Briefwechsel von Hogwarts nach Norddeutschland

von Bihi
GeschichteAllgemein / P12
Fred Weasley jr. James Sirius Potter OC (Own Character)
22.03.2016
11.09.2019
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Liebe Mama, Papa und Nils,
Ich will nur kurz beruhigen, dass ich heil hier in Hogwarts angekommen bin.
Melinda und die Marauders haben sich im Zug kaputt gelacht über Nils. So was aber auch, denkt der Knirps doch tatsächlich, er bekommt aus jedem Quidditch-Laden einen Flugbesen. Aber ich hoffe, das Eis-Café von Fortescue war eine gute Entschädigung. Damit fing die Erzählung im Zug an. Melinda war an dem Tag auch einkaufen. Sie wollte eigentlich mich ihren Eltern vorstellen, aber dann machte Nils ein solches Theater, dass sie es lieber nicht tat. Nicht, weil sie sich für ihn schämte, sondern weil sie befürchtete, dass Nils dann echt ausrastet, wenn er als fast einziger keine Zaubererkleidung trägt. Das war ja schon in Berlin ein Drama gewesen, als alle außer ihm, und euch beiden natürlich, bei 'Wickens korrekte Kleidung' eingekleidet wurden. Also ehrlich mal, Mona sah doch wirklich  zum Knuddeln aus in ihrer kleinen Robe. Na ja, die wohnen ja auch abgeschiedener. Für Nils ist das einfach nicht machbar. Oh, Papa, habe ich Dir eigentlich schon gesagt, wie froh ich bin, nun auch außerhalb des Unterrichts hexenmäßig angezogen zu sein? Im Gemeinschaftsraum gab es donnernden  Applaus, als ich mit der Alltagskleidung aus dem Schlafraum kam.
Nur gut, dass Ollivander sein Schaufenster so sparsam dekoriert hat. Sonst hätte Nils sicher noch einen Anfall bekommen, weil er nun aber wirklich „Aba nu!“ (Hat er auch nicht äußerst dringende Wünsche?) einen Zauberstab haben wollte.
Danach erzählte ich von unserem Besuch im Zauberereinkaufszentrum. Die haben so gelacht, dass die Schüler aus den Nebenabteilen kamen, um zu erfahren, was wir so Fröhliches zu besprechen hatten. Seitdem versuchen alle Häuser, mich zu überreden, Nils dann in ihr Haus gehen zu lassen. Dabei wissen die doch besser als ich, dass das der Hut bestimmt. OK, vielleicht nicht besser, aber auf alle Fälle länger. Ich hab sie vorerst einigermaßen beruhigt, hoffe ich, indem ich erklärte, dass erstens das Internat noch nicht feststeht und zweitens der Hut das Haus bestimmt. Ganz ehrlich, wenn Nils so weitermacht, sollte er wirklich nach Hogwarts oder auch nach Beauxbaton gehen. Die Bertradaburg und Durmstrang fangen später an. Auf unserem ersten freien Wochenende werden wir natürlich nach Hogsmeade gehen – und ich bin mir sicher, dass viele Schüler hier eine Kleinigkeit an Nils schicken werden.

Professor Snape hat wohl etwas im Schulleiterbüro erzählt. Seitdem meint Professor Flint, dass der Junge so gewieft sei, dass er bestimmt nach Slytherin komme, Professor Flitwick hält dagegen, dass er so schlau sei, dass er bestimmt nach Ravenclaw komme, Professor Flamel hofft, dass sich noch genügend Mut zeigt, dass er nach Gryffindor komme, und Professor Longbottom meint, dass er wohl keine Chance habe, den kleinen Buhr zu bekommen.

Hier wartete eine in Tränen aufgelöste Mieke auf mich. Die Elfen in der Küche hatten entschieden, dass sie keine echte Elfe mehr sei, weil sie einen Umhang geschenkt bekommen hat, der sehr wohl ein Kleidungsstück ist.
Ich bin sofort in die Küche gestürmt – echt gestürmt, ich bin fast die Treppe hinuntergefallen. Dann habe ich den Elfen erklärt, dass die Togen ein Geschenk seien, weil die Elfe ja etwas tragen muss, und der Umhang lediglich eine Leihgabe sei, weil sie doch in der Muggelumgebung, in der ich lebe, nicht auffallen darf. Da haben sie gesagt, dass Mieke doch nicht verstoßen wird.
Dann bin ich wieder hoch gehetzt, denn ich wollte weder das große Sortieren auf die Häuser noch das tolle Festessen verpassen. Zum Nachtisch erschien auf meinem Teller ein Muffin mit lila Glasur und Runen, die mir eine Viertklässlerin mit „Danke“ übersetzte. Na, in diesem Jahr werde ich das wohl lernen, weil ich den Antrag gestellt habe, das auch belegen zu dürfen.

Wie gesagt, erst mal eine kurze Nachricht. Ich schreibe vielleicht wieder länger, wenn hier mehr los ist.

Vier Armvoll Liebe an Euch, also Mama, Papa, und Nils,
Eure Sophia
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