Call me mate!

von SweetWolf
GeschichteAllgemein / P16
22.03.2016
10.12.2016
38
80.723
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22.03.2016 2.160
 
Hallo erst mal ^^ Ich versuche mich mal in dieser Kategorie, wo es leider nur wenige Storys gibt :( aber ich gebe mal meinen Senf dazu :)
Angefangen hat es damit das ich die Serie zufällig mal gesehen habe und mich dann die Idee dazu nicht mehr losgelassen hat. Deshalb habe ich das vorerst auf Papier verewigt in der Hoffnung das Plotbunny lässt mich wieder los. Fakt ist: Es ist schlimmer geworden >.<  Naja, ich entlasse euch mal bezüglich des langen Vorwortes und schmeiße euch in das Kapitel
P.S.: Ich habe darauf verzichtet die ganzen Personen zu beschreiben, sonst wäre es doppelt so lang geworden ... aber Google ist ja unser Freund ^^ (Ja, ich weiß, ist ein wenig böse von mir O.O)
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Doch etwas missmutig folge ich meinem neuen Vorgesetzten dieser Einheit. Mein Blick fällt kurz auf die rechte Person, die dem Ranghöchsten ebenfalls folgt.
Vielleicht war das doch keine so gute Idee?!
,,Private Hunt!" ertönt die bellende Stimme des Vordermannes.
,,Sir?" antworten mein Nebenmann und ich gleichzeitig. Etwas verwirrt schaut uns der Lieutenant an. ,,Ich vergaß," murmelt er, ,, ... sie sind ja Zwillinge."

Er ist ein groß gewachsener Mann mit schwarzen Haaren und einer Ausstrahlung die man als Hochnäsig beschreiben könnte - milde gesagt. Außerdem hat er immer so einen genervten und bösen Gesichtsausdruck.

Ich unterdrücke ein lachen - wie kann man so etwas vergessen. Etwas überfordert schaut er zwischen uns hin und her.

Dabei kann man sich das ganz einfach merken: Owen ist der größere von uns beiden, beziehungsweise ich, Riley, bin älter als er - wenn auch nur 10 Minuten.

Lieutenant Sobel, so sein Name, jedoch muss sich erst daran gewöhnen, das sieht man an seinem angestrengten Gesichtsausdruck sehr deutlich! ,,Hunt ... beide ..." Er stockt, schaut uns wieder überfordert an, ,, ... egal, vergessen Sie´s! Mitkommen!"
,,Jawohl, Sir." meint Owen. Wir folgen ihm, wie befohlen bis wir dann an einem Platz zwischen allerlei Gebäuden und Zelten zum stehen kommen. Darunter, auf einer relativ freien Stelle, ein Haufen Soldaten - pardon, Fallschirmjäger.
,,Still gestanden!" brüllt jemand von der Truppe. Lieutenant Sobel geht achtsam durch die Reihen und inspiziert jeden einzelnen. Bei einigen macht er diese sogar zur Schnecke, nur weil Beispielsweise jemand die Waffe nicht akkurat geputzt hat oder eine Knitterfalte am Hosenbein zu sehen ist. Dann stellt er sich vor die Truppe und erhebt erneut seine Stimme. ,,Easy Company! Aufgepasst!"
Alle Blicken Sobel einerseits interessiert, andererseits auch genervt an. ,,Ihre 2 Neuzugänge. Private Hunt und Private ... Hunt." Er muss gerade eben selbst nochmals schlucken und uns beide kurz anschauen. Ungewohnt? Nicht unbedingt! In der Kompanie können sich einige das Lachen nicht verkneifen. ,,Was gibt es da zu lachen? Da gibt es nichts zu lachen!" brüllt er. Plötzlich stampft er auf 2 Soldaten zu. ,,Habe ich mich da klar ausgedrückt, Sergeant Malarkey? Sergeant Muck?"
,,Ja, Sir." antwortet dieser Malarkey. Als Sobel sich kurz darauf umdreht schaut Malarkey mich breit grinsend an. Ich schaue sofort zur Seite um nicht auch noch laut zu lachen. Zwar haben jetzt alle das Lachen unterlassen, aber in den letzten Reihen zeichnet sich das eine oder andere breite Grinsen ab.
,,Ja, Männer, ihr habt richtig gehört! Riley und Owen Hunt, Zwillinge. Hoffentlich blicken sie da genauso wenig durch wie ich!"
Es ertönt erneut Gelächter, das hat zufolge das alle wieder zur Ruhe aufgerufen werden.
,,Super Männer." mahnt Sobel. ,,Die Neulinge lernen jetzt dank ihnen den Currahee kennen! 5 Minuten!" Lieutenant Sobel entfernt sich. Ein Lieutenant kommt auf Owen und mich zu und erhebt seine Stimme. ,,Hunt und Hunt also?" fragt er, muss leicht lächeln.
,,Ja, Sir." meine ich.
,,Angenehm, Second Lieutenant Dick Winters." berichtet er.
,,Lieutenant." nickt Owen ihm kurz zu.
,,Ich zeige ihnen noch schnell ihre Baracke, in weniger als 3 Minuten sollten wir wieder stramm stehen." meint Winters. Er scheint relativ nett zu sein. Ich muss mehrmals schlucken als Owen und ich uns die Baracke gezeigt wird. Diese teilen wir uns mit Winters und noch einigen anderen.
Scheiße!
Ich meine ich habe kein Problem mit mehreren Männern (in diesem Fall) zusammen zu leben. Aber Probleme lassen sich bekanntlich schnell finden, oder? Und diesen Currahee hochlaufen ist das Erste. Also nicht direkt das Laufen, sondern das Massenumziehen und diese ... verflucht kurzen, schwarzen Hosen.
,,Gibt es keine längeren?" frage ich und deute auf die Hose.
,,Nein, Sie müssen damit vorlieb nehmen, Hunt." meint Winters. Geschlagen seufze ich und versuche das Umziehen noch etwas heraus zu zögern, jetzt da noch einige Männer hier sind. Aber als ich mit Owen alleine bin muss ich schnell machen.
,,Wie lange willst du das verstecken, Riley?" fragt Owen kopfschüttelnd.
Ich schnüre mir die Schuhe zu. ,,Solange wie es eben geht!"
,,Bin gespannt, wann der Erste Wind bekommt." meint Owen. Ich atme einmal tief ein und aus ehe ich mich raus zu den anderen begebe. Einige sind schon unterwegs, einige laufen auch gerade erst raus. Demnach kann ich erkennen wie eine weitere, mir bis jetzt unbekannte, Kompanie einige Easy-Mitglieder anstachelt. Doch diese lassen es sich nicht gefallen und klauen denen die Mützen vom Kopf und machen sich damit aus den Staub. Ich verkneife mir mehr schlecht als recht ein lachen. Owen stupst mich an und mahnt, selbst breit grinsend:,,Hör auf zu lachen! Was sollen die denken?"
,,Mir egal." gestehe ich. Wenigstens gibt es hier einige die noch Spaß verstehen.

3 Meilen rauf und 3 Meilen runter! Ganz toll! Und wenn das nicht schlimm genug wäre läuft Sobel auch noch mit und versucht nebenbei einige dieser Männer zu brechen. ,,Schneller, na los!" spornt er an, einerseits. ,,Na los Randleman, Sie schwächeln! Da läuft ja noch eine Frau schneller als Sie!" brüllt er einen etwas ... kräftigeren Soldaten an.
Ist Sobel nicht etwas ... grob zu seinen Männern? Ein bisschen stacheln geht ja, aber das ist ja schon fast mehr als Schikane!?
,,Laufen Sie, Private Hunt! Beweisen Sie sich! Laufen Sie endlich!" brüllt er. Kurz komme ich ins straucheln als er plötzlich neben mir ist und neben mir bleibt. ,,Was ist los, Hunt? Fangen Sie etwa an wie Randleman? Können Sie das etwa nicht besser?"
,,Doch, Sir." meine ich, wodurch ich Luft aus meiner Lunge verliere. Sehr schlecht!
,,Dann beweisen Sie´s! Rennen Sie endlich!" schreit er. Ich mache nur einen Platz gut, ich brauche ja noch Luft und Kraft für die 3 Meilen zurück. Dann rennt Sobel weiter nach vorne und ich lasse mich wieder etwas zurück fallen. Aber nicht nur ich, auch dieser Malarkey und Muck.
,,Zwillinge also?" fragt Malarkey. Ich nicke, kann nicht reden, brauche die Luft noch.
,,Du bist ... Owen?" fragt Muck mich. Ich schüttele mit dem Kopf und klopfe Owen auf den Oberarm. Kann immer noch nicht reden.
,,Nein, ich. Riley ist das." sagt Owen angestrengt mit einer kurzen Pause.
Wie können die Laufen UND nebenbei sprechen?
Bei den ersten kann ich erkennen das diese einen kleinen Hügel hoch krabbeln und kurz darauf wieder runter kommen. Ist das die Spitze? Danke Gott, an den ich überhaupt nicht glaube!
Jetzt müssen wir hoch, wobei Owen mich mit hochschiebt, weil ich sonst nach hinten über gefallen wäre. Als wir auf ein kleines Monument hauen geht es die 3 Meilen zurück. Und ich würde jetzt am liebsten eine kurze Pause machen. Wirklich nur kurz. Demnach falle ich immer mehr nach hinten, gerate ins straucheln. Dann merke ich eine helfende Hand, die mich fängt und mich anschiebt. Ich schaue und erkenne Owen neben mir. Sofort lächele ihn dankend an, bis Winters zu uns stößt.
,,Hunt?"
,,Sir?" röchele ich.
,,Verfassung?" fragt er.
,,Sterbend." antworte ich, Owen muss kurz auflachen.
,,Durchhalten." meint Winters. Mehr als ein nicken geht jetzt nicht mehr.

Als wir wieder unten sind kommen nun auch Sobel und die restlichen hinterher. Alle stehen in Reih` und Glied und warten, und alle atmen ziemlich angestrengt. Ich inklusive.
,,Das war nicht ihre beste Leistung, Männer! Das kriegen sie besser hin. Deshalb, Wochenendausgang gestrichen, für jeden. Da haben sie Zeit das zu üben!" Einen Augenblick lang merkt man die Fassungslosigkeit in der Gruppe. ,,In einer Stunde Schießübungen!" Ich unterdrücke ein genervtes Stöhnen. Dann verschwindet Sobel auch schon. Die Ersten rennen in ihre Baracke, ich hingegen lasse mich auf den Boden fallen. Meine Beine sind Pudding. Owen schaut mich von oben herab an, grinst bloss. ,,Bist tot?"
,,Aye." meine ich. Mein Atem will sich einfach nicht beruhigen, mein Herz droht in meiner Brust zu zerspringen und mein Hals ist staub trocken.
,,Hunt?" Owen dreht sich herum und Winters tritt in mein Sichtfeld.
,,Lieutenant." röchele ich.
,,Wie geht es Ihnen?" fragt er mich.
,,Ich ... atmen ... schwer ... Luft!"
,,Hunt, helfen Sie mir." meint Winters nun zu Owen. Beide hocke sich hin und versuchen meinen Oberkörper in eine aufrechte Position zu heben, zusätzlich stemme ich mich mit hoch. Dann drückt mir Winters eine Wasserflasche in die Hand. ,,Rettung ...!" krächze ich und trinke - naja, das Ding war nach 3 gierigen Schlucken leer. Danach lasse ich mich wieder nach hinten fallen.
,,Sein Sie froh, dass Sobel uns nicht mit dem Marschgepäck hat hochlaufen lassen." meint Winters. Das würde Sobel auch machen? Winters und Owen ziehen mich hoch, wobei mir kurz schwindelig wird.

Während der Nacht bin ich in Owens Bett gekrabbelt, sitze am Fußende und wir unterhalten uns leise.
,,Es kann nur noch besser werden." flüstert Owen.
,,Für dich vielleicht. Für mich geht es noch weiter runter."
,,Sag so was nicht!" flüstert Owen.
,,Wieso nicht, Owen? So was wie ich kann hier nicht lange überleben." Ungewollt werde ich etwas lauter.
,,Kann sein, aber dafür bist du hier um allen das Gegenteil zu beweisen. Ich wette mit dir, dass du sogar besser als einige hier bist."
Ich schüttele mit dem Kopf. ,,Das kannst du nicht vergleichen. Die sind schon einige Tage länger hier als wir beide. Und Sobel ... darüber will ich gar nicht nachdenken was der noch für Strafen aus seinem Ärmel zieht." Dann stehe ich auf und tapse auf nackten Füßen zurück in mein Bett. Owen richtet sich auf und meint mit gedämpfter Stimme:,,Du hast einen ziemlich großen Batzen Selbstbewusstsein und Stolz, Riley. Sobel wird dir psychisch schon nichts anhaben." Stille. ,,Na dann, schlaf gut. Morgen geht es weiter."
Jetzt schon genervt lasse ich mich zurück ins Kissen fallen. ,,Na klasse!"
Ich drehe mich herum und schließe die Augen. Merke wie ich langsam aber sicher mehr in den Tiefschlaf gehe. Doch das Glück gewährt man mir ... besser gesagt uns nicht. Die Tür der Baracke wird aufgerissen, das Licht wird angeschaltet und Sobels laute Stimme weckt uns alle auf. ,,Sofort alle aufgestanden und in die Uniform, Soldaten! Aber zack zack! Marschgepäck und in 5 Minuten still gestanden!"
Ich verstecke mein Gesicht ins Kissen und schreie kurz hinein. Nein, der lässt uns auch nicht in Ruhe! Ich kann den Kerl nicht ausstehen, schon von der ersten Minute konnte ich das nicht. Etwas übermüdet schnappe ich mir meine Uniform und ziehe diese über die Schlafsachen. Mir egal wenn jemand was sagt. Zusätzlich auch noch Waffe und Gepäck, was mindestens die Hälfte meines Körpergewichts entspricht.

Nach ungefähr der Hälfte, was schon den Rückmarsch bedeutet, fragt Randleman plötzlich:,,Sir, wir sind 9 Kompanien, in der 506. Aber wir sind die einzige Kompanie die fast jeden Abend 12 Meilen mit Gepäck marschieren muss, mitten in der Nacht. Hasst Sobel denn die Easy Company?"
,,Sobel hasst nicht die Easy Company." ertönt Winters Stimme ganz vorne. ,,Er hasst nur Sie, Randleman."
,,Aha, danke, Sir." meint Randleman. Die Kompanie lacht.
,,Mich hasst er auch." nuschele ich. Aber anscheinend haben es die Männer um mich herum gehört.
,,Er hasst jeden Neuling, macht dir nichts draus." meint Malarkay rechts neben mir.
,,Komisch, gegen mich hat er noch nichts." antwortet Owen, links.
,,Noch nicht." grinst Muck, welcher hinter Owen ist. ,,Aber mal ne ganz andere Frage: Wie sollen wir euch auseinander halten?"
,,Genau." meint Luz hinter mir. ,,Wir können ja nicht Hunt rufen und ihr beide fühlt euch angesprochen."
Ja, so viele Namen, so viele Männer - ich bin eigentlich schon begeistert das ich mir schon den großen Anteil von Namen merken kann.
,,Lasst euch was einfallen. Bin zu müde um zu überlegen." gähne ich.
,,Was wird da hinten diskutiert?" fragt Winters Freund und rechte Hand - gestatten: Lewis Nixon.
,,Nichts, Sir." mischt sich nun Penkala mit ein, welcher hinter Malarkey marschiert.

Vom Marsch zurück dürfen wir erst mal wieder stramm stehen und unsere Wasserflaschen auskippen. Ja, auskippen! Sobel hat vorher den Befehl gegeben nicht daraus zu trinken, den ganzen Marsch über. Alle außer einer haben den Befehl nicht missachtet. Zur Strafe darf er alleine den ganzen Weg nochmal laufen, während wir alle in die Betten WIEDER dürfen.
Kaum habe ich mich hingelegt falle ich in den Tiefschlaf. Der Tag war anstrengend.
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