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Tanz ins Glück?

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Andreas Schweiger Frank Oehler Nils Egtermeyer OC (Own Character) Ole Plogstedt
31.03.2016
25.04.2016
14
19.998
1
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25.04.2016 809
 
Nun wird es endgültig Zeit, sich von Mirja, Marten und Nils, sowie Klein-Malin zu verabschieden :)
Hier noch ein kurzer Epilog für euch-sorry, aber er ist wirklich kurz. Danke fürs lesen, kommentieren, liken, und alles :) Bis zur nächsten Story :) Liebe Grüße, eure Zirpi PS: Dank geht an dieser Stelle an Nils Egtermeyer himself, der mich irgendwie, ohne dass er es weiß, oder gar wollte, zu dieser Geschichte inspiriert hat :)

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Epilog, 3 Jahre später:

„Mama!“ krähte Malin, die inzwischen drei Jahre alt war. „Ja, mein Schatz?“ „Wo ist Papa?“ „Mit Onkel Alex und Onkel Andi in Flensburg, weißt du doch.“  „Das ist doof!“ verkündete sie beleidigt. Marten, der gerade seine Schularbeiten machte (er war inzwischen in der ersten Klasse), schnaubte. „Du bist so ein Baby! Papa kommt doch wieder!“ Er war schon daran gewohnt, dass Nils öfter nicht zu Hause war, und er war auch eher ein Mamakind, bzw. ein Fo-Kind. Die beiden waren eng zusammen gerückt, und er nannte ihn (zu Nils‘ hellem Entsetzen) Dada.  „Wie weit bist du denn, Marten?“ „Gleich fertig, gehen wir zu Onkel Ole?“
Ich verdrehte die Augen. Ole war so etwas wie der heimliche Star in der Manege, und seit Bea vor einem Jahr tödlich verunglückt war, waren wir quasi unzertrennlich-worauf die Old Boys ab und an eifersüchtig reagierten. Max und Leon beglückten ihn zusätzlich noch mit der vollen Packung Pubertät, und so griff ich ihm so oft es ging unter die Arme. Es klingelte an der Tür, und Malin sauste los. „Onki Juli!“ kreischte sie begeistert, kurz nachdem sie die Tür geöffnet hatte. „Raubkatze! Groß bist du geworden!“ hörte ich nun Julians Stimme. „Onkel Julian!“ krähte nun auch Marten. Ich ließ die Kinder erst einmal machen. Denn sie würden ihn ohnehin ins Innere der Wohnung verschleppen.
So kam es dann fünf Minuten später auch, und ich küsste den quirligen rothaarigen auf die Wange. „Was verschafft uns die Ehre?“ Er setzte sich, so gut das mit Malin auf dem Arm eben ging. „Jana hat mich rausgeworfen-die Wache West nimmt mich zwar zurück, aber ich habe noch keine Wohnung.“ „Sag nichts, wir haben ein Gästezimmer, und die Krabben rasten ohnehin jedes Mal aus, wenn du da bist.“ Wie aufs Stichwort jubelten die beiden. „Wie geht es Ole?“ „Er fängt sich langsam. Aber die Jungs machen ihm gerade ein bisschen das Leben zur Hölle.“  „Frag mich mal. Anna hat gerade eine Zickenphase vor dem Herrn!“ „Onki Juli, spielst du mit uns Fangen?“ unterbrach uns Malin, und so fegten die drei lachend durch die Wohnung.
Da drehte sich der Schlüssel in der Tür-Nils war schon zurück? Naja, mir sollte es recht sein, denn ich vermisste ihn immer schmerzlich, wenn er drehen war. „Was ist denn hier für eine Party?“ hörte ich auch schon seine Stimme. „Onki Juli wohnt jetzt bei uns!“ erklärte Malin und ließ sich vermutlich erst einmal auf den Arm nehmen. Und als hätte ich es geahnt, betrat mein Mann mit unserer Tochter (ist es nötig zu erwähnen, dass sie eine exakte Kopie von Nils ist?) auf dem Arm das Wohnzimmer, in dem ich gerade versuchte, für Ordnung zu sorgen.
„Julian wohnt bei uns?“ „Jana hat ihn raus geworfen-es ist nur vorübergehend.“ „Nein, alles gut, Ole und die Jungs haben uns ja auch nicht umgebracht. Da nehmen wir es locker mit einem wilden Kommissar auf.“ „Ey!“ tönte es da aus der Küche. Nils lachte nur, und küsste mich zunächst liebevoll.

Als es Abend wurde, baten die Kinder Julian, sie ins Bett zu bringen. Während seine sonore Stimme aus dem Kinderzimmer drang-er las den beiden vor, saß ich an meinen Mann gekuschelt, mit diesem auf der Couch. Sein Herzschlag beruhigte mich noch heute wie nichts anderes, und auch sein Geruch war das schönste, was ich mir vorstellen konnte. Ich liebte Nils. Weit mehr als damals, als ich es mir eingestanden hatte. Dieser Mann war alles für mich, und würde es wohl auch immer bleiben. „Nils?“ fragte ich in die Stille hinein, die nur von Julians Stimme im Hintergrund unterbrochen wurde. „Ja, meine kleine Raupe?“ „Ich liebe dich über alles.“ „Ich dich auch.“ „Und: Du wirst noch einmal Vater!“ Er starrte mich an. „Wirklich?“ „Ja, ich war heute beim Arzt, 13. Woche.“ Nun drückte er mich so fest an sich, wie er konnte.
„Oh mein Gott! Ich freue mich so sehr! Das ist das schönste, was du mir hättest sagen können!“ Wir küssten uns leidenschaftlich, und ich wusste, dieser Mann würde auch noch alt und runzelig mit mir auf der Couch sitzen, und unsere Enkelkinder beim Spielen beobachten.
Ob Ole wohl geahnt hatte, was er mit seiner Bitte bei mir auslösen würde? Welche Veränderungen er herbeiführen würde? Sicher nicht, aber dennoch dankte ich meinem geliebten Bruder im Stillen dafür. Auch heute noch, nach so vielen Jahren an der Seite des Mannes, den ich so sehr liebte.
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