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Katharina Trevelyan - Eine neue Hoffnung für Thedas

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Het
Cullen Inquisitor (weiblich)
28.03.2016
27.03.2021
36
75.352
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28.03.2016 1.792
 
Hallöchen!

Tja da hab ich wieder was Neues begonnen. Die Idee ist an sich noch recht frisch, aber ich wollte das erste Kapitel schon mal hochladen.

Ich hoffe, dass es für euch recht aussagekräftig ist und ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung sagt. Außerdem würde es mich interessieren, ob ihr noch mehr davon haben wollt oder nicht. Es ist sozusagen ein kleiner Probelauf... :-)

Liebe Grüße Drachi;)

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Nach dem das Konklave aufgrund einer Explosion vernichtet und sämtliche Anwesenden dort, getötet wurden, war es eine Frau, die diesem Schicksal entrinnen konnte. Katharina Trevelyan, die als Vertreterin ihrer Familie, genau so wie alle anderen auch, an diesem Zusammentreffen teilnahm, um endlich eine Lösung für den ewigen Konflikt zwischen Templern und Magiern in ganz Thedas zu finden, gelang es, aus bisher unbekannten Gründen zu überleben.
Normalerweise, wäre sie eben so gestorben, denn niemand konnte eine solche Explosion lebend überstehen, aber einige mysteriöse Geschehnisse drehten den Spieß in wahrscheinlich letzter Sekunde um.


Zwei Monate waren seit dem Vorfall vergangen. Eine schwere Zeit, in der sich Katharina an ihr neues „Ich“ gewöhnen musste. Sie war keine normale Frau mehr und wurde aufgrund ihres grün leuchtenden Males, welches sie seit damals auf der linken Handfläche hatte, als Herold Andrastes bezeichnet. Jeder glaubte, dass Andraste selbst sie in jenen dunklen Zeiten gesandt hatte um ganz Thedas vor dem Unheil zu bewahren, welches die Bresche am Himmel verursachte. Noch immer war es der jungen Frau, nicht möglich, sich an irgendetwas zu erinnern. Lediglich durch Schilderungen konnte sie sich in ihrem Kopf zusammenreimen, was genau geschehen war.

Katharina war nicht gerade eine sehr freundliche Person und eher eigensinnig. Die Hilfe, die ihr alle anboten, nahm sie nur sehr selten bis gar nicht an. Sie wollte es einfach nicht, denn all diese Leute hier in Haven, waren ihr fremd. Zumal sie die ewige Verehrung wegen ihres neuen Titels, als sehr störend empfand.

Das Mal auf ihrer Hand war in der Lage, kleinere Risse, die die Bresche überall hervorbrachte, zu schließen. Dies war der einzige Grund, warum Katharina überhaupt noch hier war. Sie hoffte, dass ganze beenden und dann so bald als möglich, dieses Land verlassen zu können. Jedoch war das nicht so einfach, denn das Mal war noch zu schwach um das große Loch im Himmel zu schließen. Es benötigte mehr Macht und diese konnte nur durch eine gefestigte Gemeinschaft und die Hilfe anderer erlangt werden.

Genau aus diesem Grund, rief Cassandra Penthaghast, die neue Inquisiton ins Leben. Damit sollte es möglich sein, sich Hilfe zu sichern und in weiterer Folge auch die Macht des Ankers zu verstärken. Bis zu jenem Zeitpunkt, an dem er stark genug war, um die riesige Bresche für immer vom Himmel zu verbannen.

Cassandra war zwar eine sehr gewissenhafte und auch starke Persönlichkeit, aber dennoch konnte sie diesen Schritt nicht ohne Unterstützung gehen. So kam es, dass die kürzlich geborene Inquisition, gleich drei Menschen hatte, die sie so gutes ging anzuführen versuchten.

Zum einen, die redegewandte und charismatische Botschafterin Josephine Montyliet, die sich größtenteils auf die schwankende Politik konzentrierte. Ihr perfektes Gegenstück war die äußerst geradlinige Meisterspionin Leliana. Vor ihr konnten weder Feind noch Freund, etwas verbergen. Was sie herausfinden wollte, dass fand sie auch heraus. Komme was wolle, denn überall waren ihre Spione postiert.

Politik und Spionage waren gleichermaßen wichtig, aber eines brauchte die Inquisition noch, um standhaft zu bleiben und gegen jegliche Gefahren abgesichert zu sein. Eine Armee. Angeführt und ausgebildet, von Kommandant Cullen Rutherford, sollten die Truppen Schutz bieten und vor allem die Verteidigung gegen etwaige Feinde sicher stellen.

Jeder der drei und im übrigen auch Cassandra, waren bemüht, alles zu tun, um die Inquisition zu einer mächtigen Gemeinschaft zu machen und mit Katharinas Hilfe, die Gefahr abzuwenden, in der momentan ganz Thedas schwebte...

***

Katharina seufzte genervt, als sie mit Cassandra durch die Kirche, direkt in den kleinen Raum mit dem Kartentisch ging. Es war ihr einfach zu wider, an den langweiligen Gesprächen teilzunehmen, aber wie immer ließ die Sucherin nicht locker und wollte sie dabei haben.

„Muss das alles sein? Ich war schon bei der letzten Besprechung dabei und habe mich zutiefst gelangweilt.“ sprach Katharina.
Cassandra sah sie an. „Ihr solltet dabei sein, Lady Trevelyan. Ihr tragt das Mal.“
„Ja genau das ist es was mich so ärgert. Ich meine...dieser „Anker“ hat mir das alles überhaupt erst eingebrockt!“
„Lady Tre...“
„Nein...sagt nichts. Es ist meine Meinung und ich darf sie doch hoffentlich offen aussprechen. Oder etwa nicht?“
„Das dürft Ihr gewiss, aber vergesst nicht, dass so viel von Euch abhängt. Also versucht doch einmal über Euren Schatten zu springen.“
Katharina verdrehte die Augen. „Natürlich. Was habe ich denn für eine andere Wahl. Wenn ich es nicht tue, dann werdet Ihr mich wahrscheinlich einsperren und hängen lassen.“ Die junge Frau entfernte sich dabei immer mehr von Cassandra, die innerlich vor Zorn tobte. Sie mochte Katharina nicht und nun war der Zeitpunkt endgültig gekommen, wo sie dies nicht mehr verstecken würde. Sie schloss zu ihr auf und hielt sie am Arm fest, ehe sie die junge Frau wütend anfunkelte.
„Das würde ich...LADY Trevelyan, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Im Grunde seid Ihr wertlos...Wenn das Mal auf Eurer Hand nicht wäre, hätte ich Euch schon längst getötet und zwar OHNE Gerichtsverhandlung!!“ Sie löste den Griff von Katharinas Arm und ging weiter, während sie sich ausmalte, wie sehr sich der Herold Andrastes nun wohl ärgerte. In der Tat behielt sie damit recht, denn für Katharina, war das Verhalten der Sucherin einfach eine bodenlose Frechheit.
„Ich hasse diese Frau...“ sprach sie so leise, dass Cassandra sie nicht mehr hören konnte und folgte ihr dann.

In dem kleinen Raum, hatten sich bereits alle eingefunden und warteten auf Cassandra und Katharina.
Josephine notierte noch etwas auf ihrem Klemmbrett und Leliana war gerade dabei den schwarzen Vogel zu füttern, der auf ihrem Unterarm saß. Leliana hatte einige dieser Raben. Sie dienten ihr als Boten, die jede noch so wichtige Nachricht zuverlässig überbrachten.

Cullen studierte die Karte, so wie er es immer tat. Dieser Mann plante gut und gerne und genau das war es, was der Inquisition einen hohen Vorteil verschaffte. Taktiker waren immer gerne gesehen und äußerst nützlich.

„So wir können beginnen.“ sprach Cassandra, noch immer mit einem eher gereizten Unterton in ihrer Stimme. „Gibt es etwas Neues?“
Cullen räusperte sich und begann zu sprechen. „Ja in der Tat. Der Abstecher des Herolds in die Hinterlande war ein voller Erfolg...“
„Würdet Ihr mich bitte nicht Herold nennen. Ich habe einen Namen, falls Ihr es vergessen habt!“ fuhr Katharina dem Kommandanten schroff über den Mund. Dieser blickte ihr etwas irritiert entgegen, doch Josephine, diplomatisch wie sie eben war, versuchte die Situation sofort auszubügeln.
„Natürlich haben wir es nicht vergessen, Lady Trevelyan, aber für uns und auch für alle anderen seit Ihr nun mal der Herold Andrastes.“
Katharina sah zur Botschafterin und schüttelte den Kopf. „Wenigstens hat irgendjemand hier drin Anstand.“ Ihr Blick fiel auf Cassandra, die nur die Augen verdrehte und sich an Cullen wandte.
„Kommandant...fahrt einfach fort...“
Er fing sich wieder aus dieser, etwas komischen Situation und sprach: „Nun...also...wie gesagt, war der Besuch in den Hinterlanden von Erfolg gekrönt und Mutter Giselle hat ein Treffen mit den obersten Klerikerinnen in Val Royaux arrangiert.“
„Soll der Herold...verzeiht...soll Lady Trevelyan da etwa alleine hingehen?“ erwiderte Josephine.
„Nein...Ich hielte es für die beste Idee, sie gemeinsam mit Cassandra dorthin zu schicken.“
„Was?! Ich soll mit ihr reisen?“ fragte Katharina empört. Das letzte was sie wollte war, die Sucherin in ihrer Nähe zu haben. „Das kann nicht Euer Ernst sein.“
Cullen reichte es langsam und seine sonst so ruhige und besonnene Ausstrahlung begann immer mehr zu schwinden. Er bedachte die Kriegerin mit einem vielsagenden Blick. „Es ist mein voller Ernst! Und es wird nichts nützen Euch dagegen zu widersetzen. Es ist beschlossen. Alles geschieht nur zum Wohle aller.“
„Na schön...wenn es sein muss, dann werde ich mit ihr dorthin reisen“ erwiderte die Kriegerin mürrisch. „Aber seid Euch sicher, dass ich Euch daran die Schuld gebe, wenn das Treffen schief geht. Es ist nicht von Vorteil, zwei Feinde gemeinsam auf eine Mission zu schicken.

„Feinde?“ fragte Cullen nach. „Was, bei Andrastes heiliger Asche, meint Ihr damit?“
„Ihr würdet es nicht verstehen... Kommandant! Kann ich nun endlich gehen?“
„Natürlich. Ich denke, dass wir alles besprochen haben. Lady Trevelyan“ sprach Josephine und nickte ihr freundlich zu. Etwas, dass Katharina mit einem Augenüberdreher quittierte und schließlich den Raum verließ.


„Sie...ist wirklich...seltsam...“ meinte Cullen und starrte die Tür an, durch die Kriegerin gerade gegangen war.
„Ja das ist sie, aber sie ist auch unsere einzige Hoffnung.“ erwiderte Leliana, auch wenn sie selbst genau so wenig von der unfreundlichen Art der jungen Trevelyan hielt.

***

Katharina fühlte sich hier einfach fehl am Platz. Diese ganze Sache mit ihrem Mal auf der Hand, war ihr einfach zuwider. Wutentbrannt verließ sie die Kirche von Haven und atmete die frische Luft ein.
„Pah...Ich soll ausgerechnet mit der Sucherin nach Val Royaux reisen...“

„Lady Trevelyan...Ihr seht so aus, als würde Euch etwas ärgern.“

Katharina kannte diese Stimme. Sie gehörte niemand anderes als Varric. Der Zwerg aus Kirkwall, stand plötzlich neben ihr, doch sie würdigte ihn keines Blickes.

„Was wollt Ihr?“ fragte sie ihn trocken.
„Gar nichts...Ich sah Euch nur gerade wie von einer Biene gestochen, aus der Kirche laufen und...“
Mitten im Satz schnitt sie ihm das Wort ab. „Und was geht Euch das an?“
„Nun...ähm...gar nichts aber...also...ich meine, wenn Ihr reden wollt, dann bin ich gerne bereit Euch mein Ohr zu leihen.“ Varric grinste, aber Katharina konnte nicht wirklich über diesen „Scherz“ lachen. Jeder andere hätte es getan, aber sie nicht.
„Ihr lacht über Euren eigenen Blödsinn, den Ihr redet. Und dabei ist es nicht mal komisch. Ich brauche niemanden zum Reden, Zwerg!! Ich will verdammt noch mal meine Ruhe haben!!“ Ihr Tonfall hatte mit einem Mal an Lautstärke zugenommen und der Zwerg zuckte kurz zusammen. Normalerweise konnte niemand Varric so leicht aus der Bahn werfen, aber sie schaffte es. Er kam  nicht mehr dazu, irgendetwas zu sagen, denn soeben hatte sich Katharina von ihm abgewandt und ging ihres Weges.

„Was läuft mit ihr bloß falsch...“ sagte er leise und kopfschüttelnd.

„Einiges stimmt bei ihr nicht...“ Cassandra stand plötzlich neben ihm. Zum ersten Mal waren sie und Varric sich einig. Zumindest das, hatte Katharina geschafft.
"Ich weiß nicht, wo uns das alles hinführen wird."
"Das kann ich Euch auch nicht sagen Sucherin. Ich hoffe nur, dass sie sich irgendwann einkriegt."
Cassandra sah Varric an und erwiderte: "Ich denke, dass jegliche Hoffnung sinnlos ist..."
Mit diesen Worten gingen die beiden auseinander.

Es würde eine langer, beschwerlicher Weg werden. Dessen waren sich alle bewusst...
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