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Eiskaltes Schicksal

von Ronja2331
GeschichteDrama, Tragödie / P16 / Gen
HoroHoro OC (Own Character) Ren Tao Yo Asakura
15.03.2016
22.02.2017
19
20.586
 
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31.12.2016 1.085
 
17.

Chou P.o.V

Sie hatte sich inzwischen hingesetzt und den Schwindel, der sie im ersten Moment überfallen hatte, überwunden.
Dann trat Yoh ein. Mit banger Hoffnung sah Chou ihn an. Durfte sie wirklich bleiben? Oder musste sie zurück auf die Straße? Sie konnte das nicht. Der Boss würde sie schwer dafür bestrafen, dass sie weggelaufen war.
Tamara schien zu merken, wie unwohl sie sich fühlte, denn sie ergriff Chous Hand. Dankbar drückte Chou ihre Hand.
Yoh lächelte sie an. „Ich habe mit Anna gesprochen, und du kannst gerne hierbleiben.“
Da ertönte ein Schnauben von der Tür.
„Gerne? Nur damit das klar ist, wenn wir wegen ihr in Schwierigkeiten geraten, ich war dagegen!“, sagte ein Junge, ungefähr in Treys und Yohs Alter, hochnäsig. Dann wandte er sich ab und ging. Er schien offenbar ganz stark gegen ihre Aufnahme gewesen zu sein.
„Wer war das?", flüsterte sie zu Tamara gewandt.
Das war Ren Tao, einer der Jungen, die hier leben", antwortete diese leise.
„Ja“, bestätigte Yoh grinsend, machte allerdings anders als die beiden Mädchen keinerlei Anstalten, seine Stimme zu senken.
„Ren kriegt sich schon wieder ein. Er steht Menschen, die er nicht kennt immer erstmal ein bisschen feindselig gegenüber, aber das wird besser. Wenn du erstmal eine Weile hier bist, dann ist er zu dir genauso wie zu allen anderen. Mit Lyserg gab es auch Startschwierigkeiten, und mit Ryo, Trey, Joco ... eigentlich mit allen.“
Nicht ganz überzeugt nickte Chou. Sie war wohl doch nicht so willkommen wie ihr alle glauben machen wollten.
„Das ist doch toll“, drehte sich Tamara zu ihr um und strahlte sie an. „Du darfst hierbleiben.“
Chou strahlte zurück. „Ist das nicht einfach klasse?“
Quietschend fiel das pink haarige Mädchen Chou um den Hals.
„Das wird so super!“, versprach Tamara.
Es fühlte sich so gut an. Es hatte sie schon so lange niemand mehr in den Arm genommen. Chou erwiderte die Umarmung.
Breit Lächelnd drehte Yoh sich um und verließ das Zimmer.

Tamara strahlte sie an. „Hast du irgendwelche persönlichen Sachen, die du bei mir einrichten möchtest? Ich meine, bei uns“, verbesserte sie sich lächelnd.
„Nein, eigentlich nicht“, gestand Chou. „Ich hatte von vorherein nicht viel an persönlichen Gegenständen, weil ich die Sachen, die mir damals gehörten, zu Hause gelassen habe. Und das wenige, was ich mitgenommen habe, liegt noch beim Boss“, meinte sie geknickt. Sie war ein kompletter Idiot. Auf die Idee, dass sie vielleicht Kleidung und Hygieneartikel brauchen könnte, war sie natürlich nicht gekommen.
„Das tut mir leid. Alles Notwendige kannst du dir aber gerne von mir ausleihen. Wir scheinen sogar ungefähr die gleiche Kleidergröße zu haben, von daher wird das ganz bestimmt auch kein Problem sein.“ Erleichtert sah Chou das pink haarige Mädchen an. Sie war wirklich sehr lieb zu ihr. Einer der liebsten Menschen, die sie in ihrem gesamten Leben getroffen hatte.
„Das wäre klasse“, sagte sie. Aber ewig konnte sie das Angebot auch nicht annehmen. Nur was sollte sie ohne Geld machen?
Sie würde sich einen Job suchen. Irgendetwas Einfaches, wo kein Schulabschluss für notwendig war und ein bisschen Geld auftreiben. Und dann würde sie sich etwas Eigenes suchen und Tamara und den anderen nicht mehr zur Last fallen, beschloss Chou.
Tamara schien zu bemerken, was sie bedrückte, denn sie meinte beruhigend: „Keine Sorge. Bald bekommst du eigene Sachen.“
Chou seufzte, schenkte ihr dann aber doch ein Lächeln.
„Wie wäre es, wenn ich dir jetzt erstmal das Haus zeige?“, bot Tamara an.
„Gerne.“ Doch schon als Chou auf stand wurde ihr wieder schwindelig. Reflexartig klammerte sie sich an Tamaras Arm.
Diese sah sie besorgt an. „Vielleicht sollten wir dir erst einmal etwas zu essen holen“, schlug sie vor.
Chous Magen knurrte zustimmend.
„Ich schätze, das heißt ja“, lachte sie.


Ren P.o.V

„Das kann jetzt nicht dein Ernst sein!“, fuhr Ren Yoh an, „Du willst sie nicht ernsthaft hierbehalten oder?!“
„Doch das ist mein Ernst“, antwortete Yoh seelenruhig, „Sie scheint doch ganz nett zu sein. Und du hast sie selbst gesehen. Sie baucht unsere Hilfe.“
„Ja ich habe sie gesehen!“, giftete Ren, „aber ich hätte sie sofort vor die Tür gesetzt! Du hast sie doch gesehen! Das ist ein Flittchen!“
„Ist sie nicht. Sie wurde dazu gezwungen“, hielt Yoh dagegen.
„Als ob man sie dazu zwingen müsste!“
„Gehst du nicht etwas zu weit, Ren?“, wurde er vorsichtig von Yoh gefragt.
„Nein. Überhaupt nicht. Nur seid ihr wieder zu doof, um das zu erkennen“, gab Ren hochnäsig zurück, „da ich offensichtlich der einzige vernünftige hier bin, gehe ich jetzt nach Hause.“
„Vertraust du meinem Urteil nicht mehr?“ Yoh sah ihn ruhig und offen an. Kurzzeitig überrumpelt, schwieg Ren. Doch er fasste sich schnell wieder.
„In diesem speziellen Fall nicht! Tschüss!“ Er drehte sich um und lief ohne Yohs Antwort abzuwarten aus dem Haus.
Unglaublich, dass Yoh dieses Flittchen bei sich aufgenommen hatte! Er konnte es immer noch nicht fassen! Alle kauften ihr die Geschichte des armen Mädchens ab. Sogar Anna! Armes Mädchen, dass er nicht lachte. Sie war alles andere als arm dran.
Wer sich so aufführt, bettelte doch schon praktisch darum, so einem Typen in die Arme zu laufen. Und Trey, dieser Idiot, ging auch noch darauf ein!
Alle waren sie auf dieses Flittchen reingefallen! Sogar Anna! Er konnte es nicht fassen dass sie darauf herein gefallen war. Wenigstens von ihr hatte erwartet, dass sie auf seiner Seite stehen würde.
Wie konnten die alle nur so bescheuert sein? Vor allem, selbst wenn dieses Mädchen wirklich die Wahrheit sagte, was ging sie das an?
Sie war eine Fremde! Nicht mal eine Schamanin. Total wehrlos! Yoh hatte zwar schon immer ein offenes Herz gehabt, aber das ging zu weit!
Denn wenn sie die Wahrheit sagen sollte, dann stünde ihnen allen wegen ihr noch reichlich Ärger bevor.
Wie konnte Trey nur auf diese dumme Tusse reinfallen? Was hatte sie nur an sich, dass sie ihm aufgefallen war? Eigentlich hatte Trey in der letzten doch überhaupt nichts mehr wahrgenommen. Nicht mal ihn oder Yoh, und sie waren schließlich seine besten Freunde! Was also hatte dieses Flittchen an sich? Was war an ihr so besonders? Was hatte sie, dass sie nicht hatten? Wie hatte sie es geschafft, Trey wieder etwas wachzurütteln, was ihnen vorher nicht gelungen war?
Wütend kickte Ren einen Stein vor sich her. Baka.









Tut mir leid, dass es mit dem Update so lange gedauert hat, meine Motivationsquelle hatte mich einfach verlassen. Trotzdem würde ich mich sehr über Feedback freuen, sei es nun positiver oder negativer Art. Ich werde mir Mühe gegeben, in Zukunft regelmäßiger zu updaten
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