Wolfsliebe

von Dondiana
GeschichteFamilie, Fantasy / P12
Ame Großvater Nirasaki Hana OC (Own Character) Sohei Yuki
22.03.2016
23.04.2017
16
20.341
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22.03.2016 998
 
Kapitel 1

(V/N) = Vorname

(N/N) = Nachname

(H/F) = Haarfarbe

(A/F) = Augenfarbe

(L/F) = Lieblingsfarbe

„Du bist so ein Freak, (V/N)“, beleidigte mich eine bekannte Stimme hinter mir und begann danach zu lachen. Meine (H/F) Haare flogen umher als ich mein Kopf in ihre Richtung drehte. Ich sah die Klassenzicke Amanda hinter mir stehen ihre Freundinnen lachend neben ihr, dass sie mich beleidigen und auslachen ist leider Alltag. Meine Klassenkameraden ignorierten dies und waren mit ihren eigenen Kram beschäftigt. Keiner wollte ein Risiko eingehen von Amanda und ihre Schoßhündchen gemobbt zu werden. Amandas Vater ist der Schuldirektor und wenn ihr etwas nicht passt, rennt sie weinend zu ihm und so wird sie meistens ihr „Problem“ los. Seufzend setzte ich mich auf meinem Platz, der ganz weit hinten lag. Niemand wollte sich freiwillig neben mich setzen, deswegen war auch der Platz neben mir frei. Vor eigene Zeit haben wir mit der Klasse einen Ausflug zum Zoo gemacht, dort habe ich mit einem Wolf kommuniziert und seitdem stempelten sie mich als einen Freak ab.

Naja eigentlich haben sie nicht ganz unrecht. Zum Glück muss ich sie heute zum letzten Mal ertragen, dann bin ich sie für alle Male los! Und ein neues Leben wird in Japan beginnen

Meine Vater und ich können uns in Wölfe verwandeln, deswegen wohnen wir auch im Wald, in den wir uns sicher fühlen. Er brachte mir vieles wichtiges über unsere Abstammung bei und am jeden Wochenende übernachteten wir im Wald. Meine Mutter hingegen ist ein ganz normaler Mensch. Sie lernte damals meinen Vater in Deutschland kennen, da eine Freundin von ihr in Deutschland lebte. Als meine Mutter erfuhr was er war, guckte sie nur dumm aus der Wäsche. Es war ein Wunder das sie nicht umfiel vor Schock.

Aber liebe geht über alles, nicht wahr?

Meine Mutter lebte bevor sie meinen Vater kennenlernte in einem kleinen Dorf in Japan. Meine Großeltern kenne ich leider nicht, denn meine Mutter blieb bei meinem Vater als sie mit mir unerwartet schwanger wurde.

Nach etlichen gefühlten Stunde endete der Unterricht und konnten samt Zeugnis nachhause. Vor dem Schulhof wartete mein Vater mit dem Auto auf mich. Als ich mich neben ihn setzte, fragte er sofort: „Wie war den dein Tag, (V/N)?“ „Wie soll es schon sein? Langweilig! Du und Mama werden ohne mich auf Reise gehen“, entgegnete ich ihn murrend und lehnte meine Stirn gegen die kühle Fensterscheibe. Meine Eltern wollen ab den Sommerferien eine Weltreise starten und schicken mich deswegen zu meine Großeltern nach Japan, denn keiner meine deutschen Verwandten wollte auf mich aufnehmen.

„Du weißt doch, dass deine Mutter und ich lange keine Zeit für einen Urlaub hatten, weil du auf die Welt gekommen bist. Außerdem lernst du dann deine Großeltern kennen und lebst dann mit ihnen und freuen sie sich schon darauf dich endlich persönlich kennenzulernen“, äußerte er sich und sah mich mit einem Seitenblick an. Wir besaßen die gleichen (A/F) farbigen Augen. Von meiner Mutter erbte ich wiederum die (H/F) Haare.

Schnell kamen wir vor unser Haus  an. Mein Vater parkte das Auto vor dem Haus und wir stiegen schweigend aus dem Auto und betraten anschließend das schlichte Haus im Wald. Schnell schlüpfte ich aus meinen Schuhe und schrie durch das Haus: „Wir sind wieder da, Mama!“ Meine Mutter kam schnell zu uns mit einem großen Lächeln im Gesicht entgegen: „Willkommen zurück!“ Mein Vater lief zu sie zu und gab ihr einen Kuss auf dem Mund und zog sie anschließend in seine Arme. Ich ging schon derweil in mein Zimmer und schmiss den Rucksack in eine dunkle Ecke. Danach setzte ich mich auf meinem Bürostuhl und holte meinen Zeichenblock, Stifte und Zeichenmappe aus der Schublade. Ich wusste nicht was ich zeichnen wollte, deswegen klopfte ich mit dem Bleistift auf dem Tisch und sah mich suchend nach einem Motiv im Zimmer um. Aber nichts Interessantes konnte ich ausmachen, denn mein ganzes Zimmer ist schon fast leer, bis auf dem Bett, Schrank und Schreibtisch ist alles in den Kartons verpackt.

„Das Mittagessen ist fertig!“, hörte ich meine Mutter von untern rufen. „Ich komme!“, entgegnete ich ihr ebenfalls laut. Als Mensch konnte sie keine leiseren Geräusche hören, aber mein Vater und ich hingegen schon. Manchmal ist es echt praktisch ein Wolf zu sein, denn man kann  sich immer auf sein Gehör und andere Sinnesorgane verlassen. Wegen meiner guten Nase konnte ich schon von weiten den leckeren Geruch von Hähnchen ausmachen. Den Stift in meiner Hand legte ich ordentlich neben meiner Zeichenmappe und verließ eilig  das Zimmer, fast wäre ich dabei über meinen Koffer gestolpert, der neben der Zimmertür stand.

Als ich bei der Küche ankam, sah ich schon meine Eltern am Tisch sitzen. Ich setzte mich neben meiner Mutter und wir begannen gemeinsam zu essen. Das Essen verlief schweigend, aber die Stimmung war nicht angespannt sondern friedlich. Meine Mutter durchbrach die Stille in dem sie anfing zu sprechen: „Morgen früh werden wir dich in den Flughafen bringen und dann wirst du wenn du im Japan ankommst von einem Taxi abgeholt und zu deine Großeltern gebracht. Eine Schule kannst du leider nicht besuchen, sie haben keinen Platz mehr für dich, deswegen wirst du dann bei deine Großeltern Unterrichtet.“ Ich sah meine Mutter stumm an und nickte gelangweilt. „Und vergiss nicht unser Geheimnis zu bewahren, (D/N)!“, äußerte sich mein Vater ernst und biss von seinem Hühnchen ab. Danach ist wieder Ruhe eingekehrt. Nach ein paar Bissen war ich schon fertig und stand von meinem Platz auf. „Ich bin fertig, danke für das leckere Essen, Mama“, bedankte ich mich und rückte den Stuhl wieder auf seinem ursprünglichen Platz. Lächelnd und nickend nahm meine Mutter das zur Kenntnis. Ohne ein weiteres Wort zu sagen verließ ich die Küche und begab mich zu meinem Zimmer. Ich war heute den ganzen Tag schon müde und zog mich schnell um und legte mich anschließend in meinem kuschligen und warmen Bett. Keine Sekunde später war ich schon in einen tiefen Schlaf.
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