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Der Rächer Entenhausens

von Daschwo
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Dagobert Daisy Donald Gundel Gustav Phantomias
14.03.2016
14.03.2017
26
41.647
5
Alle Kapitel
42 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.02.2017 1.452
 
Hallihallo,

Erst einmal entschuldige ich mich sehr bei allen, die immer wieder so lange auf das nächste Kapitel warten müssen. Ich weiß, dass ich nur sehr unregelmäßig Kapitel veröffentliche und hab leider nur sehr schlechte Entschuldigungen dafür (Arbeit, Schreibblockade, etc.)
Dennoch freue ich mich immer wieder über die vielen Klicks (inzwischen über 2000 :D) und besonders über Reviews ;)
Ich hoffe, ihr nehmt meine Entschuldigung an und euch gefällt dieses Kapitel :)

Viele Grüße
Josy



Sie steht ihm gegenüber.
Er sieht ihr direkt in die rabenschwarzen, wunderschönen Augen, die ihn töten wollen. Gundel hebt ihre Hände, bereitet einen Zauber vor und schleudert ihn in Richtung Phantomias. Dieser weicht mit einer Seitwärtsrolle aus und verschanzt sich hinter einem Tisch, auf der Suche nach etwas, was die Hexe so weit einzuschränken, dass er sie in den grünen Wackelpudding einschließen kann. Doch da ist nichts! Er blickt kurz über den Tisch und erkennt blitzschnell, das die Hexe verschwunden ist. Ein Blick nach vorn und er hat sie wieder gefunden. Entgeistert reagiert der Rächer so, wie bestimmte Hexen es nicht erwarten würden. Er packt das nächstbeste Ding in seiner Nähe und schleudert es auf Gundel, während er kurz darauf die Tischseite wechselt und sich wieder verschanzt, um abermals nach einer Waffe zu suchen.
„Mein Stinkmorchel!“ kreischt Gundel entsetzt und rettet die geworfene Pflanze vor ihrem sicheren Ende. Phantomias wundert sich gar nicht erst, sondern geht seine eigenen Waffen durch.
Die Schusswaffen sind nutzlos. Gundel hat sich davor bestimmt mit irgendeinem Zauber geschützt. Für Granaten-Werfen ist Gundel zu schnell verschwunden. Und Dinge nach ihr werfen bringt offenbar auch nichts, außer es ist Stinkmorchel. Bleibt also nur der Nahkampf. Verflucht!
In einem kurzen Moment der fast Gundel-freien Zeit (welche einem Stinkmorchel hinterher stolpert), sieht Phantomias seine Mitstreiter. Dagobert ist immer noch bewusstlos, Phantomime deutet wie verrückt immer wieder auf den Ofen der Hexe (das kleine Loch im Boden) und wedelt dann noch verrückter mit den Armen. Phantomias runzelt die Stirn und sieht zu den PK, welche immer noch Rurak in Schach halten und böse Gesichter machen. Er ist sich immer noch nicht sicher, ob sie ihn wirklich verraten oder nur verarschen.
Ein explodierender Tisch ruft ihn ins hier und jetzt zurück. Gundel hat ihren Stinkmorchel gerettet. Mit einem wütenden Schrei schleudert sie weitere Blitze auf Phantomias, welcher abermals mit einer Rolle ausweicht.
Während die Hexe abermals einen Zauber vorbereitet, rennt Phantomias auf sie zu. Mit einem wilden Schrei seinerseits rennt er sie um und wirft sich auf sie, die Klingenhandschuhe im Anschlag. Eine Druckwelle holt ihn wieder herunter und lässt ihn fünf Meter weiter zu Boden fallen. Mit schmerzenden Knochen richtet sich der Rächer auf und weicht abermals einem Zauber aus.
Er packt einige dicke Wälzer Gundels und wirft diese nach ihr. Sie weicht den Büchern geschickt aus, indem sie abermals den Ort wechselt und bereitet weitere Zauber vor. Doch ebenso plötzlich gerät sie ins Stolpern und sieht sich verwirrt um.
Auch Phantomias ist kurz verwirrt. Dann wieder! Gundel wechselt kurzerhand den Ort, wird aber kurz darauf wieder angerempelt. „Wer außer diesem Taugenichts will mich hier angreifen! Ich dachte, wir haben hier einen Zweikampf!“ knurrt sie böse und setzt eine Druckwelle frei.
Man hört einen Körper gegen die Vulkanwand schlagen, kurz darauf wird Trick sichtbar. Aus seiner Hand rollt die Wackelpudding-Bombe. Er ist bewusstlos.
„Hier ist also jemand unsichtbar!“ Gundel wirft einen vernichtenden Blick zu den PK, dann zu Phantomias. Ihr Verstand rattert fast hörbar, als sie die Bausteine zusammensetzt. „Ihr wollt mich ablenken und von diesen Halbwüchsigen besiegen lassen! Ihr wollt meinen Rurak gar nicht freilassen! Ihr... ahhrgl!!“ kreischt sie immer lauter werdend und setzt eine weitere, wesentlich heftigere Druckwelle frei, die sogar den gut zwanzig Meter von ihr entfernten Phantomias von den Füßen hebt und nach hinten Richtung PK schleudert.

Auch die Panzerknacker fliegen durch die Luft. Der alte Opa Knack verliert sein Gleichgewicht, lässt im Schrecken den plötzlich nicht mehr bewusstlosen Rurak los um sich abzufangen und verheddert sich in den Körpern seiner PK.
Rurak verwandelt sich innerhalb von Sekunden in einen großen Bären und rennt auf Phantomias los, in der Absicht, diesen zu zerfleischen, wie Phantomias unschwer erkennen kann.
„Spreng den Berg!“ brüllt plötzlich Phantomime außer sich und richtet ihre Pistolen auf den Rurak-Bären um ihn von Phantomias abzulenken. Rurak dreht im Laufen um und rennt grollend auf Phantomime zu, um diese in tausend Fetzen zu zerreißen. Phantomias wirft hastig abermals eine merkwürdige Topfpflanze in Richtung Gundels letzten Aufenthaltsort und rappelt sich dann im Rennen auf, um seine Sprengbomben in das Feuer des Vulkans zu werfen, während er den anderen unsichtbaren Neffen „Passt auf Trick auf!“ zubrüllt, ohne recht zu wissen, wo diese überhaupt sind.
Gundel, die die Absicht des Sprengens gehört hat, erblasst, soweit es noch möglich ist, und verschwindet, ohne auf ihre Topfpflanze zu achten. Urplötzlich taucht sie vor Phantomias auf, hebt die Faust und will sie auf der Nase des Rächers platzieren. Dieser jedoch taucht unter ihren Schlag hindurch, schubst sie zur Seite und rennt weiter auf die Kochstelle zu, über der der Kochtopf mit Glückszehnerinhalt hängt. Dem Topf kann er nichts anhaben, der Kochstelle dagegen schon.
Er hört etwas hinter sich knistern und weicht geistesgegenwärtig dem Blitz aus, packt zwei Granaten und zieht noch im Laufen die Sicherungsstifte.

Etwas weiter weg packt Opa Knack Onkel Dagobert und wirft sich den bewusstlosen Körper über die Schulter, während die PK Phantomime gegen den Rurak-Bären beistehen.
Tick und Track bergen ihren Bruder Trick, Tick nimmt die Bombe und wird wieder unsichtbar. Track zerrt seinen Bruder zielgerichtet auf ein Bücherregal zu. Der schwarz gekleidete Junge tritt gegen das Holz des Regals und es klappt zur Seite. Da ist also ein Ausgang!
„Alle raus hier!“ brüllt er, während er die gezündeten Granaten in die Kochstelle wirft und der Berg zu rumoren beginnt. Abermals hört er es knistern und wieder weicht er dem kommenden Blitz aus, während er seine restlichen Vorräte an Granaten und Bomben im Feuer versenkt. Es muss echt komisch aussehen, denkt er sich für einen kurzen Moment belustigt, während er um die Kochstelle herumtanzt und eine Bombe nach der anderen darin versenkt. „NEIN!“ kreischt Gundel entsetzt und setzt eine weitere Druckwelle frei, die Phantomias Richtung Bücherregal schleudert.
Leicht benommen rappelt er sich auf und rennt zum Ausgang, wissend, dass der Berg jeden Moment in die Luft gehen wird. Ein letztes Mal sieht er sich hastig um, die PK und Phantomime haben den Rückzug erklärt und rennen wie er zum Ausgang, verfolgt von Rurak. Opa Knack und Onkel Dagobert sind anscheinend schon davon, wie auch Track und Trick. Tick ist noch immer nicht zu sehen.
Gundel jedoch ist heillos verwirrt. Sie hat erkannt, dass sie ihr Zuhause nicht mehr retten kann. Jetzt versucht sie zu retten, was zu retten ist und packt Berge von Büchern und Schriftrollen in einen großen Koffer. Sie wird es nicht schaffen! Der Berg wird sie in tausend Stücke zerfetzen!
Auch wenn Phantomias vorhat, sie für immer hinter Gittern zu setzen... ihren Tod wollte er nie. „Gundel!“ brüllt er so laut er kann und rennt statt zum Ausgang auf die Hexe zu, um sie vor ihrem sicheren Tod zu retten. Einige Meter hinter ihm denkt Rurak, Phantomias will seine Herrin selbst erledigen und ändert ebenfalls seine Richtung.
Erste Beben der Explosion zeigen sich. Der Berg beginnt zu rumoren. Lange wird es nicht mehr dauern, und der Boden bricht komplett ein. „Gundel!“ brüllt Phantomias abermals „Renn! Renn um dein verfluchtes Leben!“ schreit er, fliegt die letzten Schritte wahrlich über den Boden und packt die Hexe an den Schultern.
„Phantomias!“ brüllt Phantomime einige Meter hinter ihm und macht Anstalten, ihm ebenfalls zu folgen. Phantomias dreht sich hastig um „Wenn du auch nur einen Meter weiter gehst! Verschwinde!“ brüllt er ihr zu und wendet sich wieder Gundel zu. Diese starrt ihn hasserfüllt und verängstigt zugleich an, in ihren Armen hält sie noch zahlreiche, bestimmt unschätzbar wertvolle Pergamente.
„Wir müssen hier weg, Gundel!“ brüllt er sie an, bevor sie einen Zauber sprechen kann und reißt ihr die Pergamente aus den Händen. Dann packt er die schockstarre Hexe an der linken Hand und rennt wieder zum Ausgang, Gundel hinter sich her zerrend.
Unter ihren Füßen lösen sich Bodenplatten und fallen in die kochende Lava. Phantomias sieht nach kurz vorn, um die Richtung zum Ausgang zu korrigieren und erkennt plötzlich die Schemen einer großen, schwarzen Pranke, die nach ihm ausholt. Brennender Schmerz breitet sich auf seiner Wange aus, als Rurak ihn trifft und er benommen zu Boden geht. Schwarze Punkte breiten sich vor seinen Augen aus, das Brummen in seinen Ohren nimmt zu und die Umgebung wird immer heißer und wackeliger. Plötzlich schmerzt auch wieder seine linke Schulter und im nächsten Moment spürt er gar nichts mehr. Nur noch Stille... Ruhe.
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