Streetworker

GeschichteRomanze / P18 Slash
16.03.2016
17.02.2018
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
Hey ihr Lieben,

da bin ich wieder und habe meine erste Klausur hinter mich gebracht. Die Nächste ist zum Glück erst in guten drei Wochen. Ich hoffe, dass euch das kommende Kapitel gefallen wird, auch wenn es ein wenig kürzer geraten ist, denn ihr werdet nun erfahren, was das große Geheimnis ist, was Bobby Ellen und allen anderen verschwiegen zu haben schien.
Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen!

Ich bedanke mich für die lieben Reviews aus dem letzten Kapitel. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen sie zu beantworten, aber das werde ich noch machen, versprochen! Also ein großes Dankeschön an Kari Shinotenshi, Landei, teefreund2012 und Andromedar, fühlt euch gaaaaanz doll gedrückt! :-*

So, jetzt wünsche ich euch viel Spaß und lasst euch überraschen!
Eure Cassi



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Kapitel 96


Tag 123, Montag

Leicht verschlafen blinzelte Dean, gegen das grelle Licht an, welches durch einen Spalt in der Tür, direkt auf das Bett und somit auf sein Gesicht fiel. Seine Augen fühlten sich schwer vom kurzen Schlaf an, denn obwohl er unbedingt hatte auf Castiel warten wollten, hatte ihn nach der Zeit die Müdigkeit übermannt und ihn in seine Arme gezogen.


„Hey...“

Langsam richtete sich der Dunkelblonde auf, als er eine dunkle Gestalt, in der Nähe der Tür, hatte ausmachen können, welche ohne Zweifel zu seinem Freund gehörte.

„Entschuldige, ich wollte dich nicht wecken!“

„Wie spät ist es?“

Dean zog verschnupft seine verstopfte Nase hoch, während er seinen Blick zu dem Nachtschrank wand und nach der Uhr Ausschau hielt, aber seine Augen waren noch zu getrübt um ihm sofort die Uhrzeit zu offenbaren.

„Kurz nach elf, Bobby und ich haben uns ein wenig verquatscht. Eigendeich hatte ich schon früher wieder hier sein wollen.“

Leise raschelte es in der Dunkelheit. Anschließend konnte Dean ein Geräusch ausmachen, dass ihm verriet, dass Castiel gerade eine Schublade aufgezogen hatte um sich wahrscheinlich etwas für die Nacht heraus zu holen.

„Wie lange bist du schon hier?“

Deans Kopf arbeitete noch nicht auf Höchstleistungen, weswegen er sich leicht erschöpft über das Gesicht fuhr.
Kurze Zeit war es still. Castiel schien erst nachdenken zu müssen, aber schließlich antwortete er ihm.

„Vielleicht eine Stunde? Ich habe unten noch ein wenig mit Gabriel geredet.“

Dean versuchte sich aufzurichten, aber sein Kopf pochte noch immer leicht unangenehm, weswegen er sich wieder zurück in das Kissen gleiten ließ. Wieso wurden Erkältungen bloß schlimmer gegen Abend!? Das war ja grausam...

„Warum hast du mich nicht geweckt?“

Dean konnte nicht verhindern, dass seine Stimme leicht vorwurfsvoll klang, auch wenn ihm die Rauheit in seiner Stimme, weniger an Ausdruckskraft verlieh.

„Schlaf ist wichtig, damit du schnell wieder gesund wirst.“

Es war noch recht dunkel in dem Zimmer, weswegen Dean nur Castiels Umrisse ausmachen konnte. Zusätzlich blendete ihn das Licht aus dem Flur noch zusätzlich unangenehm.
Dennoch sah er wie sein Freund näher auf ihn zu kam und sich zu ihm hinabbeugte, um ihm einen kurzen Kuss auf die Nasenspitze zu geben.

„Ih... ich bin doch ganz verschnupft!“

Dean wand so schnell es ihm möglich war, sein Gesicht ab. Leider aber zu spät um den kurzen Kuss zu verhindern.

„Ist mir doch egal!“

Nun war es Castiel, der seine Hand an Deans Nacken legte, um ihn zu einem Kuss zu sich heran zu ziehen. Der Kuss war sanft und nur ein sanftes Lippen über Lippen schmusen, dennoch war es schlimm, wie wenig sich der Ältere Sorgen zu machen schien.

Dean lehnte sich ein Stück weit nach hinten um ein wenig von diesen wunderschönen blauen Augen zu erkennen, aber da Castiel mit dem Rücken zur Lichtquelle stand, war dies ihm leider nicht möglich und so musste er sich mit den Konturen seines Freundes abfinden, was ihn kurz bedauern schnauben ließ.

Erschrocken zuckte Dean weiter zurück, als ihm wieder einfiel, weswegen sein Freund bei Bobby und Ellen gewesen war. Fast schon Panisch, begann der Dunkelblonde zu sprechen, als würde es jetzt auf jede Sekunde ankommen. Wie hatte er dies nur vergessen können? Sicherlich wäre ihm das nicht passiert, wenn sein Kopf vollkommen betriebsbereit gewesen wäre.

„Und was ist? Hat Bobby erzählt, warum er sich mit Ellen gestritten hat? Ich mein, hat es was mit Sam und mir zu tun? Hust... hust... hust...

Dean war bei dem Plötzlichen Gedanken an den Grund, warum sein Freund jetzt erst nach hause gekommen war, dermaßen aufgeregt gewesen, dass er viel zu schnell und vor allem mit trockenem Hals darauflos geredet hatte, was ihn nun sich hustend schütteln ließ, während er gierig nach Luft rang.

„Hast du deine Medikamente genommen?“

Wahrscheinlich hätte Dean jetzt mit den Augen gerollt, wenn ihn nicht noch immer das eine oder andere Husten über die trockenen Lippen kam, während er die Augen fest zusammen kniff. Deswegen musste ein leichtes Nicken seines Kopfes reichen, um Castiel mitzuteilen, dass er ein braver Junge gewesen war, oder viel mehr Gabriel, ihn mit allerlei Zeug vollgepumpt hatte.

„Trink erst einmal einen Schlug!“

Dean spürte, wie sich das Bett neben ihm ein wenig hinabsenkte und er dann eine sanfte Hand auf seinem Rücken fühlen konnte, welche immer wieder beruhigende Kreise auf diesen zog, als ihm auch schon ein Glas Wasser gereicht wurde.

„Hier, dann können wir über alles reden.“

Es waren nur wenige Schlücke, die Dean hinabwürgen konnte, bevor seine Sorge wieder die Oberhand gewann und nun nach Antworten verlangte.

„So jetzt sag mir bitte was los ist.“

Er konnte nicht verhindern, dass sein Herz begann schneller gegen seine Brust zu schlagen, während er auf die Worte seines Freundes wartete und auch wenn er es nicht glauben wollte, hatte er Angst vor seiner Zukunft.

Unwohl schien sich Castiel, mit seiner rechten Hand, über seinen Nacken zu streichen und Zeit zu schinden, was Dean sich immer unwohler fühlen ließ. Er spürte das ihm bekannte Kribbeln an Panik in seinem Bauch und wie sein Mund begann wieder trocken zu werden.

„So schlimm?“

Deans Worte klangen schwach und ängstlich, was vollkommen sein Innerstes nach außen zur Schau stellte.

„Nicht wirklich, indirekt...“

Dean wurde es nun zusätzlich heiß und kalt. Auch wenn er noch immer tief in seinem Inneren wusste, dass Bobby und Ellen sie nie weggeben würden, spürte er, wie nun begannen seine Handinnenflächen schwitzig zu werden.

„Du musst dir wirklich keine Sorgen machen! Ich habe lange mit Bobby und auch mit Ellen gesprochen, es wird alles gut, auch Bobby und Ellen haben sich mittlerweile ausgesprochen.“

Castiel fuhr sanft mit seiner Hand durch Deans Haare und lächelte ihn aufmunternd an. Dean hingegen saß einfach nur steif da und mahlte sich die schlimmsten Szenarien aus, denn warum sprach Castiel nicht einfach weiter.

„Du weißt doch von Bobbys Operation, nicht wahr?“

Dean nickte nur mechanisch. Gab es etwa Probleme mit seinen Beinen? Musste er erneut operiert werden? Dean kam sich auf einmal so lächerlich vor. Bobby ging es anscheinend gesundheitlich nicht gut und er machte sich sorgen um sein verbleib. Wie egoistisch ist er denn bitte geworden, dass er nur noch an sich selbst dachte. Dass seine Sorge eigentlich mehr seinem kleinem Bruder galt, missachtete er dabei vollkommen.

„Geht es ihm nicht gut? Wird er wieder im Rollstuhl landen?“

Und da wurde es ihm bewusst, was damit einhergehen würde. Man würde ihm die Vormundschaft entziehen und auf eine Adoption brauchten sie nun gar nicht mehr zu hoffen. Unbewusst begann Dean zu zittern, weswegen ihn Castiel näher an sich zog und ihn von der Seite aus umarmte,was er nur zu gern geschehen ließ.

„Nein, Bobby geht es mehr als gut, darum geht es zum Glück nicht.“

Obwohl es so gute Neuigkeiten waren, konnte Dean nicht verhindern sich von Castiel zu lösen und ihn besorgt in die Augen zu blicken.

„Was ist es dann?“

Castiel atmete einmal tief durch, während seine Körperspannung deutlich abnahm und er ein klein wenig in sich zusammen zu fallen schien.

„Diese Operationstechnik, welche man angewandt hatte, war keine übliche Methode. Sie war ein wissenschaftliches Projekt und Bobby hatte sich ohne zu zögern oder auch nur an die möglichen Konsequenzen zu denken, als Freiwilliger gemeldet, um wieder laufen zu können und somit wieder die Möglichkeit zu bekommen euch wieder zu sich zu holen, leider gab es da wohl einen Haken, den mal vergessen hatte ihm mitzuteilen, als er die Aufklärungsbögen unterzeichnet hatte.“

Dean hielt für einige Augenblicke die Luft an, um sie anschließend langsam wieder entweichen zu lassen. Dean hatte von dieser Sache ein wenig mitbekommen, allerdings fehlten ihm genauere Informationen, weswegen er nun gebannt zuhörte und auf das Unausweichliche wartete.

„Im Kleingedruckten steht, dass wenn die experimentelle Operation auf Dauer glücken würde, dass er einen gewissen Teil der ziemlich kostspieligen Operation mittragen müsste. Die Summe ist nicht gerade klein und er versucht Fehler im Vertrag zu finden um die Zahlungen nicht übernehmen zu müssen, allerdings ist der Vertrag ziemlich gut gemacht.“

Jetzt ergab auf einmal alles einen Sinn! Gabriel, der vom Hof gefahren wahr und auch Ellen, welche enttäuscht darüber gewesen war, dass Bobby nicht mit ihr gesprochen hatte.

„Deswegen war Gabriel da...“

Dean flüsterte die Worte eher zu sich selbst, doch Castiel schien diese auf sich bezogen zu haben, weswegen er nickte und ihm zustimmte.

„Ja, Gabriel versucht ein Schlupfloch zu finden, doch kennt er sich leider nicht so gut mit derartigen Verträgen aus. Er will noch einen befreundeten Anwalt hinzuziehen. Vielleicht weiß er einen Ausweg.“

„Und wenn nicht?“

„Dann werden wir eine andere Lösung finden! Mach dir deswegen bitte keine Sorgen, gemeinsam schaffen wir das! Wir sind doch eine Familie!“

Castiel zog Dean näher an sich, gab ihm einen sanften Kuss. Er war gerührt, wie sehr sie sich alle umeinander kümmerten. Er kannte das nicht mehr, da er immer hatte alleine kämpfen müssen und um das Wohl seines Bruders, aber nun war sein Leben vollkommen anders und er wollte es nie wieder anders haben.

Dennoch war es ein komisches Gefühl, wie schnell die Gründe seiner Sorgen wechselten, aber am schlimmsten empfand es Dean, dass er echt so von Bobby gedacht hatte, wenn auch nicht tief in seinem Herzen, was ihm einen Stich in der Magengrube verursachte. Er konnte einfach noch nicht aus seiner misstrauischen Denkweise, obwohl er es eigentlich nicht wollte.

„Und ich dachte, dass...“

Deans Stimme klang erstickt und war getränkt von Schuldgefühlen, welche in seinen Wörtern nur all zu deutlich mitklangen.

„Es ist okay Dean!“

„Nein, ich hätte nie so etwas denken dürfen!“

Castiel zog Dean erneut in seine Arme und hauchte ihm einen sanften Kuss auf seine Schläfe.

„Das hätte ich nie geglaubt und selbst wenn, hätte ich nie zugelassen, dass du und Sam wieder zurück ins Heim müsstet. Vorher heirate ich dich und adoptiere Sam selbst!“

Dean schrak erschrocken, mit aufgerissenen Augen, zurück, als er Castiels Worte aus seinem Mund vernahm. Sie waren so fest und überzeugt, dass Dean schon fast glaubte, jetzt und hier einen Heiratsantrag zu bekommen und der Ausdruck in Castiels Augen zeigte Dean wie ernst er es meinte.

Deans Herz begann von neuem schnell zu schlagen, als er in diesem tiefem Blau versank, welches er ein wenig erahnen konnte, da Castiel so günstig mittlerweile zum Licht saß.
Deans Blut rauschte in seinen Ohren, als er auf ein Lachen oder einen Witz von Seiten des Älteren wartete, doch es kam nichts. Der Ausdruck in Castiels Gesicht, würde nur noch fester, was Dean einen Schauer über den Rücken laufen ließ.

„W-was?“

Dean konnte nichts anderes tun, als mit wankender Stimme nachzufragen. Er musste sich verhört haben, anders war das gar nicht möglich! Doch anstatt einer Antwort, küsste Castiel ihn nur. Der Kuss war innig, leidenschaftlich und doch so zärtlich, dass es Dean ganz heiß wurde, denn so hatte Castiel ihn noch nie zuvor geküsst.



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Oh man, Crowley will Bobby also einen Stick aus der ganzen Sache drehen... Im 32. Kapitel hat sich schon etwas in die Richtung entwickelt, doch damals war wahrscheinlich noch niemanden klar, dass Raphael nicht nur etwas daher geredet hatte.

Aber zumindest geht es nicht um Sam oder Dean. Beiden droht nicht das Heim, weswegen Deans Sorge vollkommen unbegründet war. Was ihm nun auch endlich klar wird, aber auch wenn er es weiß, kann er leider noch nicht so ganz aus seiner Haut.

Und was macht Cas am Ende... er macht ihm einen halben Heiratsantrag. Meint ihr, dass meint er jetzt ernst, oder ist das nur aus der Situation heraus entstanden?

Ich bin sehr auf eure Meinungen gespannt! Habt ein tolles Wochenende! Feiert vielleicht auch ein wenig Karneval und lasst es euch einfach gut gehen!
Cassi