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Erst wenn man ganz unten ist, weiß man was wichtig ist.

von Julia03
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Het
André Matthäus Jule Polanski Klaus Wiebel OC (Own Character) Paul Richter Stephan Sindera
18.03.2016
24.07.2021
119
140.143
18
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Dieses Kapitel
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22.07.2021 1.414
 
So wie es aussieht, komme ich morgen wieder zum schreiben, denn dann hab ich wieder etwas Zeit allein in meiner Wohnung und muss mich nicht für alles 3x rechtfertigen.
Vor meiner Op hab ich aber auch schon mit dem Kapitel 146 angefangen, also werdet ihr noch eine Weile von mir hören.
Aber nun genug der Vorworte: Lasset das Drama beginnen. :D
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*Vier Wochen später*

„Bist du sicher dass das nicht zu kitschig ist?“, ich drehte die Valentinskarte in meinen Händen hin und her. „Also ich finde es lustig. Darauf kommt doch im ersten Moment niemand.“, erklärte Paul und öffnete zu tausendsten mal die Karte. Stumm lauschten wir den Herztönen unseres Kindes. „Kaum zu glauben dass du jetzt schon in der 13 Woche bist.“, sagte Paul und legte mir die Hand auf den Bauch. „Ich bin nur froh dass ich nicht mehr jeden Morgen kotzen muss.“, gestand ich und legte meine Hand auf die von Paul.
„Dann fahren wir mal los.“, riss sich Paul von meinem Bauch los und trug die beiden Kuchenglocken mit Muffins ins Auto. „Ich bin auf die Reaktionen gespannt. Vor allem auf die von Klaus.“, sagte ich und setzte mich auf den Beifahrersitz.

„Hallo ihr beiden. Sind das etwa Muffins die ich da rieche?“, Robin kam uns auf dem Wachenflur entgegen und wollte Paul schon die Muffins abnehmen, aber Paul zog sie in letzter Sekunde weg.
„Die kommen in die Dienststellenküche, Stürmchen. Damit jeder was davon hat.“, erklärte er und zwinkerte mir zu. „Dann kannst du mir doch direkt einen geben.“, bettelte Robin und wollte wieder nach den Kuchenglocken greifen, wurde aber in dem Moment von einem Kollegen in eins der Büros gerufen. Leise fluchend lief er zu seinem Kollegen, also nutzten wir die Chance und brachten die Muffins und die Karte, die nicht nur den Herzschlag unseres Kindes innehatte, sondern auch das neuste Ultraschallbild, in die Küche. Da Stephan in unseren Plan eingeweiht war, versteckten wir uns in dem gemeinsamen Büro von ihm und Paul und warteten die ersten Reaktionen ab.
„10€ dass Ben der erste ist.“, mutmaßte Stephan und nahm einen Schluck von seinem Kaffe. „Ich wette 10€ auf Martin.“, hielt ich dagegen. Gerade als Paul sein Gebot abgeben wollte, hörten wir jemanden brüllen: „WO IST ER?!“. „Wer war das denn jetzt?“, im ersten Moment konnte ich die Stimme niemanden zuordnen, aber je näher die Schritte kamen, desto sicherer war ich mir – Klaus. Sekunden später wurde die Bürotür aufgerissen und der neue Dienststellenleiter stand in der Tür.
„Ihr wagt es wirklich uns wortlos die Karte hinzulegen und dann zu verschwinden?“, schimpfte Klaus und stemmte seine Hände in die Hüften. „Was ist denn? Waren die Muffins nicht gut? Oder schon alle?“, unschuldig lächelte ich Klaus an. „Ihr wisst genau was ich meine.“, nun schlich sich ein lächeln auf das Gesicht von Hauptkommissar und er kam auf uns zu. „DIESER DRECKSKERL!“; hörten wir jemanden brüllen und dann erneut rasche Schritte auf das Büro zukommen. „Ist es zu spät für ein Fluch-Glas?“, wollte ich wissen als Robin im Türrahmen auftauchte. „Stell dich hinten an Robin.“, befahl Klaus und zog mich in eine Umarmung.

„Ist das euer Ernst?“, hörte ich nun auch Marc und vergrub mein Gesicht in der Brust von Klaus. „Da musst du jetzt durch Daria.“, lachte Klaus und löste sich von mir und wand sich an Paul: „Glückwunsch Junge.“; und zog ihn auch in eine rasche Umarmung.
Nach und nach kamen immer mehr Kollegen und Freunde ins Büro und gratulierten Paul und mir.
„Wieso hast du uns nicht früher Bescheid gesagt?“, wollte Martin wissen und sah Paul tadelnd an. „Das war mein Wunsch. Ich wollte einfach nur auf Nummer sicher gehen wollte nach all dem Mist im letzten Jahr.“, erklärte ich und lächelte Martin an. Kurz war es still im Raum, jeder hatte die Ereignisse des letzten Jahres noch lebhaft vor Augen.
„Jetzt kann alles nur noch besser werden. Zwei neue Wachenkinder. Ich würde sagen unsere Jobs sind gesichert.“, lachte Daniel und lehnte sich gegen den Aktenschrank im Raum. „Willst du gerade sagen mein Kind wird ein Verbrecher?“, Marc sah Daniel ungläubig an. „Daria, ich glaube damit ist klar wer auf keinen Fall Patenonkel wird.“, wand sich Paul im selben Moment an mich. „Hey. So war das nicht gemeint.“, hob Daniel abwehrend seine Hände.

„Gibt es denn noch Muffins oder habt ihr schon alle vernichtet?“, wand ich mich an Robin der an meiner Seite stand. „Ich glaube der einen oder andere sollte da noch stehen. Willst du einen?“, erklärte er und sprintete als ich nickte direkt los. „Was ist denn jetzt mit Stürmchen los?“, wollte Klaus wissen und sah seinem Kollegen nach. „Ich hab Hunger und er ist so lieb und besorgt mir einen Muffin bevor ihr die alle vernichtet.“, erklärte ich. „Das bringt ihm aber nicht mehr Patenonkel Punkte als mir.“, brummte Stephan gerade als Robin wieder ins Büro kam. „Glaub mir Stephan ich hab gerade erst angefangen.“, stichelte Robin, als eine junge Polizistin in den Raum kam.  
„Es tut mir leid eure kleine Party zu unterbrechen, aber gibt es hier eine Frau Petrowa?“, fragend sah sie in die Runde. Zögernd hob ich meine Hand: „Ich bin Daria Petrowa. Warum?“. Die junge Polizistin lächelte mich professionell an: „Vorne am Empfang steht eine Anna Petrowa. Sie sagt sie sei Ihre Schwester und sucht sie.“, informierte mich die Polizistin und ging wieder in Richtung Empfang. „Du hast eine Schwester?“, raunte mir Paul zu legte seinen Arm um meine Hüfte. Ich sah ihn verwirrt an: „Nein. Ich bin Einzelkind.“.
„Dann ist es bestimmt eine Verwechslung.“, erklärte Stephan. „Bestimmt.“, nuschelte ich und sah Paul fragend an. „Natürlich komme ich mit.“, beantwortete mein Verlobter die Frage die ich nicht zu stellen brauchte.
Gemeinsam gingen wir zum Empfang, die Freunde die uns gerade noch zu meiner Schwangerschaft gratuliert hatten, verteilten sich in ihre Büros. „Frau Petrowa?“, wand sich die junge Polizistin an eine große, schlanke, Blondine. Die angesprochene sah auf und ihr Blick fiel auf mich und Paul. Sie stand auf, bedankte sich bei der Polizistin und kam auf Paul und mich zu.
„Daria. Schön dich endlich kennen zu lernen.“, flötete sie und drückte mir einen Kuss rechts und links auf die Wange. „Danke dass Sie meine Schwester her gebracht haben.“, wand sie sich an Paul und hielt ihm ihre perfekt manikürte Hand hin. „Das ist Paul. Mein Verlobter.“, teilte ich ihr mit, und versuchte das komische Bauchgefühl zu unterdrücken dass immer stärker wurde. „Ach nein wie toll. Davon hat Papa mir gar nichts erzählt.“, freute sich meine angebliche Schwester. „Was haltet ihr beiden davon wenn wir uns in ein leeres Büro zurückziehen.“, schlug Paul vor und brachte uns in ein abgelegenes Büro.
Kaum hatte Paul sich auf den Bürostuhl gesetzt und Anna und ich auf die Zeugenstühle sah ich mir die Frau genauer an. Sie trug eine ausgewaschene Jeans und eine schwarze Bluse, dazu noch hohe Schuhe. Sie schien meinen Blick zu merken denn sie hielt mir ihre Hand hin. „Ich sollte mich mal richtig vorstellen. Mein Name ist Anna Petrowa. Unser Vater hat mir erst vor einem halben Jahr von dir erzählt, und da wollte ich es mir nicht nehmen lassen und meine große Schwester kennen lernen. Es hat aber auch eine Weile gedauert bis ich dich gefunden habe. An sich wollte ich die Suche schon aufgeben, aber dann habe ich dein Bild in der Zeitung gesehen und bin direkt her gefahren.“, erklärte die junge Frau. Vorsichtig schüttelte ich ihre Hand und versuchte Ähnlichkeiten zwischen uns zu finden. „Nehmen Sie es mir nicht übel, aber gibt es Beweise dafür dass Sie meine Schwester sind?“, wand ich ein und sah zu Paul. Der nickte mir zu und begann auf der Tastatur herumzutippen.
„Natürlich warte. Ich hab ein Foto von dir und Papa dabei.“, erklärte sie und kramte in ihrer pinken Handtasche. „Ach Mist, ich muss es im Auto haben. Aber wenn du willst kannst du mich zu meinem Wagen begleiten. Ich hab auch gleich einen Termin und müsste wieder los. Aber viellicht können wir auch unsere Nummern austauschen und uns mal auf einen Kaffee treffen.“, bat Anna. Hilfesuchend sah ich zu meinem Verlobten und er lächelte mich aufmunternd an. „Okay. Ich würde das Foto gerne sehen.“, stimmte ich zu und stand auf.
Zu dritt gingen wir durch den Flur und auf der Wache hinaus. „Da vorne steht mein Auto.“, erklärte die blonde Frau und wies auf einen silbernen Audi zu unserer rechten Seite. Augenblicklich bleib ich stehen und hielt mir meine Hände vor den Bauch. Diese Geste alarmierte direkt Pauls Beschützerinstinkt.
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