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Mein turbulentes Leben

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P18 / Gen
OC (Own Character) Ole Plogstedt
29.03.2016
20.09.2016
38
66.454
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01.04.2016 1.621
 
Als wir vor der Bar standen, nahmen mich die beiden Männer bei der Hand und verschränkten ihre Finger mit meinen. Zwanzig Minuten später standen wir vor ihrem Hotel. „Du kommst doch noch mit nach oben?“ fragte Andi. „Wie könnte ich da nein sagen?“ Ole küsste mich daraufhin stürmisch. Wir gingen schweigend nach drin. Die Jungs bugsierten mich direkt zum Fahrstuhl. Kaum hatten sich die Türen geschlossen, drückte mich Andi an die kühle Wand, und küsste mich verlangend. Seine Hände fanden wieder den Weg unter mein Kleid, und wieder drang er mit drei Fingern in mich ein. Er stieß heftig mit ihnen in mich. Ich stöhnte. Da hörte ich, wie die Tür aufging. Andi ließ von mir ab, und Ole nahm mich an der Hand. „Komm mit, schönes Kind.“ Auch er küsste mich leidenschaftlich. Andi öffnete derweil die Zimmertür. Ole schob mich unsanft nach drin, und warf mich auf das große Bett, das in der Mitte des Raumes stand. Ehe ich mich versah, lagen die beiden neben mir. Andi links, Ole rechts. Letzterer machte sich am Reißverschluss meines Kleides zu schaffen, und öffnete es. Andi streifte es ab, und warf es achtlos zu Boden. Ole entledigte mich meines BH’s. So lag ich nun nackt vor den beiden Männern. Diese zogen sich ebenfalls aus, und legten sich wieder neben mich. Andi begann, mit den Fingern meine Knospen zu bearbeiten, die allerdings schon von selbst hart waren. Ole war vor mir auf die Knie gegangen, und begann, mich zu lecken. Ein leiser Lustschrei entfuhr mir. Davon angestachelt, nahm Andi meine Brustwarze zwischen die Zähne, und knabberte vorsichtig daran. Ole nahm nun seine Finger zu Hilfe, und verschaffte mir mit ihnen ein nie gekanntes Lustgefühl. Während er mit meiner intimsten Stelle beschäftigt war, widmete sich Andi ausgiebig meinen Brüsten. Ich wand mich unter den beiden, und schrie meine Lust nun unkontrolliert heraus. Die beiden ließen vorerst von mir ab. Sie legten mich sanft zurück aufs Bett, und während Ole von vorne in mich eindrang, nahm Andi mich von hinten. Sie begannen vorsichtig, aber durch meine Schreie angespornt, stießen sie immer fester zu. Ich spürte, dass ich bald die Besinnung verlieren würde. „Oh ja“, wimmerte ich. Da überrollte mich ein Orgasmus, wie ich noch nie einen gespürt hatte. „Andi…Ole….oh mein Gott!“ Da spürte ich, wie sich die beiden gleichzeitig in mir ergossen. Sie zogen sich aus mir zurück, und kuschelten sich an mich. Beide wurden ausgiebig von mir geküsst. „Und? Kannst du dir jetzt vorstellen, mit uns beiden zu leben?“ fragte Andi. „Das war euer Ernst?“ „Ja war es. Wir haben beide Gefühle für dich, und so eine Dreierbeziehung kann doch nicht zu unserem Nachteil sein?“ Oles Augen sahen mich treu an. Ich lächelte. „Ich finde euch auch beide toll. Aber gebt mir ein bisschen Zeit, immerhin ist das eine ungewöhnliche Bitte“, flüsterte ich den beiden Männern zu, ehe ich in ihren Armen einschlief.
Specki und Micha hatten getobt, als ich am nächsten Morgen nach Hause kam. Insbesondere Micha drehte mich eine geschlagene halbe Stunde lang durch den Wolf. „Dir ist schon klar, dass wir uns…falsch, dass ich mir Sorgen gemacht habe? Dir hätte weiß der Kuckuck was passieren können!“ Ich schaute ihm direkt in die Augen. „Mir ist aber nichts passiert, und ich hatte doch Kontakt zu Specki?“ Dieser brüllte mich direkt an. „Du hast gesagt, du kommst bald nach Hause! Bald heißt nicht am nächsten Morgen!“ Anne schritt schlussendlich ein. „Ihr brüllt das arme Ding hier nieder! Habt ihr ihr schon mal in die Augen geschaut? Seht ihr Vollidioten nicht das Leuchten darin? Pia scheint glücklich zu sein, und ihr schreit hier herum!“ Ich legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Schon gut Anne. Die beiden haben ja recht. Ich hätte nicht einfach wegbleiben dürfen.“ „HA!“ kam es da zweistimmig.
Im Hotelzimmer waren die beiden Köche inzwischen aufgewacht. Ich hatte mich feige davongestohlen. Immerhin hatten sie mich mit diesem Wunsch nach einer Dreiecksbeziehung doch sehr überrumpelt, und wenn ich ehrlich war, war die Anziehung zu Ole immer noch deutlich größer als die zu Andi. Dieser fand gerade den Zettel, den ich ihnen hinterlassen hatte.

„Lieber Andi, lieber Ole! Danke für diese Wahnsinnsnacht, aber euer Wunsch nach einer Dreierbeziehung überfordert mich. Wenn es so sein soll, werden wir uns eines Tages wiedersehen. Gruß, Pia.“

Andi schaute Ole bedröppelt an. „Na wunderbar, da haben wir uns ja ein saftiges Ei gelegt.“ Ole fuhr sich durch sein schwarzgraues Haar. „Wenn sie nicht will, dann hat sie schon. Wir können sie schließlich nicht zwingen.“ Andi nickte zustimmend. „Andere Mütter haben auch noch schöne Töchter.“
Ein halbes Jahr später war ich nach Berlin gezogen. Ich hatte dort einen Job als Kellnerin im gemeinsamen Laden von Ralf Zacherl & Mario Kotaska gefunden. Die zwei waren echt tolle Chefs, und die Arbeit machte mir großen Spaß. Ich bediente gerade ein Hipster-Pärchen, die mir mit ihren Sonderwünschen dezent auf die Nerven fielen, als Lea, meine Kollegin mich zu sich winkte. „Also einen Grauburgunder für sie, und einen Zinfandel für sie, und dazu die vegane Platte“, wiederholte ich die Bestellung des Pärchens. Die beiden nickten, und ich wandte mich Lea zu. „Was gibt’s denn?“ „Tisch 5 will ausschließlich von dir bedient werden.“ Ich seufzte ergeben. Zuerst jedoch gab ich die Bons am Tresen und in der Küche ab. Dann machte ich mich auf den Weg zu Tisch 5. Dort saß ein breit grinsender Nils mit einen hübschen Blondine. Seine Frau, wie ich vermutete. „Hallo, willkommen im Z&Ko. Ich bin Pia, und für ihr Wohl zuständig. Darf ich ihnen die Karten bringen?“ spulte ich meinen Standardsatz runter. Nils zwinkerte. „Du darfst mich erst mal anständig begrüßen!“ Daraufhin umarmte er mich fest. Ich gab ihm ein Küsschen auf die linke Wange, was er erwiderte. „Darf ich dir meine Frau Julia vorstellen?“ „Hallo Julia, freut mich dich kennen zu lernen. Nils hat immer nur sehr positiv und liebevoll von dir gesprochen“, begrüßte ich die junge Frau herzlich. Sie lachte. „Das will ich ihm auch geraten haben. Du bist also die, die unserem Ole so den Kopf verdreht hat?“ „Huh? Ich dachte, das wäre Andi gewesen?“ Nils lächelte. „Nein, nicht nur. Aber Andi lebt inzwischen wieder in einer Beziehung. Aber ich soll dir das hier von ihm geben.“ Er schob mir ein Zettelchen zu. Ich steckte es schweigend ein. „Und Ole?“ „Der redet ununterbrochen von dir.“ „Grüßt ihn mal lieb. Aber wollt ihr nun die Karten oder nicht?“ Julia nickte, und ich drückte ihnen die Karten in die Hand. Da hörte ich das „pling“ aus der Küche. Ich servierte Tisch 10 den Wein und die vegane Platte, kassierte Tisch 8 ab und flirtete kurz mit Ralfs Sohn, der gerade von seinem Judo-Training kam. Da winkte mich Nils wieder an den Tisch. Julia schien gerade zur Toilette gegangen zu sein. Er schob mir einen Brief zu. „Von Ole.“ Ich steckte auch diesen ein. „Habt ihr was gefunden?“ „ja, bringst uns zwei Gläser Cabernet Sauvignon?“ „Aus Chile, Argentinien, Australien oder Kalifornien?“ „Da vertraue ich dir.“ „Okay, dann habe ich da so eine Idee. Und zu essen?“ „Nichts, danke.“ Ich nickte, und machte mich daran, den Wein auszuschenken. Robin, mein Kollege an der Bar, sah, dass ich nachdenklich war. „Mach noch kurz den Wein für Tisch 5, dann gehst mal eine rauchen, hm? Du schaust aus, als hättst a Gespenst g’sehn!“ meinte der Bayer freundschaftlich. Ich grinste ihn an. „Danke Rob, aber lass das nicht die Chefs hören! Die wollen doch immer, dass ich aufhöre!“ Ich schnappte mir die Weingläser und servierte sie Nils und Julia. „Ich habe mich für den Australier entschieden, lasst ihn euch schmecken!“
Fünf Minuten später saß ich auf der Bank hinter dem Lokal. Ich hatte mir eine Zigarette angezündet, und widmete mich zunächst Andis Zettel.
„Liebe Pia, ich fand es schade und traurig, dass du damals einfach verschwunden bist-das war unser Ernst. Lebe zwar wieder in einer Beziehung, würde mich aber freuen, wenn du dich meldest, so als Kumpeline. Tel: 015XXXXXX, XOX, Andi“
Ich lächelte. Der gute Andi. Ich gönnte ihm das Glück. Danach öffnete ich Oles Brief. Und mit jeder Zeile, die ich las, wurden meine Augen feuchter. Als ich am Ende angekommen war (immerhin waren es 4 DIN A4-Seiten gewesen), war ich völlig in Tränen aufgelöst. So etwas Rührendes und Romantisches hatte noch nie jemand für mich getan! Da stand mein Chef Mario hinter mir. „Du weißt, dass Ralf und ich nicht gut heißen, dass du rauchst?“ Ich nickte. „Aber dein Geheul hört man ja bis nach Spandau! Also erzähl mir, was ist passiert?“ Ich reichte ihm wortlos Oles Brief. Mario, der sonst ziemlich taff war, schluchzte in der Mitte des Briefes laut auf. „Oh mein Gott, das ist ja wohl das schönste, was ich je gelesen habe!“ Ich umarmte ihn. „Und was soll ich jetzt machen?“ „Diesen Mann heiraten, zur Hölle! Wer solche Worte findet, KANN nur der richtige sein!“ Er gab mir einen Kuss auf die Wange. „Aber jetzt wieder an die Arbeit!“ „Ja, Chef!“
Drei Stunden später drückte mir Ralf einen Teller mit Fingerfood in die Hand. „Essen!“ befahl er mir. Ich setzte mich auf die Arbeitsfläche, und begann, die Häppchen zu verputzen. Robin saß neben mir, ebenfalls mit einem Teller in der Hand. Lea war schon nach Hause gegangen. Es war ein friedlicher Moment, und ich liebte diese Zusammenkünfte in der Küche. Nachdem wir fertig gegessen hatten, nahm mich Mario in den Arm. „Und wir zwei beiden unterhalten uns morgen nochmal, hm?“ Ich nickte ihm zu. „Ich hasse Geheimnisse!“ meckerte Ralf. Ich zog ihn wortlos nach draußen, und gab auch ihm den Brief zu lesen. Auch er war zum Schluss in Tränen aufgelöst. „Du musst dich bei diesem Mann melden!“ Er putzte sich geräuschvoll die Nase.
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