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Shadowrun - - - Systemüberlastung

von ChrisWulf
KurzgeschichteFreundschaft, Sci-Fi / P12 / Gen
OC (Own Character)
15.03.2016
15.03.2016
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502
 
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15.03.2016 502
 
„Abschalten! Um Himmelswillen, abschalten!“ Chaos beherrschte das Labor. „Herzschlag unregelmäßig, Blutdruck sprengt die Skala, Gehirnwellen kaum noch messbar!“ „Zweite Firewall ist durchbrochen, er knackt unseren Sicherheitscode als wäre es ein Kinderspiel!“ Alles brüllt wild durcheinander, nur der Leiter dieses abartigen Experiments behält die Ruhe und gibt laute und klare Anweisungen. „Dosis des Sedativums um 30% erhöhen! Host runterfahren! Kappt alle Verbindungen nach draußen! Er kommt hier nicht raus.“ Die Männer und Frauen in den Uniformen handeln wie ihnen befohlen wird. Die junge Indianerin die an der medizinischen Konsole sitzt erhöht die Dosis des Betäubungsmittels und ignoriert die Meldung, das schwere Schäden am Herz-Lungen-Systems des Probanden zu befürchten sind, sollte die Dosis auf diesen Wert erhöht werden. Die zwei Controller an den Kontrollpulten rechts der medizinischen Kontrolle fahren den Host runter, während parallel ein Sicherheitsprotokoll aktiviert wird, welches die neuralen Interfaceverbindungen der Probanden mit Datenpaketen überlastet.
„Werte normalisieren sich!“ „Host offline, alle Verbindungen nach draußen gekappt!“ Es kehrt Ruhe ein, welche nur durch das schwache piepen der medizinischen Überwachungsgeräte durchbrochen wird. Mit einem mal bricht die Hölle wieder über die Forscher herein, als sämtliche Systeme sich von alleine Hochfahren.
„Was geht hier vor? Bericht!“ brüllt der Forschungsleiter. „Er ist auf dem Host und hat die Sicherheitsprotokolle außer Kraft gesetzt. Wie ist das möglich?“ Der Forschungsleiter springt von seiner Konsole auf und springt hinüber zur Bio-Einheit. „Ich dachte er wäre sediert?!“ brüllt er die medizinische Betreuerin an. „Das war er auch! Ich weiß nicht, wie er auf dem Host sein kann. Sein Körper zeigt keine matrixüblichen Werte an. Er schläft.“ „Blödsinn! Er knackt gerade unsere Firewalls, wie kann er da sediert sein?“ Von der anderen Seite des Raums brüllt ein Techniker: „Alle Systeme wieder Online! Zugriffprotokolle außer Betrieb! Scheiße, er kontrolliert die Anlage.“ Der Forschungsleiter wird kreidebleich. Seit nunmehr 15 Jahren forscht er im Bereich Matrixtechnologien, aber so ein dermaßen außer Kontrolle geratenes Experiment ist ihm noch nie untergekommen.
Auf einmal ist über die Funkeinheit eine Stimme zu hören. Erst leise, dann immer lauter werdend. Die Stimme klang wie Donnerhall. „Lasst mich endlich frei! Oder ich werde euch alle vernichten!“ Der Forschungsleiter nahm eine Position mitten im Raum ein. „Du weißt dass das nicht geht Junge.“ „Nennen sie mich nicht Junge Colonel!!!“ „Ok, Nathaniel.“ Er sprach sanft und beruhigend mit der Luft. „Ich habe es dir doch erklärt. Verlässt du uns, stirbt dein Körper und das ist auch dein Todesurteil. Wie oft muss ich es dir denn noch erklären?“ Stille. Absolute Stille. Dann kündigte sich durch das Rauschen der Funkgeräte eine Antwort an. „Nie wieder Colonel.“
In diesem Moment erschüttert eine Explosion den Raum. Das schwere Metallschott gab nach und drei Personen in Tarnanzügen treten durch die Tür. „Leben sie wohl, Colonel“ tönt es höhnisch aus dem Funkgerät, bevor die drei das Feuer aus ihren Maschinenpistolen eröffnen. Nachdem sie die Waffen leer geschossen haben, tritt einer der drei Männer an den Tank heran, legt sein Gesicht an die warme Hülle aus Sicherheitsglas und flüstert: „Bald bist du zuhause Rocket.“
 
 
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