Planmäßig

von Nye-Lung
OneshotAllgemein / P12
23.03.2016
23.03.2016
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Ok, ein kleines Plotbunny, das hier zwischendurch einmal durch meinen Kopf gehoppelt ist. Bitte, genießt es.




Planmäßig



Leia machte sich schon auf den Weg zu den Rettungskapseln, als der Tiefenraumsensor die Annäherung eines imperialen Schiffs wahrnahm. Sie hatte schon viel früher damit gerechnet, dass die Agenten des Imperiums die Nachricht zu ihnen verfolgten, in der die Pläne für den Todesstern steckten. Diese Pläne sicher zu ihrem Vater oder einem anderen hohen Mitglied der Allianz zu bringen, würde das Schicksal der Galaxis ändern und die Schreckensherrschaft des Imperators beenden.
Ihr Astromech-Droide R2-D2 folgte ihr auf dem Fuß und zwitscherte dem Protokolldroiden C-3PO etwas zu, wahrscheinlich eine Erklärung, warum er nicht mitkommen durfte, wenn sie 3POs geschockte Reaktion richtig deutete. Auf einem Planeten wie Tatooine – ihre Ausweichmöglichkeit, sollten die Imperialen sie zu schnell finden, wäre 3PO einfach viel zu auffällig. Also würden nur sie und R2 dort landen und nach General Kenobi suchen, während der Rest der Besatzung der Tantive IV die Aufmerksamkeit der Imperialen auf sich ziehen würde.
In der Rettungskapsel war gerade genug Platz für R2 und sie, um sich nicht stapeln zu müssen. Leia biss die Zähne zusammen. Es wäre nicht das erste Mal, das sie diese Taktik anwenden müsste, aber es war immer etwas schmerzhaft. Sie hob ihren Rock an, um an die Innenseite ihres Oberschenkels zu kommen, wo sich ein Implantat verbarg, das ihr schon mehrmals geholfen hatte. Wurde es aktiviert, verbarg es sie, sodass sämtliche Scanner sie nicht als Lebewesen, sondern als Droiden wahrnahmen. Ein kurzer Schock raste ihre Wirbelsäule entlang und dann war es vorbei. Vorerst galt sie als Droide.
„Wirkt das Implantat, Erzwo?“, fragte sie, mehr um sich selbst und R2 etwas zu tun zu geben, während sie die Tantive IV in den Hyperraum springen sah, statt sich wirklich versichern zu müssen. R2 zwitscherte wieder eine kurze Antwort, die Leia mit ihren rudimentären Kenntnissen in Binär auch übersetzen konnte.
„Meinst du, wir sehen sie wieder?“
R2 gab nur einen nachdenklichen Pfeifton von sich, während sie weiter in die Atmosphäre von Tatooine trudelten, weiter und weiter dem Sand entgegen.

Der Einschlag in einer Düne raubte ihr für einen Moment den Atem und ließ sie unsanft auf R2 fallen. Ach, dafür waren die Anschnallgurte. Leia hatte sich immer gefragt, wofür sie da waren. Sie rieb sich ihren schmerzenden Bauch und dankte für die Erkenntnis, die nun zu spät kam. Kurz sah sie sich in der Rettungskapsel um, bis sie den Knopf für die Notausstiegsluke gefunden hatte. Natürlich klemmte das Ding. Leia fluchte zwischen zusammengebissenen Zähnen, was ihre Erzieherinnen ihr nie erlaubt hätten. Na, wie gut, dass die gerade nicht hier waren.
Sie stemmte sich noch ein bisschen stärker gegen die Luke, fluchte noch ein bisschen intensiver und dann endlich öffnete sich die verklemmte Luke in einem weiten Schwung, als hätte ein Wookiee daran gerissen. Leia beschwerte sich nicht. Sie war keine Freundin von engen Räumen. Es ging, aber der Gedanke, eingesperrt zu sein, behagte ihr überhaupt nicht.
Leia atmete tief ein und kletterte aus der Rettungskapsel heraus. Für einen Moment überlegte sie, ob sie Kapsel vergraben sollte, entschied sich dann aber dagegen. Der Sand würde das für sie übernehmen. Nur sollte sie vielleicht unkenntlich machen, woher die Kapsel kam. „Erzwo, einmal Sprengstoff bitte“, wandte sie sich an ihren treuen Astromech, der sich mit seinem Raketenantrieb aus der Rettungskapsel befördert hatte. R2 öffnete eins seiner vielen eingebauten Verstecke, in denen Leia früher als Kind noch Süßigkeiten aufbewahrt hatte. Nun war es halt Sprengstoff.

Die Rettungskapsel explodierte eindrucksvoll in ihrem Rücken, während Leia die Umgebung betrachtete. Sie befand sich in einer Wüste ohne jeden Anhaltspunkt, nur begrenzt Wasser, weil weder sie noch R2 viel mitnehmen konnten. In ihrem Gepäck hatte sie den aktuell wichtigsten Datensatz der Galaxis und wenn sie ehrlich zu sich war – und Leia war gerne ehrlich zu sich selbst, weil es zumindest in ihrem politischen Umfeld sonst niemand war – hatte sie nicht die geringste Ahnung, wo genau sie sich befand und wo die nächste Siedlung war. Ganz zu schweigen davon, wie sie auf diesem rückständigen Planeten General Kenobi finden wollte, der sicher nicht seinen richtigen Namen verwendete.
„Erzwo“, sagte Leia nach einer Weile, in der sie nur nachdenklich in die flimmernde Hitze von Tatooines Wüsten gestarrt hatte, „ich glaube, wir haben das nicht ganz durchdacht.“





Ja, ich weiß auch nicht. Mir gefiel einfach nur der Gedanke, Leia da in der Wüste stehen zu lassen und festzustellen, dass ihr Plan, General Kenobi zu finden, einen großen Fehler beinhaltet.
Ich weiß nicht, ob das noch irgendwann fortgesetzt wird. Vorerst ist das hier nur ein Szenario, das einmal geschrieben werden wollte und bleibt erst einmal nur ein OS.
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