ŊEѴЕR DІЄ - S2E1

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
Billy Morgan Knight Industries 3000 / KI3T Michael Knight Mike Knight / Mike Traceur Sarah Graiman Zoe Chae
23.03.2016
03.11.2016
5
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Die Serie wurde von Glen A. Larson entwickelt, dies ist nur eine von vielen möglichen Hirngespinsten, wie die Serie weiter hätte gehen können. Ich verdiene hiermit nix und die Charaktere, sowie enthaltende Gegenstände sind nicht in meinem Besitz.

Meine Betaleser sind
        KITT Riku der Kapitel 2, 3 und 4
        Scathach2000 der Kapitel 1 und 5


Kapitel 1

Zeit: Freitag 10PM, 02.10.2009
Ort: 1842 Pub Las Vegas


Der junge Ex-Armyranger lehnte sich mit seinen Armen auf den Tresen und faltete seine Hände. Kurz wandte er sein Gesicht in Richtung der Räumlichkeit und  verschaffte er sich einen Überblick über den Pub. Die Leute saßen friedlich an den Tischen und versuchten gegen die laute Musik an zu reden.

Mit einem leicht verzogenem Gesicht starrte er  auf die Zapfsäulen hinter dem Tresen. Wie er sich  wünschte, er könne ein Glas Alkohol zu sich zu nehmen.

„Wenn ich Sie daran erinnern darf: Sarah hat Ihnen ausführlich verboten nur die kleinste Menge an alkoholischen Getränken zu sich zu nehmen. Wir warten noch auf die Kontaktperson“, sprach der auf dem Parkplatz wartende Knight Industries Three Thousand.

„Ich weiß, ich weiß. Der Anblick...“, antwortete Mike. Durch das kleine Mikrofon in dem Headsetknopf, welches in Mikes Ohr steckte, sprach der Wagen mit ihm und umgekehrt.

„Bitte unterlassen Sie jeglichen Versuch“, bat der Mustang nochmals.

Der Barkeeper schaute Mike verwirrt an. Er schien nicht der Erste zu sein, der mit sich redete,  mit dem Unterschied: andere Kunden hatten mehrere Gläser des besten Bieres in sich.

„Es nähern sich zwei bewaffnete Männer Ihrer jetzigen Position. Sie betreten im folgendem Moment das Wirtshaus“, gab KITT seinem Partner weiter.

„Haben sie die gewünschte Ware?“, guckte Mike sich erneut um und sah die auf ihn zukommenden Personen. Sie waren in langen schwarzen Ledermänteln eingehüllt, dazu ein abgespeckter Cowboyhut und eine Sonnenbrille.

„Nein, dafür jeweils zwei kleinere Schusswaffen und einen Schlagstock. An Ihrer Stelle wäre ich vorsichtig“, warnte KITT.

„Ach komm, ich bin immer vorsichtig“, antwortete Mike noch schnell, bevor er von dem Hocker aufsprang und sich Richtung Ausgang begab.

Sekundenschnell zogen beide ihre Waffen und gaben ein paar Schüsse ab. Die Kugeln bildeten ein paar Löcher in der Lokaldecke.

Sofort sprangen andere Gäste des Lokals von ihren Tischen auf und marschierten wutgeladen auf Mike zu.

Noch bevor er den Ausgang erreichen konnte, schlich sich jemand von hinten an und schlug ihm mit voller Kraft eine Flasche Sekt an den Kopf. Unverzüglich verlor Mike das Bewusstsein und sackte auf den Boden.

Die beiden Herren in Schwarz nickten sich gegenseitig und griffen dem Ex-Soldat unter den Armen.

Sie zogen den Bewusstlosen quer durch die Kneipe zu einer Bodenluke, die sich neben dem Tresen befand. Dort zogen sie ihn über die verrostete Treppe nach unten.

Währenddessen versuchte KITT  noch Kontakt herzustellen: „Michael?“, fragte KITT draußen mehrmals über das Headset. Über die Scanner achtete er auf Mikes vitale Funktionen. Er bekam mit, dass sein Partner niedergeschlagen wurde. Seine Vermutungen wurden durch die Wärmebildkamera bestätigt.

Die Signale hörten auf zu senden, als die Personen Mike in das Kellerstockwerk brachten.

Vergeblich versuchte er weiterhin mit Mike zu kommunizieren. „Michael, bitte antworten Sie!“

Zeitgleich hievten zwei Männer den stillgelegten Mike auf einen einfachen Küchenstuhl. Aus der Hosentasche gegriffen, banden sie mit einem dünnen Seil Mike die Hände an der Lehne und seine Beine an den Stuhlbeinen fest.

Um den Aufwachprozess zu beschleunigen überschüttete einer der anderen Lokalbesucher den Brünetten mit einem Eimer eiskaltem Wasser.

„Hey!“, schrie Mike als er seine Augen  öffnete. Sein Blick traf sich sofort mit einer auf ihn gezielten Pistole. Er spürte den Schmerz der Flasche auf seinem Hinterkopf.

„Was tust Du hier? Außer uns Deinen Wagen bringen“, grummelte einer der Schwarzgekleideten und rückte mit einer Hand seinen Cowboyhut zurecht.

Leicht schrak Mike auf und sah ihm in das halbverdeckte Gesicht

„Was wollt ihr von meinem Wagen? Ich bin für ein Geschäft hier! Nicht umsonst habe ich die gewünschte Geldsumme bezahlt“, spuckte Mike das Wasser aus seinem Mund.

„Wir wissen, was Du hier willst, Knight“, sprach der andere Kumpane.

„Welther, wir haben den EMP bereit“, kam ein älterer Mann mit dunklen Haaren von der Nottreppe zu ihnen hinüber.

„Gut, Merritt. Setzen Sie ihn auf die Motorhaube über diesen roten Balken. Haben Sie bedacht, dass der Wagen noch fahrbar sein muss? Ein Mustang ist verdammt schwer auf den Anhänger zu schieben“, verschärfte Welther seinen Ton.

Irgendwoher kannte Mike diesen „Welther“, leider war ihm entfallen, von wo.

„Ich habe den Puls so eingestellt, dass er alle primären Schaltkreise deaktiviert. Sie können sich aussuchen, ob der Wagen manuell oder ferngesteuert gefahren werden soll. Zu der darin steckenden KI: Er wird alles mitbekommen, aber sich nicht wehren können“, holte der gekommene Typ ein kleines rundliches Gerät aus der Jeans-Jackentasche. Das Metallteil leuchtete in einem hellblauen Farbton und besaß am Rand kleine spitze Fangzähne.

„Sehr gut, Ihre Bezahlung bekommen Sie dann anschließend, wenn der Wagen da ist, wo ich ihn haben möchte“, drehte Welther sich zurück zu Mike.

„Ihr sprecht über KITT oder?“, lies Mike einen kräftigen Seufzer von sich. „Was wollt ihr mit ihm machen? Er ist Eigentum der Knight Industries Foundation - und dazu mein Wagen! Das ist Diebstahl“, der Armyranger versuchte die Situation, in der er sich aktuell befand, herauszuzögern, damit er sich von seinen Fesseln befreien konnte. Vorsichtig versuchte er seine Arme aus dem Seil herauszuziehen. doch einer von den Typen bemerkte dies.

„Er versucht abzuhauen, Boss“, die Stimme klang, als wäre jede Menge Dummheit anwesend. Mike drehte sich um, um die Person genauer zu betrachten. Er war etwa zwei Meter hoch und hatte viele Bodybuildingstunden vollzogen. Dem in die Hände zu laufen, wäre ein fataler Fehler.

„Smoke, kümmer' Du Dich um Knight“, Welther ging ein paar Schritte in Richtung der Treppe, wo der andere Mann mit dem EMP bereits auf ihn wartete. Er drehte kurz nochmals seinen Kopf zu Mike. „Oder sollte ich sagen: Traceur? Ich weiß nicht, wie Ihr  fliehen konntet. Aber inzwischen habt ihr die FBI Agentin von alleine ausgeschaltet. Echt brav. Endlich nach über einem Jahr haben wir es geschafft, den Wagen zu bekommen. An Deiner Stelle wäre ich jetzt mal vorsichtiger.“

Anschließend kletterte er die Treppe hinter diesem Merritt hoch.

Der andere schwarzgekleidete Mann schlich sich zu Mikes Position.

„Ihr habt jetzt den Wagen, Ihr könntet mich jetzt gehen lassen, oder…?“, er versuchte sich weiterhin zu befreien. Da seine Arme nicht überkreuzt festgebunden waren, war es um einiges schwieriger.

„Traceur, ich lass Dich nicht gehen. Du versuchst nur wieder den Wagen zurück zu bekommen. Ich versichere Dir, diesmal scheiterst Du und deine Graimanfreundin. Tom, achte darauf, dass er sich nicht befreit, wenn er es schafft, schlag ihn K.O. Oder von mir aus, töte ihn, dann brauch ich das nicht mehr zu erledigen“, umrundete der Asiate unter dem schwarzen Mantel weiterhin die Geisel bis er seinen Satz beendetet hatte. Er huschte ebenfalls die schmale Treppe hoch und verschwand damit.

„Hast Du gehört? Eine falsche Bewegung und Du bist erledigt“, lachte der Riese mit tiefem Ton, gleichzeitig ballte er seine Fäuste und schlug sie gegeneinander. Das Geräusch, wie die Knochen zusammen kamen, erschrak Mike leicht, doch das hielt ihn nicht davon ab, weiter an dem Seil herum zu fummeln.
Smoke rannte Welther und Randy quer durch das Lokal hinterher. „Bist Du Dir sicher, es klappt diesmal?“, fragte Smoke mit leichtem Zittern in der Stimme.

„Merritt hat es schon mal geschafft, einen Wagen dieser Art zu haken. Er ist um einiges besser als Cross“, kniff Welther seine Augen zusammen, als er die Sonnenbrille abnahm.

Draußen warteten mit kleinen EMP-Pistolen auf KITT gerichtet.

„Michael? Ich bin umzingelt. Soll ich härtere Maßnahmen in Begriff ziehen?“, versuchte die KI  noch mit seinem Fahrer Kontakt aufzunehmen. Mike antwortete nicht. Außer eine tote Leitung empfing er nicht viel von Mikes Lebenszeichen. Noch immer befand dieser sich in dem abgeschirmten Raum. Die Mission sollte nichts weiter als eine kleine Waffenschmuggelaktion und den Botschafter zu kidnappen beinhalten. Was war schief gelaufen?

Schnell lies KITT einen Gesichtsscan von den herauskommenden Leuten durchlaufen. Es waren Welther und Smoke, die dritte Person war in seiner Datenbank nicht eingetragen und nicht im Internet zu finden. Das FBI hatte die Prometheushaker ins Gefängnis gesteckt. Wie kam es, dass sie  auf freiem Fuß waren? Überlegt baute der Wagen eine Verbindung mit dem SSC auf. Auf dem Headupdisplay erschien Sarah Graimans Gesicht.

„Was ist los, KITT? Warum seid Ihr noch nicht zurück?“, fragte sie mit Angst in ihrer Stimme.

„Michael wird von der Kontaktperson in einem abgeschirmten Raum festgehalten...“, der Satz brach ab als er mit dem EMP stillgelegt wurde.

Randy hatte auf der Motorhaube den kleinen EMP befestigt. Das Gespräch zu Sarah wurde ebenfalls unterbrochen.

„Er kann uns noch hören, aber er hat keine Kontrolle mehr über seine Systeme. Von meiner Seite habe ich meine Aufgabe erfüllt. Bekomme ich das Geld?“, drehte sich der ältere Mann zu Welther um.

„Ehrlich gesagt, wir brauchen Sie noch. Und als Zeichen der Dankbarkeit bekommen Sie am Ende eine Zusatzbelohnung von 90.000 Dollar“, verfinsterte sich Welthers Gesicht. „Ray, fahr den Wagen auf den Anhänger. Sei vorsichtig, er besitzt zwar eine Nanolegierung, aber wir wollen doch nicht unnötige Energie verschwenden, oder?“, zeigte er noch mit dem Zeigefinger auf den GT500KR, dessen roter Scanner schneller als bei anderen Situationen, hin und her schwappte.

Der dunkelhäutige Ray nickte und stieg in den Wagen der Foundation. „Außergewöhnliches hat er nicht hier drin… Es geht wirklich alleine um den Computer...“, nuschelte dieser als er die Türe zu schlug, den Motor startete und den Wagen vorsichtig auf den bereitgestellten Anhänger fuhr.

Das laute Grollen des Motors erlosch, als Ray ausstieg und die Reifen mit einem reißfesten Kabel verankerte. Daraufhin sprang er ab und begnügte sich zu Randy, Welther und Smoke.

„Abfahrbereit. Soll ich vorfahren?“, lächelte dieser leicht.

„Mach das. Ich statte Traceur nochmal einen Besuch ab und schalte ihn gleich aus. Es reichte mir! Das war ein letztes Mal“, lächelte Welther zurück. Ray begab sich auf den Weg zu dem GMC Van, der den Anhänger besaß und fuhr vom Parkplatz runter.

Smoke sah Randy in der Zeit an. Wenn es ihn nicht täuschte, war er im doppelten Alter wie sie. Wo hatte Welther den bloß aufgegabelt?

„Darf ich solange ins Hotel zurück?“, fragte der Älteste der Gruppe vorsichtig. Welther nickte leicht abwesend und machte sich auf den Weg zurück ins Pub. Die Kundschaft ignorierten die Beiden bis auf das letzte Detail im Umfeld von zwei Metern.

Langsam kletterte er die schmale Treppe in den Kellerraum herunter.

Er sah Mike an. Tom hatte ihm ein paar Tritte gegen den Körper gegeben. Die Stirn blutete, das T-Shirt und die Jeans leicht zerrissen. Dazu die Wunde von der Flasche am Hinterkopf.

„Du wolltest Deinen 'Partner' befreien, hm?“, verwandelte sich Welthers neutrale Mimik zu einem finsteren Blick. „Hat er noch wichtige Hinweise genannt?“, hob er den Kopf und guckte das Muskelpaket an.

„Nein, Boss. Er hat nur versucht durch das zerstörte Headset Kontakt aufzunehmen. Für jedes Wort hab ich ihm einen Hieb verpasst“, grinste dieser dämlich.

„Gut, dann töte ihn jetzt. Er hat keine nützliche Verwendung für unseren Plan“, drehte Welther sich  um und verschwand an dem anderen Ende der Treppe. Smoke folgte ihm.

„Nein! Das könnt Ihr nicht machen!“, brüllte Mike mit aller Kraft aus seinen Lungen.

Tom zog eine Pistole aus seiner Hosentasche und zielte auf Mikes Hinterkopf.
„Sag Adieu, mein Lieber“, kicherte die Dummheit in Person und drückte den Auslöser ab.

Auf den lauten Knall folgte Stille.
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