Für immer dein

von Larifa
OneshotRomanze / P12
02.04.2016
02.04.2016
1
4045
1
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Constanze:
Constanze konnte es immer noch nicht fassen, dieses Jahr auf Einstein würde sie wohl niemals vergessen, dass wusste sie. Es war so viel passiert und als Tommy sie vorhin nach einem Kinobesuch zu zweit gefragt hatte, da hatte ihr Herz einen Schlag ausgesetzt. Natürlich war sie  cool und locker gewesen, als sie ihm geantwortet hatte, aber innerlich war sie kurz vor dem Ausflippen gewesen. So kannte sich Constanze selbst nicht, aber wenn es um Tommy ging lösten sich ihre Prinzipien immer ganz schnell in Luft auf. Später hatten die Beiden zusammen getanzt und Constanze hatte sich wunderbar gefühlt. Sie musste zugeben, dass sie schon etwas ängstlich gewesen war als Daphne erzählte, dass Tommy und Nils auch auf Einstein zurückkehrten. Daphne war aufgeregt gewesen, aber Constanze hatte Angst gehabt, wie Tommy auf sie reagieren könnte. Doch es war alles halb so schlimm gewesen, denn Tommy hatte sie umarmt und gesagt wie sehr er sie vermisst hatte.
Jetzt lag Constanze im Bett und dachte an den nächsten Tag. Das Kino sollte um 14:30 Uhr beginnen und Constanze freute sich sehr darauf. Dennoch war Constanze etwas verwirrt, weil Tommy schon so früh ins Kino wollte. Es gab sicherlich noch spätere Vorstellungen, aber Constanze hatte beschlossen sich überraschen zulassen.
Plötzlich ging das Licht an und Constanze musste blinzeln. Als sich ihre Augen endlich ans Licht gewöhnten, erkannte sie Roxys Silhouette. Da Kathi bereits in die Ferien aufgebrochen war durfte sie heute Nacht in ihrem alten Bett bei Pippi und Roxy schlafen. Constanze dachte an alle ihre Erlebnisse in diesem Zimmer und konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. „Na da ist jemand aber ganz schön glücklich“, meinte Roxy und riss Constanze aus ihren Gedanken, „Denkt da mal wieder Jemand über seinen Märchenprinzen nach?“
„Er ist nicht mein Märchenprinz“, erklärte Constanze, wohlwissend das ihr dämliches Grinsen etwas Anderes aussagte, „Und nein ich habe nicht an Tommy gedacht…jedenfalls nicht die ganze Zeit…“ Roxy lachte hell auf und setzte sich zu Constanze aufs Bett. „Sei still, Pippi schläft schon“, meinte Constanze und fügte dann leise hinzu, „Ich weiß momentan wirklich nicht wie das weitergehen soll.“ Schlagartig wurde Roxy ernst. „Wie war es denn heute? Habt ihr euch ausgesprochen?“ Constanze überlegte. „Nicht direkt, aber es war auf jeden Fall besser als unser letztes Aufeinandertreffen.“ Sie dachte an das letzte Mal zurück, als sie Hubertus geküsst hatte, damit Tommy sie vergaß und seine Zukunft nicht wegen ihr aufs Spiel setzte. Bis heute wusste Tommy nicht, dass das nur gespielt war. Umso überraschender das ihr aufeinandertreffen so herzlich verlief.
„Also für mich sah es so aus als ob ihr nie getrennt gewesen wärt. Ihr wart so vertraut“, stellte Roxy fest. „Es sah wirklich süß aus wie ihr die Nacht aneinander gefesselt verbracht und eng umschlungen getanzt habt“, meinte Roxy verschmitzt und fing sich damit einen Schlag von Constanzes Kopfkissen ein. „Roxy das ist ernst. Was soll ich denn jetzt machen?“, fragte Constanze leicht verzweifelt. Plötzlich klingelte Constanzes Handy. „Wer ist es?“ erkundigte sich Roxy. „Tommy…er schreibt, dass ich Badesachen mitbringen soll…wozu das denn?
„Keine Ahnung“, gähnte Roxy. „Lass dich einfach überraschen und geh die Sache locker an. Da fällt mir etwas ein. Ich habe die Zusage zur Modeakademie für nächstes Jahr." „Oh mein Gott Roxy“, rief Constanze und schlug sich die Hände vor den Mund um leise zu sein, dann flüsterte sie: „Warum hast du mir nichts erzählt? Das ist Großartig herzlichen Glückwunsch." Sie umarmte ihre Freundin herzlich. „Ich weiß es ja erst seit heute und du warst so beschäftigt.“ Constanze hatte nun ein schlechtes Gewissen was Roxy zu bemerken schien. „Alles Okay Constanze, ich weiß wie verwirrend Liebe sein kann…“ Darauf wusste Constanze nichts zu antworten. Roxy rieb sich die Augen. „Ich bin ziemlich Müde mach dir keine Sorgen wegen Morgen ja? Sei einfach du selbst. Die freundliche, liebenswerte, ehrliche Constanze.“ Dann stand Roxy auf und legte sich in ihr Bett. Als sie noch einmal ihre Stimme erhob war Constanze schon beinah eingeschlafen und nahm die Worte nur noch am Rande war. „Warte nicht mehr so lange Constanze ja? Ihr habt es wirklich verdient glücklich zu sein.“ „Stimmt, das haben wir“, dachte Constanze schläfrig dann glitt sie in den Schlaf über.

Tommy:
„Es ist nicht zu glauben“, rief Tommy zornig, während Nils und Tobias erneut in schälerndes Gelächter ausbrachen. Seit einer halben Stunde versuchte er nun schon seine Haare unter Kontrolle zu bringen- bis jetzt ohne Erfolg. Dafür hatten Nils und Tobias fiel zulachen gehabt und sich prächtig amüsiert, während sie Tommy bei seinen Versuchen sein Haar zu glätten zugeschaut hatten. „Vielleicht solltest du sie einfach nur kämmen und das Gelen lassen? Schlimmer kann es eh nicht mehr werden.“, meinte Tobias und reichte ihm einen  Kamm aus seiner Nachtischschublade. Bis Tommy und Nils in die Ferien aufbrechen würden durften sie netter Weiße bei Tobias wohnen.  
Als auch dieser Versuch kläglich scheiterte, Tommys Locken immer noch in alle Richtungen abstanden und Nils schließlich vorschlug, er könne sich doch auch einfach die Haare ganz abrasieren, beschloss Tommy es sein zulassen. „Kopf hoch“, meinte Tobias, „ Wenn sie so toll ist wie du sagst, dann werden ihr deine Haare vollkommen egal sein, außerdem bist du eh schon zu spät dran.“ Tommy sah erschrocken auf seine Uhr und erkannte, dass Tobias Recht hatte. Schnell schnappte er sich seinen Korb und rannte zu Tür hinaus, Nils und Tobias Glückwünsche hörte er nur noch von weitem.
Als Tommy am Kino ankam, war er vollkommen außer Atem. Constanze war jedoch noch nicht da. Tommy dachte schon sie würde nicht mehr kommen, als sie um die Ecke kam und auf ihn zueilte. ,,Tut…mir...leid“, sagte sie nach Atem ringend, „Ich wusste nicht wie ich mein Haar tragen sollte.“ Tommy musterte sie. Constanze sah wie immer toll aus. Sie trug ein Sommerkleid, mit Ballerinas und war sehr dezent geschminkt. Ihr Haar fiel ihr in leichten Wellen über die Schultern-es sah aus wie flüssiges Gold. Ihr Anblick verschlug Tommy für einen Moment die Sprache, dann sagte er: „Das ihr Mädchen immer solange mit euren Outfits braucht. Gott sei dank haben Jungs solche Probleme nicht. Wir stellen uns keine halbe Stunde vor einen Spiegel nur um uns die Haare zurichten.“ Constanze schien von dieser Aussage nicht wirklich überzeugt und hob skeptisch eine Augenbraue, Tommy ließ ihr Jedoch keine Zeit zu antworten. Er nahm ihre Hand und führte sie ins Kino.  

Constanze:
Dieser Kinofilm würde ihre Meinung über Actionfilme zwar nicht ändern, aber Constanze war trotzdem unglaublich glücklich. Tommys Hand zu halten und ihm wieder nahe zu sein so wie früher, erfüllte sie mit unendlicher Freude. Nun liefen sie Hand in Hand durch die Straßen und Constanze kostete es große Mühen Tommy nicht die ganze Zeit anzustarren.
„Also wo gehen wir jetzt hin?“, fragte sie nach einigen Minuten. Tommy ließ sich Zeit mit der Antwort. „Ich hoffe du hast heute nichts mehr vor, denn ich hatte mir ein kleines Picknick am See vorgestellt.“ Constanze musste schmunzeln: „Ich nehme an wir gehen dann auch Baden?“ „Wenn du Lust dazu hast?“, meinte Tommy mit einer Spur Unsicherheit in der Stimme, „Ich möchte nicht deine Ganze Zeit in Anspruch nehmen.“ Constanze schenkte ihm ein warmes lächeln, drückte seine Hand leicht und erwiderte dann: „Ich habe nichts mehr vor, der Tag gehört nur uns.“ Sofort verschwand die Unsicherheit in Tommys Blick und wich diesem verschmitzten Grinsen das Constanze so sehr liebte. „Dann lass uns keine Zeit verlieren, Prinzessin.“
Als sie am See ankamen verschlug es Constanze die Sprache: „Tommy hast du das alles allein gemacht?“, fragte sie ungläubig. „Naja, Tobias und Nils haben geholfen.“ Vor ihnen erstregte sich eine riesige Picknickdecke, mit allerlei Speisen. Von Suppen, über Salate und Obst bis hin zu Desserts in allen Varianten. Sogar eine Erdbeerbowle- Constanzes Lieblingsgetränk war vertreten. Auf der Decke lagen diverse Kissen, Decken und auch Tommys Gitarre. Um alles romantischer zu gestalten waren überall Rosenblätter verstreut. Dieser Anblick trieb Constanze Tränen in die Augen. „Gefällt es dir? Ich wusste nicht was du gerne isst, also habe ich einfach eine große Auswahl mitgebracht“, sagte Tommy leise. Er holte bereits das Geschirr aus seinem mitgebrachten Korb. Constanze konnte ihm nicht in die Augen sehen, ihr schlechtes Gewissen überrollte sie nahezu. „Es ist umwerfend“, antwortete sie und begann dann heftig zu schluchzen: „Du...Du bist so nett zu mir, dassss hab ich einfach nicht verdient."

Tommy:
„Mädchen sind komisch“, dachte Tommy als Constanze plötzlich hemmungslos ohne jeglichen Grund anfing zu weinen. Etwas unbeholfen nahm er sie in den Arm und tröstete sie. Schließlich konnte Tommy sie dazu überreden sich hinzusetzen und bot ihr etwas zutrinken an. Nachdem sie sich etwas beruhigt hatte fragte sie ihn mit erstickter Stimme: „Wieso hasst du mich nicht?“ Als er nicht sofort antwortete setzte sie nach: „Vor ein paar Monaten habe ich dich so sehr verletzt und du behandelst mich immer noch als wäre ich der tollste Mensch auf Erden.“ Sie lächelte gequält. „Es wäre einfacher wenn du mich anschreien würdest.“
Tommy wägte seine Worte sehr genau ab ehe er antwortete: „Ich wollte dich hassen, wirklich. Als du Hubertus geküsst hast, dachte ich dass ich dich für immer verloren hätte. Ich war so wütend, so enttäuscht aber...“, er musste leicht lächeln als er an die quälenden Monate zurück dachte. „Ich konnte einfach nicht. Ich hab es mir oft gewünscht glaub mir, aber es war unmöglich dich zu hassen, geschweige denn dich zu vergessen. Wahrscheinlich bedeutest du mir einfach zu viel.“
Eine Pause trat ein ehe Constanze fast flüsternd antwortete. „Hubertus und ich waren niemals ein Paar, wir…“ „Ich weiß“, unterbrach Tommy sie. „Tobias hat es mir gesagt.“ Constanze schaute verdutzt. „Wann?“ „Vor etwa einem Monat, er meinte das du nur so getan hast damit ich nach England gehe. Außerdem hat er erzählt, dass du schrecklichen Liebeskummer hattest und…ich weiß auch nicht ich hatte irgendwie neue Hoffnung als er mir das erzählt hat. Deshalb habe ich dich auch nachdem Kino gefragt.“
Es war offensichtlich, dass Constanze einige Zeit brauchte um die neugewonnenen Informationen zu verarbeiten. Schließlich fragte sie: „Woher weiß Tobias das alles?“ Tommy musste einen Moment überlegen dann antwortete er zögerlich: „Ich glaube Ming hat es ihm erzählt.“
Einige Momente vergingen ehe Tommy erneut das Wort ergriff. „Drei Monate haben nicht ausgereicht um dich zu vergessen und ich hoffe, dass es dir genauso ergangen ist.“ Constanze lächelte nun, diese Lächeln was Tommy jedes Mal beinahe um den Verstand brachte. „Tja du hast mir auf jeden Fall eine Menge Liebeskummer bereitet- und das gleich zweimal.“
Tommy dachte zurück an die Zeit in der er Constanze kaum gekannt hatte. Er hatte sie für eine arrogante Streberin gehalten. Er war in Bella, ein Mädchen was 1 Jahre älter war als er selbst, verliebt gewesen. Zur gleichen Zeit war Constanze in ihn verliebt und Tommy hatte sie nur für eine gute Note ausgenutzt. Als Bella und er sich geküsst hatten, brach er Constanze damals das Herz und überließ sie ihrem Liebeskummer. Noch heute ärgerte Tommy sich darüber, denn wenn er damals nur erkannt hätte wie toll Constanze war, wäre alles vielleicht anders gekommen. Noch dazu hatte Bella wiederrum ihm das Herz gebrochen und ihm einen Korb gegeben.
„Ein Wunder das Constanze nach der Ganzen Sache überhaupt noch mit mir geredet hat“, dachte Tommy zerknirscht. Ein Jahr später hatten sie sich dann besser kennengelernt. Constanze hatte Tommy geholfen Tobias Mails zuschreiben, da seine Freundin bereits längst mit ihm Schluss gemacht hatte. Tommy wusste nicht wie er die Trennung seinem Besten Freund beibringen sollte und hatte im Namen von Tobias Exfreundin weitere Mails geschrieben. Constanze half ihm dabei ohne jegliche Gegenleistungen zu verlangen.
Als der Ganze Schwindel dann aufflog und Tobias nichts mehr mit Tommy zu tun haben wollte, hatte Constanze ihn unterstützt und Tommy sich Hals über Kopf verliebt. Leider war er da nicht der Einzige gewesen, denn auch Hubertus hatte ein Auge auf sie geworfen. Schließlich gab Constanze beiden einen Korb und das obwohl Tommy ihr sogar noch ein öffentliches Liebesgeständnis gemacht hatte. Tommy hatte dennoch nicht lockergelassen und so waren sie sich schließlich wieder näher gekommen. Doch seine Schulnoten wurden immer schlechter, auf eine Sprachreise nach England verzichtete er, weil er seine Chancen bei Constanzen nicht vollkommen begraben wollte.  Und was dann passierte war ja bekannt…
„Tommy? Alles okay?“ Constanzes Stimme riss ihn aus seinen Gedanken. „Alles super“, erwiderte er. Den Rest des Essens verbrachten sie schweigend. Tommy beobachtete, dass Constanze offenbar eine Vorliebe für Erdbeerbowle hegte. Nach Einiger Zeit brach Constanze das Schweigen schließlich: „Hast du die Prüfungen nun eigentlich bestanden?“ Tommy blickte auf. Ihre Blicke trafen sich. Blau traf Blau und Tommy wusste, dass sie Beide das Gleiche dachten. „Ich kann dich beruhigen unsere Qualen haben sich gelohnt“, sagte er leicht übertrieben. „Ich habe bestanden.“
Constanze schrie erfreut auf und umarmte ihn. „Du hast es wirklich verdient.“ Tommy lächelte. „Naja die Noten sind jetzt nicht super, aber wichtig ist nur, dass ich bestanden habe. Wie sieht´s bei dir aus?“ bei seiner Frage schien sie nervös zu werden. „Hey ich weiß, dass du besser in der Schule bist als ich. Hast du überall Einsen?“ Constanze warf ihm einen halb ärgerlichen und halb amüsierten Blick zu. „Nicht ganz, in Deutsch ist es eine 2.“ „Ich glaubs ja nicht, dann haben wir in einem Fach sogar die Gleiche Note“, meinte er ironisch „Hast du auch eine 2?“ „Naja 2-, das ist meine Beste Note.“
„Das ist doch klasse. Da werden sich die Deutschlehrer freuen, wenn sie dich nächstes Jahr wiedersehen“, meinte Constanze lachend. Tommy schluckte schwer. Nun war es Zeit für die Wahrheit. „Ich kehre nicht aufs Einstein zurück.“

Constanze:
Als sie das hörte, traute sie ihren eigenen Ohren nicht mehr. Das konnte nicht der Wahrheit entsprechen. „W…was?“ Tommy mied ihren Blick und schien seine Hände plötzlich viel interessanter zu finden. „Tommy, was heißt das?“ Er antwortete nicht sofort. Als er es schließlich doch tat, klang seine Stimme rau und weit entfernt: „Ich möchte ein Auslandsjahr machen und danach möchte ich mein Abi auf einer Schule mit 3 Jahren Oberstufe machen und es soll eine Schule mit Anderen Schwerpunkten als Naturwissenschaften sein.“
Constanze wusste nicht was sie dazu sagen sollte. Das klang alles sehr vernünftig und überlegt, aber ihre Gefühle spielten verrückt, das bedeutete eine weitere Trennung und sie wusste nicht ob sie das Überleben würde. Endlich schaute Tommy zu ihr auf. „Es tut mir so leid.“ Constanze konnte seinem Blick nicht standhalten und wandte sich ab. Wenig später spürte sie Tommys Hand auf ihrer Schulter. Sie wusste, dass er auf eine Reaktion ihrerseits wartete aber alles was sie hervorbringen konnte war: „Du lässt mich wieder allein.“ Sie dreht sich um und sah Tommy direkt ins Gesicht. Erneut spürte Constanze die Tränen über ihr Gesicht fließen. Was war denn heute mit ihr los? Tommy wischte ihr die Tränen zärtlich weg. „Ich werde nicht wieder gehen…nicht wenn du das nicht willst“, sagte er sanft.
Constanze blickte auf und zwang sich seinem Blick stand zuhalten. Er strahlte so viel Liebe aus und sie wusste, dass er ihretwegen auf seine Zukunft verzichten würde. Doch das konnte und wollte sie nicht verlangen. Sie nahm sein Gesicht in ihre Hände und sagte eindringlich: „Nein…du wirst genau das machen. Wir…wir werden eine andere Lösung finden.“ Und dann machte Constanze das was sie vorher noch nie gemacht hatte- sie küsste ihn. Ganz weich und vorsichtig, als ob sie Angst hätte, das sie ihm wehtun könnte. Tommy war zuerst zu überrascht, aber dann erwiderte er den Kuss. Constanzes Gefühle fuhren Achterbahn und sie war sich sicher, dass sie nicht die Erste seien würde die sich lösen würde.
Nach einer gefühlten halben Stunde war es schließlich Tommy der sich schweratmend löste. Auch Constanze musste nach Atem ringen und Beide mussten Lachen. „Wow, das war unbeschreiblich. Constanze Ich wusste gar nicht das du so gut küssen kannst.“ „Ist alles ne Frage der Technik“, erwiderte Constanze und beide wurden von erneuten Lachanfällen heimgesucht. „Redest du jetzt über runde Bälle oder Steaks?“, fragte Constanze als sie sich an ein ähnliches Gespräch zurückerinnerte.  „Hm, das könnte ich…“, sagte Tommy gespielt überlegend, legte sich hin und zog sie hinter sich her. Dann nahm er Constanze in den Arm. „Aber den romantischen Teil überlasse ich dir…vielleicht träumst du ja davon wie wir Hand in Hand übers mehr gehen?“ Damit fing er sich einen Schlag von Constanzes Kissen ein.
„Ist ja gut“, sagte er und wurde wieder ernst. „Also was machen wir jetzt?“

Tommy:
Tommy wartete gespannt auf Constanzes Antwort. Diese richtete sich auf. „Nun ja wir sind uns einig das wir uns nicht wieder trennen wollen richtig?“ Tommy nickte. „Naja, dann komm ich mit! Gegen ein Auslandsjahr hätte ich nichts einzuwenden.“ Von dieser Idee war Tommy nicht wirklich begeistert. „Du warst doch erst 6 Wochen in Namibia“, sagte er skeptisch. Constanzes riss die Augen auf – so wie immer wenn sie eine Idee hatte. „Das ist genial Tommy!“ Jetzt war Tommy verwirrt. Doch Constanze war jetzt unglaublich aufgeregt. „Ich weiß von Daphne, dass sie zurück aufs Einstein geht. Du könntest ihren Platz haben! Und wir könnten genauso wie Jonny aus den sechs Wochen Praktikum ein soziales Jahr machen.“
Jetzt verstand Tommy, aber er musste Constanze enttäuschen. „Ming geht mit ihrer Mutter nach Namibia, sie wird Daphnes Platz übernehmen.“ Constanze schüttelte den Kopf. „Nein, sie fällt nicht unter Praktikanten, sondern unter Familie, weil Frau Schuhmann und Alex ein Paar sind.“ Tommy spürte wie er zu grinsen begann. „Mit dir, Ming und Jonny in Namibia…ich könnte mir schlimmeres vorstellen.“ Dann wurde Tommy schlagartig bewusst was er da von Constanze verlangte. Sie würde ein ganzes Schuljahr verlieren. „Bist du dir sicher, dass du das willst…,dass du mich willst?“
Constanzes Blick wurde weich und mit sanfter Stimme antwortete sie: „Thomas Kluge. Seit einem Jahr, 6 Monaten und 3 Tagen liebe ich dich jetzt. Zuerst dachte ich, dass ich mich zweimal in dich verliebt habe, aber nun wird mir klar, dass ich dich die ganze Zeit geliebt habe und meine Gefühle aus Angst vor erneutem Kummer nur unterdrückt habe. Du bist der Einzige Junge in den ich mich jemals verliebt habe und wegen dir habe ich zweimal den schrecklichsten Liebeskummer gehabt. Jetzt stehen wir endlich hier und du fragst mich ob ich mir sicher bin? Wie glaubst du wird meine Antwort wohl ausfallen?“
Tommy konnte sich ein Grinsen einfach nicht verkneifen und Constanze verdrehte gespielt genervt die Augen: „Ich mache dir eine romantische Liebeserklärung und alles was du tust ist grinsen.“ „Tut mir leid“, sagte Tommy „Aber erinnerst du dich an den Tag an dem wir gemeinsam zur Schule gelaufen sind und uns über die Mails für Tobias unterhalten haben? Ich meinte damals das ich auf so was “technisches“ stehe und habe im Scherz gefragt ob du mir sowas schreiben kannst und du meintest das ich das Vergessen könne.“ Jetzt musste auch Constanze grinsen. „Tja jetzt hast du es doch noch bekommen.“ Tommy antwortete nicht, sondern küsste sie. Ein Gefühl der Geborgenheit breitete sich in ihm aus und ihm wurde bewusst, dass diese Frau ihn vollkommen in ihrer Gewalt hatte. Er konnte sich ihrer Ausstrahlung einfach nicht entziehen.
Nachdem sie sich voneinander gelöst hatten, begann Tommy sie zu kitzeln. Es war ein großer Spaß, denn Constanze war unheimlich kitzlich. Schließlich ließ er von ihr ab und nahm seine Gitarre zur Hand. Gemeinsam sangen sie ein paar Lieder und Tommy war von Constanzes Stimme begeistert. Sicher, sie würde wahrscheinlich keine Karriere starten, aber sie verzauberte Tommy trotzdem. Als Tommy das nächste Mal auf die Uhr schaute war es bereits kurz nach 7. „Wo ist die Zeit nur geblieben?“, fragte Constanze verdutzt. „Es heißt die Zeit vergeht schneller, wenn man sie mit Leuten verbringt die man liebt.“ Constanzes Miene war skeptisch. „Dann müsste man ja viel schneller altern.“ Tommy ignorierte das.
„Erzähl mir von Namibia.“ Constanze gab ihm einen kleinen Einblick was sie in ihrem Praktikum gemacht hatte und im Gegenzug erzählte Tommy ihr ein bisschen von England. Während sie so redeten setzte der Sonnenuntergang langsam ein und tauchte die Wiesen und das Wasser in wunderbares Rot.
Als Tommy fertig war sagte er: „Wirst du deine Freunde nicht vermissen?“ Constanze schien einen Moment zu überlegen. „Naja schon, aber Roxy geht nächstes Jahr an die Modeakademie und Ming wird ja ebenfalls in Namibia sein. Die Einzige die hierbleiben wird ist Pippi, aber die wird eh mit David rumhängen. Ich werde Domi vermissen, aber er wird sich freuen, wenn er nicht ständig von mir beobachtet wird.Wie siehts bei dir aus?“
„Meine Geschwister sind ja schon lange weg und Tobias macht die Ausbildung im Zoo. Und Nils macht bei diesem einjährigen Austausch in England mit. Du weißt schon, der wo auch Miriam, Hedda, Adrian und Hubertus mit dabei sind. Bleibt also niemand dem ich besonders nahe stehe übrig.“

Constanze:
Stille trat ein und Constanze dachte an ihre bevorstehende Zeit. „Ich freue mich auf Namibia, mir hat die Arbeit da echt Spaß gemacht und wenn ich später Journalismus studieren will ist ein Auslandsjahr auch nicht verkehrt.“ „Du willst Journalismus studieren?“ „Warum denn nicht? Was willst du denn machen?“ Tommy wirkte bei dieser Frage unruhig, als ob ihm der Gedanke unangenehm wäre. Als ob er selbst die Idee lächerlich fände. „Also wenn das alles mit dem Abi hinhaut würde ich gerne Staatsanwalt werden, also Jura studieren.“ Constanze konnte nicht Anders sie musst einfach losprusten. Sie hielt sofort inne als sie Tommys verletzten Blick sah.
„Ist es wirklich so abwegig?“, fragte er. „Nein natürlich nicht“, sagte Constanze sofort: ,,Das passt perfekt. Ich musste nur an die Verhandlung denken, als du Staatsanwalt warst. Meine Anliegen und die der Schule hast du auf jeden Fall wunderbar vertreten." Tommys Miene heiterte sich auf. Er nahm ihre Hand und zog sie hoch. „Lust schwimmen zugehen?“ „Jetzt noch?“, fragte Constanze aber Tommy hatte bereits begonnen sich die Schuhe auszuziehen. Es dauerte nicht lange, da Beide bereits Badesachen unter der Kleidung trugen.
Constanze hatte kaum Zeit die Schuhe auszuziehen, da zog Tommy sie bereits zum Wasser. Während Tommy bereits hinein watete, brauchte Constanze eine Weile ehe sie sich an die Temperatur gewohnt hatte. Es war zwar nicht sonderlich kalt, aber Constanze stellte sich da immer etwas unsicher an. Als Tommy sie mit Wasser bespritzte überwand sie ihren inneren Schweinehund schließlich. Es war ein wunderbares Gefühl. Tommy und sie schlugen eine umkämpfte Wasserschlacht, aus welcher Tommy schließlich als Sieger hervorging. Constanze genoss das Gefühl des Wassers auf ihrer Haut. Sie schaute zu Tommy und fragte sich ehrlich ob sie je in ihrem Leben glücklicher gewesen war.
Sie ließ sich im Wasser treiben bis Tommy plötzlich neben ihr stand. Seine Haare waren noch relativ trocken im Gegensatz zu ihren und seine Lippen umspielten dieses Lächeln das Constanze so sehr liebte. Tommy beugt sich etwas zu ihr herunter und flüsterte dann leise in ihr Ohr: „Ich liebe dich“ Constanze musst lächeln und als er die Arme ausbreitete ließ sie sich hineinfallen. Selbst hier im Wasser war seine Umarmung wärmend. Sie blickte zu ihm auf, sah in sein strahlendes Gesicht und diese wunderschönen Meerblauen Augen und sagte dann: „Ich liebe dich auch mein Märchenprinz.“
Bei diesen Worten strahlte er noch mehr und Constanze erging es nicht anders. Sie schloss ihre Augen während Tommy sie vor Freude durchs Wasser wirbelte. Dann spürte sie seine Lippen erneut auf ihren. Sämtliche Erinnerungen von ihr und Tommy prasselten auf sie ein. Alles was sie durchgemacht hatten, alle Schmerzen, Freuden und Qualen hatten sie zu diesem Tag, zu diesem Moment geführt. Sie lächelte in den Kuss hinein. Sie bereute keinen einzigen Moment, keine Einzige Erfahrung, denn nun waren sie hier angekommen und sie war so glücklich wie nie zuvor. Die Zukunft sah wunderbar aus. Die Vergangenheit, besonders der heutige Tag waren ebenfalls meistens wunderbar gewesen. Aber die Gegenwart war einfach atemberaubend und übertraf alles.

Vor ihnen lagen neue Aufgaben und neue Erfahrungen. Eine Zeit, die sie genießen würde. Mit Tommy an ihrer Seite konnte es sowieso nur gut werden. Aber in einem Punkt war sich Constanze sicher: Vor Tommy und ihr lag ein neues Jahr.
Wahrscheinlich, das Beste was sie  jemals hatten.



-------------------------------------------------------------------------
Ich hoffe meine kleine Geschichte hat euch gefallen? Habt ihr Ideen wie sie ein Paar geworden sind oder was aus den Anderen Einsteinern die nicht mehr in der Neuen Staffel dabei sind geworden ist? Lasst mir doch einfach ein paar Kommentare da, würde mich sehr freuen.
Review schreiben