Zwischentext (an das Publikum)

KurzgeschichteDrama / P12
Dr. Heinrich Faust Margarete Mephistopheles OC (Own Character)
16.03.2016
16.03.2016
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Da habt ihr nun erstaunt gehört,
wie Faust die Liebe von sich weist,
ja, wie er beinahe schon empört,
Mephisto in die Schranken weist.

Wird wieder Denker, Doktor gar
und macht's sich leicht mit glücklich sein,
doch hält man ihm den Spiegel vor,
sieht er der Lüge hellen Schein.

Drum glaubt mir wie entsetzt er ist,
wenn Teufel ihm von Liebe spricht;
verschließt den Geist, verschließt den Sinn
und gibt sich doch noch Gretchen hin.

Hat lange sich gewehrt dagegen,
wollte wandeln jung durch die Natur
und lang vergessene Tage leben,
auf Feld und Wiese, Wald und Flur.

Doch seine Sicht ist längst verklärt,
da hilft kein wandern und kein regen,
denn wenn er Gretchens Stimme hört,
kann er den Blick zu ihr nur heben.

Drum hat Mephisto gut getan,
daran ihn wieder zu erinnern
und seine Liebe, seinen Sinn,
für seine Zwecke zu gewinnen.

Denn wer von euch hat's nicht gemerkt,
ist auf den Teufel eingegangen,
als dieser wahrhaft unbemerkt,
Faust wiedermal hat eingefangen.

Und so lässt dieser sich nun lenken,
hört wieder auf Mephistos Wort
und richtet so sein Tun und Denken,
vom Wissen weg zu Liebchens Hort.

Drum höret zu und gebet acht,
was nun als nächstes wird geschehen,
denn einmal nur nicht aufgepasst,
hat Teufel schnell auch euch gesehen.

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©lebenauspapier, 2015
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