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Anderthalb Jahre

von akili94
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Dana Scully Fox Mulder
31.03.2016
09.05.2016
15
30.699
1
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Dieses Kapitel
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09.05.2016 3.001
 
Hey ihr Lieben. Ich möchte erstmal allen danken, die meine Geschichte verfolgt haben und mir ein Feedback hinterlassen haben. Dies ist das letzte Kapitel der Geschichte, aber wer weiß, vielleicht gibt es mal eine Fortsetzung, wenn mir was einfällt. Jetzt wünsche ich euch aber zum letzten Mal viel Spaß beim Lesen und hinterlasst mir gerne eine Review, ob euch das Ende, oder die Geschichte an sich gefallen hat.
Liebe Grüße
Eure Akii



Als sie ihre Augen öffnete war es draußen dunkel. Sie hatte die Fensterläden geöffnet als sie vom Krankenhaus nach Hause kam. Jetzt lag sie in ihrem Bett und wusste nicht genau was passiert war und blickte in den klaren Sternenhimmel. Nachdem sie noch ein paar Minuten liegen blieb stand sie auf und ging in Richtung Wohnzimmer. Im Flur blieb sie jedoch stehen und erblickte erschrocken Mulder, der mit seinem Kopf in beiden Händen auf dem Sofa saß. Sie konnte ihn schluchzen hören. Als sie ihn sah und hörte, war der Schmerz in ihrem Unterleib vergessen und wich einem in ihrem Herzen. Mit langsamen Schritten ging sie auf ihn zu und legte ihm von hinten eine Hand auf die Schulter.

„Scully was tust du hier, du solltest wieder ins Bett gehen."

„Mulder was..“

„Es tut mir leid, ich konnte nicht gehen und dich hier alleine lassen. Dir geht es schlecht und wenn du nicht ins Krankenhaus willst, dann ist das deine Entscheidung, aber zwing mich nicht dich alleine zu lassen, solange es dir nicht gut geht. Das kann ich einfach nicht. Wenn du wieder fit bist, verschwinde ich, aber ich muss wissen, dass es dir gut geht wenn ich dir für immer den Rücken kehren soll.“

Verblüfft über seine Ehrlichkeit nickte sie und setzte sich neben ihn. Er hatte seinen Kopf mittlerweile wieder in seinen Händen vergraben und schüttelte ihn langsam hin und her.

„Du hattest Recht Scully. Was wir getan haben war ein Fehler. Ein schwacher Moment. Es hätte nie passieren dürfen.“

„Warum sagst du das?“

„Sieh uns doch nur an. Wir halten es kaum in einem Raum miteinander aus. Du wärst wegen mir fast gestorben.“

„Hör auf Mulder.“

Fragend sah er sie an und wollte was sagen, doch sie ließ ihn nicht zu Wort kommen.
„Es ist nicht deine Schuld. Bitte rede dir das nicht ein und lass es dir von niemand anderem einreden. O´Neil ist daran Schuld was passiert ist. Nicht du nicht ich und auch niemand sonst. Er hat auf mich geschossen, nicht du.“

„Ja, aber mit meiner Waffe, die ich ihm freiwillig gegeben habe.“

„Wolltest du, dass er mich tötet, oder auf mich schießt?“

„WAS? Natürlich nicht. Scully wie kannst du…“

„Dann war es auch nicht deine Schuld.“

Ihr Herz ist so groß. Ich hab sie fast umgebracht, sie wäre wegen mir wieder fast gestorben. Immer wenn ich in ihrer Nähe bin, ist sie in Gefahr. Es ist das Beste wenn ich nach D.C. gehe und sie nie wieder sehe. Es ist das Beste für sie.

„Danke, dass du geblieben bist. Ich werd uns einen Tee machen.“

„Nein. Bleib sitzen ich werd einen machen. Ich mach das.“ Wiederholte er und ging an ihr vorbei in die Küche. Besorgt schaute sie ihm nach. Es ging ihm so verdammt schlecht wegen ihr. Er hatte das nicht verdient, aber sie wollte ihn auf Distanz halten. Wie gerne sie ihn in den Arm genommen hätte, als sie ihn auf dem Sofa gesehen hatte, kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Aber das durfte sie nicht, so sehr sie es auch wollte. Es war und blieb falsch, für sie beide. Sie setzten mit der ganzen Sache alles aufs Spiel. Die Freundschaft, die sie sich so lange aufgebaut hatten. Aber existierte dieses Band überhaupt noch? Hatte sie es nicht schon vor anderthalb Jahren zerstört, als sie ihn ohne Vorwarnung verlassen hatte. Gab es noch etwas, was auf dem Spiel stand, was ihnen einen Grund gab, sich ihren Gefühlen zu stellen und zu reden?

Nach fünf Minuten kam Mulder mit zwei dampfenden Tassen wieder und stellte sie auf den Tisch vor ihrem Sofa.

„Wenn du dich nachher soweit gut fühlst, werde ich bis morgen früh wieder ins Motel fahren.“ Sagte er tonlos und spielte mit dem Bändchen, welches aus seiner Tasse ragte.

„Das musst du nicht. Du kannst auf der Couch schlafen, wenn du schon wegen mir hier bleibst.“

„Scully, glaubst du mir, dass es mir leid tut.“

„Ja, aber ich denke, da ist nichts was dir leid tun müsste. Ich hab dir gesagt, dass du nicht dafür verantwortlich bist was O´Neil getan hat.“

„Vielleicht nicht.“

Ein paar Minuten vergingen, in denen beide ab und zu an ihren Tassen nippten.

„Mulder?“

„hm?“

„Meintest du das eben ernst? Was du über unsere gemeinsame Nacht gesagt hast?“

Er überlegte kurz, legte sich seine Worte zurecht ehe er antwortete.

„Ja. Was in dieser Nacht und am Morgen darauf passiert ist, war ein Fehler. Auch wenn es ein verdammt schöner Fehler war, war es ein Fehler. Alles was wir hatten ist verflogen. Wir können anscheinend beide nicht damit umgehen, wir haben alles aufgegeben für ein bisschen Spaß. Es sei denn, du hattest nicht vor nach dem Fall weiter Kontakt zu mir zu halten, dann fühlen wir uns beide unnötig mies.“

„Wenn wir zu diesem Moment zurück kehren würden. An dem Abend, in die Küche, würdest du mich dann wieder küssen?“

„Wahrscheinlich nicht. Ich wäre Mittags zu Diana gefahren und hätte sie davon abgehalten mit deinem Freund in die Kiste zu steigen.“

„Wäre es nicht Diana, dann wäre es eine andere gewesen.“

„Ich hab um eine Versetzung gebeten.“

„Was? Warum? Du hattest die X-Akten grade erst wieder.“

„Ich konnte nicht weiter mit Diana arbeiten. Nicht nachdem was sie dir angetan hat.“

„Mulder, das hättest du nicht tun sollen. Die X-Akten waren dir immer das Wichtigste im Leben.“

„Sie waren es eine lange Zeit ja, aber sie sind es schon seit langem nicht mehr, sind auf Platz zwei gefallen.“

Beide mussten lächeln. Mulder blickte schüchtern zu Scully, die sich mit nun verzerrtem Gesicht ihren Bauch hielt.

„Hast du Schmerzen?“

„Es geht schon Mulder. Mir geht es gut.“

„Tut es das nicht immer? Du solltest dich lieber hinlegen und nicht so lange aufrecht sitzen.“

„Wer von uns hat eigentlich Medizin studiert?“ Versuchte sie ihn zu necken, merkte jedoch, dass sie ihn damit einzuschüchtern schien.

„Tut mir leid, du hast Recht Mulder ich sollte mich hinlegen.“ Sie lächelte ihm aufmunternd zu und er erhob sich vom Sofa.

„Komm, ich bring dich in dein Bett. Keine Sorge ich werd nicht bleiben.“

Sie nickte ihm zu, ließ ihm gewähren ihr zu helfen. Sie hatte das Gefühl, dass er das jetzt brauchte und das das einzige war, was sie ihm geben konnte.
Er legte sie ins Bett, stellte ihr ihren Tee und eine Flasche Wasser neben ihr Bett und wollte wieder ins Wohnzimmer gehen, als er Scullys Hand an seinem Handgelenk spürte.

„Scully?“

„Kannst du dich noch was zu mir setzen? Wir sind nüchtern und für einen schwachen Moment bin ich zu müde.“

Er überlegte kurz, nickte dann aber und setzte sich, mit dem Rücken an ihr Kopfende gelehnt neben sie.

„Du solltest sie anrufen.“

„Wen?“

„Diana.“

„Warum zum Teufel sollte ich das tun?“

„Du solltest sie fragen, ob du wieder in die X-Akten einsteigen kannst.“

„Das will ich nicht Scully und selbst wenn ich es wollte, so könnte ich es nicht."

„Warum denn nicht?“

„Ich hab sie gestern aus dem Krankenhaus geworfen, als sie sich bei mir entschuldigen wollte. Hab ihr gesagt sie soll nach D.C. fliegen und sich nicht mehr bei mir melden. Sie strafte mich, indem sie mir jegliche zukünftige Arbeit an den X-Akten untersagte.“

„Mulder das tut mir leid.“

„Nein, dir muss nichts leid tun. Du hast nichts getan.“

„Wenn ich nicht wäre, würdest du noch immer an den X-Akten arbeiten.“

„Wenn du nicht wärst…“ Begann er einen Satz, den er nicht zu Ende brachte.

„Dann was?“

„Nichts ist schon in Ordnung, auf jeden Fall ist es nicht deine Schuld.“

„Und meine Verletzung ist nicht deine.“

So lagen sie da, schweigend und dennoch so aussagekräftig für den anderen. Irgendwann vernahm Mulder ruhiges, gleichmäßiges Atmen von Scully. Als er bemerkte, dass sie eingeschlafen war strich er ihre eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Er stutzte kurz und legte dann seine Hand auf ihre Stirn.

Sie hat Fieber.

Er stand leise auf, holte ein nasses Handtuch aus dem Bad und legte es ihr auf die Stirn. Dann ging er ins Wohnzimmer und legte sich auf die Couch. Er dachte nach.

Ich bin froh wenn es ihr besser geht und ich abreisen kann. Nichts würde ich lieber tun, als bei ihr zu bleiben und mein Leben wieder mit ihr an meiner Seite zu führen, aber diese Distanz zwischen uns zerreißt mich. Es tut weh zu wissen, dass sie so nah und gleichzeitig so weit weg ist. Wie gerne ich sie in den Arm nehmen würde, sie beruhigen und aufmuntern würde. Aber sie lässt es nicht zu und das muss ich akzeptieren so weh es mir auch tut. Wenn sie mich nur als Freund braucht, der ihr hilft während es ihr schlecht geht werde ich mein Bestes geben, um ihr ein guter Freund zu sein.

Aber wie sollte er das machen? Wie sollte er einfach seine Gefühle vergessen? Er musste es schaffen, er musste versuchen, seine Gefühle zu unterdrücken, zumindest ihr zuliebe. Und für sie würde er doch alles schaffen oder?

Über die Gedanken überkam ihm irgendwann die Dunkelheit und er fiel in einen unruhigen, traumlosen Schlaf.


Die nächsten Tage kümmerte Mulder sich aufopferungsvoll um Scully. Ihre Wunde hatte sich entzündet, was zu hohem Fieber führte. Er kochte für sie, erkundigte sich bei verschiedenen Ärzten und Apothekern, wie er ihr helfen konnte. Mit jedem Tag ging es ihr besser und auch ihr Verhältnis besserte sich wieder. Anfangs waren sie noch distanziert, redeten kaum und Scully verkroch sich die meiste Zeit des Tages in ihrem Schlafzimmer. Doch irgendwann schienen die Strapazen der letzten Tage wie vergessen. Mulder hatte es irgendwie geschafft seine Gefühle in den Griff zu kriegen und sich ganz auf Scullys Gesundheit zu konzentrieren. Jetzt wo es ihr besser ging, kam aber alles in ihm wieder hoch. Es wurde Zeit für seine Abreise. Sie brauchte ihn nicht mehr, kam alleine zurecht. Gesundheitlich wie auch in jeder anderen Hinsicht.

„Dein Fieber ist weg. Und deine Wunde sieht auch gut aus. Ich denke du bist übern Berg.“ Er lächelte sie schief an und erhob sich von ihrem Bett.

„Was hast du jetzt vor?“

„Dir geht es besser, du brauchst mich nicht mehr Scully. Ich habe dir versprochen sofort zu gehen wenn es dir besser geht."

Ich will aber nicht dass du gehst. Bitte bleib bei mir, lass mich nicht alleine.

„Ach Scully? Ich hatte das ganz vergessen dir das zu sagen. Mitch hat gestern angerufen, als du schon im Bett warst. Er hat gesagt, er will sich bei dir entschuldigen und es wieder gut machen. Er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat und liebt dich. Du sollst ihn zurückrufen sobald du wieder auf dem Damm bist.“

„Der kann mir gestohlen bleiben.“

Scully war Mulder ins Wohnzimmer gefolgt, wo er seine Tasche packte und sich fertig machte um zu gehen.

„Vielleicht solltest du mit ihm reden. Du hast es verdient glücklich zu sein. Vielleicht hat er aus seinen Fehlern gelernt. Manchmal brauchen Menschen nur etwas Zeit, um zu merken wenn sie einen Fehler gemacht haben.“

Scully schluckte bei diesen Worten schwer.

„Er kann mich nicht glücklich machen. Egal was er sagt. Wohin willst du so schnell?“

„Ich hab mir gestern Nacht einen Flug nach D.C. gebucht. Er geht in drei Stunden.“

„Oh.“ Sie wollte nicht, dass er sieht wie viel ihr das ausmachte. Die letzten Tage hatte sie gemerkt, was er ihr wirklich bedeutete. Er war alles was sie brauchte, nicht ihr Job oder Mitch. Sie wollte ihn an ihrer Seite wissen, wissen, dass jemand da ist, der sich um sie kümmert wenn sie ihn braucht. Doch sie hatte es versaut. Er war die Zeit, in der er sich um sie gekümmert hat anders. Er tat alles was er konnte damit es ihr besser ging, aber auf persönlicher Ebene schottete er sich völlig ab. Die Gespräche die sie führten, wenn sie denn welche führten, waren nicht mehr als Small Talk. Dennoch zerriss es ihr das Herz, ihn jetzt gehen zu sehen. Wie gerne hätte sie ihn einfach aufgehalten.

„Scully? Geht es dir nicht gut?“ Besorgt musterte Mulder sie, erst jetzt merkte sie, dass er ihre Hände auf ihren Schultern abgelegt hatte.

„Doch, doch alles in Ordnung.“

„Scully, wenn du nicht wieder fit bist, dann kann ich meinen Flug wieder canceln und mich noch was um dich kümmern. Du bist ganz blass.“

„Ist schon ok Mulder. Flieg ruhig nach Hause.“ Sie zwang sich zu einem Lächeln. Sie durfte ihn nicht hier behalten. Dazu hatte sie kein Recht. Nicht nachdem, was sie ihm angetan hatte.

„Scully, was hier passiert ist, es tut mir leid. Alles. Das musst du mir glauben bitte.“

„Du hast nichts falsch gemacht Mulder. Was passiert ist, geschah nicht gegen meinen Willen, das darfst du nicht vergessen. Ich wollte auch dass es passiert. Ich muss mich wohl eher bei dir entschuldigen. Was ich dir da an den Kopf geworfen habe. Das du schuld an dem Tod meiner Schwester und an meinem Krebs bist, das ist nicht wahr. Und ich hoffe, dass du weißt, dass ich das nur gesagt habe weil ich wütend war und nicht weil ich denke, dass es so ist.“

„Immerhin liegst du mit den Vorwürfen nicht ganz falsch nicht wahr? Wenn ich nicht in dein Leben gestolpert wäre, hättest du nichts von alle dem durchmachen müssen.“

„Hätte ich die Wahl, würde ich nichts anders machen. Ich würde dir wieder überall hin folgen. Ich bereue keinen Tag an dem ich mit dir zusammengearbeitet habe.“ Sie ging einen Schritt näher auf ihn zu.

In Mulder kribbelte alles, als sie näher kam. Was würde er darum geben, sie jetzt in den Arm zu nehmen, sie zu halten und ihr zu sagen was sie ihm bedeutete.

„Ich muss jetzt gehen. Werde ich dich wieder sehen Scully?“

„Das kann ich dir nicht sagen. Vielleicht schneiden sich unsere Wege irgendwann wieder. Wer weiß schon, was man mit uns vorhat.“

Er nickte stumm und griff nach seiner Tasche.

„Mulder, danke dass du trotz Allem hier geblieben bist, dass du dich um mich gekümmert hast, trotz allem was ich dir angetan habe.“

„Naja, ich lie…“ Er stockte. Mahnte sich selbst und fuhr fort. „Kein Problem, würde ich jederzeit wieder machen.“

Warum hast du es mir nicht gesagt. Warum hast du es nicht ausgesprochen.? Doch anstatt darauf einzugehen entschied Scully sich für ein einfaches Lächeln.

Mulder ging an ihr vorbei, zog seine Jacke an und öffnete ihre Tür. Er blickte zu ihr zurück und verabschiedete sich mit einem Lächeln. Wenn er jetzt durch diese Tür gehen würde, würde er sie nie wieder sehen, dass wusste er. Aber was für eine Wahl hatte er schon? Sie wollte es nicht anders. Es bräuchte nur ein Wort von ihr und er würde ohne zu fragen umdrehen. Was hatte er schon in D.C? Seinen Job hatte er verloren und Familie hatte er schon lange nicht mehr. Sie war alles was er hatte.

Sag es ihm. Wenn du es ihm nicht jetzt sagst, dann wirst du wahrscheinlich nie die Chance haben es zu tun. Du wirst ihn nie wieder sehen, wenn du ihn nicht jetzt aufhältst. Sei nicht dumm, sei einmal im Leben mutig und stell dich deinen Gefühlen.

Sie zögerte, setzte an seinen Namen zu sagen, als sie sah wie er die Tür zu zog.

„Ich liebe dich auch.“  Sagte sie, in ihr nun, leeres Wohnzimmer. Sie vergrub ihr Gesicht in ihre Hände, machte keine Anstalten sich wegzubewegen.


„Was hast du da gesagt?“ Erschrocken riss Scully ihren Kopf aus den Händen und sah zu Mulder, der zwischen Tür und Angel stand und sie ungläubig anschaute.

„Ich…ich…“ Sie konnte es nicht wiederholen, zu nervös war sie, zu viel Angst wieder alles zu verlieren.

„Scully, was hast du gesagt?“  Mit schnellen Schritten ging er auf sie zu, machte keine Anstalten Abstand zu bewahren. Er nahm ihr Tränen überflutetes Gesicht in seine Hände und schaute ihr tief in die Augen.

„Bitte. Sag es mir. Sag mir was du grade gesagt hast.“ Er flüsterte es ihr entgegen, legte seine Stirn auf ihre und beide schlossen ihre Augen.

„Ich hab gesagt, dass ich dich liebe.“ Durch die Nähe zu ihm, war alle Angst wie weggeblasen, es war auf einmal das einfachste der Welt diese Worte auszusprechen.

„Ich liebe dich, hab es schon so lange getan, schon als ich aus D.C. weg bin. Es war der Grund, warum ich überhaupt weg bin.“

Mulder konnte nichts anderes tun als zu lächeln.

„Du bist verrückt mich zu lieben.“ Sanft küsste er sie, nahm sie in seine Arme und drückte sie an sich.

„Du bist nicht viel klüger mich zu lieben, ich bin eine komplizierte Person. Aber wie solls jetzt weiter gehen Mulder?“

„Ich weiß nicht, aber das ist mir auch egal. Solange ich dich an meiner Seite hab ist mir egal wo ich lebe, was ich mache. Von mir aus fange ich an die Büros der ganzen Stadt hier zu putzen. Hauptsache du lässt mich nicht wieder alleine.“

„Nein. Mich wirst du so schnell nicht wieder los. Das ist jetzt etwas mit dem du leben musst.“

„Nichts leichter als das.“

„Levin und ich könnten noch etwas Unterstützung gebrauchen, wenn es dir nichts ausmacht, dass ich deine Vorgesetzte bin.“

Er lachte auf und legte erneut seine Stirn auf ihre. Er fühlte sich unbeschreiblich, so viele Gefühle denen er grade ausgesetzt war. Endlich war es ihm erlaubt sie zu lieben.

Sein rechter Arm legte sich um Scullys Taille, während der linke die noch geöffnete Tür schloss. Er verwickelte sie wieder in einen langen, intensiven Kuss, mit der Gewissheit, dass ab jetzt alles wieder besser werden würde.



So, das war es also. Ich hoffe die Geschichte hat euch gefallen. Vielleicht bis bald mal ;)
Aki
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