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Im Bann des Grünblatts

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12
Celebrían Elrond Ereinion / Gil-galad Galadriel Glorfindel Thranduil
16.03.2016
03.04.2016
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26.03.2016 2.448
 
Celebrian erwartete ihre Cousine mit großer Neugierde, aber auch Bangen um Gleex beherrschten ihre Gefühle.
Als die silberblonde Elbin endlich das gemeinsame Gemach betrat, wollte sie ihr entgegen eilen und sogleich mit Fragen bestürmen. Aber als sie sah, dass ihre Cousine vollkommen außer sich, den Helm ihrer Uniform auf das Bett warf, hielt sie inne.
„Nel, was ist geschehen? Ist etwas mit Gleex?“ fragte Celebrian voller Entsetzen.
„Oh dieses elende anmaßende überhebliche Scheusal!“ antwortete Gilbrennil aber voller Zorn und ging im Zimmer auf und ab.
Ihre Freundin so außer Fassung zu erleben, schreckte Celebrian ab, weitere Fragen zu stellen.
Erst, als Gilbrennil anfing, sich von der Uniform zu befreien, wagte die ältere Elbin wieder einen Versuch. „Was ist geschehen, Nel?“
Die Elbin murmelte etwas vor sich hin, was einem Fluch sehr nahe kam und von Celebrian lieber überhört werden wollte.
„Geht es Gleex gut?“
„Ja…“ antwortete Gilbrennil mit einem Knurren in der Stimme. „Hilf mir bitte aus dieser Kleidung, ich bekomme kaum Luft.“
Celebrian kam ihr bereitwillig zu Hilfe.
Nachdem die Uniform in der Kleiderkiste verstaut war und Gilbrennil wieder eines ihrer Kleider trug, hatte sich ihr Zorn ebenfalls leicht gelegt.
Celebrian setzte sich aufs Bett und klopfte auf die Seite neben sich. „So, nun erwarte ich einen ausführlichen Bericht von dir, Nel. Wie geht es Gleex, was hast du erlebt? Und warum bist du so voller Zorn?“
Gilbrennil murmelte wieder Worte, die Celebrian dieses Mal nicht verstand. Dann seufzte die kleinere Elbin und setzte sich aufs Bett.
„Oh Brian, die Angelegenheit ist so ungeheuerlich, dass ich sie dir nicht zu erzählen wage.“
„Das ist Unsinn, du kannst mir alles berichten.“
Gilbrennil flocht sich ihre Locken zu einem langen Zopf ein und seufzte erneut auf.
„Nel, erzähl es mir.“ bat Celebrian mit sanfter Stimme.
„Gut, aber du darfst es niemandem erzählen, versprich es mir.“
„Das werde ich nicht, meine Lippen sind verschlossen.“
Gilbrennil legte sich aufs Bett und starrte auf die Vorhänge. Sie berichtete von ihrem Ausflug in den Berg, von Gleex und dessen Wohlbefinden.
Celebrian atmete voller Erleichterung auf. „Es geht ihm gut.“
„Ja, seine Aufgabe nimmt ihn nur sehr in Anspruch.“ Gilbrennil überlegte, ihrer Freundin auch von Gleexs Bericht von dem seltsamen Elben zu erzählen, aber entschied sich dagegen. Sie vertraute Celebrian, wusste, dass kein Wort ihrer Rede über ihre Lippen kommen würde. Aber dennoch sprach Gilbrennil den Elben im Berg nicht an.
Als Celebrian von der Begegnung mit Thranduil erfuhr, sprang sie auf und starrte ihre Cousine mit weit aufgerissenen Augen an.
„Das hat er nicht gewagt!“ wisperte sie erschrocken.
„Doch, hat er!“ Gilbrennil stand mit wiederum zornigen Gefühlen auf und ging im Zimmer auf und ab.
„Das ist ungeheuerlich und darf nicht sein, Nel.“ sprach Celebrian aufgebracht.
Gilbrennil gab einen undamenhaften Laut von sich und blieb mit verschränkten Armen vor ihrer Brust mitten im Raum stehen.
„Er hat es aber getan und mich damit verspottet und auf das Äußerste beleidigt.“
„Nel, das ist…. Ich weiß nicht, wie es nennen soll…“ Celebrian schüttelte ungläubig den Kopf.
„Du musst dieser Angelegenheit keinen Namen geben, Brian, denn sie ist bereits vergessen.“
„Bist du dir sicher?“
„Ja, ich habe Thranduils Wort.“ Gilbrennil hob ihren Kopf und schloss die Augen.
„Ich bin mir unsicher, ob du seinem Wort trauen kannst, Nel. Wenn deine Mutter oder gar dein Vater von diesem Kuss erfahren…“
„Das werden sie nicht.“ fiel die silberblonde Elben Celebrian ins Wort. „Sie dürfen es niemals erfahren!“
„Nun, ich hoffe es für dich…Aber…“ Celebrian umfasste die verschränkten Arme ihrer Cousine. „Ich habe gute Nachrichten für dich. Die Waldelben verlassen uns bereits morgen.“
„Das ist wahrhaftig eine gute Nachricht…“ seufzte Gilbrennil auf.
„Ich habe Mama darüber sprechen hören, es ist gewiss.“
„Dann verschwindet mit den Waldelben auch mein Übel und wird nie erwähnt sein.“
„Nun, das mag sein, allerdings wird zu Ehren des Waldkönigs ein Abendessen stattfinden und Mutter bat uns um unsere Anwesenheit.“
„Nun, das sind schlechte Nachrichten.“ Gilbrennil atmete tief auf und schüttelte den Kopf. „So muss ich dem Übel nochmals in die Augen blicken.“
„Ich werde an deiner Seite sein, Nel.“ Celebrian streichelte ihr mitfühlend über die Arme.

Wenig später suchte Gilbrennil Zerstreuung und Ruhe, um ihre Gedanken zu ordnen. Sie betrat ihr neu erbautes Gewächshaus und seufzte. Hier würde sie genug Ruhe haben, um über die Ereignisse in und um den Berg nachdenken zu können. Sie pflanzte kleine Setzlinge in die Tongefäße und summte dabei eine Melodie. Sie schüttelte ab und zu den Kopf über die missliche Lage, in die sie sich selbst gebracht hatte. Sie hätte nie den Berg betreten dürfen. Es war gefährlich, nicht auszudenken, wenn ihr in dem Berg etwas geschehen wäre. Aber ihr kam auch in den Sinn, dass sie, wenn sie den Weg nicht gegangen wäre, nie herausgefunden hätte, wie es um Gleex bestellt war. Es ging ihm gut und das sollte die Hauptsache in dieser Angelegenheit sein. In ihr krochen die Erinnerungen an den Waldelben auf, sie schüttelte erneut den Kopf und verwarf diese schnell.
Die Tür zum Gewächshaus wurde vorsichtig geöffnet. Gilbrennil erschrak sich leicht und blickte auf.
„Oh, Nel…hier bist du.“ Celebrian betrat das Haus und verschloss die Tür wiederum von innen.
„Glorfindel schickt mich und lässt fragen, ob wir mit ihm und Laeth in die Wälder ausreiten möchten.“
Gilbrennil nahm eines der Tücher, die auf der Bank lagen und wischte sich die Erde von den Händen. „Laeth?“ fragte sie misstrauisch.
„Ja.“ Celebrian erkannte die Gedanken ihrer Freundin und erklärte sogleich: „Es werden sich uns keine weiteren Waldelben  anschließen.“
Gilbrennil nickte zustimmend. „Also gut, ich werde mitkommen.“

Der schnelle Ritt durch den Wald tat der Elbin gut. Sie spornte ihre Rappstute Elenath weiter an und ließ sie über die ihren Weg kreuzenden herabgestürzten Bäume springen.
Laeth und Glorfindel, die bisher versucht hatten, der Elbin zu folgen, brachen den Galopp ihrer Reittiere ab und zügelten sie. Celebrian war zurück gefallen und sollte nicht allein zurückbleiben.
Laeth blickte Gilbrennils Stute nach und sein Gesicht verzog sich nachdenklich.
„Glorfindel, mir scheint, deine Schwester ist dieser Stunde in besonders aufgeweckter Stimmung.“
„Du magst Recht haben. Sie war bei unserer Begrüßung bereits sehr einsilbig. Ich möchte gerne wissen, was in ihrem hübschen Kopf vorgeht.“
Celebrians Reittier kam an ihre Seite und das kurze Gespräch verstummte.

Gilbrennil lenkte Elenath auf die Lichtung mit dem kleinen See in deren Mitte und stieg ab. Sie streichelte die Stute liebevoll über die Nüstern und ließ die Zügel locker. „Friss etwas von diesem saftigen Gras, meine Schöne.“ sprach sie sanft. Elenath schnaubte auf. Freudig senkte das Tier den Kopf und begann gierig zu fressen.
Gilbrennil seufzte zufrieden auf und setzte sich auf die mit Wildblumen übersäte Wiese. Sie dachte an ihre schönen Gärten in der Stadt und ihr kam der Gedanke, dass keine von ihren Arbeiten dieser wunderschönen Wiese nah kam. Nie würde sie diese Wildheit und diese unwillkürliche Anordnung so ausarbeiten können. Gilbrennil lächelte und schloss verträumt die Augen. Ihr Herz wurde leicht und verdrängte alle dunklen Gedanken, die sie auf dem scharfen Ritt hierher verspürt hatte.
„Was bedeutet schon ein Kuss…“ flüsterte sie.
Sie vernahm die Hufschläge der Pferde und öffnete die Augen.
Laeth, Glorfindel und Celebrian sahen die Elbin im Gras sitzen und zügelten ihre Pferde.
Gilbrennil schloss wiederum ihre Augen und öffnete sie nicht, als sich Laeth neben ihr niederließ.
„Mir scheint, Ihr seid zornig, Gilbrennil.“ sprach der Waldelbe sie an.
Die Elbin öffnete ihre Augen und wandte sich zu Laeth. Im Hintergrund gewahrte sie Glorfindel und Celebrian, die am Ufer des kleinen Sees standen und in ein Gespräch vertieft schienen.
„Wie kam Euch dieser Gedanke?“
„Ihr habt Elenath sehr scharf galoppieren lassen, als wenn tausend Orks hinter Euch her wären.“
Gilbrennil blickte dem Waldelben ins Gesicht. Sie überlegte, wie sie sich ihm erklären konnte, ohne sich selbst zu verraten.
„Ihr habt Recht, Laeth. Ich war zornig, sehr zornig sogar.“ gab sie zu. „Aber dieser Zorn traf nicht auf Euch zu und sollte unser Gespräch nicht belasten.“ Sie lächelte ihn freundlich an. Sie mochte den blonden Waldelben und empfand es als tragisch, dass es ausgerechnet sein Bruder war, der Schuld an ihrem Unmut hatte.
Laeth musterte die Elbin nachdenklich. „Ihr wollt mir demnach nicht berichten, was Euch so erzürnt hat?“
„Nein, denn mein Zorn wiegt nicht mehr schwer in meinem Herzen und ist mit dem Ritt durch den Wald vergessen. Erzählt mir lieber vom Grünwald.“ lenkte sie von der unliebsamen Angelegenheit ab.
Laeths Gesicht überlief ein Lächeln. „Ich habe Euch bereits bei unserem Spaziergang über mein Reich berichtet. Es gibt nichts mehr, was ich Euch erzählen könnte.“ Er erkannte die Änderung des Gesprächs, aber beschloss, sich nicht weiter in die Angelegenheiten der Elbin zu mischen. Was auch immer sie zornig gemacht hatte, sie wollte nicht darüber sprechen.

In der Stadt hingegen wurde ein Bericht von großer Wichtigkeit dargelegt. Celeborn, Galadriel, Gilgalad, Oropher und Thranduil fanden sich in dem Studierzimmer Idhils ein.
Galadriel nahm auf dem braunen Sofa Platz, während die Männer es vorzogen stehen zu bleiben.

„Nun, Celeborn“ erhob Gilgalad zuerst seine Stimme. „Euer Ausflug in den Berg war nicht von langer Dauer. Ist dies ein schlechtes Zeichen?“
Celeborn blickte kurz auffordernd zu Thranduil, aber der Waldelbe zog es vor zu schweigen und ihm die Rede zu überlassen.
„Ja, sie war von kurzer Dauer.“ sprach der Fürst mit ruhiger Stimme. „Durins Auftreten zeugte von keinem guten Benehmen. Er begegnete uns unfreundlich und behandelte uns wie Eindringlinge.“ Celeborn hielt kurz inne.
„Nun, dieses Auftreten hatten wir erwartet.“ sprach Gilgalad und verschränkte die Arme vor seiner Brust.
Celeborn berichtete weiter: „Sein Auftreten hatte nichts Auffälliges, aber das Benehmen seiner Zwerge eröffnete sich mir als unverständlich.“
„Wie meinst du das?“ hakte Gilgalad erstaunt nach.
„Nun die Zwerge zeigten sich unruhig. Sie wichen unseren Blicken aus, versteckten sich lieber, anstatt uns wie bei anderen Besuchen böse und abwertend anzustarren.“
„Ich sagte bereits.“ fiel Oropher dem Fürsten ins Wort. „dass der Weg in den Berg müßig und nutzlos sein wird. Die Zwerge sind und bleiben unbeständig unserem Volk gegenüber. Ich traue keinem über den Weg.“
Galadriel erhob sich und keiner der Elbmänner wagte, seine Stimme zu erheben. Die Elbin trat an die Seite ihres Gemahl und sprach: „Die Zwerge sind vertrauenswürdig, solange die Bezahlung der Ware gerecht und gewissenhaft ist. Sie waren jeher misstrauisch, das sollte ihnen nicht angelastet werden.“
„Misstrauisch und gierig.“ entgegnete der Waldkönig harsch.
Galadriel musterte den König des Grünwalds mit langem und durchdringendem Blick. „Ich weiß um Eure Abneigung gegen die Zwerge, Oropher. Sie möge gerechtfertigt sein, aber meinem Land hat die Freundschaft zwischen unseren Völkern Gutes gebracht.“
Oropher ging ein Schritt nach vorne: „Es mag sein, dass die Handelsbeziehungen zwischen Eregion und Moria beiden Seiten Gutes gebracht haben, aber bedenkt. Würden die Zwerge auch mit Euch in einen Krieg ziehen und unter Eurer Flagge reiten?“
Es herrschte Stille in dem Studierzimmer.
„Ich bin mir sicher“ erhob der Waldkönig nach einem Moment der Ruhe wieder seine herrische Stimme. „dass die Zwerge keinen Gedanken an Eregion verschwenden, denn es ist ihnen gleich, was mit unserem Volk geschieht.“
Galadriel hob ihren Kopf leicht in die Höhe und ging drei Schritte durch den Raum. Sie wusste, dass die Herren des Berges keinen Fürsprecher in dem Waldkönig finden würden, zu tief saß der Hass in seinem Herzen.
„Ich vermeine“ sprach der Sohn Grünwalds und verneigte sich kurz vor Galadriel und den hohen Herren. „dass die Zwerge versucht haben, etwas vor uns zu verbergen. Wie bereits verlautet, waren die Zwerge voller Unruhe und schienen unseren Besuch sehr kurz halten zu wollen.“
„Ich stimme Thranduils Beobachtungen zu.“ pflichtete Celeborn dem jüngeren Elbmann bei. „Durin war wortkarg und zurückhaltend.“
„Das gleiche Verhalten“ erhob Oropher seine strenge Stimme wiederum. „erfuhr ich vor ein paar Stunden von Celebrimbor. Ich war es bisher gewohnt, freundlich von ihm behandelt zu werden und bin ihm stets mit gleichen gut gesinnten Worten begegnet, aber auch er gab sich abweisend.“
Galadriel trat zu ihrem Gemahl und blickte ihn nachdenklich von der Seite an.
„Wir schätzen Celebrimbor sehr“ entgegnete der Fürst Eregions mit Bedacht. „Aber auch wir waren in den letzten Tagen seiner Abweisung ausgesetzt.“
„Es ist der Elb in seiner Nähe.“ sagte Oropher mit großer Bestimmtheit. „Er vergiftet Celebrimbors Geist und Ihr lasst es zu.“
Galadriel trat einen Schritt vor und blickte dem Waldkönig tief in die Augen. „Annatar und Celebrimbor erfreuen sich großer Beliebtheit in Eregion. Aus ihrer Schmiede kamen viele kunstvoll gefertigte Dinge, an denen sich die Elben erfreuen können.“ sprach sie mit sanfter aber bestimmter Stimme. „Annatar vermag nicht unser Vertrauen besitzen, aber die Elben Eregions lieben Celebrimbor und demnach auch Annatar.“
Oropher hielt dem Blick der Elbin stand und antwortete: „Es mag sein, dass beide Elben Schönes erschaffen und einen Platz in den Herzen Eurer Elben gefunden haben, aber Annatar wird Unruhe in Euer Volk bringen.“
„Was soll nach Eurer Meinung geschehen, König des Waldes?“ erwiderte Galadriel mit beherrschter Stimme.
„Verbannt ihn aus Eregion und schickt ihn dahin zurück, woher er kam.“
Die Elbin dachte einen Moment lang nach. „Nun auch das würde Unruhe in unser Volk bringen. Die Elben Eregions würden die Verbannung nicht verstehen. Annatar tut Gutes und Gutes sollte solch eine Strafe nicht auferlegt werden.“
„Dann habt Ihr Eure Entscheidung getroffen.“ Oropher verneigte sich vor der hohen Herrin. „Nach den Beobachtungen im Norden meines Landes ist mein Vertrauen in mir unbekannte Wesen, sei es Zwerg oder Elbe sehr gering. Denn Unbekanntes hat die Drachen und die Feuerschlangen im Norden aufgescheucht und sie versucht, weiter nach Mittelerde zu locken. Die Menschen im Norden begehren auf und setzten uns zu. Wir waren im Palast des Menschenkönigs Kendelm ebenso unwillkommen wie nun im Berg der Zwerge. Etwas Beunruhigendes geht im Norden vor, aber noch konnte ich sein Antlitz nicht erfahren. Es verbirgt sich im Schatten der Bäume.“
Galadriel senkte nachdenklich ihren Kopf und ging zum Türbogen, der wie in jedem  Gemach Eregions mit einem weißen Vorhang verdeckt war. „Ich kenne Euren Bericht aus dem Norden bereits, Oropher. Mein Gemahl hat ihn mir zugetragen.“
„Ja, wie ich erkennen muss, ist er allen bekannt und doch stehen wir nur hier.“ Die Stimme des Waldkönigs wurde lauter. „Ich und mein Gefolge brechen morgen in den Grünwald auf und werden Vorsorge treffen. Welche Schlüsse Ihr aus meinem Bericht entnehmt, sei Euch überlassen.“
Oropher neigte sein Haupt und schickte sich an, den Raum zu verlassen. Sein Sohn verneigte sich und folgte ihm.
Es herrschte Ruhe unter den verbliebenen Elben, jeder folgte seinen Gedanken.
„Nun, wir sollten“ erhob Celeborn als Erster seine Stimme. „Orophers Bericht und unsere Beobachtungen als ein Gesamtes betrachten. Ich bin der festen Ansicht, dass diese Gegebenheiten zusammen wirken.“
„Diese Meinung teile ich nicht.“ erwiderte Gilgalad. „Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen den Geschehnissen im Norden und dem Verhalten der Zwerge. Wir sollten diese Angelegenheiten nicht mit schnellen Vorurteilen behaften, sondern als einzelne Gegebenheiten betrachten.“
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