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Eiskaltes Schicksal

von Ronja2331
GeschichteDrama, Tragödie / P16 / Gen
HoroHoro OC (Own Character) Ren Tao Yo Asakura
15.03.2016
22.02.2017
19
20.586
 
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1 Review
 
31.07.2016 792
 
11.


Ren P.o.V.

Trey durfte nicht sterben. Dieser Gedanke ging Ren nicht mehr aus dem Kopf. Ebenso wenig der Tonfall und der Gesichtsausdruck von Trey, als er das gesagt hatte.
Ren konnte sich eine Welt ohne Trey gar nicht mehr vorstellen. Mit wem würde er sich dann  streiten? Und wer würde mit ihm Joco verprügeln, wenn dieser mal wieder einen schlechten Witz gemacht hatte? Bis jetzt war das immer Trey gewesen. Niemand anders würde das jemals mit ihm machen. Bei dem Gedanken daran, bekam Ren fast keine Luft mehr. Woher kamen diese Gedanken denn jetzt? Trey würde nicht sterben.
Einem plötzlichen Impuls folgend stand Ren auf. Er wollte nochmal nach Trey sehen. Mit schnellen Bewegungen ging er zu Treys Zimmer hinauf. Vor der Tür angekommen, hielt er einen Moment inne. Sollte er klopfen? Doch er entschied sich dagegen. Vielleicht schlief Trey ja schon. Er wollte ihn nicht aufwecken, denn Trey hatte Schlaf bitter nötig. Dann öffnete er die Tür. Überrascht sah Ren auf das leere Bett. Aber er dachte sich nichts Böses dabei. Vielleicht war Trey ja zur Toilette gegangen.
Also ging er wieder in sein Bett und legte sich hin. Er würde später nochmal nach Trey schauen.
Als das Bett eine Stunde später allerdings immer noch leer war, wurde Ren unruhig. Kein Mensch brauchte solange, um auf die Toilette zu gehen. Zumindest keiner abgesehen von Trey. Ren versuchte sich einzureden, dass seine Sorgen unnötig und unberechtigt waren. Wahrscheinlich würde Trey am nächsten Morgen wieder im Bett liegen. Also legte er sich mit einem mulmigen Gefühl wieder ins Bett, um noch etwas Schlaf zu bekommen.

Trey P.o.V.

Trey zögerte. Auch im betrunkenen Zustand wusste er, dass Speed eine Droge und verboten war. Aber andererseits war ihm seit Damukos Tod alles egal. Was kümmerte es ihn? Und selbst  wenn er dafür ins Gefängnis kam oder starb, wen interessierte es? Ohne Damuko war sein Leben eh nichts mehr wert.
Ohne weiteres Zögern griff er nach der Tüte und riss sie auf. Akito reichte Takeru ebenfalls eine Tüte, nahm sich auch eine und beide rissen ihr jeweiliges Päckchen auf.
„Am besten kann man das schnupfen, wenn man den Stoff auf den Handrücken gibt“ erklärte Akito und zeigte es Trey. Takeru machte es ihm nach. Ohne noch mal darüber nachzudenken machte Trey es ihnen auch nach und schnupfte das Pulver.
„Ja, Mann. Gut so“, meinte Takeru grinsend zu Trey und boxte ihm freundschaftlich in die Seite. Trey grinste zurück. Es fühlte sich gut an,  so sorglos mit den beiden reden zu können. Die anderen schlichen zurzeit ja auf Zehenspitzen um ihn herum. In der Atmosphäre konnte er kaum atmen. Es fühlte sich immer so an, als wäre er Unterwasser und würde in den Gefühlen für Damuko ertrinken.         Hier in der Kneipe mit Takeru und Akito konnte er endlich durchatmen. Der Druck, der sonst auf im lastete, verschwand. Er konnte endlich wieder lachen. Ehrlich lachen. Er musste niemandem etwas vorspielen. Er kam endlich aus diesem bedrückenden Umfeld heraus.
Irgendwann wurde er unruhig. Er konnte nicht mehr still sitzen.
„Lasst uns was machen“, schlug Trey vor.
„Jao“, stimmte Akito begeistert zu, genauso wie Takeru, der begeistert nickte. Also standen sie auf und bezahlten.
Draußen standen sie allerdings planlos rum.
„Und was machen wir jetzt?“, fragte Takeru.
„Keine Ahnung“ gab Trey zu.
„Irgendwas Lustiges“, sagte Akito enthusiastisch. Ziel- und immer noch planlos liefen sie durch die Stadt. Bis sie in eine dunkle Straße kamen. Alle Geschäfte, die sich hier befanden, hatten bereits geschlossen. Takeru und Akito begannen in ihren Rucksäcken zu wühlen. Jeder holte einige Spraydosen hervor.
„Gibt es eigentlich irgendwas, an das ihr nicht gedacht habt?“, fragte Trey und nahm grinsend eine Dose entgegen. Doch bevor sie anfingen, die Fassade von einem Geschäft zu besprühen mussten sie sich einigen, was sie machen wollten.
„Wie wäre es mit: Wir waren hier?“, schlug Trey vor. Akito sah ihn an.
„Das isses“, stimmte er begeistert zu.
„Na dann los“, murmelte Takeru und fing an, die ersten Linien zu sprühen. Trey grinste, auch wenn er nicht wirklich etwas machen konnte, da er noch keine Erfahrungen damit hatte. Aber weder Takeru noch Akito schien das etwas auszumachen, also stand er schmiere. Trotzdem fühlte er sich nicht überflüssig oder unnütz. Er hatte eine Aufgabe und er gehörte dazu.
Als sie fertig waren betrachteten Akito und Takeru ihr Werk wie Künstler, die gerade ein wirklich schwieriges Werk beendet hatten.
„Das is das Beste bisher“, kommentierte Takeru zufrieden. Auch Akito nickte.
„Klasse Idee“, sagte er zu Trey. Dann verschwanden sie in den Schatten, um nicht erwischt zu werden.
Danach trennten sich ihre Wege. Trey fuhr zurück zu Yoh, um etwas Schlaf zu bekommen. Takeru und Akito verschwanden in eine andere Richtung.
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