Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Begegnung im Jenseits

von Anmiwin
OneshotFamilie, Schmerz/Trost / P12
Klekih-Petra Nscho-Tschi Old Shatterhand Winnetou
29.03.2016
29.03.2016
1
2.524
6
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
11 Reviews
 
 
 
29.03.2016 2.524
 
Er spürte, dass er sterben würde. Ja, es ging zu Ende - aber nur, wenn er es auch wirklich wollte? Was sollte das nur bedeuten?

Als ihn die Kugel traf und er von dem Aufprall unweigerlich über die Felskante in die Tiefe gerissen wurde, war es ihm, als würde sein Fall von einem lauten Schrei begleitet, einem Schrei, der nicht sein eigener war, dessen Stimme ihm aber so sehr bekannt vorkam – und diese Stimme stammte von dem Menschen, der ihm der Liebste von allen war, von dem Mann, dem er bedingungslos vertraute und dessen Wärme und Nähe er sich mit jedem Tag ein wenig mehr herbei sehnte.
Dann umfing ihn das kalte Wasser des Flusses, verdrängte den Schmerz und ließ ihn eintauchen in eine alles auslöschende Dunkelheit. Er begrüßte den Tod wie einen lang ersehnten Freund.

Eine gleißende Helligkeit sorgte mit einem Mal dafür, dass er beinahe erschrocken die Augen öffnete, doch er wurde davon so sehr geblendet, dass er sie sofort wieder schloss. Verwundert registrierte er, dass er offensichtlich wieder erwacht war – doch es war ein Erwachen ohne jeden Schmerz, ohne Kälte, ohne überhaupt irgendeine Missempfindung. Im Gegenteil, ihn umfing mit einem Male eine wundervolle Wärme, ein alles überstrahlendes Gefühl der Freude, der Sorglosigkeit, zugleich ein unendlicher Friede, eine unendliche Glückseligkeit. Vertraute Stimmen waren plötzlich um ihn herum, und als er erneut die Augen öffnete, empfing ihn dieses Mal ein strahlend heller und äußerst angenehmer Lichterglanz, aus dessen goldenem Schein sich drei Gestalten lösten, die in ihm sofort eine Erinnerung an längst vergangene Zeiten erweckten.

Er blinzelte, und dann machte sein Herz einen Satz: er hatte seine Eltern und seine Schwester erkannt! Alle drei hatten ein Lächeln voller Freude und spürbarem Stolz auf ihn im Gesicht und traten nun mit einem Ausdruck in ihren Augen näher, der von solch großer Liebe zu ihm zeugte, dass es ihm schwindelig zu werden drohte.
Regelrecht verzückt strahlte er sie an, und die ersten Worte kamen nur als heiseres Krächzen aus seiner Kehle:
„Mutter... du bist da! Und N'scho-tschi – meine kleine Schwester! Wie...“
„Mein geliebter Bruder“, kam es von ihr zurück, mit der ihr so eigenen sanften, lieblichen Stimme, einem zarten Vogel gleich.
„Wie freue ich mich, dich zu sehen! Wir sind alle so stolz auf dich – so unglaublich stolz! Und ich liebe dich so sehr!“
Schon kniete sie neben ihm und strich ihm mit ihrer wundervoll weichen Hand sanft über die Wange. Erstaunt nahm er zur Kenntnis, dass sie genauso so jung und unverändert schön war wie noch an dem schicksalhaften Tag, als ihr jener grausame Weiße aus reiner Goldgier dieses so unschuldige und junge Leben genommen hatte.
Als sich ihm dann noch sein Vater näherte, ebenso stark und unbesiegbar wie an seinem letzten Tag, da war er endgültig sicher: Er war in die ewigen Jagdgründe hinübergegangen!
Die Wärme, die ihn weiterhin voll und ganz umfing, hatte jetzt auch von seinem Innersten Besitz ergriffen und ließ sein Herz vor Glück fast zerspringen. Er durfte wieder mit seiner Familie zusammen sein! Bis in alle Ewigkeit! Selig vor Freude sprang er auf und ging seinem Vater entgegen. Auch dieser bedachte ihn mit einem äußerst stolzen, zugleich auch glückseligen Lächeln.

Dicht voreinander blieben Vater und Sohn stehen, sahen sich tief in die Augen. Zögernd streckte Winnetou seine Hände aus, um die des Vaters zu ergreifen, hatte aber gleichzeitig etwas Angst, sie nicht spüren zu können – vielleicht war er selbst ja doch noch ein Mensch, seine Familie aber jenseitige Seelen, die nur vor ihm Gestalt angenommen hatten...? Doch dann ergriff Intschu-tschuna seine Hände und drückte sie ganz fest – deutlich konnte Winnetou dessen Kraft und unbeugsamen Willen spüren, und seine Seele brannte vor Glück.
„Mein Vater... Ich bin so froh, wieder bei euch sein zu dürfen!“
Winnetou sprach leise, obwohl er am liebsten laut gejubelt hätte. Dann aber ergriff sein Vater das Wort:
„Auch ich bin unendlich glücklich, dich wiederzusehen, mein geliebter Sohn! Du bist der Stolz aller Apatschen, und ich empfinde es als eine große Ehre, mich deinen Vater nennen zu können! Wie froh werde ich sein, wenn du irgendwann für immer an unserer Seite sein kannst!“
„Ich gehe nicht wieder fort – jetzt, wo ich euch wiederhabe, bleibe ich bei euch!“
Winnetous Entschluss stand fest, felsenfest. Was in aller Welt sollte es denn überhaupt noch für einen Grund geben können, diesen herrlichen Ort wieder verlassen zu wollen?
„Dafür ist es vielleicht noch zu früh, mein Sohn...“
Erstaunt sah Winnetou Intschu-tschuna an.
„Es ist aber mein sehnlichster Wunsch, hierzubleiben, Vater!“
„Ich weiß, mein Sohn“, antwortete dieser.
„Und du hast auch jedes Recht dazu! Du bist noch so jung an Jahren, hast aber dennoch schon so viel für das Volk der Apatschen geleistet wie noch kein anderer Häuptling vor dir! So vieles hast du erleiden und erdulden müssen, und dennoch bist du immer standhaft geblieben, mutig und unerschrocken, auch in den schwierigsten Situationen. Doch du musst wissen: es ist dir tatsächlich möglich, noch weit mehr für dein Volk zu tun! Du kannst es in die neue Zeit hineinführen, ohne dass es weiter Schaden erleidet, noch mehr Land verliert oder sogar ganz vernichtet wird!“

„Vater...“, unterbrach ihn der Sohn beinahe zaghaft.
„Ich habe das alles immer und immer wieder versucht... Aber der weiße Mann ist einfach übermächtig und voller Gier! Er wird nicht eher ruhen, als bis die Rote Rasse vollständig ausgerottet ist – und selbst wenn Winnetou manchmal einen kleinen Erfolg hatte erzielen können, war das immer nur von kurzfristiger Dauer! Warum sollte es jetzt auf einmal anders werden?“
„Weil ER nun bei dir ist!“ Intschu-tschuna legte sanft seine Hand auf die Wange seines Sohnes und drehte dessen Kopf mit leisem Druck ein wenig zur Seite.
„Sieh hin – sieh genau hin: Seine Seele schreit vor Gram und Kummer, er ist erfüllt von rasender Angst um dein Leben und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass du bei ihm bleibst!“
Vor Winnetou hatte sich mit einem Male ein Bild aufgebaut, welches er jetzt völlig erstaunt betrachtete: Er sah sich selbst am Boden liegen, durchnässt, blutüberströmt. Neben ihm kniete - ebenfalls völlig durchnässt - niemand geringerer als Scharlih, sein geliebter Blutsbruder Scharlih! Hatte er sich dessen Stimme während des Falles in die Tiefe also doch nicht nur eingebildet?
Das Gesicht Old Shatterhands war tränennass und wies den Ausdruck einer solch immensen Verzweiflung auf, dass es Winnetou tief ins Herz schnitt.

„Siehst du, mein Sohn?“ Wieder erklang die von ihm so lange vermisste Stimme seines Vaters an seinem Ohr.
„Viel eher, als du es erwartet hast, ist er wieder hierher zurückgekehrt, denn der gute Manitou hat ihn gerufen! Und jetzt, wo er gesehen hat, wie schnell er dich verlieren kann und wie schrecklich dieser Verlust für ihn sein würde, wird er nie wieder fortgehen. Erst jetzt hat er erkannt, dass du der wichtigste Mensch in seinem Leben bist, erst jetzt ist ihm bewusst geworden, dass er es niemals verkraften würde, wenn du für immer von ihm gehst. Mit ihm an deiner Seite, mit seinem Einfluss als weißer Mann auf die Anführer seiner Rasse, kann es dir gelingen, dem Volk der Apatschen noch viele Jahrzehnte in Freiheit zu schenken! Mit ihm an deiner Seite wird dir das sogar ohne großen Landverlust für unser Volk gelingen! Aber: du hast die Wahl! Und wenn du dich entscheidest, schon ab jetzt für immer hier bei uns zu bleiben, so sei gewiss: Schon zu diesem Zeitpunkt bist du der Stolz aller Apatschen und der Liebling unserer Ahnen, und alle Lebenden wie Verstorbenen unseres Volkes wissen, wie viel sie dir zu verdanken haben! Du hast dir den ewigen Frieden ganz bestimmt mehr als verdient!“

Sprachlos starrte Winnetou erst seinen Vater, dann seine Mutter und seine Schwester an. Hinter diesen Dreien glaubte er, ganz schemenhaft, noch weitere Personen erkennen zu können... War das dort nicht sogar Klekih-petra, der ihm verheißungsvoll zulächelte? Oder war es eher ein ermunterndes Lächeln?
Plötzlich drang die so vertraute Stimme seines alten Lehrers an sein Ohr:
„Mein Sohn! Glaube mir: dein Volk braucht dich! Es liebt dich sehr und hat unendlich viel Vertrauen zu dir! Und nur dir ist es möglich, zusammen mit meinem Landsmann Krieg, Not und Elend von den Apatschen fernzuhalten. Nur dir ist es möglich, das Blutvergießen weitestgehend zu beenden!“

Liebevoll glitt der Blick des Weißen Vaters der Mescaleros über seinen Ziehsohn, und Winnetou erwiderte diesen Blick mit der gleichen Innigkeit – ihm war, als müsse sein Herz zerspringen vor lauter Liebe zu den Seinen! Wie sehr wünschte er sich nun seine Kindheit, seine Jugend zurück – wie unbeschwert kam ihm das damalige Leben jetzt vor, wie wohl und geborgen hatte er sich in all den vergangenen Stunden gefühlt, in denen Klekih-petra ihn die Sprache der Bleichgesichter gelehrt hatte und noch vieles andere dazu!
Auch seine frühe Kindheit kam ihm nun wieder in den Sinn. Die liebevolle Erziehung seiner Mutter, ihre Sanftheit, ihre Fröhlichkeit - er sah sie jetzt lange an und stellte fest, dass auch sie genauso schön und jung war wie er sie aus seinen letzten Erinnerungen an sie kannte.

Sein jetziges Leben hingegen... wie viel Leid und Schmerz hatte er schon erfahren müssen, teils am eigenen Leib, teils aus nächster Nähe mit ansehen müssen, ohne helfen zu können! Und diese Schlinge aus Krieg, Hass, Vernichtung und zum Himmel schreienden Unrecht zog sich von Jahr zu Jahr immer enger um ihn herum – warum sollte das jetzt auf einmal anders werden?

Doch dann fiel sein Blick ein weiteres Mal auf die nebulöse Szene neben ihm:
Scharlih kniete immer noch neben seinem leblosen Körper, und sein Gesichtsausdruck war ein einziger Schrei um Hilfe, seine tränennassen Augen erstarrten in Angst und Panik um das Leben seines besten Freundes, während seine zitternden Hände sich fest auf die blutende Brust des Apatschen pressten, um in bemitleidenswerter Hilflosigkeit das Blut der Wunde irgendwie zu stillen.
Allein dieser Anblick rührte Winnetou beinahe zu Tränen, und im gleichen Moment wusste er auch schon, dass er es niemals übers Herz bringen könnte, seinem Blutsbruder einen solchen Kummer aufzubürden, solange noch eine Möglichkeit bestand, dieses zu verhindern.

Sein Entschluss wurde schließlich auch noch durch die liebevollen Blicke seiner Familie einschließlich Klekih-petra gefestigt, die voller Hoffnung auf ihm ruhten und ihm sagten, dass sie nichts lieber täten als ihn für immer in ihre Arme zu schließen, sie aber gleichzeitig den innigsten Wunsch hegten, dass er das Volk der Apatschen unbeschadet durch diese turbulente Zeit führen würde.
Vor allem seiner Mutter sah er die innere Zerissenheit deutlich an: Traurig lächelte sie ihm zu, trat dann plötzlich an seine Seite und nahm ihren Sohn stumm in den Arm. Mit Tränen in den Augen erwiderte er diese Umarmung aufs Heftigste, während sie ihm ins Ohr flüsterte:
"So schwer es mir auch fällt - aber unser Volk braucht dich so sehr!"
Schnell senkte sie daraufhin den Kopf, um ihre innere Bewegung nicht zu deutlich werden zu lassen, und ging zurück zu ihrem Mann und ihrer Tochter.

Sein weißer Lehrer sprach es jetzt noch einmal deutlich aus:
„Mein geliebter Winnetou! Du bist der Quell der Hoffnung für alle Apatschen – Old Shatterhand hingegen ist deine Quelle der Kraft! Dank ihm wirst du allen noch so heftigen Widerständen und allen noch so furchtbaren Gefahren trotzen können, und dank ihm wirst du das Leben wieder lieben lernen! Es hält für dich, ja, für euch beide noch so viel Schönes bereit... Er hat dich sehr oft, eigentlich zu oft alleine gelassen, ich weiß es ja genau, aber jetzt, genau in diesem Moment, bereut er das zutiefst, und gerade jetzt schwört er dir bei unserem Herrgott, dass er diesen Fehler wieder gutmachen und dich niemals mehr im Stich lassen wird! Vertraue ihm... vertraue uns...“

Winnetous Augen glitzerten verdächtig, als er leise antwortete:
„Wem, wenn nicht euch, sollte ich denn sonst vertrauen? Aber auch ich will und werde meinen Blutsbruder niemals im Stich lassen – und auf gar keinen Fall mein Volk - obwohl ich weiß, dass ich euch weiterhin so sehr vermissen werde...“

„Mein lieber, lieber Bruder!“ N'scho-tschis einschmeichelnde Stimme erklang plötzlich ganz nah an seinem Ohr.
„Wir sind ja immer bei dir... wir werden dir stets ganz nahe sein... in deinem Herzen! Und N'scho-tschi wird voller Stolz auf die kommenden großen Taten ihres geliebten Bruders und dessen Blutsbruders schauen, genauso wie meine Liebe euch beide stets und überall begleiten wird!“
Daraufhin schloss sie ihn fest in die Arme, und er erwiderte diese Umarmung mit aller Kraft. Über ihre Schulter hinweg sah er seine Eltern an; sah, dass beide stumm die Worte Klekih-petras und N'scho-tschis wiederholten und ihm mit ihrem Lächeln ein weiteres Mal all ihre Liebe schenkten.
Endlich entließ seine Schwester ihn aus ihrer Umarmung, drückte ihm noch einmal einen wundervollen Kuss auf seine Stirn und glitt dann schnell zurück in die Reihen seiner Lieben.
Alle vier sahen ihm wieder voller Stolz ins Gesicht und nickten ihm gleichzeitig aufmunternd zu.
Und ein letztes Mal blieb sein Blick auf der immer noch bestehenden Szene neben ihm haften.

Dort kniete Scharlih weiterhin voller Verzweiflung neben seinem lebendigen Ich, befand sich aber mittlerweile in Gesellschaft einiger Soldaten. Außerdem erkannte Winnetou jetzt noch Emery Bothwell, Scharlihs reichen Freund aus England, sowie den Bärenjäger Baumann nebst Sohn Martin. Einer der Soldaten, ein älterer Mann mit weißem Haar, kniete auf Winnetous anderer Seite und bemühte sich offenbar gerade mit aller Kraft darum, diesen wieder zurück ins Leben zu holen.

Mit einem Mal verspürte er einen brennenden Druck in seiner Brust – und wusste im selben Moment genau, dass es nun an der Zeit war, Abschied zu nehmen und zurückzukehren.
Traurig, aber doch voller Liebe im Herzen verabschiedete er sich stumm und mit innigen Blicken von seiner Familie, dann seufzte er leise und murmelte:
„Ich bin bereit!“

Und sofort löste sich die warme und helle Welt vor ihm auf in einem bunten Wirbel aus den unterschiedlichsten Empfindungen: Erinnerungen, Lichterglanz, Düsternis, Hoffnung, Liebe...
Der Druck in seiner Brust wurde jetzt auf einmal übermächtig, gleichzeitig auch äußerst schmerzhaft, so dass er Sekunden später glaubte, es nicht mehr aushalten zu können – und dann ging es gar nicht mehr anders: leise stöhnte er auf, begann zu husten, und sogleich spürte er, wie ihm jemand die Hand in den Nacken legte, seinen Oberkörper ein Stück weit anhob und fest an sich drückte. Im nächsten Augenblick gab ihm dieser Jemand ein, zwei – nein, gleich drei innige Küsse auf die Stirn, genau dorthin, wo N'tscho-tschis Lippen soeben noch einen brennenden Abdruck hinterlassen hatten, und gleichzeitig tropfte ihm etwas Nasses ins Gesicht, während er über sich die tränenerstickte Stimme seines Blutsbruders hörte, der ihn weiterhin fest an seine Brust gepresst hielt:
„Winnetou – mein lieber, lieber Bruder! Ich flehe dich an: Halte durch – gib nicht auf! Ich bin ja da, ich bin bei dir... nie wieder lasse ich dich allein, ich schwöre es - bei Gott, ich schwöre es! “

Langsam hob er seinen Kopf – allein diese kleine Bewegung fiel ihm schon unglaublich schwer – und sah seinen besten Freund an, dessen Tränen ihm immer noch unaufhörlich ins Gesicht tropften.
Dieser verstummte sofort, weil sie sich jetzt tief in die Augen sahen, und konnte auch nur deshalb Winnetou verstehen, als dieser ganz leise, beinahe hauchend, das Wort ergriff:

„Mein Bruder... Winnetou wird dich nicht verlassen – er weiß es genau!“
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast