Mein zu Hause

KurzgeschichteAngst, Schmerz/Trost / P16
Benjamin "Ben" Tickle Ethan Karamakov OC (Own Character)
21.03.2016
21.03.2016
1
4183
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Ben und Cara


In dieser Fanfiktion wird es um Bara handeln, wie ich es wundervoll getauft habe.
Cara ist ein OC, also ein von mir ausgedachter Charakter.
Ich hab lange überlegt, ob sie jetzt Tara's Schwester, Ethan's Ex-Freundin oder einfach die neue sein soll...
Ich habe mich nun entschieden, dass sie gar nichts davon sein soll.
Sie soll Kat's Zwillingsschwester sein, also zugleich auch Ethan's Schwester.
Mir kam die Idee für diese kleine Fanfiktion als ich eine Folge der zweiten Staffel mir vor kurzem wieder angesehen habe. Ich habe gerade leider keinen Plan mehr, welche Folge es war, aber ich meine die Szene, in der Ben sich einfach nach vorne lehnt und Tara küsst, als sie meinte, dass er zu harmlos sei.
Ich fand die Szene mit Tara allerdings irgendwie nicht passend, also dachte ich mir, warum nicht...?









Cara


Es war der letzte Tag vor den Sommerferien, das erste Jahr würde später nun offiziell vorbei sein, ich hatte viele neue Freunde gefunden, selbst als kleiner Schatten meiner so coolen Schwester und mit meinem Idiotenbruder. Der Anfang für mich wahr nicht leicht, jedentag würde ich aufgezogen, besonders von Ethan, der größte Startanzer des dritten Jahres. Doch nach einiger Zeit hatte sich das alles eingerenkt....

….ich kam immer besser mit meinem Duettpartner zurecht, er war doch nicht so ein ganz so großer Idiot, wie ich am Anfang gedacht hatte.
….mein Bruder hatte mir am Ende des Jahres sogar ein Solo choreographiert, er war der absolute Wahnsinn.
….Kat hatte mir geholfen mich mit vielen Mädchen hier anzufreunden

..naja, und Ben hatte mir die Angst vor dem Fallen genommen, ich vertraute ihm.

Aber eins fehlte mir dennoch, ich wollte einen Freund und das schon so lange.

''Ach komm schon Car, die Jungs hier sind doch gar nicht so übel.'', zog Kat mich mal wieder auf.

''Worüber redet ihr? Mädchengespräche?'', lachte Ben.

Er und all die anderen aus unserem Haus betraten gerade das Wohnzimmer.

''Ach so ähnlich wir reden nur darüber, welcher Junge für meine Kleine hier in Frage kommt.'', prustete meine ach so liebliche Schwester weiter.

''Ach, die Frage kann ich schnell beantworte. Ich, ist doch ganz klar.'', meinte Ben kichernd.

Er und die anderen setzen sich neben uns und schalteten den Fernseher an.

''Ben, nichts gegen dich, aber du bist einfach zu lieb und harmlos, nein, einfach nein, das geht doch nicht.'', kicherte ich los.

Plötzlich sprang er auf und beugte sich zu mir runter, ich war einfach nur komplett erstarrt und bevor ich etwas sagen konnte, lagen seine Lippen schon auf meinen, der Kuss war nicht gerade kurz, ich spürte sogar wie seine Zunge leicht gegen meine Lippen drückte, aber genau als das passierte fing ich mich wieder und hielt dagegen.
Dann konnte ich mich endlich von ihm befreien, ich gab ihm sofort eine Ohrfeige und lief weg.
Meine Füße trugen mich blitzschnell die Treppe rauf, in das Zimmer von mir und meiner Schwester, ich schmiss die Tür hinter mir zu und schloss ab.
Ich konnte es einfach nicht glauben.
Ich hatte wirklich gedacht dass er anders ist.
Ben ist mein Bester Freund und er wusste genau, wie viel mir es bedeuten würde einen Freund zu haben.
Er wusste genau, dass ich noch nie jemanden geküsst hatte.
Und er wusste das ich mir so etwas aufheben wollte, für den richtigen.
Ich weiß, ich weiß, ich klinge unendlich romantisch und alt, aber ich finde so etwas schön.
Er hatte es mir versaut, alles versaut.

''Komm schon Redface*. Es tut mir leid, lass mich bitte rein!'', Ben klang wirklich, ich glaube sogar das erste mal seitdem ich kannte, so als ob er diesmal bereute.

''Geh einfach weg.'', bat ich leise, aber doch laut genug, damit er es hörte.

Ich stand auf und ging zur Tür.
Mein Atem wurde immer schwerer, desto näher ich der Tür kam.
Er würde jetzt genau wissen wo ich bin.
Ich hörte nur noch ein leises Bitte von ihm, ich wusste genau,
wenn ich ihm jetzt nicht die Tür aufmache, würde er gehen.
Allerdings wollte ich nicht das er geht.

Ich drehte den Türknauf um und öffnete sie nun.
Mein Herz pochte, ich wusste genau was gleich kommen würde.
Mein ganzes MakeUp war verlaufen und ich sah verheult aus,
er sah aber auch nicht besser aus.
Mein Handabdruck zierte seine linke Wange und er sah echt fertig aus.

''Bitte hör mir zu, ich weiß ich war ein Idiot, ich weiß ich hab dich verletzt,
ich hab einfach nicht nachgedacht, es tut mir so leid,
bitte glaub mir. Ich weiß dein erster Kuss sollte etwas besonderes sein,
bitte, lass mich es irgendwie wieder gut machen.''

Ich fiel ihm nur noch in die Arme, ich weiß ich würde ihm nicht sofort verzeihen,
aber ich wollte mich wohl fühlen,
ich wollte mich geborgen fühlen und ich wollte mich gebraucht fühlen
und nur er konnte mir dieses Gefühl geben.
Und ich brauchte dieses Gefühl gerade mehr als alles andere.
Die Umarmung verstärkte sich und er hielt mich noch fester, unsere Körper wurden aneinander gepresst und ich fühlte mich einfach zu Hause.
Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man nie weiß, wo sein zu Hause ist?
Meine Familie reiste schon immer fiel um die Welt, ich hatte nie ein wirkliches zu Hause.
Ben war mein zu Hause.
Und dafür liebt ich ihn, allerdings nicht diese Liebe,
sondern eher so eine Art zweiter Bruder,
er war alles für mich.

''Car, bitte sag was..'', forderte er.

Mir kamen nur weiter die Tränen, ich wollte nichts sagen,
ich wollte ihn nur nie wieder los lassen.

''Es..es es ist okay wirklich,
ich werde ohnehin niemals einen Freund bekommen,
ich sterbe wenigstens nicht ungeküsst..'', ich versuchte dass es lustig klang,
das tat es aber nicht,
das wird es auch nie.

''Hey Redface, du darfst so etwas nicht sagen, du bist wundervoll und das weißt du, du darfst dir keine Lügen einreden, egal was jemand sagt. Bitte verspreche mir dass du an dich glaubst und dich niemals aufgeben wirst, sag es.'', er klang so ehrlich, so als ob es jeder zu mir sagen könnte und es würde nichts bedeuten, nur bei ihm.

''Tickle du verste..'', setzte ich gerade an.
''Sag es, Redface, für mich.'', unterbrach er mich.
''Ich werde es garantiert nicht sagen Ben, es stimmt nicht.''
Er löste die Umarmung und schaute mich direkt an.

''Es stimmt und ich werde dich erst loslassen wenn du es sagst.'', er starrte mich an, ich kannte diesen Blick und erst wusste, mit diesem Blick könnte ich ihm nicht widerstehen.
In genau dem Moment verlor ich mich zum ersten Mal in seinen Augen.
Und ich wollte mich in diesen Augen verlieren, ich liebte diese Augen, sie waren perfekt und passten genau in sein Gesicht, genau wie alles andere, besonders seine Lippen.
Seine Lippen, voll und geschwungen, leicht rötlich im Mundwinkel, er knabberte immer zu darauf herum und genau das liebte ich.
Ich näherte mich seinem Gesicht und wollte ihn küssen, doch er wich züruck.
Er schaute mich gerade zu entsetzt an.
Wow, ich dachte ich könnte mich nicht noch schlimmer fühlen, ich stieß ihn in mein Zimmer rein, schnappte mir meine Sportasche und lief weg.

Erst dachte ich, ich will tanzen, aber das wollte ich nicht.
Ich wollte meine Wut, meinen Schmerz und meine Trauer rauslassen.
Ich kann zu einem Ort, an dem ich schon lange nicht mehr war,
mein altes Kickboxstudio, wie immer war es an Donnerstagen leer, bis auf meinen alten Trainer, er war damals immer für mich da, er hat mich trainiert und vertraute mir.

''Cara, och gott, wie lange ist das denn schon her?''
Ich umarmte ihn freudig, zwar nur kurz,
aber es fühlte sich trotzdem gut an ihn wieder zu sehen.
''Es tut mir leid, ich hätte mich melden sollen, aber du weißt, Tanzen ist ein
Vollzeitjob.'', versuchte ich mich rauszureden.
''Was ist heute anders Cara?'', er runzelte seine Stirn.
''Es ist nicht so wichtig, ist Studio E frei?'', er wusste das etwas nicht stimmt,
allerdings wusste er auch, dass es etwas echt wichtiges sein musste,
wenn ich nicht darüber reden wollte.
Er nickte nur und warf mir die Schlüssel zu.
Es war wie Kommunikation ohne Worte, ich weiß genau, was er mir damit sagen wollte.
''Ich kenne dich, ich weiß du wirst länger brauchen, schließ also ab und verstecke den Schlüssel da, wo er immer war.''

Und ich war ihm gerade einfach nur dankbar dafür.
Ich wechselte vom Kleid in meine Sportshorts und einen Sport-BH, zog meiner Handschuhe an und platzierte mich vor dem Sandsack.

''Ich hasse ihn.'', erster Schlag.
''Ich hasse ihn so sehr.'', zweiter Schlag.
''Er hat mich so verletzt.'', dritter Schlag.
''Kleines Beschissenes Arschloch!.'', vierter Schlag.
''ICH HASSE DICH BEN.'', fünfter Schlag.

Ich sank erschöpft zu Boden.

''Ich hab dir doch damals schon gesagt, das Gewalt niemals Probleme löst.'', ich kannte diese Stimme, ich kannte sie ganz genau, nur ich wollte noch nicht mal mit ihm reden.

''Was ist los Kleine?'', seine Stimme war irgendwie schon immer beruhigend für mich.
''Es ist gar nichts. Es ist gar nichts los.'', ich richtete mich ein Stück auf und schaute ihn an.
''Ethan bitte, dass ist so eine Sache über die man nicht mit Brüdern redet.'', meinte ich nur schroff.
''Also geht es um einen Jungen, um das mit Ben vorhin?'', ich guckte ihn schockiert an.
''Woher weißt du bitte davon, hast du es auch gesehen?'', ich sackte wieder ein Stück zusammen.
'' Ich wollte gerade meine Lieblingsschwestern besuchen, da hab ich es gesehen, es tut mir leid, Car. Keine Sorge ich verpasse ihm nachher noch eine!'', lachte er.
''Ethan, du verstehst das nicht.''
''Du weißt doch das du mit mir über alles reden kannst, oder?'', er setze sich neben mich.
''Natürlich weiß ich das, ich möchte aber mit niemandem darüber sprechen..''
''Nicht mal mit deinem Lieblingsbruder?''

Ich starrte ihn nur an, er hatte allerdings anderes im Sinn.
Er sprang auf, schleuderte mich herum und begann mich durchzukitzeln.
Ganz außer Atem saßen wir nun nebeneinander in der Mitte vom Raum, ich hatte meinen Kopf auf seine Schulter gelegt, wir saßen einfach so da, wir mussten nicht reden.
''Ich vermisse das Ethan, einfach wir beide. Weißt du noch damals, als Mum immer Kat mitgeschleppt hat und wir alleine zu Hause waren.'', unwillkürlich musste ich lächeln.
''Natürlich erinnere ich mich daran und du hast mich dazu gebracht, das wir uns drei Wochen lang nur von Pizza ernähren, aber du weißt auch, dass es wahrscheinlich nie wieder so etwas geben kann, oder? Ich beende jetzt mein drittes Jahr, ich werde dann irgendwo auf der Welt sein und du in deinem zweiten Jahr..''

''Reiß die Wunde doch noch mehr auf, du weißt es wird schwer oder? Ich kann doch nicht ohne meinen großen Bruder auskommen?'', mir lief eine Träne runter.
Er nahm mich einfach nur in den Arm, er hatte mich und Kat quasi alleine großgezogen und jetzt würde er einfach verschwinden?

''Du weißt dass ich nur einen Telefonanruf entfernt bin.''
''Ich weiß, aber du Ethan? Kannst du mir einen gefallen tun? Ich würde gerne alleine sein..''

Mehr brauchte ich gar nicht erst sagen, er stand auf und verschwand.
Ich blieb noch einige Stunden im Studio und packte dann meine Sachen zusammen, ich blieb einfach in meinen Klamotten, was soll schon passieren.
Der Schlüssel drehte sich zweimal im Schloss, dann lies ich ihn in das Geheimfach des Briefkastens gleiten und machte mich auf den Weg nach Hause.

Es war schon ziemlich dunkel draußen, die Sperrstunde hatte ich längst überschritten, um die Konsequenzen könnte ich mich später kümmern.
Ich wollte einfach nur in mein Bett schmeißen und schlafen.
Mein Weg nach Hause wäre eigentlich sehr lang, aber ich entschied mich für eine Abkürzung, sie führte zwar durch ein kleines Ghetto, aber was soll schon passieren.

Desto näher ich dem Ghettomittelpunkt kam, desto schneller wurden meine Schritte.
Ich ging gerade an der letzten Gasse des Viertels vorbei, dann hätte ich es geschafft.
Plötzlich riss mich eine geballte Kraft in die Gasse.
Vor mir stand ein Mann, ich schätze ihn etwa 25 bis 30, er hatte mittellange fettige Haare, einen ungepflegte Bart und dreckige Klamotten.
''Was macht denn so eine kleine Maus noch so spät hier alleine? Man könnte glatt denken, du wolltest zu mir kommen.'', er fing an dreckig zu grinsen.
Mein Albtraum fing gerade an.
Obwohl ich seit mehreren Jahren Boxe brachte mir das gar nichts, mein Körper war wie gelähmt.
Seine Hände wahren überall, er begrabschte mich an meinen Brüsten und fummelte in meinem Intimbereich herum. Ich war noch nie so geschockt gewesen.
Er fummelte immer weiter herum, er zog meine Hose runter, ebenso wie seine.
Ich fing an zu weinen, ich fing so heftig an zu heulen, wie noch nie zuvor in meinem Leben.
''Ach komm kleine Maus, dir gefällt es doch auch.'', seine Stimme widerte mich an.
Ich war am Ende.
Ich kann und will nicht darüber reden was dann passiert ist,
aber ich denke man kann es sich denken.

Nachdem das Schlimmste schon geschehen war, fand ich endlich meine Kraft wieder.
Ich verpasste dem Mann einen Tritt in die Genitalien und rannte,
ich rannte wie noch nie zuvor.
Völlig außer Atem stand ich nun vor der Akademie und nahm meinen Schlüssel.
Ich rannte sofort hoch und legte mich in mein Bett..
Mein Augen würde sich heute Nacht nicht schließen,
denn jedes mal wenn ich sie schloss, sah ich ihn.
In 8 Stunden beginnen die Abschlussprüfungen im Pas de deux.





Der Wecker von Kat zeigte mir das es Zeit war aufzustehen.
Ich wollte heute niemanden sehen, nicht mal Kat, Ethan oder Ben.
Ich werde gleich vor ihnen und allen anderen stehen müssen und tanzen und mir war sofort klar, ich würde es nicht schaffen, aber ich konnte nicht kampflos aufgeben.
Ich zog mein Tanzoutfit an und machte mich auf den Weg zu dem Tanzsaal.
Schon auf dem Weg dorthin mied ich die Blicke von allen, es lagen keine wirklichen Blicke auf mir, da niemand wusste was passiert war.


''Cara Karamakov und Benjamin Tickle, bitte.''
Unser Duett begann mit quasi zwei einzelnen Solis und verband sich dann durch einen Lift.
Wir hatten die Solis perfekt getanzt.
Jetzt würde der Lift kommen.
Ich stand vor Ben, er legte einen Arm um meine Hüfte.
Und es kam alles wieder.
Ich sah denn Mann vor mir stehen
Ich spürte seinen ekelhaften Atem auf meiner Haut, seine rauen alten Lippen, seinen ungepflegten Bart und seinen Arm der mich festhielt.
Ich sah alles vor mir.
Es kam mir hoch, ich übergab mich auf Ben's Spitzenschuhe.
Ich sank erst kurz auf dem Boden zusammen, bevor ich mich wieder aufrappelte.
Meine Beine konnten mich nicht tragen, ich stolperte in unser Wohnhaus und verschloss mich ihm ersten Badezimmer das ich fand.

Ben

Eigentlich müsste ich jetzt extrem angewidert sein,
mir wurde gerade auf die Füße gekotzt.
Ich kann nur nicht wütend seien.
Irgendetwas war mit Cara los,
ich konnte mir schon denken was.


Ich hatte sie noch nie so erlaubt,
sie vertraue mir vielleicht auch einfach nicht mehr?
Woher sollte ich denn bitte wissen, dass sie auf mich steht?
Also ich nehme das jetzt mal an, sie wollte mich immerhin küssen.
Ich hatte Mist gebaut.
Mein Gehirn spielte mir einfach einen Streich gestern.
Also klar, ich hätte nie damit gerechnet das sie mich Küssen möchte,
aber ich hätte sie gar nicht erst zu erst küssen und dann auch noch einfach so und vor allen,
sogar Ethan hatte es gesehen, ich wusste genau,
dass er sich später sicherlich noch mit mir beschäftigen wird.
Ich bin einfach so ein Idiot.

''Benjamin, bitte mach kurz Pause, wechsele vielleicht deine Schuhe.
Kann außerdem bitte jemand nach Cara sehen?'', Miss Rain wirkte nervös und betroffen,
ich hatte sie selbst noch nie so erlebt.

Bevor ich selber die Worte in meinem Kopf ordnen konnte, verließ Ethan den Raum, ich lief gleich hinter ihm her, ich wollte nach ihr sehen.
Sie war meine Beste Freundin und meine Partnerin.
Als wir das Haus betraten schmiss ich meine Schuhe in den Erstbesten Mülleimer und fing dann an sie zu suchen.

''Verzieh dich Tickle, es ist meine Schwester.
Du bist doch sowieso selber schuld also geh zurück.'',
normalerweise hätte er mich nicht abhalten können,
aber er hatte Recht, es war meine Schuld,
dann will sie mich jetzt auch am wenigstens sehen.


Ethan

Dieser Vollidiot hatte ihr das angetan und jetzt wollte er auch noch nach ihr sehen?
Das würde ich niemals zulassen, er hat doch selber gesehen was passiert ist,
Cara hatte Angst und vertraut ihm jetzt nicht mehr und das ja wohl auch zurecht.

Ich schrie mehrmals ihren Namen, ich bekam allerdings keine Antwort.
Sie war in keinem der Zimmer, also kann sie nur woanders seien oder in einem der Bäder, ich checkte die zwei Mädchen-Bäder, Nichts.
Um sicher zu gehen checkte ich das Jungs-Bad auch noch.
Abgeschlossen.

''Cara, bitte mach auf, Ben ist auch nicht hier,
ich kann verstehen das du sauer auf ihn bist,
aber bitte, mir kannst du vertraue.''

Ich hörte nur ein leises Wimmern.
Dann ein schluchzen und leise Worte die ich nicht identifizieren konnte.
Sie räusperte sich.
Sie war immer noch leise, aber ich verstand sie nun.


''Es hat nichts mit Ben zu tun.''

''Ich kann verstehen wenn du nicht darüber reden möchtest, aber bitte, geh wenigstens in dein Zimmer und ruhe dich aus. Wenn du nicht reden willst ist das okay, aber du weißt ich bin immer für dich da, genauso wie Kat und alle anderen hier.''

Ich machte mich auf den Weg zurück,
sie würde sowieso nicht reden,
aber ich weiß das wenn sie so weit ist sie es tun wird.

Cara

Ich fühlte mich beschützt, missbraucht und nicht lebenswert.
Da würde reden auch nicht helfen, allerdings hatte Ethan recht, so wie immer.
Der perfekte große Bruder.
Er hatte mir gestern helfen können, ich hätte mit ihm nach Hause gehen können, alles wäre gut gewesen.
Aber nein, ich wollte ja wieder so groß und erwachsen sein und so lange bleiben wie ich wollte.
Ich alleine hätte es verhindern können.
Nun blieb mir nichts mehr, niemand der mich versteht, der mich verstehen könnte.
Und sogar meinen Besten Freund wollte ich nicht sehen.

Ich zog mich an dem Handtuchhalter der Jungs hoch und versuchte meinen Halt wieder zu finden.
Es stank in dem Raum so widerlich nach Aftershave und Rasierschaum,
ich hätte mich nochmal übergeben können,
ich tat es auch.
Ich weiß zwar nicht wie überhaupt noch etwas in mir drin sein konnte,
aber jetzt war es weg.

Ich hatte jetzt wirklich nicht die Kraft hier zu wischen,
dass könnte ich auch später machen.
Meine Füße trugen mich gerade so die Treppen rauf und waren in der Lage die Zimmer Tür zu öffnen, ich legte mich in mein Bett und schlief.



Ben

Miss Rain hatte mir gesagt, dass sie unser Duetts ich nach den Ferien angucken würde.
Also hatte ich frei.
Ich dachte mir das Cara nun bestimmt schlief und wenn nicht,
dann sollte sie sich zumindest ausruhen.
Nach ein paar Stunden dachte ich mir allerdings dass ich sie vielleicht wecken sollte,
damit sie heute Nacht noch schlafen kann.

Ich ging die Treppe rauf und betrat ihr Zimmer,
sie schlief tief und fest.
Vielleicht wäre es doch keine so gute Idee.
Ich hatte gerade besschlossen wieder runter zu gehen als sie anfing wild zu schreien, ich konnte sie nicht klar verstehen.
''LASS M....LOS, BITTE ICH WILL DAS NICHT, NIMM MIR NICHT NOCH DAS BITTE, BITTE LASSEN SIE MICH LOS, SIE TUN MIR WEH.'', sie hatte einen  Albtraum.


Ich stürmte zu ihr und fing an sie wach zu rütteln.


Cara

Zwei Arme packten mich und rüttelten an mir, die Bilder schossen wieder in meinen Kopf.
Ich zuckte heftig zurück und fiel aus meinem Bett.
Nun saß ich hier, panisch zusammen gerollt, in einer Heulattacke.
Ben starrte mich an.

''Bitte lass mich, fass mich nicht an.'', stotterte ich.
''Was ist gestern passiert Cara?
Das kann doch nicht an mir liegen.'', brachte er nun schockiert raus.
''Bitte lass mich einfach ihn Ruhe.'', ich musste meinen Tränen zurückhalten.
Er reichte mir seine Hand.
Nur ich wusste, wenn ich sie greifen würde, würden die Bilder wiederkommen.
Normalerweise vertraue ich dieser Hand meine Gesundheit an,
aber das konnte ich gerade einfach nicht.
Er nahm seine Hand ein Stück weg und ging nun um mein Bett herum, stand nun direkt vor mir.
Ich sah ihn sich immer weiter runterbeugen, er hob mich hoch.
Da war es für mich wieder soweit.
Ich bekam Panik, fing an zu kreischen und versuchte ihn weg zu drücken, er setzte mich sofort wieder ab.
Seine Augen lagen wieder auf mir, er sah traurig aus. Er gab sich die Schuld.

''Es tut mir leid.'', murmelte er bedrückt und wollte unser Zimmer verlassen.
''Nein Ben warte bitte, es liegt doch nicht an dir.'', meine Stimme hatte ihren normalen Ton wiedergefunden.
Ich setzte mich zurück auf mein Bett und er setzte sich auf Kat's Bett.
''Ich, ich sag es dir, aber bitte fass mich nicht an, hör bitte einfach zu.''
Niemals würde ich darüber reden wollen, aber wenn ich es jetzt nicht tat, würde ich Ben vielleicht für immer verlieren.

''Also, du hast mich gestern verletzt, sogar sehr, ich dachte, ach ich weiß gar nicht was ich dachte.
Du musst wissen immer wenn ich sauer oder traurig bin, bin ich früher Kickboxen, also beschloss ich gestern, das auch zu tun. Nach einer Weile kam Ethan vorbei und ich hab mit ihm geredet, dann schickte ich ihn allerdings weg. Gegen Spätabends schloss ich dann das Studio ab und machte mich auf den Weg nach Hause. Ich nahm die Abkürzung durch das Ghettoviertel.''

Ich musste heftig schlucken und meine Tränen unterdrücken.

''Ich war fast aus dem Viertel raus, dann würde ich, ich würde in eine Seitengasse gezogen.''

Ich spürte wie heiße Tränen meine Wangen runter schnellten, sie brannten auf meiner Haut, ich konnte allerdings nichts gegen sie tun.

''Ich, Ben, ich, also, ich würde, also er, er hat mich angefasst und dann, dann hat er, er hat mich vergewaltigt Ben.''

Ich fing an heftig zu weinen, meine gesamte Körperflüssigkeit wurde ausgeheult.
Meine Bettdecke, hing eigentlich um mich herum, ich nahm sie nun weg um ihm meine vielen blauen Flecke zu zeigen, mein ganzer Körper schmerzte.
Er schaute mich nur an, wusste nicht wie er reagieren sollte.
Bei seinem Blick dachte ich gerade nicht an den Vergewaltiger von gestern, sondern nur an Ben, ich dachte an seinen Kuss gestern und dass bereitete mir eine Gänsehaut.
Er stand auf und nahm mich in den Arm, er hielt mich einfach.
Und dieses mal sah ich nicht diese Bilder, ich fühlte mich wieder zu Hause.
Ben war wieder mein zu Hause.
Und ich wollte mein zu Hause nicht nur im halten, ich wollte ihn küssen.
Ich löste mich leicht von Ben, schaute ihn an.
Ausnahmsweise wusste er genau was ich wollte.
Unsere Gesichter näherten sich im Sekundentakt, bis endlich unsere Lippen aufeinander trafen.
Es war anders als gestern, diesmal wollten wir beide es.























Ich weiß, das Ende war irgendwie komisch, es war zumindest komisch für mich zu schreiben und ich finde es selber zu unlogisch das dann nach 5 Minuten wieder alles gut ist, aber naja, ist ja sowieso nur fiktiv.
Falls ihr Lust hättet noch andere Storys zu lesen, sagt einfach Bescheid.
Ich überlege mir momentan Anfange oder gute Backroundstorys für ein Ethan x OC, also wenn ihr auf so etwas Lust hättet, schreib's mir!
Eventuell könnte ich mir auch denken eine ganze Fanfiktion zu Bara zu schreiben, vielleicht entweder direkt an diesen OS angeknüpft oder vielleicht wie sie sich kennengelernt haben oder auch vielleicht was dann im dritten Jahr so passieren wird.
Ich freue mich wie immer über Feedback und Verbesserungsvorschläge! <3
Review schreiben