[SWTOR] Frieden gibt es nicht, nur Leidenschaft

GeschichteRomanze, Sci-Fi / P18 Slash
01.04.2016
12.06.2017
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„Ich werde bald zurück sein“ Die hochgewachsene Sith blickte zu der blauen Twi’lek an ihrer Seite
„Es sollte nicht allzu lange dauern.“
„Aber klar!“, kam die fröhliche Antwort zurück
„Wir werden hier auf Euch warten. Wie immer.“ Vette lächelte und machte sich auf den Weg zurück zum Schiff.
G’rila blickte ihrer sich entfernenden Gestalt nach, mit ihren gelben Augen jedem Schwung des schlanken Körpers folgend. Zu schade, dass Vette an einer tiefergehenden Beziehung nicht interessiert war. Doch als sie das Thema einmal angesprochen hatte, war schnell klar geworden, dass es für die Twi’lek nie über die freundschaftliche Ebene hinaus gehen würde.
Mit einem Ruck wandte G’rila sich wieder der Luftschleuse zu und betrat Darth Marrs Schiff.

„Zorn, Ihr seid da.“, wurde sie sogleich von einer Frauenstimme begrüßt.
„Ich bin sofort aufgebrochen, als ich hörte, dass der Imperator gefunden wurde“, erwiderte die Sith und verschränkte die Arme.
„Natürlich“ Die Frau neigte kurz den Kopf
„Darth Marr wünscht, dass Ihr Euch sofort auf die Brücke begebt, ich denke, Ihr kennt den Weg noch.“ G’rila nickte und löste sich aus ihrer Haltung.
Sie folgte dem bekannten Weg durch einige Gänge bis sich schließlich vor ihr die Brücke öffnete. Imperiale Soldaten und Offiziere waren an diversen Stationen zugange, wo sie die Schiffskontrollen überwachten, Informationen sichteten und Daten auswerteten. Die Sith durchschritt den riesigen Raum, bis sie schließlich neben einer Gestalt in einem schwarz-roten Kapuzenumhang zum Stehen kam, die mit dem Rücken zum Raum vor einer großen Glasfront stand.
„Zorn“, drang die Stimme Darth Marrs hervor
„ich bin froh, dass Ihr es einrichten konntet.“ Die Sith verschränkte die Arme
„Es wird Zeit, dass dieser Verräter stirbt.“, knurrte sie. Die Erinnerung an Ziost war noch frisch und das Dröhnen seiner Stimme noch nicht vollständig erloschen. Mehr als einmal war es seither vorgekommen, dass sie geträumt hatte, unter seiner Kontrolle zu stehen. Sie würde es um nichts in der Welt verpassen wollen, wenn dies endlich ein Ende fand.
Ein Offizier zu ihrer Linken wandte sich zu ihnen um
„Wir haben ein Signal aufgefangen. Zu klein für ein Schiff, eher von der Größe einer Sonde.“
„Eine Sonde?“, wiederholte G’rila mit Verwunderung in der Stimme
„Wer sollte eine Sonde hier raus schicken?“
„Das Wrack wird es uns verraten“ erwiderte Darth Marr und nickte dem Offizier zu
„Verfolgen.“ Skeptisch blickte G’rila nach vorne, während sich das Schiff langsam in Bewegung setzte.
Sie hatten das Objekt beinahe erreicht, als sich vor ihren Augen eine Armee von Schiffen gänzlich unbekannter Bauart manifestierte. Die fremde Streitmacht eröffnete sofort das Feuer. Laserschüsse schlugen fauchend in die Hülle ein und Raketen ließen den Boden unter ihren Füßen erzittern. Ein Offizier überflog hastig die eintreffenden Warnmeldungen, während über Ihnen eine Alarmsirene losschrillte.
„Mein Sith-Lord“, sagte er schnell
„Feindliche Transportkapseln docken soeben an. Sie wollen uns entern.“
„Ich kümmere mich darum.“, sagte G’rila und zog ihre Waffen. Darth Marr nickte ihr beiläufig zu und gestikulierte wild in Richtung der Schiffe.
„Energie auf die vorderen Schilde. Kehrtwende um einhundertachtzig Grad.“, rief er, als die Sith gerade die Brücke hinter sich ließ und in das Gewirr der Gänge eintauchte.

Die Eindringlinge stellten sich als gut ausgerüstete Droiden heraus, die ihr genauso unbekannt waren, wie auch die Schiffe, doch ihren Lichtschwertern waren sie dennoch nicht gewachsen und hinter ihr blieb eine Spur aus zerstückelten, rauchenden Metallteilen zurück. Eine plötzliche Erschütterung ließ sie beinahe zu Boden stürzen, als plötzlich ein Knacken in ihrem Ohr ertönte
„Mein Sith-Lord? Könnt Ihr mich hören?“ Vette, dachte G’rila und hielt inne.
„Ich höre dich.“ Fast konnte sie die Erleichterung in ihrem Gesicht sehen, als sie antwortete
„Mein Sith-Lord, wir brauchen Eure Hilfe, die Luftschleuse wurde völlig zersiebt.“
„Haltet durch, ich bin unterwegs.“, antwortete sie und machte sich eilig auf den Weg zu der Luftschleuse.
Als sie den Ort erreichte, wo sie vor kurzem das Schiff betreten hatte, stellte sich ihr erneut einer der fremden Droiden in den Weg, dessen Absicht es offenbar gewesen war, ihr den Weg abzuschneiden. Nach ein paar schnellen Streichen mit ihrem Lichtschwert war dieses Problem dann aber auch schon beseitigt und sie warf einen Blick auf das Trümmerfeld.
Zu ihrer Linken entdeckte sie nach einigem Suchen schließlich die Konsole und tippte schnell einige Befehle in das Bedienfeld ein. Es gab ein kurzes Zischen, als sich das Schiff löste gefolgt von einem freudigen Ausruf von Vette
„Wir sind frei! Jetzt müssen wir nur noch zusehen, dass wir Euch an Bord bekommen. Wo sollen wir hin?“ Eine Weile blieb es still, während die Sith auf das Schiff blickte, das nahe der Luftschleuse wartete. Sollte sie mit ihren Kameraden fliehen? Oder tun, wofür sie hergekommen war und den Imperator vernichten?
„Mein Sith-Lord…?“, erklang schließlich fragend Vettes Stimme.
„Verschwindet.“, antwortete G’rila mit fester Stimme
„Wenn ihr eine Lücke seht bringt euch in Sicherheit.“
„Aber…“ Unsicherheit klang aus der Stimme der Twi’lek heraus, ehe sie sich fasste
„Wie Ihr wünscht. Aber wir kommen wieder und bringen jede Armee mit, die wir kriegen können.“ Am anderen Ende der Leitung musste G’rila lächeln, das war die Vette, die sie kannte
„Danke.“, antwortete sie. Es rauschte kurz, dann war die Verbindung weg und das Schiff drehte ab.

Erneut knackte es und Darth Marrs Stimme erklang, wenn auch weniger gefasst, als sie gehofft hatte
„Der primäre Energiekern! Wir müssen unter allen Umständen verhindern, dass sie ihn vor uns erreichen!“
„Ich bin unterwegs.“, gab sie kurz als Antwort durch und machte sie sich rasch auf den Weg, wurde jedoch schon bald von einigen Droiden aufgehalten. Entschlossen zog sie ihre Lichtschwerter und landete mit einem beherzten Sprung in ihrer Mitte. Die nächsten Minuten waren ein Wirbel aus rotem Licht und dem mechanischen Stöhnen der niedergestreckten Droiden.
Es blieb jedoch nicht allein bei diesen Gegnern, denn je näher sie ihrem Ziel kam, desto häufiger musste sie sich ihren Weg freikämpfen. An einer Kreuzung traf sie dann schließlich auf Darth Marr und gemeinsam gingen die Kämpfe etwas leichter von der Hand.
Im Maschinenraum angelangt wartete ein großer Zerstörer-Droide auf sie, den sie mit vereinten Kräften angriffen, bis schließlich das Licht in seinen Sehzellen erlosch.
Dann eilte Darth Marr zu einer Konsole, während sich G’rila nach möglichen Überlebenden umsah, sie fand jedoch nur ein paar verschüttete Leichen. Anscheinend hatte sich ein Großteil der Arbeiter in einen anderen Teil des Schiffs retten können, bevor die fremden Droiden eingedrungen waren.
Ein Signalton kündigte eine Holonachricht an und die Sith kehrte zu Darth Marr zurück.
„Sie haben die Brücke geentert! Ich wiederhole, sie haben die Brücke…“, erklang die panische Stimme einer Offizierin, bis sie plötzlich abbrach.
„Wir sollten evakuieren.“, sagte G’rila leise und blickte auf die Stelle, wo eben die Hologestalt verschwunden war.
Sie konnte seinen Blick nicht deuten, als er sie anstarrte, doch schließlich trat er zur Seite und ließ die Sith an die Konsole. Sie drückte ein paar Knöpfe und aktivierte die Bordlautsprecher
„Das Schiff wird evakuiert.“, gab sie mit ruhiger Stimme durch
„Alle begeben sich zu den Rettungskapseln.“ Darth Marr stand schweigend an ihrer Seite, als sie ihre Ansage beendete und verschränkte die Arme.
„So soll es sein…“, knurrte er und setzte sich in Richtung der nächsten Rettungskapseln in Bewegung.
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