Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Royal Temptation

von Icebloom
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16
Marco der Phoenix OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace Thatch Whitebeard alias Edward Newgate
28.03.2016
18.01.2021
65
126.434
64
Alle Kapitel
216 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
13.01.2021 2.092
 


Ich seufzte erneut auf und widerstand dem Drang, mir erneut durch die Haare zu fahren, der Rest der Besatzung sollte schließlich nichts von meiner Schwäche mitbekommen. Dafür war ich einfach viel zu stolz und zu lange am Hof gewesen. Solche Spuren konnte man schlecht auf einmal von sich abwerfen....leider. Langsam gewöhnte sich mein Magen wieder daran auf einem Schiff zu leben, allerdings würde ich mich wohl nie an den Wellengang während eines Sturms gewöhnen. Meine Gedanken schweiften an den Abend zurück, als mir Ace so liebevoll die Haare aus dem Gesicht gehalten hatte. Wobei... war das liebevoll gewesen? Eher mitleidig. Meine Augen schweiften über die ruhige blaue See, momentan war Essenszeit, doch mir war der Appetit gründlich vergangen, stattdessen stand ich alleine und mehr als nur verbittert an der Reling und überlegte mir, wie ich mich am besten verhalten hätte. Mein Blick fiel auf Felix, der wohl gerade von Marco dazu verdonnert wurde, in der Mittagshitze die Taue zu überprüfen... armer Kerl. Aber so war es vermutlich als Neuling auf einem Schiff und dann noch so jung. Noch immer erinnerte ich mich mehr als gut daran, wie ich und Ace ihn gefunden hatten. Alleine, fast erfroren und so niedlich. Vermutlich hatte er sein gesamtes Leben schon so leiden müssen, jeder litt auf seine eigene Weise, zumindest die meisten Kinder in dieser Welt.


«Hey Felix», ich schritt langsam auf ihn zu und lächelte ihn an. Als er sich umdrehte fingen seine Augen an zu leuchten, wie es nur kindliche konnten. «Wieso isst du denn nichts?», wandte ich mich besorgt an ihn, er war ja schließlich noch mitten in der Wachstumsphase und es war weit verbreitet, dass, wenn man nicht genug aß …. Oh Gott, ich war ja eine schreckliche Glucke. «Marco hat mich dazu verdonnert... und das nur weil ich diese Karten falsch einsortiert hab», er senkte leicht traurig, leicht genervt den Blick. Okay, mit dem Blonden Gockel hatte ich eh noch ein Hühnchen zu rupfen. Allerdings schätzte ich den Kleinen nicht so ein, dass er das ganze absichtlich gemacht hätte. Ich meine er wollte schließlich so unbedingt ein Pirat werden... «Hat er dir vorher vielleicht nicht genau erklärt, was du machen sollst?», ich ging leicht in die Knie, um mit ihm auf einer Höhe zu sein. «Nein, das nicht», er wich meinem Blick aus, generell zeigte seine ganze Körperhaltung reine Ablehnung. «Was ist es dann?», ich hoffte, ich überforderte ihn nicht, immerhin hatte sich die ganze letzte Zeit kaum jemand so persönlich um ihn gekümmert. «Ich muss weitermachen», versuchte er sich aus der Affäre zu ziehen. Oh nein mein Freundchen, dass konnte er sich abschminken. «Erst sagst du mir wieso.», ich richtete mich wieder zu meiner vollen Größe auf.


Er nuschelte irgendwas, allerdings so leise, dass ich nicht das geringste verstehen konnte. «Wie bitte ich hab dich nicht ganz verstanden?», ich versuchte so sanft wie möglich zu sein, seine gesamter Körper hatte sich verkrampft und seine kleinen Hände waren zu Fäusten geballt. Es schien ihm wirklich sehr schwer zu fallen, darüber zu reden. «Ich kann nicht lesen.», seine trotzigen Seelenspiegel begegneten meinen und augenblicklich stieg Mitgefühl in mir auf. Ich wusste doch, dass da was anderes dahinter steckte. Sanft streichelte ich über seinen blonden Schopf. «Es ist wirklich nichts schlimmes, mach dir keine Sorgen, wir bekommen das schon hin.», er presste seinen Körper inzwischen fest an meinen und ich spürte etwas nasses an meinem Bauch. Mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen, es hatte ihn sicherlich wahnsinnig belastet. «Es wird alles gut.», sanft wiegte ich uns vor und zurück. Vielleicht hätte ich so eine Umarmung in letzter Zeit auch mal gebrauchen können. Es war einfach unglaublich dieses Gefühl geborgen zu sein. «Wie oft wurdest du denn schon deswegen bestraft?», fragte ich sanft, machte allerdings weiter mit der Schaukelei. «Oft», zwar hatte ich diese Antwort erwartet, dennoch machte sie mich wütend. Was war das bescheuerte Suppenhuhn überhaupt für ein Kommandant, wenn ihm diese offensichtliche Schwäche so lange entgehen konnte? Ich musste wirklich dringend mal mit ihm reden! Und auch mit Big Daddy, zur Behebung des kleinen Problemchens. Mir beispielsweise würde es nichts ausmachen, Felix das Lesen beizubringen. Alles war besser, als diesem grinsenden Vollidioten hinterher zu schmachten.


«Ich werde gleich mit Marco reden, es geht einfach nicht, dass du eine Strafe bekommst obwohl du überhaupt nichts dafür kannst», teilte ich dem Kleinen meinen Entschluss mit. Und wenn ich ihn eigens an seinem Ohr, oder seinem seltsamen Haarschopf aus dem lauten Speisesaal heraus ziehen muss, dass er mir zuhört. «Aber sag nicht ich hätte mich beschwert oder so!», bettelte der Kleine, klar er wollte nun mal als Neuling nicht gleich als Schwächling dastehen. «Versprochen, mach du einfach weiter deine Aufgabe und ich kümmer mich darum.», versprach ich, ehe ich ihm einen Kuss auf die Stirn gab und mich somit von ihm verabschiedete. Skeptisch schaute mir Felix noch nach, ehe er sich widerstrebend nun doch seiner Aufgabe zuwandte. Schließlich wollte er nicht den ganzen Tag lang hier stehen. Meine leichten Schritte waren kaum zu hören, worauf ich allerdings relativ stolz war, immerhin trampelte ich nicht so wie die meisten Krankenschwestern hier, sondern ging mit Eleganz. Auf dem Weg zum Speisesaal begegnete ich keinem, was mich allerdings auch nicht wunderte. Es gab nur dreimal am Tag etwas zu essen und die Männer waren von der harten Arbeit einfach hungrig, dass sie niemals freiwillig eine Mahlzeit ausgelassen hätten.


Lautes Lachen, der Geruch nach Essen und ein paar fliegende Teller oder Servierten begrüßten mich, als ich in den, bis auf den vorletzten Platz gefüllten, Raum kam. Dieses Klima könnte unterschiedlicher als das was ich gewohnt war, nicht sein. Während bei Hof nur immer alle gewartet hatten, dass du eine der zehntausend Tischregeln brichst, unterhielt sich hier jeder mit jedem und keinen interessierte irgendwelche Regeln, was einfach so viel wärmer wirkte. Ich schüttelte die aufkommenden Erinnerungen ab und ging schnurstracks durch den Raum hindurch, der Kommandantentisch war schon immer etwas besonderes und für den normal Sterblichen eigentlich nicht zu erreichen. Bestimmt gab es auch irgendwelche Regeln, die besagten, dass man da als einfaches Mitglied nicht speisen durfte, doch das war mir momentan einfach komplett egal. Der Erste, der mich wahrnahm, musterte mich neugierig aus seinen schwarzen Augen, doch diesen ignorierte ich einfach, hoffentlich würde sein Gesicht einfach wieder im Essen landen, so wie sonst auch immer. Der nächste der mich bemerkte, war das eigentliche Ziel selbst, dass mich mit seiner gewohnt nervenden monotonen Miene still und leicht abfällig musterte. Grimmig erwiderte ich seinen Blick, irgendjemand musste ihm einfach mal sagen dass er falsch lag, oh und das würde ich wirklich liebend gern machen.


«Hey Tori, möchtest du was essen?», euphorisch winkte mir die Tolle zu und schenkte mir eines seiner breitesten Grinsen, ganz nebenbei bemerkt schlug er die arme kleine Haru bei dieser Aktion fast von der Bank. Ablehnend schüttelte ich den Kopf, ich hatte wirklich keinen Hunger, noch immer versuchte ich, den Blick zu einem gewissen Hutträger zu meiden, was mir bis dato auch relativ gut gelang. «Was willst du dann?», gerade das blonde Suppenhuhn starrte mich genervt an, hörte allerdings nicht auf weiter zu essen. «Erstaunlicherweise wollte ich zu dir», säuselte ich ihm entgegen und verschränkte die Arme. Whitebeard der am Kopf der Tafel saß richtete nun auch schläfrig den Blick auf mich. Blondie richtete sich nun doch ganz mir zu und zog nur eine Augenbraue hoch, diese Geste allein brachte mich schon auf 180. Ein warmer Arm schlang sich um meine Taille und zog mich viel zu dicht neben die Person auf die Bank, die ich eigentlich ignorieren wollte. Der verstand ja auch wirklich gar nichts, «Scheint ein längeres Gespräch zu werden, also setzt dich doch.», mein Körper, der Verräter, reagierte natürlich auch noch darauf, dass durfte doch nicht wahr sein. Ich schluckte meinen ganzen Ärger auf das lebende Feuer neben mir runter und konzentrierte mich auf den Vizen. «Dass du leicht sadistisch veranlagt bist weiß ich ja, aber findest du es bei einem Kind nicht schon leicht übertrieben?»


Bam, mit dieser Aussage hatte ich sie alle, gut zumindest in meinen Gedanken. Lässig schnappte sich angesprochener erst einmal seinen Krug, war da etwa Alkohol drinnen?, und zuckte nicht einmal mit der Wimper. «Er hat seine Aufgabe zum wiederholten Male nicht ausgeführt, also hat er zum wiederholten Male eine Strafaufgabe bekommen, oder ist es dir lieber wenn ich ihn stattdessen schlage?», trocken kam seine Antwort zurück, mir war klar dass bei Piraten alles ein bisschen brutaler abläuft, aber dass er in Betracht zieht ein Kind zu schlagen ist nun wirklich erschreckend. «Und was würde deiner Meinung nach so eine Strafe rechtfertigen?», ich versuchte mir meinen Zorn und meine Anspannung nicht anmerken zu lassen und lehnte mich nach vorne, um meinen Kopf in meine Hände zu stützen. Meine Seelenspiegel musterten kalt seine, er schien sich überhaupt keiner Schuld bewusst zu sein, arroganter Arsch. «Nun die wiederholte absichtliche Arbeitsverweigerung scheint mir Grund genug zu sein, oder was sagst du als Spezialistin für Piraten?», sein Tonfall war genauso wie meiner, ruhig aber unter der Oberfläche brodelte es ordentlich. Ihm war es einfach egal, er hatte nicht einmal darüber nachgedacht, wieso Felix immer bei der gleichen Aufgabe scheiterte. «Was genau qualifiziert dich nochmal zum Kommandanten?», meine Wut übermannte mich einfach und es könnte eventuell sein, dass ich ein bisschen sehr über die Strenge schlug.


Eine heiße Hand packte mich warnend an der Hüfte, doch ich schob sie ohne auch nur mit der Wimper zu zucken weg, sollte er seine verdammten Griffel doch einfach bei sich lassen! Die gesamte Runde verfolgte unsere Unterhaltung mit Argusaugen, bei meinem kleinen Kommentar versteiften sich die meisten. Marcos blaue Augen verdunkelten sich immens, nun war auch er verdammt zornig, doch ich ließ mich davon nicht abschrecken, sondern starrte ihm weiterhin ins Gesicht. «Vergiss nicht mit wem du sprichst.», sein Tonfall war sogar noch ruhiger, allerdings war das nicht unbedingt besser, wie ich fand. «Gerade ist mir das so ziemlich egal und ich nehme später auch gerne jede Strafe in Kauf, die du für richtig erachtest oh du großer Kommandant- Lass mich ausreden! Hast du dir noch nie Gedanken darüber gemacht, wieso Felix nur bei der einen Aufgabe immer wieder nichts macht und die zusätzlichen Aufgaben allerdings sofort erledigt? Er kann nicht lesen du Schwachmat und dafür bestrafst du ihn», sprudelten die Worte nur so aus meinem Mund. Nun zeichnete sich leichte Überraschung auf seinem Gesicht aus, ha wusste ich's doch. «Woher weißt du dass der Bengel nicht lesen kann?», mein Blick fuhr herum zu Big Daddy, den gab es ja auch noch. «Ich hab ihn heute bei seiner Zusatzaufgabe gesehen und ihn ein bisschen ausgequetscht, dieses Thema belastet ihn und er schämt sich, deswegen hat er auch nichts gesagt.» Verständnisvoll nickte der Riese nur nachdenklich.


«Gut, wie beheben wir dann das Problem?», wie wäre es mit sich entschuldigen oh du blöder Vollidiot? «Ich könnte ihm Unterricht geben, ich meine ich habe ja eh noch keine wirkliche Aufgabe, oder?», provokant starrte ich einen bestimmten Kommandanten an, dieser erwiderte meinen Blick nur, doch irgendwas an dem Grinsen vor mir störte mich. «Von mir aus ist es kein Problem, bei dir Pops?», wandte sich der Hühne um. «So macht sie sich vielleicht auch endlich mal nützlich..., allerdings könnte sie auch als Krankenschwester tätig sein», überlegte der Kaiser, hallo ich war anwesend! «Na dann passt es ja», überspielte ich die Stille und machte mich daran aufzustehen, ich brauchte jetzt dringend frische Luft. «Vergiss nicht deine Strafe», griente der Phönix böse, unbeeindruckt drehte ich mich um und nun hob ich eine Augenbraue. «Tja da Jozu in erster Linie für dich verantwortlich ist und den Sachverhalt kennt liegt es in seiner Verantwortung», damit konnte ich leben. Ich nickte nur ehe ich weiter ging, doch der Schwarzhaarige der soeben auch aufgestanden war, nicht ohne sich noch drei Kilo Wegnahrung mitzunehmen, jagte mir einen unangenehmen Schauer über den Rücken.


Hallöchen... ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll...
Ich hatte ja schon vorher immer mit einer Schreibblockade zu kämpfen, aber diese hatte es in sich … immer wieder saß ich vor meinem Computer, nur um doch nichts zu schreiben...
Dann kam eins zum anderen und ich habe sogar alte vorgeschriebene Kapitel ( wie dieses hier) vergessen..
Ich werde nichts versprechen, was ich nicht halten kann, aber ich hoffe ich finde meinen Spaß am schreiben wieder... mal schauen, in einem Monat hab ich Prüfungsphase...
Ich hoffe dennoch, dass ich einige von euch noch erreiche oder neue Gesichter hier begrüßen darf... denn noch ist die Geschichte von Tori und Ace nicht zu Ende.
Ich wünsche euch jetzt erst mal eine schöne Woche,
Icebloom<3
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast