Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Eiskaltes Schicksal

von Ronja2331
GeschichteDrama, Tragödie / P16 / Gen
HoroHoro OC (Own Character) Ren Tao Yo Asakura
15.03.2016
22.02.2017
19
20.586
 
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
20.04.2016 581
 
6.
Yoh P.oV.

„Sie war meine Freundin, Anna, nicht deine. Du kanntest sie nicht mal. Hör also auf, mir vorschreiben zu wollen, wie ich mich zu benehmen habe“, blaffte Trey Anna an. Yoh konnte nicht glauben, was er da hörte. Niemand, der sein Leben zu schätzen wusste, würde so mit Anna reden.
Zu Treys eigenem Glück verschwand dieser, bevor Anna sich von dem Schock, dass ihr mal jemand widersprochen hatte, erholte. Aber Yoh selbst ging es ja nicht anders. Er hatte ja auch nicht reagieren können, bevor Trey aus dem Haus gelaufen war.
Pilika starrte ihrem Bruder fassungslos hinterher. Dann brach sie erneut in Tränen aus.
„Ich kann nicht glauben, was er da gesagt hat“, schluchzte sie, „das hat er garantiert nicht so gemeint.“
„Ich glaube, das hat er doch, Pilika“, meinte Lyserg.
„Ich glaube nicht, dass Trey das so gemeint hat“, hielt Ryu dagegen.
„Oh doch. Mach die Augen auf. Er hat es gerade gesagt. Und wenn er wieder kommt, wird er dafür eine Woche lang jeden Tag 10.000 Sit-Ups machen und das Haus wird er auch komplett sauber machen müssen. Niemand widerspricht mir“, meckerte Anna.
„Das würde er auch nicht machen. Lasst ihn einfach in Ruhe. Ihr habt doch jetzt gesehen, dass er eure Hilfe nicht will“, betonte Faust noch einmal.
Yoh seufzte nur. Hätte er Treys Worte eben nicht selbst gehört, würde er niemals glauben, dass Trey so etwas zu Anna sagen würde. Trey wollte ihre Hilfe tatsächlich nicht. Das war nun allen klar. Aber Yoh war immer noch der Meinung, dass Trey Hilfe brauchte. So schlecht, wie Trey heute ausgesehen hatte, konnte er einfach nicht mehr daran glauben, dass Trey es ohne Hilfe schaffen würde, seine Trauer zu bewältigen. Warum verstand Trey nicht, dass sie es nur gut meinte und ihm nur helfen wollten?

Trey P.o.V.

Trey stapfte durch die Straßen.
Was dachte Anna sich eigentlich? Was bildete sie sich ein? Sie hatte doch keine Ahnung, wie er sich fühlte, oder was er gerade durch machte! Wütend trat er gegen einen Stein.
Keiner von ihnen hatte eine Ahnung, was er brauchte und wollte. Also warum versuchten sie ihm Vorschriften zu machen? Warum konnten sie ihn nicht einfach in Ruhe lassen?
Wütend schlug er mit der Faust gegen eine Mauer. Doch dann verschwand seine Wut genauso schnell, wie sie gekommen war. Zurück blieb nur die Leere und Einsamkeit, die schon vorher dagewesen war.
Was sollte er nun tun? Zurück konnte er noch nicht. Dafür ist Anna garantiert noch zu sauer. Großartig. Wohin sollte er nur gehen? Verloren sah er sich um.
Plötzlich tauchten vor ihm zwei Typen auf.
„Ey, Alter, was machste hier alleine?“, fragte der eine ihn.
„Nichts“, murmelte Trey.
„Du kannst doch nicht alleine um die Häuser ziehen“, meinte der andere.
„Genau, du kommst jetzt mit“, bestimmte der erste. Trey hatte keine Kraft, um sich dagegen zu wehren, also ließ er sich von ihnen mitziehen.
Sie gingen zu einer recht versteckten Bar, die in einer Seitengasse in der Nähe des Zentrums lag.
Dort spendierten die beiden ihm einige Drinks. Der Alkohol betäubte den Schmerz, sodass Trey sich nach dem dritten Glas tatsächlich besser fühlte. Also trank er immer mehr. Irgendwann konnte er sogar über die schlechten  Witze der beiden Typen, die sich als Akito und Takeru vorstellten, lachen.
Er trank mit ihnen die komplette Nacht, solange bis die Bar schloss. Danach wankte er nach Hause. Später konnte er sich nicht mehr daran erinnern, wie er ins Bett gekommen war.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast