Ayla

GeschichteFantasy / P16
Burnett James Holiday Brandon OC (Own Character)
25.03.2016
18.09.2016
11
18837
3
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Jetzt sitz ich also hier. Im Bus auf dem Weg in das Camp für Freaks und Abnormalitäten. Yey, Begeisterung macht sich breit. Die anderen im Bus scheinen entweder meine Meinung zu teilen oder haben ein irres Grinsen im Gesicht, was ja schonmal alles sagt. Wie ich hier gelandet bin, kann ich ehrlich gesagt selber noch nicht ganz fassen. Es ist einfach so doof, so strohdoof von mir gewesen.
Also erstmal: Ich gehöre nicht einer der meist verbreiteten Arten von Übernatürlichen wie Hexen, Feen, Vampiren, Werwölfen, Gestaltwandlern oder Chamäleons an. Nachdem sich die Chamäleons geoutet haben - das ist etwa ein Jahr her -, und bis jetzt alles gut gelaufen ist, sind die anderen noch verborgenen Übernatürlichen natürlich auch ins Grübeln gekommen, ob wir nicht den ganzen Quatsch mit der Geheimniskrämerei lassen sollten. Ich persönlich bin dafür. Viel weniger Stress. Jedenfalls hat mein Clan beschlossen, jemanden von uns zum schnüffeln ins Camp zu schicken, um die Lage zu checken, obwohl ich nicht recht weiß, was sie sich davon erhoffen. Der Plan ist nämlich dass ich ins Camp gehen soll, und allen vorjamern soll, dass ich nicht weiß was ich bin. Wird auch nicht weiter schwierig sein. Ich habe eine wirksame Blockade in meinem Kopf errichtet, um das Muster in meinem Kopf, das andere Übernatürliche erkennen lässt, wer wir sind, zu verstecken, und meine dunkelblauen Augen, die schon leicht in Richtung violett gehen, mit den länglich ovalen Katzenpupillen werden viel Verwirrung stiften. Allerdings werde ich meine Augen erst später offenbaren - das wird ein Spaß!!! - und bis dahin eine Sonnenbrille tragen. Und wie ich hier gelandet bin...? Na ja, das ist echt peinlich. Mein kleiner Bruder und ich hatten eine Wette am Laufen. Ist auch egal. Folge war dann allerdings, dass ich mitten auf einer Versammlung mit vorherigem gemeinsamen Essen des Clans mitten in die Schüssel mit der außerordentlichen leckeren Crème Brulée gefallen bin. Der Vorteil war, dass sie danach keiner mehr wollte und ich die Reste essen konnte - was jetzt nicht ekelhaft ist -, der Nachteil ist der, dass auf der Versammlung, als die Frage in den Raum geworfen wurde und sich keiner freiwillig gemeldet hat, ich zur Strafe jetzt nach Shadow Falls muss. Aber hey, halb so schlimm: ich bin meinen nervigen kleinen Bruder für eine Weile los, und ehrlich, mal ein bisschen raus aus meinem Clan wollte ich schon immer. Klar ist jetzt keine Weltreise, aber besser als nichts.
So und jetzt zu mir: Ich heiße Ayla, bin siebzehn Jahre alt, habe schwarze gewellte Haare, Augen hab ich schon erwähnt, und eine sehr helle Haut, die für meine Art normal ist und einen schönen Kontrast zu meinen Haaren bilden. Der Rest an mir ist eigentlich relativ normal. Ich bin weder total schlank noch fett, aber an meiner Figur ist echt nichts auszusetzen, dank des Trainings, dass ich seit ich vier bin im Clan bekommen habe. Ich trage für mein Leben gern Converse, im Augenblick dunkelrote, dazu eine dunkelblaue Jeans, ein genauso dunkelrotes Top und eine schwarze Kapuzenjacke drüber. Zugegeben die brauch ich im Sommer jetzt eigentlich nicht - vor Allem, weil wir in Texas sind -, aber die Klimaanlage im Bus läuft auf Hochtouren und verfehlt dabei leider die Wirkung eine angenehme Temperatur zu schaffen und es herrschen eher arktische Umstände im Bus. Oh, und was ich bin? Nun ja, ich bin eine Estrila. Manche sagen auch Nachtschatten. Sagt dir bestimmt nichts. Es ist ein wenig kompliziert es zu erklären, aber ich leg mal los. Also, ich habe quasi verborgene Flügel. Meine sind übrigens rabenschwarz und doppelt so lang wie meine Arme. Immer wenn ich es will, sehr wütend bin oder von Instinkten geleitet werde, kommen sie in sekundenschnelle aus meinem Rücken etwa da wo meine Schulterblätter sitzen. Es tut nicht weh. Im Gegenteil, ich liebe es. Es ist einfach ein Teil von mir. Wenn sie aber verborgen sind - ich hab übrigens kein Plan wo die sich dann verstecken - sehe ich bis auf die Augen und Ohren, die ein wenig spitz zulaufen, wie ein normaler Mensch aus. Ich kann mich dann auch problemlos mit dem Rücken irgendwo anlehnen, also es ist nicht so, dass sie jetzt einfach unsichtbar sind. Das ist aber nur eine Sache. Ich habe geschärfte Sinne, allerdings nicht so sehr wie bei Vamipren oder Werwölfen, und ich bin schneller, stäker, ausdauernder, beweglicher und habe schnellere Reflexe. Auch nicht so sehr wie bei Vampiren oder Werwölfen, aber es ist trotzdem total cool etwas schneller laufen zu können. Die letzte Sache versteh ich selber kaum, ist aber wichtiger Bestandteil unserer Rasse. Bei Neumond kommen unweigerlich unsere Flügel raus und wenn wir draußen sind, nehmen wir irgendwie das Sternenlicht auf. Die nächsten Tage leuchtet die Haut der Estrilas fast unmerklich, genauso wie unsere Augen, und die folgenden Tage sind unsere Fähigkeiten stärker. Leider sieht man das Leuchten bei mir ein bisschen deutlicher wegen meiner verdammten rabenschwarzen Haare. Plötzlich reißt mich eine Stimme aus meinen Gedanken. "Hey, warum zeigst du nicht dein Muster?" Wenn das nicht mal direkt ist.  "Bei deiner hellen Haut und der Sonnenbrille ist uns doch eh allen klar, dass du Vampir bist." Ein Junge mit blonden etwas längeren Haaren und dunkelbraunen  Augen lehnt sich vom Gang, die Ellenbogen auf die Sitze meiner Reihe und der vor mir gestützt, zu mir und hat ein selbstgefälliges Grinsen auf dem Gesicht.
"Na dann, wo ist das Problem?", gebe ich bissig zurück. Aus irgendeinem Grund kann ich den Typen nicht leiden. Er zieht die Augenbrauen hoch, dreht sich zu seinen Kumpels um und ruft:"So wie die sich benimmt ist sie hundertpro ein Blutsauger!" Alle wollen anfangen zu lachen, doch blitzschnell steht ein Mädchen mit dunkler Haut und ebenso dunklen Haaren - allerdings mit grünen Augen, die übernatürlcih leuchten - vor ihm und zeigt ihre Reißzähne. Definitiv Vampir. Das mit der hellen Haut bei Vampiren ist also nur ein Klischee. Mit leiser Stimme droht sie ihm irgendwas, was ich trotz meinem etwas besserem Gehör nicht verstehen kann und der ach so harte Bubbie weicht zurück und zieht sich zu seinen Kupels zurück. "Das wird ein Nachspiel haben!", ruft er ihr noch zu. Sie verdreht die Augen. Soviel also zu dem Friede-Freude-Eierkuchen Camp und 'Wir wollen Frieden zwischen den Arten schaffen'. Das Mädchen setzt sich zu mich, und sieht mich jetzt etwas freundlicher an, aber immernoch sichtlich angepisst von dem Blödmann da drüben. "Hey, ich bin Shauna, Vampir, und der Idiot da drüben ist Kevin, Werwolf." Ah okay, also der übliche Krieg. Ich läche sie jetzt auch ein wenig an. "Hi, ich bin Ayla, zum ersten Mal im Camp der Verdammten." Entweder es intressiert sie nicht, oder sie denkt wie der Junge, dass ich ein Vampir bin, auf jeden Fall geht sie nicht darauf ein, dass ich meine Art nicht genannte habe.
"Ich bin zum zweiten Mal hier, werde aber zu ersten Mal, das ganze Jahr dort verbringen, und es ist echt nicht schlecht. Klar von Großstadt in der Nähe kann keine Rede sein, und es ist auch kein Action Park da, aber eigentlich passiert immer genug um einen bei Laune zu halten." Wir unterhalten uns noch eine Weile, bis der Bus auf einem Parkplatz vor einem großen Zaun anhält. O mein Gott, machen die hier ein auf Gefängnis oder was? Rüberfliegn könnte ich problemlos und da auch die meisten anderen Übernatürlichen außer vielleicht Feen, einen Zaun wie diesen ohne Probleme überwinden können, gibt es sicherlich noch eine andere Sicherheitsmaßnahme. Juhuu! Ich würde sagen mein Spionage-Erkundungs-Schnüffel-Urlaub hat begonnen.

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Hey, und wie hats euch gefallen? Das erste Kapitel war jetzt hauptsächlich informativ, später wird's spannender. Fänd's toll wenn ihr eine Review hinterlasst :)

So stell ich mir ihre Augen vor (eine Mischung aus beidem):
http://www.allmystery.de/i/tV4tstl_16384d1182179315-richtig-leuchtende-auge.jpg
http://ecx.images-amazon.com/images/I/81xwj77BbWL._SX425_.jpg
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