „Es tut mir Leid, Pepper…“, das war alles, was ich von ihm hörte und ich begann zu weinen und befahl den Piloten, sofort in Manhattan zu landen. Ich wollte so schnell es ging zu ihm. Ich wollte nicht, dass er einfach so ging. Dass er mich hier einfach so alleine ließ. Aber als ich dort eintraf, musste auch ich sehen, dass jede Hilfe zu spät kam.

Am Abend lag ich im Bett und starrte auf die leere Bettseite neben mir. Alles fühlte sich nur noch leer an und ich hörte sogar bis hier her, das draußen Paparazzi nur warteten, um meine Worte zu hören, aber ich will mit keinem mehr reden. Weder mit ihnen, noch mit sonst irgendjemanden, weswegen ich mich in der Firma erstmal abmeldete, aber wenigstens kam da Verständnis entgegen. Sie konnten verstehen, dass ich erstmal nicht arbeiten konnte und Zeit für mich brauchte.
Gedankenverloren, holte ich mein Handy hervor und sah, dass ich einen entgangenen Anruf hatte. Als ich dann sah, wer diesen getätigt hatte, bekam ich sofort einen Kloß im Hals und Tränen stiegen mir in die Augen. Wie konnte ich diesen Anruf nicht mitbekommen? Dafür könnte ich mich gerade selbst verfluchen, denn jetzt würde ich alles dafür tun, noch einmal seine Stimme zu hören. Aber mir musste klar werden, dass das nie wieder passieren wird. Aus meinem Handy, suchte ich ein Bild von meinem verstorbenen Freund heraus und drückte dieses an meine Brust, bevor ich in Tränen ausbrach. Ich konnte so eigentlich nicht weiterleben. Ich hatte nur noch ihn, er war mein Leben und jetzt ist er gegangen und ließ mich alleine auf diesem Planeten zurück.

Nach einer Woche, besuchte mich Rhodey. Heute war Tag der Beerdigung und er wollte mich abholen. „Wie geht es dir, Pepper?“, fragte er mich besorgt und ich sah mich eine Zeit lang im Spiegel an, ohne zu antworten. „Ausgelaugt… wie… als wäre ich mit ihm gegangen..“, sagte ich leise und ließ den Kopf sinken. Der ehemalige beste Freund von Tony, kam zu mir und legte eine Hand auf meine Schulter, bevor er mich umdrehte und kurz über meine Wange strich. „Er hätte das jetzt nicht gewollt. Dass du diese Miene ziehst.“, mein Blick ging zu Boden. Ich wusste, dass er Recht hatte, aber gerade konnte ich es einfach nicht ändern. Ich war am Boden und mir war nicht klar, wie genau, ich jemals wieder die Leiter ins Leben erklimmen sollte. Er war alles was ich noch hatte und nun, blieb mir nichts mehr. Nichts und niemand, der mich liebte und den ich liebte. Schniefend sah ich zu James. „Wie sehe ich aus?“ – „Du siehst toll aus.“, sagte er und versuchte mir ein Lächeln zu stehlen, was auch halbwegs klappte. Ein Anflug war bereits zu sehen.
Als wir das Haus verließen, stürzten sich die Paparazzi auf mich und wollten unbedingt meine Stimmung dazu wissen und was mit den Sachen von Tony passieren würde. Was passieren wird, da er nun nicht mehr da ist. Einige hatten gehört, dass er ein eigenes Museum haben sollte und dort die Anzüge stehen sollten. Aber ich war mir nicht sicher, ob ich diese überhaupt hergeben wollte. Ich wollte in seinem Interesse handeln und ich war mir nicht sicher, ob das in diesem wäre.
Leichte Erleichterung übermahnte mich, als ich im Wagen saß und ich Happys Gesicht sah. „Dann wollen wir mal, okay, Miss Potts?“, ein Stich in mein Herz, aber ich nickte. Miss Potts. Auf einmal spielten sich meine ganzen Jahre bei ihm nochmal ab. Alles. Mein Ärger, meine Liebe, meine Erleichterung und Freude, spürte ich auf einmal. Und das was übrig blieb, war eisig Leere in mir. Während der Autofahrt redeten wir alle drei nicht und ich starrte aus dem Fenster, während ich an die schönen Momente mit dem Playboy dachte. Wie unser erster Tanz war oder unser erster Kuss. Wie ich bei ihm einzog und wie er mich angesehen hatte. Sein Lächeln, das langsam vor meinen Augen verschwand. Und seine Hand, die ich gerade fühlen konnte. „Pepper.“, ich schüttelte den Kopf und sah zu Rhodes, der meine Hand hielt. „Wir sind da.“, sagte er und ich sah über die Vorderscheibe, wie viele Journalisten darauf warteten, ein trauriges Gesicht von mir abzufangen. Ich lehnte mich zurück und sah zu, wie die Tür vor den Paparazzi geschlossen wurde und ich endlich aussteigen konnte. Kurz blickte ich über die Schultern und ging dann mit den Freunden von Tony zum Grab, an das wir uns setzen konnten. Schmerz durchquerte meinen Körper. Überall hörte ich die Worte ‚Mein Beileid‘ und konnte sie nicht mehr ertragen. Ich wollte kein Beileid, ich wollte mein altes Leben wieder. Es waren viele Menschen hier, der Bürgermeister sagte einige Worte, bevor der Priester das Wort an sich riss und wir zuhörten. Tränen bildeten sich in meinen Augen, während ich das lächelnde Bild vor mir betrachtete. „Denn der Tony Stark, der für die Menschheit, für Amerika starb, wird immer in unseren Gedanken bleiben. Wir werden ihn nie vergessen und er wird immer in unseren Herzen bleiben.“, ich konnte es nicht mehr zurückhalten und Tränen flossen über meine Wangen. „Er hatte viele Menschen, die ihn bewunderten und welche, die ihn liebten. Die ihn im Herzen bei sich tragen werden. So auch Miss Potts, die einige Worte an uns richten wollte.“, schluchzend und nickend stand ich auf. Leises klatschen, bevor ich mich da vorne hinstellte. Nichts hatte ich vorbereitet, aber das brauchte ich bei Tony auch nicht. Mein Blick fiel noch einmal zu dem Bild, das uns alle anstrahlte, was mich leicht – unter Tränen – Lächeln ließ. „Tony Stark… war ein anstrengender und schwieriger Mensch.“, Ich sah in die Menschenmenge und konnte einige Lächeln sehen. „Aber er hatte ein Herz. Ein Herz, das ich dachte, dass es noch Jahre schlagen wird. Aber vor einer Woche, musste es aufgeben. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass er sterben würde. Jedenfalls nicht so. Er war immer mutig und stark gewesen. Nachdem er in Gefangenschaft geriet, kam er ohne wirkliche Hilfe wieder nach draußen und zurück in das Leben, auch wenn der Start ein wenig holprig war.“, wieder lächelte ich schluchzend. „Aber er hatte es geschafft und er starb für eine gute Sache. Für Menschen, die er beschützen wollte. Er war ein Dickkopf und wollte immer alles alleine machen, aber durch die Avengers, lernte er, dass es gut war, Teil eines Teams zu sein.“, mein Blick ging zum Sarg und dem Bild. „Ich verliebte mich damals, vor Jahren, als Assistentin in ihn und verzieh ihm jeden kleinen Fehltritt, den er getan hatte. Er war alles, was mir selbst noch geblieben ist und ich kann immer noch nicht glauben, dass er jetzt nicht mehr bei mir sein wird.“, einige Minuten schwieg ich und Tränen flossen über meine Wangen, bevor ich wieder leicht lächelte. „Ich liebe dich. Und das… bis auch mein Ende gekommen ist. Wir werden uns wiedersehen.“, waren meine letzten Worte, bevor ich mich wieder setzte und Rhodey einige Worte noch dazu sagen wollte. Jeder von uns nahestehenden Personen, warf noch eine Blume ins Grab, bevor wir komplett Abschied von ihm nahmen und sein Sarg in die Erde gelassen wurde.

Nachdem Happy mich wieder nach Hause gefahren hatte, holte ich seinen Alkoholvorrat heraus und schenkte mir einiges ein. Wie genau mein Leben weitergehen sollte, wusste ich selbst noch nicht. Aber ich wusste, dass es immer leer bleiben würde. Es würde immer etwas fehlen.
Mit einem Glas Scotch, ging ich runter in seine Werkstatt und betrachtete die Anzüge, die teilweise nur wegen der Deko rumstanden. Und plötzlich, gab ich denen die Schuld. „ALLES NUR WEGEN EUCH!!!“, schrie ich diese an und warf das Glas gegen die Wand, zwischen zwei davon. „Nur wegen der Idee ein Superheld zu werden.“, wieder begann ich zu weinen und ließ mich auf den Boden sinken. Bis mir ein Roboter, ein Taschentuch reichte. Langsam sah ich hoch und nahm es an. Leicht schmunzelte ich. „Danke..“, flüsterte ich und er fuhr wieder fort. Wie nannte Tony den noch gleich? Dummy? Ich war mir nicht mehr sicher, aber eigentlich war das auch ziemlich egal. Leicht lehnte ich mich an die Wand und starrte auf die Anzüge. Sollte ich diese vielleicht doch verkaufen und sie in ein Museum geben? Aber es erschien mir nicht richtig und auch nicht, als würde mein verstorbener Freund, das wollen.
Dann kam mir eine Idee und ich zog dabei leicht die Augenbrauen zusammen. „Jarvis?“, fragte ich nach und er antwortete mir auch sofort. „Ja, Ma’am?“, schmunzelnd stand ich auf. „Wir werden Tonys Vermächtnis nicht einfach so weggeben oder aufgeben.“, ich wusste nicht genau, ob ich das zu Jarvis sagte, oder zu mir selbst. Aber ich war fest dazu entschlossen, es nicht zu einem Museum kommen zu lassen. Ich trat an die Anzüge heran und strich sanft darüber. Ich stellte mir vor, wie Tony hier Stunden oder Tage beschäftigt war, um diese zu bauen. Das soll nicht umsonst gewesen sein und das war zu gut für ein Museum. Er brauchte einen Nachfolger.

Einige Tage später, hatte ich es auch endlich geschafft, alle Funktionen herauszufinden. Erst hatte ich einige Schwierigkeiten zu fliegen oder die Repulsoren zu verwenden, aber mittlerweile funktionierte es ganz gut. Ich hatte mich bei den Avengers gemeldet und gesagt, dass ich als ‚Iron Woman‘ gerne dabei wäre und sie nahmen mich auch gerne auf. Ich mag nicht so viel mit Technik zu tun haben, aber Tony hatte zum Glück vieles gespeichert, dass ich mir Tag und Nacht durchlas und versuchte alles zu verstehen. Die Nächte sind immer noch recht einsam, aber ich träume viel von ihm und uns. Als wäre er noch immer da und hätte mich nie verlassen.
Der Bürgermeister und die Menschen, nahmen mich als Superheldin auf und ich rette nun mit den Avengers die Welt. Ich führe das fort, was Tony angefangen hatte. Wofür er gestorben ist. Es war nicht umsonst und das wird es auch nie sein. Und wenn ich mich darum kümmern muss. Jetzt musste auch ich springen, wenn es hieß: „Avengers sammeln.“
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